Guten Morgen,
ich habe mal eine Frage zum Maxwellschen Dämon: Dieses Gedankenexperiment hinterfragt ja den 2. Hauptsatz der Thermodynamik wenn ich das richtig verstanden habe.
Allen bisher von mir studierten Quellen konnte ich nur entnehmen das diese Sache im theoretischen Gedankenexperiment vielleicht möglich - in real aber unmöglich sei.
Jetzt Frage ich mich ob wir, wenn wir einen heißen Topf Wasser nehmen, nicht gewissermaßen den Maxwellschen Dämon in der Realität haben? Das heiße Wasser haben wir hier ja überwiegend an der Oberfläche das kalte eher am Boden.
Der Dämon wäre hier wohl die Schwerkraft die im Zusammenspiel mit der kinetischen Energie der Teilchen den „Auftrieb“ erzeugt.
Wie seht ihr das?
Gruß „Nemo“
Guten Morgen,
ich habe mal eine Frage zum Maxwellschen Dämon: Dieses
Gedankenexperiment hinterfragt ja den 2. Hauptsatz der
Thermodynamik wenn ich das richtig verstanden habe.
Allen bisher von mir studierten Quellen konnte ich nur
entnehmen das diese Sache im theoretischen Gedankenexperiment
vielleicht möglich - in real aber unmöglich sei.
Jetzt Frage ich mich ob wir, wenn wir einen heißen Topf Wasser
nehmen, nicht gewissermaßen den Maxwellschen Dämon in der
Realität haben? Das heiße Wasser haben wir hier ja überwiegend
an der Oberfläche das kalte eher am Boden.
Der Dämon wäre hier wohl die Schwerkraft die im Zusammenspiel
mit der kinetischen Energie der Teilchen den „Auftrieb“
erzeugt.
Wie seht ihr das?
huhu,
also bei einem topf heissen wassers hast du ja eine energiequelle drunter.
der witz waere ein stroemung zu bekommen, ohne das wasser erhitzen zu muessen und mit dieser stroemung ein schaufelrad antreiben zu koennen:smile:
wenn wir immer daemonen haetten, die uns die teilchen dorthin braechten, wo wir sie haben wollten, waeren so einige gesetze fuer die katz:smile:
aber man kann ja trotzdem suchen…wenn jemand welche findet, schickt sie mal bei mir vorbei, damit sie mein zimmer aufraeumen.
mfg
rene
Dankeschön!
Mein Denkfehler lag also darin das das Gedankenexperiment des Maxwellschen Dämon von einem geschlossenen System ausgeht was ein Kochtopf aber eben nicht ist.
Eine Frage hätte ich aber noch.
Es gibt ja die Idee man könne ein kleines Rad bauen welches durch einen Rastmechanismus nur eine Drehbewegung in eine Richtung durchführen könnte. Da dieses Rad nun so klein ist und dadurch nie von allen Seiten gleich viele Impulse von Gasmolekülen erhalten würde sollte sich dieses nun anfangen in eine Richtung zu drehen.
Dagegen spricht wohl der 2. Hauptsatz der Thermodynamik. Leider bin ich mathematisch nicht sonderlich begabt ich wäre über eine möglichst einfache und unmathematische Erklärung sehr dankbar
.
Was ich bei dieser Sache nämlich nicht verstehe ist das das ganze auch in einem offenem System nicht funktionieren soll - jedoch sieht man doch z.b. bei der Brownschen Molekularbewegung am Zittern microskopisch kleiner Staubteilchen das hier „Arbeit“ verrichtet wird oder nicht? Ich meine das Bewegen der Staubteilchen wäre im physikalischen Sinne doch Arbeit, oder nicht?
gruß „Nemo“
Dankeschön!
Mein Denkfehler lag also darin das das Gedankenexperiment des
Maxwellschen Dämon von einem geschlossenen System ausgeht was
ein Kochtopf aber eben nicht ist.
Eine Frage hätte ich aber noch.
Es gibt ja die Idee man könne ein kleines Rad bauen welches
durch einen Rastmechanismus nur eine Drehbewegung in eine
Richtung durchführen könnte. Da dieses Rad nun so klein ist
und dadurch nie von allen Seiten gleich viele Impulse von
Gasmolekülen erhalten würde sollte sich dieses nun anfangen in
eine Richtung zu drehen.
Dagegen spricht wohl der 2. Hauptsatz der Thermodynamik.
Leider bin ich mathematisch nicht sonderlich begabt ich wäre
über eine möglichst einfache und unmathematische Erklärung
sehr dankbar
.
Was ich bei dieser Sache nämlich nicht verstehe ist das das
ganze auch in einem offenem System nicht funktionieren soll -
jedoch sieht man doch z.b. bei der Brownschen
Molekularbewegung am Zittern microskopisch kleiner
Staubteilchen das hier „Arbeit“ verrichtet wird oder nicht?
Ich meine das Bewegen der Staubteilchen wäre im physikalischen
Sinne doch Arbeit, oder nicht?
hello again,
die idee mit dem rad ist auch gut, jedoch muesste man damit ja irgendwas antreiben koennen. da das rad so winzig ist, ist auch die arbeit sehr winzig:smile:vielleicht koennte man sie als laeusemassagegeraetenergiequelle benutzen oder sowas:smile:
der 2. hauptsatz der thermodynamik sagt nichts anderes, als dass sich hoeherwertigere energie zu niederwertigeren energie wandelt - nicht umgedreht. d.h.:die richtung wird festgelegt. heisses wasser wird kalt.waere der 2.hauptsatz nicht da, wuerde kaltes wasser ohne energiezufuhr heiss werden koennen.
oder anders gesagt:die warme luft geht zur kalten(weil druck hoeher).
ich denke, dass mich physiker jetzt komisch anschauen wuerden:smile:))
ist ein koerper kalt, nimmt er waerme auf…ist er warm, wird er kalt.d.h.:die richtung ist festgelegt.
die maxwell-theorie spricht von einem tuerchen zwischen den beiden raeumen. das tuerchen wuerde sich quasi in den raum hinein oeffnen lassen, in DEN das staerker/schneller fliegende teilchen „schlaegt“.
ein geschlossenes system betrachtet man so, als nimmt es keine energie auf und gibt keine ab. nimmst du ein offenes, dann gibt es von irgendwo einfluesse, die energiezufuhr/-abgabe bedeuten. das wiederum hat ja nichts mehr mit perpetuum mobile zu tun.
verstanden?
mfg
rene
Dankeschön!
Mein Denkfehler lag also darin das das Gedankenexperiment des
Maxwellschen Dämon von einem geschlossenen System ausgeht was
ein Kochtopf aber eben nicht ist.
Hallo Nemo,
der Ansatz war schon falsch: ein Maxwellscher Dämon müsste ausgehend von einem durchmischten System die Teilchen nach Geschwindigkeit sortieren, dann käme die Thermodynamik in Schwierigkeiten. In einem Topf mit durchmischtem Wasser ist aber die Temperatur und die Dichte überall gleich und die Schwerkraft spielt keine Rolle. Auf diese oder ähnliche Weise scheitert der Dämon eben immer.
Gruss Reinhard