Hallo,
Mein Problem ist folgendes:
Zu Aufreinigungszwecken arbeite ich mit einem Ultrafiltrations-Platten-Set. Dabei wird eine Flüssigkeit durch eine Membran mittels Vakuum gezogen (800 mbar).
Nun möchte ich die Aufreinigung in einer Zentrifuge durchführen (Pumpe kaputt).
Gibt es eine Formel mit der man diese 800 mbar in „g“ umrechnen kann?
Grüße
Andrea
Hallo.
Gibt es eine Formel mit der man diese 800 mbar in „g“
umrechnen kann?
Also, du willst die Flüssigkeit mittels Zentrifuge durch die Membran pressen?
Prinzipiell ist ja
p = F/A = am/A
umgestellt:
a = Ap/m
A: Fläche der Membran
p: 80.000 Pa
m: Masse der Flüssigkeit
Das Ergebnis geteilt durch 9,81 ergibt dann den g-WErt, den du an der Zentrifuge einstellen musst.
Gruß
Oliver
Hi,
so einfach ist das nicht. Der Druck am Boden des Gefäßes, wo auch die Filter sind, hängt von der Menge der noch verbliebenen Flüssigkeit im Gefäß ab. Ist es voll, drückt es mehr durch, ist es fast leer, dann weniger. Gib doch mal ein paar Daten (Füllhöhe und Gefäß-Innendurchmesser, Zentrifugendurchmesser), dann kann man eine Abschätzung machen.
Gruß
Moriarty
Hallo,
so einfach ist das nicht. Der Druck am Boden des Gefäßes, wo
auch die Filter sind, hängt von der Menge der noch
verbliebenen Flüssigkeit im Gefäß ab. Ist es voll, drückt es
mehr durch, ist es fast leer, dann weniger. Gib doch mal ein
paar Daten (Füllhöhe und Gefäß-Innendurchmesser,
Zentrifugendurchmesser), dann kann man eine Abschätzung
machen.
Oje,
Das Gefäß ist eine 96 well Platte wie sie in der Molekularbiologie üblich ist. Sie hat also 96 kleine runde Filter von ca 5mm durchmesser. Die Füllhöhe ist variabel in der Anwendung (je well zwischen 20 und 50µlFlüssigkeit). An der Zentrifuge lassen sich neben rpm auch die g direkt einstellen.
Die Zeit des Vakuums ist auch mit „10 Minuten oder bis die Filter trocken sind“ sehr vage angegeben, hauptsache das Wasser ist weg (und darin die kurzen DNA Stücke).
Ich hoffte eigentlich, dass die Kräfte die mittels Vakkum wirken sich vielleicht einfach „grob“ umrechnen bzw überschlagen ließen so dass ich einen Anhaltspunkt für die Austestung mit der Zentrifuge bekomme, bzw weiß ob die Zentrifugenleistung ausreichend ist.
Leider habe ich nicht viel Material um es auszutesten.
Grüße
Andrea
Hi.
Ich hoffte eigentlich, dass die Kräfte die mittels Vakkum
wirken sich vielleicht einfach „grob“ umrechnen bzw
überschlagen ließen so dass ich einen Anhaltspunkt für die
Austestung mit der Zentrifuge bekomme, bzw weiß ob die
Zentrifugenleistung ausreichend ist.
Wenn ich mich nicht verrechnet habe, ist die Größenordnung ca. 3200 g. bei maximaler Befüllung. Ich nehme mal an, dass deine Zentrifuge das nicht schafft. Das Problem ist, dass die Flüssigkeitsmenge zu gering ist, um ausreichend Druck zu erzeugen.
Gruß
Oliver
Hi,
Wenn ich mich nicht verrechnet habe, ist die Größenordnung ca.
3200 g. bei maximaler Befüllung. Ich nehme mal an, dass deine
Zentrifuge das nicht schafft. Das Problem ist, dass die
Flüssigkeitsmenge zu gering ist, um ausreichend Druck zu
erzeugen.
Die Zetrifuge schafft ca 3350g bei 4000rpm. Ich könnte auch das Volumen pro well auf ca 100µl erhöhen ohne, denke ich. Bringt das was???
Grüße
Andrea
Hi.
Die Zetrifuge schafft ca 3350g bei 4000rpm. Ich könnte auch
das Volumen pro well auf ca 100µl erhöhen ohne, denke ich.
Bringt das was???
Ja das bringt was! Damit brauchst du nämlich nur noch 1600 g. Eine grobe Faustformel ist:
Beschleunigung [in g] = 200*Druck [in mbar] / Volumen [in µl]
Gruß
Oliver
Hallo!
Die Zetrifuge schafft ca 3350g bei 4000rpm. Ich könnte auch
das Volumen pro well auf ca 100µl erhöhen ohne, denke ich.
Bringt das was???
Ja das bringt was! Damit brauchst du nämlich nur noch 1600 g.
Eine grobe Faustformel ist:
Beschleunigung [in g] = 200*Druck [in mbar] / Volumen [in µl]
Letzlich bringt das wohl doch nichts.
Wenn ich die verschiedenen Informationsschnipsel richtig deute, will Andrea doch die geamte Flüssigkeit aus der Probe herausholen.
Das heisst aber, dass die Menge immer kleiner wird, bis fast Null. Man könnte jetzt noch Philosophieren, ob die Masse des Rückstands noch einen Beitrag liefert oder nicht …
Jedenfalls wird sicher irgendwann das Probengefäß nur noch halb voll sein und dann ist der Druck auch nur noch halb so groß und damit zu klein.
Gruß
Arndt
Hallo.
Jedenfalls wird sicher irgendwann das Probengefäß nur noch
halb voll sein und dann ist der Druck auch nur noch halb so
groß und damit zu klein.
Da hast du natürlich recht! Also muss man die Beschleunigung verdoppeln und wenn die Hälfte durchgelaufen ist, die Probe einfach rumdrehen.
(Man könnte aber auch die Vakuumpumpe reparieren lassen)
Gruß
Oliver
Hallo Andrea,
so ein schwaches Vakuum wäre doch mit jeder Wasserstrahlpumpe für 5 Euro machbar, oder?
Gruß
achim
Hallo nochmal,
Also das ganze scheint doch wesentlich komplizierter zu sein wie ich gehofft hatte. :o(
Leider ist auch nicht die eigentliche Pumpe defekt, sondern das System.
Ich werde es wohl einfach mal versuchen mit maximaler Zentrifugation und hoffen, dass von meinen Proben noch was da ist (ich weiß ja auch nicht wieviel g die Membran verträgt) und doch die kleinen Partikel verschwinden.
Vielen Dank an alle schlauen Köpfe hier!!!
Grüße
Andrea