McAfee will FBI-Schnüffeltool ignorieren

Ich liebe es ja, für Open Source zu plädieren. Nun gut, hier eine Meldung aus dem Heise-Newsticker:

McAfee will FBI-Schnüffeltool ignorieren

http://www.heise.de/newsticker/data/wst-25.11.01-000/

McAfee will seine Software so gestalten, dass sie das FBI-Schnüffeltool Magic Lantern nicht entdecken kann. Laut Washington Post hat der Hersteller von Anti-Viren-Software der US-Bundespolizei FBI ein entsprechendes Angebot gemacht.

Zur Vorgeschichte sei folgender Link empfohlen:

http://www.heise.de/newsticker/data/wst-21.11.01-004/

Kurz zusammengefasst: das FBI möchte ein Programm entwickeln, was Tastatuanschläge auf heimischen PCs aufspürt und mitteilt. Bislang als sicher geltende Verschlüsselungsmethoden wie zum Besipiel PGP werden dadurch untergraben.

Was man McAfee zugutehalten muß, ist der offensive Umgang mit der Wahrheit. Vermutlich wird denen das Sympathien kosten. Die Frage, welche Firmen nicht so ehrlich sind und das FBI-Verfahren billigend oder aktiv unterstützen, ist spannend, aber ohne Kenntnis des Programmquellcodes nicht beantwortbar.

Moral von der Geschichte: Wer Wert auf Sicherheit legt, installiert keine Programme mit unbekannten Funktionen auf Betriebssystemen mit unbekannten Funktionen. Closed Source ist damit automatisch Tabu.

Sebastian

McAfee will FBI-Schnüffeltool ignorieren
http://www.heise.de/newsticker/data/wst-25.11.01-000/

Man sollte allerdings auch auf http://www.heise.de/newsticker/data/wst-26.11.01-001/ hinweisen.

McAfee dementiert Bericht über Kooperation mit dem FBI

Sebastian