Hi!
Nur: liegt das an den Beamten und Juristen oder eben an den
Ärzten, Maurern etc., daß davon zu wenige in die Politik
gehen.
Beamte und Juristen sind nun wirklich nicht schul, wenn sonst
sich niemand um Politik kümmert.
Falsch, denn genau diese Leute schaff(t)en die Rahmenbedingungen dafür, daß nur noch sie das tun können.
Das liegt daran, daß eben nur Juristen, Beamte (insbes.
Lehrer) und Steinewerfer überhaupt die Zeit haben, sich neben
dem Job aktiv mit Politik (in größerem Stil)
auseinenderzusetzen.
Ich habe früher im Organisationsbereich als BWLer gearbeitet
und hatte noch Zeit für Politik, das ist alles eine Ausrede,
weil bedi uns kaum noch jemand - leider - zwischenzeitlich
auch in der freien Wirtschaft - verantwortung übernimmt,
geschweige denn Verantwortung für das eigene Tun hat.
Bitte keine Moralpredigt. Als Mitglied der Geschäftsleitung übernehme ich weisgott genug Verantwortung.
Des weiteren gleube ich nicht, daß Du großartig aus der Kommunalpolitik herausgekommen bist, daher zählt das nicht.
Ich sprach von interessanten Posten.
Die Berufspolitker ohne jegliche Berufserfahrung rekrutieren
sich ohnehin zum allergrößten Teil aus den Jurafakultäten, da
dort traditionell auch die Jugendorganisationen der großen
Parteien am aktivesten werben.
Ich als BWLer wurde während des Studiums lediglich einmal von
einem Vertreter der JU angesprochen. Die Jusos hat man bei uns
gar ncht erst gesehen.
Außerdem hätte ich schlichtweg keine Zeit, mich mit Politik
beruflich zu beschäftigen, da mein Job nur 120% oder 0%
Einsatz erlaubt. Nichts dazwischen.
Auch Du hast Zeit, wenn Du Dir Zeit nimmst. Und. Was hierbei
zu beachten wäre, die Neidnation Deutschland muss eben den
Politikern auch - wenn Leistungen erwartet werden -
entsprechende Einkommen garantieren.
Moment: das sehe ich genauso. Nur führen die hohen Gehälter offensichtlich dennoch nicht zu einer höheren Qualifikation der Politiker. Anscheinend wird hier doch noch gemauert…
Was ist das für ein
Staat, der seine Repräsentanten abspeisen will, bei geringsten
Fehler den Rücktritt fordert, während Nieten in nadelstreifen
großzügig entschädigt tausende von Arbeistlosen hinterlassen,
weil das Interesse der Aktionäre und des eigenen fünfstelligen
Einkommens wichtiger als der Bestand eines Unternehmens ist.
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
Und: jeder macht Fehler, das ist normal.
Aber bewußt den Wähler und Steuerzahler zu betrügen und dann auch zu sagen, man sei „ruhig“ reicht eindeutig für einen Rücktritt und eine Schadenersatzklage.
Gerade wir BWLer sollten hier einmal reinhauen, denn gerade
bei uns sind fähihe Leute für die Politik, teilweise fähiger
als an ihren wirtschaftlichen Plätzen.
Das sehe ich auch so.
Nur gibt es aus o.g. Gründen eben die Chance nicht.
Grüße,
Mathias