Hallöchen
Wenn ich der Chef eine großen Firma sein will und mich mit
Personalentlassungen, Auslandsverlagerungen,
Kosten-Nutzen-Faktor der Arbeiter und der Qualität der
Produkte, Aktienwert und Börsengang, Standortfaktor
Deutschland, Gerwerkschaften, Marketing-Strategien,
Angebots-oder Nachfrageorientierung etc. beschäftigen wollte,
würde ich lieber BWL/VWL oder so studieren. Aber das bring MIR
nicht so viel Spaß.
Ich hatte im Studium auch 2 Semester BWL. Gehört auch dazu. Schliesslich muss man z.B. Maschinenfähigkeiten berechnen und auch die Kosten für eine Serienproduktion bei der Konstruktion im Auge behalten.
Für mein Berufsleben wünsch ich mir, dass morgens aufwache und
mich beim Früstück schon darauf freue zum BASTELN zu gehen
(nicht zur ARBEIT).
Gebastelt wird nix, höchstens konstruiert. Basteln tun die Schlosser und Maschinenbauer (nix gegen Schlosser *g*)
Ich möchte von meinen Chef den Auftrag
bekommen mit einem Team ein mechatronisches Sytem mit
bestimmten Eigenschaften zu entwickeln (z.B. einen
Mars-Roboter). Die Art und Weise wie das Sytem am Ende
aussieht und wie diese Eigenschaften umgesetzt wurden, ist der
Kreativität des Teams überlassen - hauptsache es erfühlt die
Kriterien.
Sprich: Es gibt ein Lasten/Pflichtenheft, wonach konstruiert wird. Das ist aber überall so. Wie die Konstruktion hinterher aussieht, bleibt dem Ing. überlassen.
Ich möchte auf diesen Grundlagen einen Beitrag dazu leisten
z.B. einen Roboter am Computer zu zeichen, die Teile zu
bestellen und in dann gemeinschaftlich zu bauen, Probleme
kreativ und ohne jegliche Vorgaben zu lösen, dabei sein, wenn
der Roboter das erste Mal eingeschaltet wird und den Proto-Typ
dann z.B. in einer Fabrik zu installieren (die
Serienanfertigung und -Installation übernehmen dann Montuere).
Einen Roboter bestellst du dir aus dem Katalog. Der Ing. macht dann einen Plan der Arbeitszelle, Zuführeinrichtungen, Sensoren etc.
Dann schreibt er noch ein Programm für den Robo (wenn es ein komplexes Programm ist, andernfalls macht das Prog jemand aus dem Betrieb (Teachen)) und gibt alles in die Fertigung. Irgenwann steht dann die ganze Anlage, man geht in die Fretigung oder zum Kunden, spielt das Prog auf und startet die Anlage.
Mechatronik-Ingenieure entwickeln nichts und sind auch keine
Erfinder
Es ist einfacher, ein bereits konstruiertes und geprüftes Teil aus dem Katalog zu bestellen, als jede Schraube und jedes Teil NEU zu konstruieren. Mal abgesehen vom Zeitaufwand ist dies wirtschaftlicher. Das ganze ist eher ein Baukastenprizip. Ob das Gesamtsystem hinterher hält und den Anforderungen gerecht wird, hängt vom Konstrukteur ab. Dafür ist man verantwortlich.
Wer übernmmt diese oben beschriebenen Aufgaben, wenn es der
Ingenieur nicht ist
Dies sind schon Ingenieure, aber du musst Forschung von Konstruktion und Entwicklung trennen. Forschen tun nur sehr wenige (meist Dr.- Ings.). Ein Ing. hat sein Spezialgebiet, auf dem er sich auskennt. Damit beschäftigt er sich. Eine komplexe Anlage alleine zu konstruieren ist aufgrund der vielen speziellen Berechnungen meist nicht möglich. So gibt es den Hydrauliker, Informatiker, E-Techniker etc. Auch wenn man gerne alles alleine machen möchte, ist dieses meist nicht möglich.
Noch was zum Asimo und Mars Roboter: Diese Konstruktionen sind natürlich sehr repräsentativ und faszinieren einen. Dennoch sind es nur sehr wenige Leute, die sich mit solchen Entwicklungen beschäftigen. Um so etwas machen zu können, muss man ein guter Ing. sein, sehr viel Erfahrung haben und an die richtige Firma geraten.
Der großteil der Ingenieuere arbeitet an weniger Prestigeträchtigen Sachen, die dennoch wichtig sind.
Habe vorher Strangpressen gebaut (Alu und Kunststoff), deren Profile man überall sieht (Fenster, Autos etc.).
Im Moment konstruiere ich Wärmetauscher für Kraftwerke, damit ihr alle Strom habt. Weniger „aufregend“ als ein Roboter, aber mindestens genauso wichtig.
Wenn du noch Fragen haben solltest, schreib ne Mail oder benutz ICQ.
Greetz, Gleylancer