Med. Fachbegriff und Häufigkeit

Hallo Experten,
im zarten Alter von 6 Jahren (also vor 28 Jahren) mußte ich mich einer (damals) sehr schwerden OP unterziehen. Mein rechtes Nasenloch war von Geburt an irgendwo innen oben zusammengewachsen (Knorpel oder Knochen). Es bestand akute Erstickungsgefahr. Man öffnete mir den kompletten Gaumen, um dann innen bis zur Nase „durchzubohren“, was auch recht gut gelang. Der Heilungsprozeß war nicht gerade angenehm, aber ich bekam endlich richtig Luft.
Nun habe ich aber doch ein paar Fragen, die mich schon sehr lange beschäftigen:

  1. Wie heißt diese Anomalie medizinisch?
  2. Wie häufig gibt es diese Anomalie? (weiß nur noch, daß damals extra für meine OP ein Spezialist eingeflogen werden mußte)
  3. Auf dem operierten Nasenloch rieche ich nichts. Kann man da was machen?
  4. Wie heißen die Spezialisten, die solche OP`s durchführen? Kann das jeder HNO oder brauchts da ne spezielle Zusatzausbildung?

Freue mich schon über eure Antworten!

danke
Claudi

Rehallo,

es könnte sich bei Dir um eine Choanalatresie gehandelt haben (Choanen = „hintere“ Nasenlöcher, die in den Rachen münden, Atresie=angeb. Verschluß von Hohlorganen/Öffnungen).
Häufigkeit: 1:5000 - 10000
Es kann sich um einen membranösen (10%) oder knöchernen (90%) Verschluß handeln. Meist einseitig. Angeboren.
Therapie: bei^beidseitigem Verschluß/akuter Erstickungsgefahr des Neugeborenen sofort Sicherung der Atemwege und Notfall-OP; bei einseitiger ChA. kann der OP-Termin auch ins Schulalter verschoben werden (dann gibt es später weniger Probleme mit wachstumsbedingten anat. Veränderungen).
Operiert werden müßte das bei der Häufigkeit in jeder operativen HNO-Klinik von HNO-(Fach)ärzten, die mit dieser OP Erfahrung haben. Vielleicht hattest Du einen besonders schweren Verlauf (evtl. zusätzliche Atembehinderung (Infektion?)durch das andere Nasenloch und/oder Mund), der eine Notfall-OP nötig machte?

Gruß,
Chris