Med.-Studium - Welches Wissen sollte vorh. sein?

Guten Tag,

ich frage mich, mit welchen Kenntnissen/Vorbereitungen man in ein Studium der Medizin reingehen sollte.

Ich habe im Sommer dieses Jahres das Zentralabitur an einer Waldorfschule abgelegt. Leider war es nicht möglich, Physik und Chemie mit ins Abitur zu nehmen, und auch das Fach Biologie kam recht kurz.
Als zweite Fremdsprache war die einzige Auswahl Französisch.

Da ich momentan noch keinen Studienplatz erhalten habe, und wahrsch. erst im nächsten WS mit dem Studieren anfangen werde, dachte ich mir, es wäre sinnvoll, bis dahin ein paar Wissenslücken aufzufüllen.

Ich habe zwar davon gehört, dass es während dem Studium Kurse gibt, in denen das grundsätzlich möglich ist, will mir allerdings auch nicht zu viel Stoff im ersten Semester aufbürden.

Zum Thema Latein haben die „Wer-Weiß-Was-Experten“ (laut Archiv) unterschiedliche Ansichten. Manche raten, sich mit einem Selbststudium vorzubereiten, andere meinen, es sei überflüssig.
Ich bin momentan noch unschlüssig.

In Hinsicht auf die Naturwissenschaften bin ich mir jedoch ziemlich sicher, dass ich da was nachholen muss.
Chemie ist lange her, das letzte was wir durchnahmen, sind „Redox-Reaktionen“ und ein bisschen was über das Periodensystem.
In Physik war das letzte Reflexion und Brechung von Licht.
Und in Biologie haben wir was über das Ökosystem, die Zelle und die Evolution gehabt.
Alles in Allem fühl ich mich jedoch schon dahinter zurück, was andere für einen Wissensstand in der 12. und 13. Klasse haben.

Deshalb ist meine Frage hierzu, was sollte man in diesen Bereichen für grundlegendes Wissen haben?

Nur noch so als zusätziche Info: Ich werde demnächst erstmal ein zweiwöchiges Praktikum in einem Krankenhaus machen. Da ich zur Zeit nebenberuflich arbeite, ist mir ein längerer Zeitraum vorerst nicht mgölich. Mir ist bewusst, dass ich sowieso im ersten Teil des Studium ein dreimonatiges Praktikum im Bereich der Krankenpflege abgeleistet haben muss, und ich habe mir auch vorgenommen mind. einen, eventuell sogar zwei Monate bereits vor Studienbeginn abzuleisten, nur momentan hab ich halt leider keine Zeit dazu…

Ich danke allen, die sich durch diesen Roman durchgelesen haben und natürlich besonders denen, die mir weiter helfen können :smile:

Hallo Mallecko,

grundsätzlich muss man ein Medizinstudium nicht mit Vorkenntnissen beginnen. Die würden Dir zwar den vorklinischen Teil etwas erleichtern, aber alle Inhalte werden auch in entsprechenden Kursen wie Physik, Chemie, Biologie und Terminologie (Latein) vermittelt. Da die Anforderungen teilweise recht speziell sind, macht es meines Erachtens auch keinen Sinn, sich durch Erweiterung der Grundkenntnisse darauf vorzubereiten.
Ich würde die Zeit bis zum Studium dafür nutzen, möglichst viele verschiedene Praktika in Krankenhäusern und Arztpraxen zu durchlaufen, um vor dem Studium feststellen zu können, ob dies überhaupt der richtige Beruf für Dich ist. Vorstellungen und Realität können durchaus weit auseinander klaffe.

Die einzigen unabdingbaren Voraussetzungen für ein Medizinstudium sind ein weit überdurchschnittlicher Enthusiasmus und eine gehörige Portion Altruismus.

Viel Glück
Gero

Gar keins
Grüß dich, Mallecko

ich frage mich, mit welchen Kenntnissen/Vorbereitungen man in
ein Studium der Medizin reingehen sollte.

Frag dich das nicht zuviel, es ist sowieso zuviel Stoff :wink:.
Geh lieber unbefangen ein, wenn du einen Studienplatz bekommen hast.

Ich habe im Sommer dieses Jahres das Zentralabitur an einer
Waldorfschule abgelegt. Leider war es nicht möglich, Physik
und Chemie mit ins Abitur zu nehmen, und auch das Fach
Biologie kam recht kurz.

Schade eigentlich, aber ich musste damals auch mit den Naturwissenschaften quasi von vorn anfangen - auf der Schule hatte ich avon ncht viel mitbekommen und dann hatte ich mich erstmal 8 Semester in den sogenannten Geisteswissenschaften getummelt, bevor ich den Studienplatz in Medizin bekam.

Als zweite Fremdsprache war die einzige Auswahl Französisch.

Auch nicht so schlimm. Man muss sowieso „Medizinische Terminologie“ im ersten Semester belegen (damals jedenfalls), egal, ob man Latein und/oder Griechisch hatte. Meine Kinder haben Latein und Griechisch vom Feinsten, aber das bringt inen noch keine Medizin näher.

Da ich momentan noch keinen Studienplatz erhalten habe, und
wahrsch. erst im nächsten WS mit dem Studieren anfangen werde

Na, das nenne ich dann erstmal gesunden Optimismus. :wink:

dachte ich mir, es wäre sinnvoll, bis dahin ein paar
Wissenslücken aufzufüllen.

Ich habe zwar davon gehört, dass es während dem Studium Kurse
gibt, in denen das grundsätzlich möglich ist, will mir
allerdings auch nicht zu viel Stoff im ersten Semester
aufbürden.

Die sind sowieso obligatorisch, egal, ob man Latein hatte oder nicht.

Zum Thema Latein haben die „Wer-Weiß-Was-Experten“ (laut
Archiv) unterschiedliche Ansichten. Manche raten, sich mit
einem Selbststudium vorzubereiten, andere meinen, es sei
überflüssig.

Überflüssig - beschäftige dich mit Grundlagenmedizin, wenn überhaupt.

In Hinsicht auf die Naturwissenschaften bin ich mir jedoch
ziemlich sicher, dass ich da was nachholen muss.
Chemie ist lange her

Chemie und Physik wird dir in den vorklinschen Semestern volle Kanülle eingebimst, da hab mal keine Sorgen. :wink: Das Medizinstudium ist total verschult und so afgebaut, dass du selber gar nicht groß suchen musst, was du belegst und lernst. Du musst all diese Scheine und Praktika machen - relax und warte auf deinen tudienplatz.

Deshalb ist meine Frage hierzu, was sollte man in diesen
Bereichen für grundlegendes Wissen haben?

Es bringt nix, das hier zusammen zu fassen.

Nur noch so als zusätziche Info: Ich werde demnächst erstmal
ein zweiwöchiges Praktikum in einem Krankenhaus machen. Da ich
zur Zeit nebenberuflich arbeite, ist mir ein längerer Zeitraum
vorerst nicht mgölich. Mir ist bewusst, dass ich sowieso im
ersten Teil des Studium ein dreimonatiges Praktikum im Bereich
der Krankenpflege abgeleistet haben muss, und ich habe mir
auch vorgenommen mind. einen, eventuell sogar zwei Monate
bereits vor Studienbeginn abzuleisten, nur momentan hab ich
halt leider keine Zeit dazu…

Du kannst das Krankenpflege-Praktikum ja stückeln. Hab ich auch so gemacht. Zwei Wochen hier, sechs Wochen da… Musste dir halt alles genau bescheinigen lassen für die Anrechnung.
Gruß und viel Glück!,
Branden

hallo malleck,
ich kann mich da gero nur anschließen.
ich hab auf dem zweiten bildungsweg studiert und überhaupt keine ahnung von bio, chemie, latein usw gehabt. ich hab alles im studium gelernt und wirklich nur das weil es doch sehr speziell ist.
ich wollte auch vor dem studium ein wenig vorlernen, gut das ich das nicht gemacht habe…dort waren ganz ander vorstellungen an den stoff als das was in der schule vermittelt wird.

mach ein praktikum und schau wie es dir gefällt, die zeit ist sinnvoller eingestzt dafür. wir hatten ca. 10% abbrecher in den ersten beiden semester…weil es eben nicht den ganzen tag tiere streicheln ist :smile: die nachrücker hatten sich gefreut!

gruß
mtb

Hallo mtb

ich kann mich da gero nur anschließen.

So. Du kannst dich also nur gero anschließen. Und mir nicht.
Da bin ich jetzt aber beleidigt.
Gruß,
Branden

Auf jeden Fall muss ich mich erstmal bei euch dreien bedanken, habt mir echt weiter geholfen :smile:

Ich denke mal, dass ich meinen Nebenjob schon so zwei Monate vor Beginn dem WS aufgebe, mich mit Gespartem finanziere, und dann schon mal das Krankenpflege-praktikum angehen werde.

@vonBranden

Ich gehe davon aus, dass ich erst im WS studieren werde, weil leider nur wenige Unis die Möglichkeit fürs Sommersemester bieten. Und bei denen die es tun, ist es oft nicht einfach so reinzukommen. Hab zwar einen Schnitt von 1.6, aber bin deshalb trotzdem eher nicht soo optimistisch :stuck_out_tongue:

Du meintest ja, du hättest dein Praktikum gestückelt, also die drei Monate. Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass die einzelnen Abschnitte nicht kürzer als mindestens vier Wochen sein dürfen. War das bei dir nicht der Fall?

Viele Grüße

Hallo, ich kann mich den vorrednern nur anschliessen. Pflegepraktikum ist schon gut, denn da lernst du vor allem erst mal, ob es dir überhaupt liegt mit Menschen zu arbeiten, ob du damit leben kannst dass Kranke manchmal komisch riechen, dass du mit allerlei Absonderungen zu tun hast und wie es in einem Krankenhaus abläuft.
Wenn du damit nicht kannst kannst du dir evtl frühzeitig alternativen suchen, entweder im Bereich Medizin (also dich schon frühzeitig darauf vorbereiten, dass du mit dem Studium eigentlich nicht Arzt werden willst sondern eher im LAbor landen willst oder ganz wo anders, weshalb du dir evtl frühzeitig passende Hiwijobs an der Uni suchst)
Sprich du kannst dich gezielter auf dein persönliches „Später“ vorbereiten.
Oder du suchst dir was ganz anderes, Biologie oder Pharmazie oder Public Health oder was es da alles schönes gibt.

Das einzige was du vielleicht vorher schon mal anschaffen könntest wäre ein Anatomieatlas, denn den kann man immer brauchen, wenn man sich für Medizin interessiert, er veraltet nicht so schnell wie alle anderen Bücher und wenn du wirklich Medizin studierst wirst du da am meisten zu pauken haben, wenn dir nicht vorher ein Licht aufgeht, wie man sich da einiges an Bezeichnungen selbst herleiten kann. Such dir da ruhig einen vom Flohmarkt, alles aus den letzten 15 Jahren ist didaktisch ganz gut gemacht und blätter einfach rein interessehalber immer mal dort nach, was dir grad begegnet. Ich finde dabei entdeckt man meist mehr Zusammenhänge als wenn man systematisch von Kopf bis Fuß paukt, wie dann im Studium.
Alternativ als Tipp es gibt auch einen Malatlas http://www.amazon.de/Anatomie-Malatlas-Wynn-Kapit/dp…

auch für Physiologie und Immunologie usw.

Gruß Susanne

Gruß Susanne

Hallo,

häufig sind die ersten Semester die schwierigsten, vllt. um auch abzuschrecken.

Ich kann nur für die Physik sprechen. Grundsätzlich kann ich den anderen Postern zustimmen, lass es ruhig angehen!

Wenn Du aber wirklich etwas vorarbeiten möchtest, versuche ich mal ein paar Schlagworte zu nennen, die Dir vllt. ein wenig die Richtung geben, was Du evtl. lernen bzw. wiederholen solltest.

  • Ohm´sches Gesetz
  • geometrische Optik:
    Abbildungsgleichung
    Linsenmacherformel
  • ionisierende Strahlung, insbesondere Röntgen
  • Mechanik, z.B. Hebelgesetze, die als Analogon auch in anderen Bereichen auftauchen
  • die Gasgesetze, d.h. Druck, Temperatur, Volumen usw.

Vllt. hilft Dir das ein wenig, ich wünsche Dir viel Erfolg.

Gruß Volker

HAllo nochmal

Du meintest ja, du hättest dein Praktikum gestückelt, also die
drei Monate. Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass die
einzelnen Abschnitte nicht kürzer als mindestens vier Wochen
sein dürfen. War das bei dir nicht der Fall?

Dazu kannst du auch das Landesprüfungsamt deiner angestrebten Uni befragen, kann sein dass das von Bundesland zu Bundesland verschieden ist. Aber das Landesprüfungsamt entscheidet was anrechenbar ist und was nicht. Oft ist es auch ein Problem, wenn man in einem Pflege oder Altenheim das Praktikum macht, denn es geht eben auch darum, die Abläufe in einer Klinik kennenzulernen. Denn zunächst wird man quasi zum Klinikarzt ausgebildet, also Husten schnupfen Heiserkeit kommt eher theoretisch rüber, eher bekommt man es im Studium (beim Unterricht am Krankenbett) mal mit einer heftigen Bronchitis, Lungenentzündung, Aspergillose oder Tuberkulose zu tun.
Bis zum „einfachen“ Hausarzt (Facharzt für Allgemeinmedizin) ist der Weg weiter als zu manch anderem Facharzt.
Daher legt das Prüfungsamt einen grösseren Wert auf Klinikpraktika als auf Altenpflegepraktika.
Btw. Bist du ein Kerl, musst du noch zum Bund oder Zivildienst? Kluge Wahl der Einrichtung dabei ist anrechenbar.
Gruß Susanne

Ergänzung
hallo,

ich hab´s vergessen.

Versuche doch mal von den Unis, die in Frage kommen, zu erfahren welche Kenntnisse in den entsprechenden Praktika gefordert werden. Bei manchen Unis findest Du auch die Praktikumsanleitungen online, schau da mal, dann könntest Du herausfinden, was Dir fehlt.

Gruß Volker

Hi,

  1. Wenn du in 3 Tagen ein Telefonbuch auswendig lernen kannst, hast du die wichtigste Voraussetzung für ein Medizinstudium an Bord. Wenn du das Pensum nicht schaffst sieht’s eher schlecht aus.

  2. Mache, anstatt irgendwelche Theorie zu lernen, Pflegepraktika. Erstens siehst du dann wie sich Patientenkontakt real anfühlt, ob du mit den Menschen umgehen kannst, wo deine Berührungsängste liegen oder nicht liegen. Viele verkalkulieren sich hier und sehen sich als Schwarzwaldklinik-Ärzte oder Golf spielende Saubermänner, die Realität sind aber oft - sorry wenn ich das so sage, aber das ist eben die Realität - siffige, ungepflegte, oder einfach nur wegen der körperlichen Nähe unangenehme Menschen.
    Zweitens werden irgendwann später Dinge vorrausgesetzt, die man aber nie lernt. Du lernst erstmal lange nur Theorie, musst dich aber im Laufe des Studiums irgendwann praktisch bewähren - und stehst dann regelmäßig vor dem Problem, selbst simpelste Handgriffe und Abläufe nicht zu kennen. Da ist es dann sehr gut wenn du mal im Krankenhaus gearbeitet hast und das ein oder andere kennen gelernt hast.

  3. Bist du bereit eine 80-Stunden-Woche für 1000 EUR netto zu arbeiten? Bist du bereit bei einem angeblichen 10-Stunden-Tag von 8 bis 18 Uhr de facto von 6 bis 22 Uhr zu arbeiten? Wenn nein: Überleg’ dir nochmal ob das hier der richtige Job für dich ist. Es gibt zwar die erwähnten Golf spielenden Schwarzwaldklinik-Ärzte, wer nach 10 Jahren Berufspraxis Oberarzt in einer Klinik wird steht auch gut da, aber als kleiner Assistenzarzt in der Facharzt-Weiterbildung wirst du, genauso wie als AiPler, nur nach Strich und Faden ausgenutzt: arbeiten bis zum umfallen für einen Hungerlohn.

In Deutschland Arzt zu sein ist ein Job für unerschütterliche Enthusiasten. 70% aller deutschen Ärzte sind so gefrustet dass sie ernsthaft daran denken auszuwandern, denn in Österreich, der Schweiz oder Norwegen verdient man das doppelte Geld bei der Hälfte an Arbeit. Wenn du dir anschaust was ich oben geschrieben habe - 80-Stunden-Woche für 1000 EUR netto - braucht man sich auch nicht wundern, denn das sind absolut realistische Zahlen.

Also komm’ weg von diesem Bild des Gutmenschen, der nebenbei hohen Status und gutes Geld in einem schönen Job verdient. Die Realität sieht ganz anders aus - und auch das würdest du in einem Krankenhaus-Praktikum hautnah erfahren. Deswegen wäre das sehr sinnvoll um zu entscheiden ob das wirklich deine zukunft sein kann. Vorlernen brauchst du ansonsten nicht…

Gruß,

MecFleih

Auch wenn ich es nur ungern höre, weiß ich dass es wichtig ist…Ich bin mir momentan selbst noch nicht sicher, wie ich mit der Arbeit im Krankenhaus klarkommen werde. Deshalb hoffe ich, dass ich zumindest erstmal genaueres über „mich“ herausfinde, in dem anstehenden zweiwöchigen Praktikum im Januar.
Je nachdem wie ich es überstehe, werde ich meine Einsichten in dem längeren Krankenpflegepraktikum ja noch „vertiefen“ können :stuck_out_tongue:

@Suzanne
Danke für den tollen Buchtipp!
Der „Anatomie Malatlas“ steht jetzt schon auf meiner Wunschliste für Weihnachten :smile:
Mal gucken, was ich noch für Bücher über die menschliche Anatomie finden kann…

Ich wurde übrigens ausgemustert, von daher schließt sich die Sache mit dem Zivi aus.

Achja, was genau ist ein „Hiwijob“ ?

@Volker
Werde mich mal auf den Internetseiten der in Frage komemnden Universitäten umschauen!

Die Aufzählung die du gemacht hast, ist eig. fast genau das, wonach ich gesucht hatte ^^
Also die Themengebiete, die du genannt hast, werden - nach überstandenem Praktikum - ganz oben auf meiner Liste stehen!

Vielen Dank nochmal an alle.

Hallo,

ich halte es ebenfalls für sinnlos, sich Sprachkenntnisse in Latein oder Griechisch anzueignen, denn einerseits bekommt man das auch so ganz schnell mit und andererseits wirst du dann die wenigsten Vokabeln wiedererkennen.
Ich für meinen Teil hatte keinen Terminologie-Unterricht und kann mich auch nicht darüber beklagen, halte diese Veranstaltung auch für überflüssig; aber das ist schon wieder eine persönliche Meinung.

Das sinnvollste ist in der Tat, so viel Einblicke in den Beruf bzw. die Berufsgruppe zu erhalten, wie nur irgend möglich. Einerseits kannst du den Arbeitsalltag, andererseits erste Krankheiten kennenlernen.

Darüberhinaus kann es sinnvoll sein, die chemischen Grundkenntnisse aufzufrischen, denn die Biochemie setzt da an, wo die „normale“ organische Chemie wieder aufhört, wird aber erst dann verständlich, wenn man Bindungs-, Reaktionstypen, funktionelle Gruppen usw. kennt und bestenfalls schon was über die medizinisch interessanten Stoffklassen weiß. Das alles aber nicht zu wissen, ist auch kein großes Hindernis, denn so schwer ist es ja auch wieder nicht…

Sich schon einmal mit Anatomie zu befassen, halte ich dagegen für ungünstig. Anatomisches Wissen lässt sich am besten aneignen, wenn man das Zusammenspiel und die Funktionen der einzelnen Strukturen kennt und auch versteht, was letzlich viel mehr bedeutet, als lediglich die Benennung drauf zu haben.
Malatlanten sind zwar eine feine Sache für den visuellen Lerntyp, aber sicherlich nicht geeignet, um vorzulernen.

Schau lieber, dass du möglichst viel praktisch arbeiten kannst, vielleicht auch schon dein Krankenpflegepraktikum (zum Teil) schaffst und den Erste-Hilfe-Schein ablegst. Damit ist dir wohl mehr geholfen.

LG jaZoo

…nein bitte nicht!!! verzeih mir…bitte :smile:

die beiträge von uns waren zeitgleich…fast…und deinen hab ich erst gesehen als meiner schon drin war…

lieben gruß
mtb

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

HAllo

Achja, was genau ist ein „Hiwijob“ ?

Das ist die Kurzbezeichnung für „Studentische Hilfskraft“, eben ein Job an der Uni, von der jedes Institut eine Handvoll zu vergeben hat. Das kann von Kopiemaus, Literaturrecherchen, Professorenlakai (Beamereinrichter, Sprechstudnenorganisator), bis hin zu recht anspruchsvollen Aufgaben variieren (Redaktionstätigkeiten einer am Inst herausgegebenen Fachzeitschrift, Netzwerkadministration, Ersatz für -wegen einzuhaltender Wiederbesetzungssperre- fehlendes Fach-Personal in Institutsbibliothek oder Labor, etc. pp.)
Dabei ist man nicht an seinen Stuidengang gebunden, sofern die Tätigkeit es zulässt, also kann man da zT. durchaus weitere Neigungen ausleben. Oder man nutzt es einfach aus, dass man wichtige LEute kennenlernen könnte, die einen irgendwann weiterbringen.

Ganz nach belieben und mit unterschiedlichem Arbeitsaufwand.
Also für Medizinstudies eher zu empfehlen, als ein Job in der freien Wirtschaft, da auf Prüfungen und Co eher Rücksicht genommen wird, indem die Arbeitszeiten entsprechend verteilt werden.
Aber auch da kommst wieder auf Job und Institut an…

Gruß Susanne