Media Inkasso Abmahnung wg Urheberrechtsverletzung

Hallo zusammen,

eine Freundin hat einen Brief der Media Inkasso bekommen. Angeblich hat sie illegal einen Porno heruntergeladen und soll jetzt eine Strafe von ca. 1500,- zahlen. es ist weder eine IP Adresse noch der Zeitpunkt des Downloads angegeben. Meine Freundin lädt garantiert weder Pornos noch sonstige Filme. Sie wird nun schriftlich Widerspruch einlegen. Was kann sie sonst tun? Einen Anwalt oder eine Beratung in der Verbraucherzentrale kann sie sich nicht leisten.
Vielen Dank für die Hilfe!

Hallo,

garnichts machen, da passiert sowieso nichts.

gruß

Hallo, sorry für meine späte Antwort!

Bin zwar auf diesem Gebiet kein Experte, aber das scheint mir schon sehr Fadenscheinig. Die scheinen wirklich keinen Beweis zu haben. Also aus meinem Gefühl heraus würde ich sagen: Einfach Abstreiten, und nach dem eindeutigen Beweis verlangen! Das ist wohl wieder so ne Masche um den Leuten Angst einzujagen. Es gibt da wohl welche die Zahlen. Also auf keinen Fall was zahlen!!!

viele Grüße
Andy

Hallo,
solche Probleme gibt es leider öfter. Hat Sie denn die Mahnung per E-Mail oder per Post? Es gibt Webseiten, die sich quasi „zwischenklingen“ und die E-Mail Adressen klauen und dann per E-Mail an E-Mail Adressen Mahnungen mit einer Behauptung absenden, die dann noch Geld kostet. Bloß nicht den Kopf verlieren! Solange das Inkasso Unternehmen nicht nachweisen kann, wo und wann von wem der „Porno“ herunter geladen wurde, ist es Gegenstandslos.

Eine interessante Adresse ist: http://www.youtube.com/katzenjens

Ansonsten doch auch einfach warten bis eine Mahnung vom Gericht eintrifft und dann zum Anwalt. Aber mit einem Widerspruch ist es eigentlich getan. Wenn dann Antworten kommen, BLOß NICHT ANTWORTEN! Sonst merken die, dass Sie Angst haben und terrorisieren weiter. Sollte aber echt was dahinter sein, so ist das Inkasso Unternehmen wie gesagt verpflichtet, nachweisen zu können, dass der Porno von Ihrer Freundin heruntergeladen wurde. Also einfach bis zu einem Mahnschreiben vom Gericht warten. Vielleicht auch mal bei Google sich schlau machen über das Inkassounternehmen. Vielleicht steht da ja irgendwas.

Mit freundlichen Grüßen
Fragensteller212

Auf keinen Fall zahlen und im Widerspruch gleich mit Strafanzeige drohen.
Die Anzeige kann man in den meisten Bundesländern online machen.

gruß

r.w.

Auf keinen Fall zahlen und im Widerspruch gleich mit Strafanzeige drohen.
Die Anzeige kann man in den meisten Bundesländern online machen.

gruß

r.w.

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Hallo,
die Vorgehensweise der Media Inkasso ist umstritten und ich denke, bei den Kosten wird sich einiges ändern. Letztens gab es dazu ein interessantes Urteil.

Da Sie einen Brief erhalten hat und keine Email, müssen Sie reagieren. Legen Sie einen Wiederspruch ein, fordern Sie Datum und Uhrzeit des angeblichen Downloads an, sowie die Quelle. Desweiteren verlangen Sie Auskunft darüber wie der angebliche Download zustande gekommen sein soll, da Sie keinerlei Tauschbörsen Software nutzen. Verlangen Sie eine ausführliche Kostenauftellung! (Eine Strafe von 1500,- Euro ist unrealistisch.) Eventuell können Sie auch Prozesskostenhilfe beantragen, sofern Sie sich keinen Anwalt leisten können.

Sollte von denen dann noch etwas kommen, gehen Sie zu einen Anwalt! (Sollte der Gegner vor Gericht verlieren trägt er Ihre Anwaltskosten.)

Mit freundlichen Grüßen,
JW

Hallo,
sorry, konnte nicht früher antworten.

Ursprünglich hätte ich gleich mal an ein typisches Abzock-Inkasso gedacht, aber Media Inkasso ist wohl einigermassen seriös. Also ruf mal bei denen an und die sollen dir mitteilen, wer der Auftraggeber ist und wofür du überhaupt zahlen sollst, inklusive Download-Zeitpunkt und IP usw.

Wahrscheinlich können die aber nur den Auftraggeber nennen. Also dort anrufen und die sollen dir die genauen Umstände schildern.

Mehr kann ich dir leider auch net helfen.

Würd mich aber interessieren, wie die Sache ausgeht.

Gruß
Henrik

Re: aus eigener Erfahrung

Einer Mitarbeiter aus meiner Firma hat einen Brief von Media Inkasso erhalten, mit der Aufforderung für eine Verkehrsordnungswidrigkeit in England die Strafe + Mahnkosten zu begleichen. Diese hat er ans Büro weitergeleitet, da er sein Fahrzeug an uns vermietet. Nach großem Durcheinander (aufgrund von Vertretungen und Aufgabenverteilung)und auch bereits geleisteten Zahlungen erhält der Mitarbeiter Monate später erneute eine Zahlungsaufforderung, diese wurden nach Hinweis auf Informationen aus zahlreichen Forumsbeiträgen ignoriert. Nach weiteren Monaten erhalten wir erneut Zahlungsaufforderungen „Betonung auf Plural“ am 07.04.2011 nun 6 auf einen Streich auf verschiedene Fahrzeuge, Termine und Beträge. Alleine die unüberlegte Masse (seitens Media Inkasso) ist somit eine Unglaubwürdigkeit nicht zu bestreiten. Auf privat haben meine Angehörigen so einige Erfahrung mit Inkasso Firmen und auch Anwaltskanzleien: Es fing an mit (Firmenname ist mir entfallen, ebenfalls etwas mit Media) Mahnungen auf Nutzung einer von 6-8 genannten Hotlines von einer Handynummer die auf meinen Vater registriert gewesen sein soll. Ein paar Tage später erfolgt eine Masse (ca. 5 St) von Anschreiben von derselben Firma für gleiche „Leistung“ für unterschiedlich Uhrzeiten. Nach sorgfältiger Dokumentensuche der bisherigen Handyverträge ist eindeutig dass diese Handynummer nicht von meinem Vater benutzt wurde, höchstens vielleicht eine Pre-paid-Karte doch die werden meines Wissens (und nach Aussage eine Freundes aus dem Mobilfunkbusiness) nicht nachträglich mit Rechnungen bombardiert, der Abzug erfolgt sofort vom Handyguthaben oder gar nicht! Nach dem wir dies rausgefunden haben unterließen wir jegliche Kommunikation mit der Firma, die keinerlei Ansprüche stellen kann! Aber nach wie vor gehen regelmäßig enorme Mengen von Mahnungen dieser Firma bei uns ein. Nächster Fall: Nun kommt’s ganz dicke! Eines Tages erhält mein Vater eine Brief vom Anwalt U + C Rechtsanwälte (wer die noch nicht kennt kann sich massenweise Kommentare in Foren dazu durchlesen, ich sag nur vielfältig und dreist) Im Mahnschreiben an meinen Vater wird auf das herunterladen eines asiatischen Pornos verwiesen (mein Vater versteht nicht mal ein Bild runterzuladen oder 'ne Mail zu schreibe, wo soll da ein Prono her sein???) mit einer Strafe von 650 oder 850 € Strafe aufgrund von Verletzung der Urheberrechtsverletzung. Zustellung des Briefes erfolgte natürlich am Freitag mit einer Zahlungsfrist von 2 Tagen. Meine Eltern sind am folgenden Montag schnurstracks zum Anwalt, diese setzt ein Widerspruch auf und erzählt das solche Machenschaften meistens auf eine Angst des Angesprochenen und eine sofortige Zahlung hinauszielen. Es gibt jedoch Fälle die vor Gericht landen und gewinnen. Wir sollen unsere Verbindung von einem Spezialisten überprüfen lassen, wir sollen den Internetvertrag kündigen und eine neue komplett sichere Leitung anlegen die bei jeder neuen technischen Errungenschaft veraltet ist und natürlich erneuert werden muss. (Ich verweise eben auf die Kosten, demnach muss man heutzutage Millionär sein um sich ein Internetverbindung leisten zu können ohne dass einen von Gaunern aufgelauert wird) Nach dem Widerspruch gab’s keine weiteren Folgen des selben Falls betreffend, jedoch wurden 2 Monate später 5 Briefe der U + C Rechtsanwälte zugestellt über etliche Urheberrechtsverletzungen etc.t.t., meine Eltern wenden sich nun wider an den Anwalt (die Kosten werden von der Rechtschutz nicht getragen) um sich von Ihr sagen zu lassen, dass alleine die enorme Menge an Mahnungen an eine Adresse eine Beweis darstellt über die gierige Arbeitsmoral, die Leute haben keine Kontrolle mehr über Ihre Sachen. Die Anwältin schreibt Widersprüche und „Rechnungen“. Einige Wochen später treffen wieder Mahnungen von U+C ein und ich halte meine Eltern davon ab zum Anwalt zu rennen mit der Begründung, die Anwältin wird meinen Eltern mit Sicherheit nicht sagen, dass eine die nicht gleich bei jedem Brief erneut zu Anwalt müssen, denn so verdient sie ihr Geld. Das auch noch: Letztens ein Brief an meinen Vater, er hätte irgendeine Zahlungsvereinbahrung mit irgendeiner Firma und würde seinen Vereinbahrungen nicht nachkommen. Die Verbindlichkeiten belaufen sich von Jan 11 bis März 11 auf sage und schreibe 850 €, nun wer privat solche Summen ausgibt weiß es auch, da wir keine solchen Verträgen oder sonst was abgeschlossen haben vor allen Dingen in den letzten 4 Monaten können wir eine seriöse Forderung ausschließen. Es sind nun auch keinerlei Angabe wie was wo enthalten. Fall abgeschlossen!! Ablage: Ordner- AKTE X Leute gebt keine Tipps von wegen man muss bezahlen, Lehrgeld oder weiteres. Eine gründliche Recherche im Internet, die Ansicht der beschuldigten Webseite (die von U+C trifft gerade nach, Angst!!! schnelle unkomplizierte Zahlung wird belohnt) und Durchforsten der eigenen "gründlich aufgehobenen Unterlagen werden euch in solchen Fällen oft weiterhelfen. Nichts desto trotz bin ich über die Maßen empört zu hören wie die Regierung und die Politik solchen skrupellosen Menschen in die Hände spielen, indem sie die Gesetze ändern und die bürgerlichen Rechte somit mit Füßen treten. Diese Machenschaften können nicht mehr überhört oder ignoriert werden, es muss etwas passieren! Gruß, Schlussstrich.