Hallo!
In Nachrichten von heute kam kurz eine Meldung, die dann von keinem Sender weiter verbreitet wurde. Ich gebe diese Nachricht unten weiter (sonst verschwindet sie bald…), dazu aber meine Fragen an Kenner:
Hat christliche Kirche in Deutschland nicht genug Lobbyunterstützung? Warum wird dieser Beitrag verschwiegen? Ist es denn die Meinung eines unbedeutenden kleinen Kirchenrates oder die Stimme der Kirche?
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Rassismus - Bischöfe rufen Politiker zu Mäßigung auf
Frankfurt/Main (AP) Die christlichen Kirchen befürchten, dass im Bundestagswahlkampf fremdenfeindliche Stimmungen genutzt und gezielt geschürt werden. Der Vorsitzende des Ökumenischen Vorbereitungsausschusses zur Woche der ausländischen Mitbürger, ANZEIGE
Jörn-Erik Gutheil, kritisierte am Mittwoch vor allem den Unions-Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber. Dessen Haltung zum Zuwanderungsgesetz sei ein «Salto rückwärts» für die Integration ausländischer Mitbürger.
Aber auch die jetzige Regelung der rot-grünen Bundesregierung gehe nicht weit genug, sagte Gutheil, der Landeskirchenrat der Evangelischen Kirche im Rheinland ist. In einer gemeinsamen Erklärung zu der am 29. September beginnenden Aktionswoche forderten der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Manfred Kock, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Lehmann und der Griechisch-Orthodoxe Metropolit für Deutschland, Augoustinos, die Politiker auf, im Wahlkampf «alles zu unterlassen, was ausländerfeindlichen Stimmungen Vorschub leisten könnte».
Deutschland brauche Zuwanderer, um die sozialen Sicherungssysteme langfristig zu sichern, betonte Gutheil. Gleichzeitig müsste den Migranten bessere Integrationsmöglichkeiten geboten und die Position der illegalen sowie geduldeten Einwanderer gestärkt werden. Dies erfordere ein Umdenken und einen Anpassungsprozess auf beiden Seiten. «Die homogene Gesellschaft war schon immer eine Lüge», so Gutheil. Die Politik habe lange gebraucht, um das zu akzeptieren. Nun gelte es die Erkenntnisse zu Gleichstellung ausländischer Mitbürger umzusetzen.
Scharf kritisierte Gutheil den stellvertretenden FDP-Vorsitzenden Jürgen Möllemann. Dessen Verhalten sei «unerträglich», sagte er im Hinblick auf den Antisemitismus-Streit Möllemanns mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland. Überraschend sei, dass die FDP mit antisemitischen Ressentiments spiele. Die Übergänge zwischen Antisemitismus und Rassismus seien fließend. Obwohl Juden nicht zur eigentlichen Zielgruppe der «Interkulturellen Woche» gehören würden, sei es Aufgabe der Kirchen, klare Position zu beziehen, wenn Minderheiten diffamiert würden, betonte Gutheil.
Er kündigte an, dass ab Anfang September zahlreiche Kirchengemeinden gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit demonstrieren würden. Während der am 29. September beginnenden Woche für ausländische Mitbürger (Interkulturelle Woche) soll unter dem Motto «Rassismus erkennen - Farbe bekennen» für Solidarität mit Migranten geworben werden.
Gruß

