Medikament Myolastan (Tetrazepam/Benodiazepine)

Hallo.

Ich bekam Myolastan 50mg verschrieben.
Sollte davon aber nie mehr als 1/Tag und nie länger als 5 Tage am Stück nehmen und wenn ich die Packungsbeilage lese, wie auch über den Wirkstoff Tetrazepam, ein Arzneistoff aus der Gruppe der Benzodiazepine, nachlese, frage ich mich wie (un)gefährlich dieses Medikament ist?
Kann mir jemand dazu mehr sagen? Denn Erfahrungsberichte fand ich leider nicht im Internet.

Danke und baldiges Wochenende!

Hallo.

Ich bekam Myolastan 50mg verschrieben.
Sollte davon aber nie mehr als 1/Tag und nie länger als 5 Tage
am Stück nehmen und wenn ich die Packungsbeilage lese, wie
auch über den Wirkstoff Tetrazepam, ein Arzneistoff aus der
Gruppe der Benzodiazepine, nachlese, frage ich mich wie
(un)gefährlich dieses Medikament ist?

Die Benzodiazepine sind schon viele Jahrzehnte auf dem Markt und damit sehr gut bekannte Substanzen.

Bezüglich ihres Wirkprofiles werden sie in vielen Gebieten der Medizin eingesetzt( u. a. in der Inneren Medizin, Psychiatrie, Anästhesie und - wie wohl bei Ihnen- Orthopädie).

Die (Un)gefährlichkeit eines Medikamentes ist neben der Substanz und Dosis auch durch die Indikation, den Anwender und die Nebenwirkungen bestimmt:

Wenn Sie das Medikament (Substanz: Tetrazepam) in angemessener Dosierung (Dosis: 50 mg, meist abends) bei Muskelverspannungen (Indikation: orthopädische Erkrankungen), dies durch den behandelnden Arzt (Anwender: Orthopäde bzw. Hausarzt)nutzen und die evtl. vorhandenen Gefahren (Nebenwirkung: Abhängigkeit - deshalb nur für 5 Tage) beachten, haben Sie eine gute, angemessene und sichere Therapie erhalten.

Und das scheint mir bei Ihnen so zu sein.

Möge es den Erfolg brigen, den Sie sich erhoffen.

Ein schönes Wochenende.

Dann guck nach bei Diazepam bzw. Valium;
alle benzodiazepine haben ähnliche
Wirkungen bzw. Nebenwirkungen.

Hallo und danke für Ihre nette und ausführliche Antwort.

Zum „Wenn Sie das Medikament (Substanz: Tetrazepam) in angemessener Dosierung (Dosis: 50 mg, meist abends) bei Muskelverspannungen (Indikation: orthopädische Erkrankungen), dies durch den behandelnden Arzt (Anwender: Orthopäde bzw. Hausarzt)nutzen und die evtl. vorhandenen Gefahren (Nebenwirkung: Abhängigkeit - deshalb nur für 5 Tage) beachten, haben Sie eine gute, angemessene und sichere Therapie erhalten.“

Genau so ist es.
Na dann werde ich mich mal heute Abend dran trauen! :smile:

DANKE & angenehmes Wochenende!

Hallo,

Die Benzodiazepine sind schon viele Jahrzehnte auf dem Markt
und damit sehr gut bekannte Substanzen.

Stimmt! Das heißt aber nicht, dass sie per se ungefährlich sind.

Bezüglich ihres Wirkprofiles werden sie in vielen Gebieten der
Medizin eingesetzt( u. a. in der Inneren Medizin, Psychiatrie,
Anästhesie und - wie wohl bei Ihnen- Orthopädie).

Die (Un)gefährlichkeit eines Medikamentes ist neben der
Substanz und Dosis auch durch die Indikation, den Anwender und
die Nebenwirkungen bestimmt:

Wenn Sie das Medikament (Substanz: Tetrazepam) in angemessener
Dosierung (Dosis: 50 mg, meist abends) bei Muskelverspannungen
(Indikation: orthopädische Erkrankungen), dies durch den
behandelnden Arzt (Anwender: Orthopäde bzw. Hausarzt)nutzen
und die evtl. vorhandenen Gefahren (Nebenwirkung: Abhängigkeit

  • deshalb nur für 5 Tage) beachten, haben Sie eine gute,
    angemessene und sichere Therapie erhalten.

Nicht zwingend. Es ist gerade bei Benzos bekannt, dass sie, auch bei therapeutischer Anwendung, also nur in der form, wie vom arzt verschrieben, nciht überdosiert, nicht zu lange dosiert, nur gegen die vom Arzt gestellte Indikation, in 30-50% der Fälle beim Patienten nach Absetzen zu einem entzugssyndrom führen und in einer nicht gerade kleinen Zahl von Fällen auch zu Abhängigkeit.

Chintin

Also… wenn ich 1 50mg Tablette heute Abend vor dem Schlafengehen nehme und es bei der einzigen belasse, wird mir schon nichts passieren, richtig? :wink:

Hallo,

Das heißt aber nicht, dass sie per se ungefährlich
sind.

Das habe ich ja auch nicht behauptet: deswegen unterliegen sie der Verschreibungspflicht.

Es ist gerade bei Benzos bekannt, dass sie,
auch bei therapeutischer Anwendung, in
30-50% der Fälle beim Patienten nach Absetzen zu einem
entzugssyndrom führen

Woher stammen bitte diese Zahlen??? Das setzt i. d. R. wochen- bzw. monatelange unkontrollierte und nicht indizierte Einnahme vorraus.

und in einer nicht gerade kleinen Zahl
von Fällen auch zu Abhängigkeit.

Zurück zur Anfrage: nach einer abendlichen Einmaldosis über maximal 5 Tage besteht Abhänigkeitsgefahr? Nur, wenn Alex schon Junkie ist - und dem würde man Musaril sicher nicht verschreiben.

Schönes WE

1 „Gefällt mir“

Ich werde wie verschrieben, heute Abend und morgen vermutlich jeweils 1 (oder 1/2) nehmen und dann schau ich mal wie es mir geht. Aber ich glaube ich belasse es erst einmal beim Wochenende.

Hi,

Die Benzodiazepine sind schon viele Jahrzehnte auf dem Markt
und damit sehr gut bekannte Substanzen.

Stimmt! Das heißt aber nicht, dass sie per se ungefährlich
sind.

da müsste man erstmal „gefährlich“ definieren…
Es ist ja nicht so, dass durch die Einnahme von Benzodiazepinen eine sofortige Abhänigkeit besteht. Die entsteht über einen viel längeren Zeitraum, als angenommen.
Ich lese hier immer wieder den Hinweis auf die Gefahr der Abhänigkeit von Benzodiazepinen - was ich auch garnicht abstreiten sondern zustimmen will - bemerke jedoch ebenso, das der Eindruck entsteht, es handele sich dabei um eine Droge, von der man sofort abhänig wird.

GDA

1 „Gefällt mir“

Mir geht es nicht so sehr um die Abhängigkeit, wenn ich aber bei Nebenwirkungen Sachen lese wie Depressionen, Suizidgefahr, Aggressivität oder ähnliches, da frage ich mich natürlich ob ich (in meinen Augen) solch eine Bombe auf meinen Körper loslassen soll.

Also jetzt mal Hand aufs Herz:

Menschen bringen sich nicht um, weil sie Medikamente nehmen, sie bringen sich um, weil sie Probleme haben, die sie VOR der Einnahme bereits hatten.
Depressionen entstehen nicht, weil man sich 'ne Valium einschmeisst (okay, am nächsten Tag ist man etwas aus der Spur - das ist dann der Benzo-Überhang, wenn man nicht daran gewöhnt ist.

Ich kann verstehen, dass man bedenken hat, sich so „eine Bombe“ reinzuschmeissen, aber die ganze Sache ist halb so wild, wie die Packungsbeilage beschreibt.

Um mal konkretes Beispiel zu nennen: ich habe so ziemlich jedes Benzodiazepin meinen Patienten verabreicht und die meisten davon habe ich selber ausprobiert, weil ich wissen wollte, wie sie wirken, wie die Nebenwirkungen sind, was für einen Überhang ich am nächsten Tag habe…

Von daher: man sollte erstmal dsa Zeug selber nehmen, ehe man hier ein Referat über Abhänigkeit und ähnliches von sich gibt.

GDA

1 „Gefällt mir“

Hallo,

Um mal konkretes Beispiel zu nennen: ich habe so ziemlich
jedes Benzodiazepin meinen Patienten verabreicht und die
meisten davon habe ich selber ausprobiert, weil ich wissen
wollte, wie sie wirken, wie die Nebenwirkungen sind, was für
einen Überhang ich am nächsten Tag habe…

Das ist ja vielleicht sogar löblich - nur vom Aussagegehalt quasi gleich 0. Eine Freundin von mir, etwa gleiches Körpergewicht, etwa gleicher Fitnesszustand, hat am nächsten Morgen nur ein geringes Benommenheitsgefühl. Bei mir wirkt eine Tablette etwa 30 Stunden (!), mit massiven Begleiterscheinungen, dazu gehört, dass ich nach einer abends eingenommenen Tablette den ganzen nächsten Tag mich weder vernünftig länger artikulieren / konzentrieren kann, noch länger auf den Beinen bleiben kann. Der Zustand ist erst am übernächsten Morgen wieder normal.

Was sagt uns das jetzt? Nicht viel. Denn Frau Müller weiß vorher nicht, ob sie so reagiert wie meine Freundin oder wie ich…

LG Petra

Hallo,

Von daher: man sollte erstmal dsa Zeug selber nehmen, ehe man
hier ein Referat über Abhänigkeit und ähnliches von sich gibt.

GDA

erstens: habe ich „das Zeug“ selbst schon genommen, wegen Rückenverspannung (Tetrazepam) und kenne daher die Wirkung.

zweitens: behandele ich die Leute, die aus dem Benzo- Entzug gerade wieder raus sind… und es oft über Jahre genommen haben, weil sie eben niemand darüber aufgeklärt hat, dass es auch bei therapeutisch verordneter Dosis zu einer Abhängigkeit kommen kann.

Natürlich kann es in einigen Fällen eins ehr gutes Medikament sein, deshalb verschreibt man es ja auch, aber es zeigt sich zunehmend, dass Benzos immer mehr und sorgloser verschrieben wird, weil sie ja auch sehr wenig kosten.
Und da finde ich es einfach sinnvoller, die Patienten darauf aufmerksam zu machen, dass sie auch ohne tatsächlichen Missbrauch in eine Abhängigkeit geraten können, und das durchaus auch nach nur 14 Tagen.
Übrigens gab es gerade dieses Jahr eine Veröffentlichung (DPTV???), die auf die rapide wachsende Anzahl von benzo- Abhängigen hinwies. Ursächlich dafür scheint sie immer sorglosere Verschriebungspraxis zu sein.

Chintin

Hallo,
weswegen bekamst Du es verschrieben?
Gruß Günter

Ich hatte Sonntags komplette Rücken und Nackenverspannungen und Schmerzen. Hatte anschließend während 3 Tagen am Stück dauernd Muskelzucken im linken Oberarm und da ich nun schon länger an Muskel- und Rückenschmerzen leide, deshalb auch zur Physio gehe, meinte der Arzt, ich sollte dieses Mittel punktuell einnehmen, wenn ich denn Schmerzen habe, nie aber länger als 5 Tage.
Seitdem sind die Schmerzen bislang aber abgeklungen und musste mich daher dann doch noch nicht überwinden, eine Tablette einzunehmen.