Medikament Prozac ? Firma Ely Lilly ?

Hallo und guten Tag,

[…] [ein] Mitglied bei wer-weiss-was. de,

schrieb mir auf einige Fragen, Adolf Hitler hätte von einer Firma namens Ely Lilly eine Droge eingenommen, die heute Prozac hieße.

[…] behauptet, Hitler sei schizophren gewesen.

Meine Fragen :

  1. Gab es mal eine Firma mit dem Namen Ely Lilly ?
  2. Gibt es eine Droge bzw. ein Medikament mit dem Namen Prozac ?
  3. War Adolf Hitler schizophren ?

Gruß
Angelika

Team: Mitgliedsnamen entfernt

hi Angelika

Meine Fragen :

  1. Gab es mal eine Firma mit dem Namen Ely Lilly ?
  2. Gibt es eine Droge bzw. ein Medikament mit dem Namen Prozac
    ?
  3. War Adolf Hitler schizophren ?

Meine Antworten:

  1. Weiß ich nicht, aber so eine ähnliche (lilly Pharma o.ä.) gibt es wohl.
  2. In USA heißt es Prozac, hier bei uns in D heißt es Fluctin und ist ein Antidepressivum.
  3. Nein, meines Wissens nicht. Außerdem würde man einen Schizophrenen nicht mit einem Antidepressivum behandeln, sondern mit einem Neuroleptikum.
    Gruß,
    Branden

Hi Angelika,

http://de.wikipedia.org/wiki/Eli_Lilly_and_Company
und ist bekannt für seine Psychopharmaka., u.a. Prozac.
Ob Hilter schizophren war: keine Ahnung (würde es aber auch nicht besser machen)

Grüße,
JPL

Hi,

warum schreibst Du uns, wer dir geschrieben hat? Hat das einen Grund?

Hitler war jedenfalls zum Ende hin drogensüchtig, Schizo weiß ich nicht. Aber „normal“ kann das ja eigentlich nicht gewesen sein…

Grüße
Didi

hallo,

[…] Konnte mir nicht vorstellen, dass es eine Pharmafirma gibt, die Ely Lilly heißt.
Vorhin hatte ich nicht viel Zeit, habe deshalb nicht erst über google gesucht.
Es gibt eine Firma mit diesem Namen, in den USA.

An Branden,
warum sollte ein schizophrener Mensch kein Antidepressivum einnehmen ?
Auch schizophrene Menschen können an Depression leiden und müssen außerdem nicht zwangsläufig unentwegt ein Neuroleptilum einnehmen, das speziell für Schizophrenie gedacht ist.
Vielleicht kann ein schizophrener und gleichzeitig depressiver Mensch ja auch zwei Medikamente gleichzeitig einnehmen. Es gibt sooo viele Möglichkeiten. […]
Gruß
Angelika Knaup

Team: Artikel gemäß Netiquette bearbeitet

Hi,

Meine Fragen :

  1. Gab es mal eine Firma mit dem Namen Ely Lilly ?

Ja

  1. Gibt es eine Droge bzw. ein Medikament mit dem Namen Prozac

Ja, wird in Deutschland unter dem Namen Fluoxetin vertrieben
http://de.wikipedia.org/wiki/Fluoxetin

  1. War Adolf Hitler schizophren ?

So weit ich das Krankheitsbild kenne glaube ich es nicht. Aber das ist nur meine laienhafte Einschätzung.

Warum googlest Du eigentlich nicht?

Gruß,

Anja

Hi,

Prozac wurde 1975 patentiert. Unwahrscheinlich, dass es bereits 30 - 35 Jahre früher gewerblich vertrieben wurde.

Gruß
Burkh

Antwort dazu
Hallo Angelika

An Branden,
warum sollte ein schizophrener Mensch kein Antidepressivum
einnehmen ?
Auch schizophrene Menschen können an Depression leiden

Das ist richtig, aber merkwürdigerweise eher selten. Natürlich gibt es die Diagnose „schizoaffektive Psychose“, bei der sowohl die Symptome der Schizophrenie als auch die der manisch-depressiven Erkrankung zutage treten. Aber auch hier wird man sich sehr genau überlegen, welches Medikament man einsetzt. Man gibt selten zur gleichen Zeit ein Neuroleptikum und ein Antidepressivum.

und
müssen außerdem nicht zwangsläufig unentwegt ein Neuroleptilum
einnehmen, das speziell für Schizophrenie gedacht ist.

Viele schizophrene Patienten setzen ihr Neuroleptikum irgendwann ab und erkranken dann oft wieder sehr schwer.

Vielleicht kann ein schizophrener und gleichzeitig depressiver
Mensch ja auch zwei Medikamente gleichzeitig einnehmen. Es
gibt sooo viele Möglichkeiten. […]

Wiegesagt, das ist selten. Man muss ja die Medikation insgesamt aufeinander abstimmen - das sollte daher immer in einer Hand sein.
Man behandelt ja nicht jede psychische Störung immer einzeln, sondern -gerade in der Psychiatrie und Psychotherapie- versucht man immer, den Menschen als Ganzen zu sehen, zu verstehen und zu behandeln. Das gilt auch für die Medikation, also die Arzneimittel.
Gruß,
Branden
Gruß,
Branden

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Hallo, warum schreibst du nicht deine ursprünglichen Fragen hier nochmal hin oder ins Geschichtsbrett, falls sie nicht nur mit Psycho zusammenpassen.

Es gibt eine alte Publikation, in der Hitler eine Manisch-Depressive Erkrankung „bescheinigt“ wird. Allerdings ist diese Arbeit umstritten.
Ich bin grad nicht sicher, ob es „Patient Hitler“ war, aber das st ein Klassiker zum Thema.
Sicherer ist, dass er Parkinson hatte. Ausserdem ist es inzwischen recht sicher, dass er nach seinem 1.WK. -Einsatz eine Lazarettaufenthalt wegen Seelenblindheit hatte, aber nicht so wie im Medizin oder GEsundheitsbrett vor ein paar Wochen geschrieben wegen einer Hirn-VErletzung oä., sondern weil er psychisch quasi „nicht mehr sehen wollte/konnte“ also als Folge einer Kriegsneurose.
Das wurde u.a. von Ernst Weiss literarisch verarbeitet in der Augenzeuge. Und irgendwer anderes hat dann rausgefunden, dass Weiss zeitgleich im selben Lazarett war wie AH. (Sorry den Namen muss ich raussuchen, hab ich nur aus einem REferat gehört…)

Ansonsten gibt es auch irgendwo Aufzeichnungen seines Leibarztes Morell und einiger anderer ärzte. Allerdings findet sich in der Literatur auch einiges erfundenes Zeug. Das mit dem Prozac würde ich mal dazuzählen. Wirklich sicher kann man eigentlich nur sein,wenn man sich die Original-Aufzeichnungen anschauen würde.
Glaubhaft vom Stand der Medizin zu der ZEit her ist, dass er wirklich PErvitin schluckte (neudeutsch Ecstasy), auch aus Fliegerschokolade bekannt. Auch Kokainbehandlungen sind anzunehmen (als Pinselung auf seine Gehörgangsentzündungen und auch innerlich wegen MAgenbeschwerden). Dazu ein paar NAturheilkundliche Mittelchen, ua. mit Nux Vomica und BElladonna (Stechapfel und Tollkirsche, evtl auch noch Arsen in homöopathischen Dosen pro Pille)
Die Mischung und Überdosierung kann durchaus auch Einfluß auf die Psyche gehabt haben, es ist sogar ziemlich wahrscheinlich.

Gruß Susanne

hi,

und das erste antidepressivum wurde 1957 gefunden, es war imipramin. erst später kamen die anderen nach, wie auch das fluctin. das erste neuroleptikum -chlorpromazin- kam auch erst ende der 50er.

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Hi

und das erste antidepressivum wurde 1957 gefunden, es war
imipramin. erst später kamen die anderen nach, wie auch das
fluctin. das erste neuroleptikum -chlorpromazin- kam auch erst
ende der 50er.

So ist es. Aber seit der Erfindung der Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer haben wir bei den Antidepressiva schon einen deutlichen Sprung nach vorn zu verzeichnen. Mittel wie z.B. das Ciprlex sind hochpotent, vielseitig (Indikationen Depr. und Panik), wirken verhältnismäßig schnell und haben wenig Nebenwirkungen.
Gruß,
Branden

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Hallo Susanne,

danke für Deine ausführliche Antwort.

Eine meiner Fragen an einige „Experten“ war:

War Hitler persönlichkeitsgestört, charaktergestört, psychisch gestört, geistig gestört (insbes. schizophren) ?

Eine andere Frage war in etwa : "Wie konnte eine Manipulation der Menschen so extrem stark sein, dass sie nach über 60 Jahren und nach all den Greueltaten des Hitler und seiner Gefolgschaft immer noch
wirkt ?

Hitler hatte ja einen ziemlich ekelhaften Vater, durch den er über viele Jahre als Kind und Jugendlicher sehr erniedrigt und wohl auch geschlagen worden war. Sein Vater hat ihm wahrscheinlich oft gesagt, dass er ein Schwächling sei und niemals zu einem Mann werde. Ein Mann müsse stahlhart sein und Ähnliches.
Ich vermute, dass diese für ihn grausamen Erlebnisse hauptverantwortlich dafür waren, dass er dermaßen „stahlhart“ wurde und sich an Millionen von Menschen abreagiete. Außerdem wollte er beweisen, dass er „ein Mann“ ist.

Wenn zigtausende anderer Menschen nicht ähnlich oder genauso gestört gewesen wären wie Hitler, hätte er doch gar nicht so viel Macht erlangen können, oder ?

Haben in den 20er und 30er Jahren Psychiater nicht früh genug erkannt, was mit Hitler los ist ? Hätten die Psychiater nicht etwas unternehmen können ?

Gruß
Angelika

Hallo Branden,

was heutzutage gemacht wird und was in den 20er , 30er und 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gemacht wurde, ist sehr wahrscheinlich unterschiedlich.
Außerdem dürften heute wie damals Psychiater nicht alle gleich denken und handeln.

„Das machen Psychiater heutzutage nicht“ ist also eine unbrauchbare Antwort für all das, was Psychiater damals mit Hitler machten (was sie diagnostizierten und was sie ihm für Medikamente gaben).

Was " h e u t z u t a g e " üblich ist, ist bei meinen Fragen ohne Belang. Kapiert ?

Können Sie auch sachdienlich zu meinen Fragen beitragen oder wollen Sie
immer nur kommuniziern bzw. sich wichtig machen ?

Gruß
Angelika

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Ich habe Ihnen sachdienliche Hinweise zu Ihrer Fragestellung gegeben, die sehr klar waren. Wenn Sie sie nicht vestehen, ist das weniger mein Problem als das Ihre.

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Hi,

Wenn zigtausende anderer Menschen nicht ähnlich oder genauso
gestört gewesen wären wie Hitler, hätte er doch gar nicht so
viel Macht erlangen können, oder ?

Nunja, dann solltest Du Dir vielleicht mal die gesellschaftliche/staatliche Situation in diesen Jahren genauer betrachten. Stell’ Dir mal vor, heute käme ein Politiker und würde allen Arbeit versprechen… meinst Du, es wären nur Kranke, die sich da begeistert seiner Gefolgschaft anschließen würden?

Haben in den 20er und 30er Jahren Psychiater nicht früh genug
erkannt, was mit Hitler los ist ? Hätten die Psychiater nicht
etwas unternehmen können ?

Bisschen naiv ist dieser Ansatz ja schon, nä? Es gab schließlich genug Menschen aus allen Schichten und Berufen der Gesellschaft, die schon in den Anfängen warnten… Und was soll da ein Psychiater ausrichten. Sollte er sagen, „Hey Adolf, ich glaub’, da läuft was schief bei Dir, ich hätte da mal einen Gesprächstermin“?

Gruß,

Anja

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hi Angelika

Meine Fragen :

  1. Gab es mal eine Firma mit dem Namen Ely Lilly ?
  2. Gibt es eine Droge bzw. ein Medikament mit dem Namen Prozac
    ?
  3. War Adolf Hitler schizophren ?

Meine Antworten:

  1. Weiß ich nicht, aber so eine ähnliche (lilly Pharma o.ä.)
    gibt es wohl.
  2. In USA heißt es Prozac, hier bei uns in D heißt es Fluctin
    und ist ein Antidepressivum.
  3. Nein, meines Wissens nicht. Außerdem würde man einen
    Schizophrenen nicht mit einem Antidepressivum behandeln,
    sondern mit einem Neuroleptikum.

Gruß,
Branden

Daraufhin habe ich Ihnen versucht zu erklären, dass … wenn ein Mensch ein Antidepressivum erhält, nicht auszuschliessen sei, dass er schizophren ist. Auch ein Schizophrener kann ein Antdepressivum einnehmen.
Sie folgerten doch eindeutig : „Wenn jemand ein Antidepressivum erhält, kann er nicht schizophren sein Wenn er schizophren gewesen wäre, hätte er kein Antidepressivum eingenommen.“

Gruß
Angelika

Es reicht langsam, Frau Knaup

Daraufhin habe ich Ihnen versucht zu erklären, dass … wenn
ein Mensch ein Antidepressivum erhält, nicht auszuschliessen
sei, dass er schizophren ist. Auch ein Schizophrener kann ein
Antdepressivum einnehmen.

Dass S I E mir psychiatrische Zusammenhänge erklären wollen, ist in der Tat witzig.

Sie folgerten doch eindeutig : „Wenn jemand ein
Antidepressivum erhält, kann er nicht schizophren sein Wenn er
schizophren gewesen wäre, hätte er kein Antidepressivum
eingenommen.“

Wieder falsch. Ich habe nicht „eindeutig gefolgert“, sondern zu bedenken gegeben, dass es in einem schizophrenen Schub selten Anhalt für antidepressive Medikation gibt - sonst wäre die Diagnose eher in Richtung schizoaffektive Psychose zu stellen und auch da wäre ein klassisches Antidepressivum nicht die erste Wahl.
Wenn Sie keine Ahnung von Psychiatrie haben, ist das ja nichts Ehrenrühriges, da es nicht Ihr Fach ist, aber dann sollten Sie sich einfach mit Ihrem Laienwissen etwas zurückhalten und hier nicht mit mir in dubiose Querelen verfallen wollen, zumal ich Ihnen nur sachliche Hinweise gegeben habe.

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Hallo Angelika, na so ganz abwegig ist der Gedanke sich mal die Zeit anzuschauen nicht, denn Hitler bezog seine Ideen ja nicht einfach nur so aus einem gestörten Charakter. Es gab zu der Zeit durchaus noch einige andere, die quasi die Vorarbeit leisteten und Hitlers Ideen speisten. Also da ist es eben schon sinnvoll sich mal mit der Zeit ab ca. 1880-1933 auseinanderzusetzen.
Ein wichtiges Stichwort ist da Sozialdarwinismus. Dieser führte zum verschärften Rassismus (der latent ebenfalls bereits vorhanden war seit man mal andersaussehende Menschen traf, denk nur mal an den Kolonialismus, Judenverfolgung haben auch nicht erst die Nazis erfunden) und zu der Idee der Züchtung eines neuen Menschen bzw. zur Ausmerze all jener die dazu nicht taugen.
Auch wenn bewusste Tötungsaktionen wohl nicht in Darwins Sinne gewesen sind. Also war das neue an Hitler eigentlich nur, dass er nicht darauf warten wollte, dass die Natur das regelt, was andere schon vor ihm ergrübelten. Dazu gabs dann noch ein paar zeitgemässe Parolen rund um Arbeitsplätze und was es sonst noch zu jammern gab so kurz nach einem verlorenen Krieg.
Und Stück für Stück konnte er dann Anhänger um sich scharen, ganz ähnlich wie heute auch neue Parteien sich bilden und einflußreicher werden, je nachdem wer am lautesten schreit, Ängste der Bevölkerung aufgreift und sich als Wunscherfüller darstellt (unabhängig ob es umsetzbar ist oder nicht, hauptsache es spricht die Leute an und hört sich für die gut an).
Dazu ist es also vollkommen egal ob Hitler nun einen am Keks hatte.
Wobei es durchaus psychologische Theorien gibt, weshalb jemand zu so radikalen Ideen tendiert. Das zählt aber genauso für die Mitläufer wie für die Anführer solcher Gruppen und unabhängig ob es nun nach rechts, links oder sonstwohin geht. (irgendwo hatte ich mal einen ganzen Ordner dazu…keine Ahnung wo der steckt, aber da fallen mir so Sachen ein wie Vorurteilsforschung, Konformität, Autoritäre Persönlichkeit, identitätsfindung etc.)

Gruß Susanne
Gruß Susanne

Ein intelligenterer Psychotherapeut würde Ihren Mangel an logischem Denken und Ihre Neigung, Ihre Fehler im Denken abzustreiten, sowie Ihre Neigung, mich zu erniedrigen und sich über mich lustig zu machen (vor allem in früheren Beiträgen ) erkennen.

A.Knaup

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Susanne,
danke für Deinen sehr guten und ernsthaften Beitrag.

Ich hatte schon gestern oder vorgestern darauf geantwortet. Als ich meine Antwort abschicken wollte, kam eine Fehlermeldung. Mein Mame sei nicht identifizierbar. Ich war angemeldet wie immer.

Ich melde mich mal über Deine E-mail-Adresse.

Eine niveauvolle Herangehensweise an ernsthafte Themen liegt mir sehr.

viele freundliche Grüße
Angelika Knaup

Hallo Angelika, na so ganz abwegig ist der Gedanke sich mal
die Zeit anzuschauen nicht, denn Hitler bezog seine Ideen ja
nicht einfach nur so aus einem gestörten Charakter. Es gab zu
der Zeit durchaus noch einige andere, die quasi die Vorarbeit
leisteten und Hitlers Ideen speisten. Also da ist es eben
schon sinnvoll sich mal mit der Zeit ab ca. 1880-1933
auseinanderzusetzen.
Ein wichtiges Stichwort ist da Sozialdarwinismus. Dieser
führte zum verschärften Rassismus (der latent ebenfalls
bereits vorhanden war seit man mal andersaussehende Menschen
traf, denk nur mal an den Kolonialismus, Judenverfolgung haben
auch nicht erst die Nazis erfunden) und zu der Idee der
Züchtung eines neuen Menschen bzw. zur Ausmerze all jener die
dazu nicht taugen.
Auch wenn bewusste Tötungsaktionen wohl nicht in Darwins Sinne
gewesen sind. Also war das neue an Hitler eigentlich nur, dass
er nicht darauf warten wollte, dass die Natur das regelt, was
andere schon vor ihm ergrübelten. Dazu gabs dann noch ein paar
zeitgemässe Parolen rund um Arbeitsplätze und was es sonst
noch zu jammern gab so kurz nach einem verlorenen Krieg.
Und Stück für Stück konnte er dann Anhänger um sich scharen,
ganz ähnlich wie heute auch neue Parteien sich bilden und
einflußreicher werden, je nachdem wer am lautesten schreit,
Ängste der Bevölkerung aufgreift und sich als Wunscherfüller
darstellt (unabhängig ob es umsetzbar ist oder nicht,
hauptsache es spricht die Leute an und hört sich für die gut
an).
Dazu ist es also vollkommen egal ob Hitler nun einen am Keks
hatte.
Wobei es durchaus psychologische Theorien gibt, weshalb jemand
zu so radikalen Ideen tendiert. Das zählt aber genauso für die
Mitläufer wie für die Anführer solcher Gruppen und unabhängig
ob es nun nach rechts, links oder sonstwohin geht. (irgendwo
hatte ich mal einen ganzen Ordner dazu…keine Ahnung wo der
steckt, aber da fallen mir so Sachen ein wie
Vorurteilsforschung, Konformität, Autoritäre Persönlichkeit,
identitätsfindung etc.)

Gruß Susanne
Gruß Susanne