Liebe/-r Experte/-in,
mein Mann hat eine Beinvenenthrombose. Wir leben in Bulgarien und mein Mann wurde noch in Deutschland bei unserem damaligen Hausarzt auf Macumar eingestellt. Mittlerweile nimmt er Macumar seit 10 Monaten. Der Hausarzt hat ihm gesagt, er soll das Medikament auch in Bulgarien mindesten 1 Jahr lang nehmen und dann mit Aspirin langsam auslaufen lassen.
Jetzt haben wir das Problem, dass wir Macumar hier in Bulgarien nicht bekommen. Hier gibt es auch keine Rezeptpflicht, so dass ich auch nicht über eine Versandapotheke bestellen kann. Der Apotheker sagte uns, dass es als vergleichbares Medikament Sintrom hat.
Mein Mann nimmt momentan im Wechsel täglich 1 bzw. 2 Macumar.
Kann er bedenkenlos auf das andere Medikament umstellen und wie ist die Dosierung? Oder gibt es eine andere, bessere Lösung?
Vielen Dank schon jetzt für die Hinweise.
Liebe Frau Wahl,
ihr Mann kann in dem Fall Sintrom® [Wirkstoff: Acenocoumarol] als Ersatz für Marcumar®[Wirkstoff: Phenprocoumon] nehmen. Die Dosierung ist jedoch völlig anders. Die Wirkung von Sintrom® setzt schneller ein und hält nicht so lange an.
Die wöchentliche Dosierung bei der Langzeitbehandlung erfolgt, wie bei Marcumar auch, nicht nach einem festgelegten Schema, sondern wird, ausgehend von der aktuell gemessenen Blutgerinnungszeit (Quick- oder INR-Wert), für jeden Patienten individuell durch den Arzt bestimmt.
Ihr Mann muss also UNBEDINGT in Bulgarien einen Arzt aufsuchen und sich von diesem auf die richtige Dosis einstellen lassen. Dies - aus welchem Grund auch immer - zu unterlassen wäre äusserst leichtsinnig.
Einzelheiten können Sie hier nachlesen:
http://www.qualimedic.de/blutgerinnungshemmer.html
Ich hoffe, das hilft Ihnen weiter.
Gruß
W. Pohler
Hallo,
Sintrom ist in Deutschland nicht erhältlich. Daher kann ich nicht so viel zum Medikament sagen. Es gehört auf jeden Fall zur selben Stoffklasse. Es wirkt auf Vitamin K und hemmt die Gerinnung.
Leider kann ich nicht mehr helfen.
Viele Grüße
T. Brünig
Hallo,
generell vielleicht eher eine Frage für einen Arzt.
Werden die Gerinnungswerte Ihres Mannes denn auch in Bulgarien regelmässig überprüft? Normalerweise macht man das bis zu einmal im Monat, nachdem die Einstellung ja recht genau sein muss. Wird regelmässig überprüft, kann man unter Umständen schon auf einen anderen Gerinnungshemmer wechseln, man sieht dann ja recht schnell, ob der Wert „gut liegt“. Einen genauen allgemeingültigen Umrechnungsfaktor gibt es meines Wissens nicht.
Persönlich wäre mir das aber zu heikel und kompliziert. Besteht nicht die Möglichkeit, es aus Deutschland zu beziehen? Oder über eine Versandapotheke? Sie können doch sicher von einem bulgarischen Arzt ein Rezept bekommen (reicht ja ein Zettel mit seinem Namen und dass er eben Arzt ist. Muss ja kein „Rezeptformular“ sein.) oder von Ihrem ehemaligen deutschen Arzt. Sie haben doch sicher noch Kontakte nach Deutschland zu irgendjemandem, der Ihnen das dann holen und als Briefchen losschicken könnte.
Wir haben sehr viele Kunden, die hier Medikamente für Verwandte im Ausland einkaufen. Manche Apotheken geben die Sachen so heraus bzw. möchten eben irgendeine Zusicherung (alias Rezept) von einem dortigen Arzt, dass der die Anwendung kontrolliert.
Ein fähiger Arzt vor Ort kann das sicher auch umstellen. Aber Vorsicht vor Eigenexperimenten und Laienmeinungen (Apotheker eingeschlossen). Bisschen zu viel oder zu wenig Blutverdünnung ist lebensgefährlich.
Viele Grüsse, Sabine
hallo ,ich rate ihnen dringend ab das medikament zu ändern oder anderst alls verordnet zu nemmen.kopieren sie einfach die diagnosen von ihrem mann und schicken diese an ihren frührern hausarzt um bitte zur überprüfung.der kann ihnen dann sagen ob und wie man was ändern kann.lieben gruss und gute besserung ani
Hallo, wir wollten eigentlich auch nur noch einmal eine Bestätigung von unabhängiger Seite. Haben selbstverständlich auch rücksprache mit unserem früheren hausarzt gehalten.
Das wird hier auch alles in einem Labor alle 2 Wochen überprüft.
Danke für die Antwort
und viele Grüße
Brigitte
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Liebe Frau Wahl,
„danke!“ heisst das Wort, dass Ihnen offenbar die ganze Zeit über nicht einfällt… 
Mit freundlichem Gruß
W. Pohler
Hallo Herr Dr. Pohler, das wort ist mir schon eingefallen, wenn Sie meinen Fragetext genau lesen, steht da drunter: „danke schon mal im Voraus“ Ich ging davon aus, dass einmal ausreicht. Aber trotzdem - nur zur Sicherheit nochmal - vielen Dank
Gruß Brigitte Wahl