Medikamente bei Flugangst

Hallo!
Ich habe nun schon häufig dieses Thema hier im Forum gelesen, dass meißtens mit dem Hinweis geendet hat ein Flugangstseminar zu besuchen.
Also ganz zu Anfang: Ich habe das Flugangstseminar bei der Lufthansa besucht und konnte auch einen Erfolg erzielen, allerdings ist nun nach 4 Jahren die Flugangst wieder da. Ich werde nun wieder eine Therapie machen, allerdings länger als 4 Tage und stationär.
ABER: Ich fliege nächsten Donnerstag in die Karibik, also 10 Stunden Flug und schaffe es nicht bis dahin durch Verhaltenstherapie meine Flugangst zu bewältigen. Ich suche jetzt nach einem Präparat für eine einmalige Anwendung (Probe hier zu Hause/Hinflug/Rückflug), welches aber auch 10 Stunden anhält. Wenn ich ein, zwei Tage dannach kaputt bin, ist mir das egal, da liege ich eh auf einer Liege am Strand :smile:
Ich habe vor Allem eine Agoraphobie, also die Angst vor Menschen in einem geschlossenen Raum ohne Rückzugsmöglichkeit und Angst vor Übelkeit, letztere Nebenwirkung sollte also so gering wie möglich sein. Dennoch würde ich mir wünschen so wenig wie möglich vom gesamten (!) Flug mitzubekommen. Könnt Ihr mir da vieleicht weiterhelfen?!
Mit den gesammelten Tips aus verschiedenen Foren werde ich dann zu einem Apotheker und meinem Hausarzt gehen, je mehr Beratung, desto besser… Danke schonmal für Eure Antworten!!

Hi!

Ich habe nun schon häufig dieses Thema hier im Forum gelesen,
dass meißtens mit dem Hinweis geendet hat ein Flugangstseminar
zu besuchen.

Aber nicht alle!
Ich verweise mal auf den letzten Thread zu dem Thema hier, aber es gab noch mehr(!):
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Sehr gut fand ich diesen Tipp hier:
Aber um doch noch was (vielleicht) Hilfreiches zu sagen: Gut ist es, das Personal am Flughafen bzw. in der Maschine über die Angst zu informieren. Man wird dann besonders auf Dich Acht geben.
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Gruß,
Sharon

Hallo!

Mein Hausarzt hat mir Atosil-Tropfen verordnet, damit gings dann!

LG Doreen

Es tut mir leid, dass du so geplagt bist.

Eine Alternative wäre vielleicht auch, darüber nachzudenken, ob du nicht auf Flüge gänzlich verzichten könntest? Oder müssen diese zwingend sein?

Freundliche Grüße

Hallo,

Eine Alternative wäre vielleicht auch, darüber nachzudenken,
ob du nicht auf Flüge gänzlich verzichten könntest? Oder
müssen diese zwingend sein?

du meinst den Problemen ausweichen statt sie anzugehen?

Gruß, Niels

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Hallo,

Eine Alternative wäre vielleicht auch, darüber nachzudenken,
ob du nicht auf Flüge gänzlich verzichten könntest? Oder
müssen diese zwingend sein?

du meinst den Problemen ausweichen statt sie anzugehen?

Ich meine damit, sich nicht unnötig zu etwas zwingen, was einem völlig widerstrebt, wenn es nicht unbedingt erforderlich ist.

Außerdem sind die Ängste ja auch nicht an den Haaren herbeigezogen.
Fliegen birgt nun einmal erhebliche Risiken in sich. Das ist die Realität.

Ahoi.

Fliegen birgt nun einmal erhebliche Risiken in sich. Das ist
die Realität
.

In welchem Universum ist sie das? In http://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Luftfahrt/Newsar… findest Du Meldungen über große und kleine Un- und Zwischenfälle in der internationalen Luftfahrt. Jeder kleine Popelflughafen bemisst seine Passagiere nach mindestens Zehntausenden pro Jahr. Es kommen mit Sicherheit Abermillionen von Passagierkilometern zustande. Die entsprechenden Statistiken zusammenzusuchen, spare ich mir - wer eine solche Behauptung aufstellt wie die, dass Fliegen ein „erhebliches Risiko“ birgt, wird sich davon ohnehin nicht beeindrucken lassen … jedenfalls ist das Fliegen sicherer als Spazierengehen, Auto-, Motorrad-, Bus- und Fahrradfahren. Nur bei der Eisenbahn müsste man noch mal nachsehen, wobei ich mir recht sicher bin, dass bezogen auf die Transportleistung das Flugzeug auch hier sicherer ist.

Flugangst kann man mit Statistik nicht begegnen, das ist klar. Aber mit unvergorenen Aussagen wie Deiner ist auch niemandem gedient. Gegen die Fliegerei im heutigen Maßstab lässt sich viel einwenden, und mit einigem Recht. Aber das Argument der fehlenden Sicherheit ist einfach nur Panne.

Gruß Eillicht zu Vensre

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Hi Julia,
habe mir nicht die Mühe gemacht alle Antwort-Artikel zu lesen,
könnte also sein das ich hier ähnliches scheibe.
also, Flugangst hindert auch mich am entspannten Reisen-
was früher noch kein Problem für mich war, hat sich über die Jahre so verstärkt das ich heute nicht in der Lage wäre, ohne Medikamente einen Flug zu überstehen. Außenstehende sind immer davon überzeugt,
man könne durch selbstsuggestive Methoden, Entspannungsübungen oder Flugangst-Trainingsmaßnahmen dieses Problem überwinden-
aber ich bin bei allem Guten WIllen davon überzeugt, das es Fälle gibt, bei denen jegliche gutgemeinte Vorschläge wirkungslos sind,
und zu diesen gehöre ich. Wenn ich heute fliege, hole ich mir zuvor
von meinem Arzt Tavor (Lorazepam),davon nehme ich ca. 1,5-2mg etwa zwei Stunden vor dem Flug ein. Es entspannt mich soweit, das ich sogar aussem Fenster schauen kann, Nebenwirkung: Müdigkeit.
Würde ich nix einnehmen, bekomme ich Panikattacken die mich
in Ohnmachtsnähe bringen! dabei spielen weder Absturz-Angst noch
welche vor Terrorismus eine Rolle- es geht schlichtweg um Enge, Höhe und Kontrollverlußt.
lange Rede, kurzer Sinn - wer keine Flugangst kennt, kann
kaum Empfehlungen zu ihrer Bekämpfung aussprechen.
Gruß, marY

Hi,

Ich meine damit, sich nicht unnötig zu etwas zwingen, was
einem völlig widerstrebt, wenn es nicht unbedingt erforderlich
ist.

Und was würdest Du vorschlagen, wie die Fragerin ohne Flieger in die Karibik kommen kann ???

Neugierig:
Anja

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hey :o)

Fliegen birgt nun einmal erhebliche Risiken in sich. Das ist
die Realität.

der war gut …

http://www.planecrashinfo.com/rates.htm

vielleicht solltest du deinen nick mal überdenken …

tiger

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Hallo Julia!

Ich habe nun schon häufig dieses Thema hier im Forum gelesen,
dass meißtens mit dem Hinweis geendet hat ein Flugangstseminar
zu besuchen.

Ja, man bekommt eine Menge wirklich gutgemeinter Tipps und Hinweise. Leider kommen die i.d.R. von Menschen, die noch nie Flugangst oder irgend eine andere Form der Panik erlebt haben.

Also ich greife in einem solchen Falle auf das gute, alte Diazepam zurück. Hat nur 2 Nachteile: 1. es wirkt nicht wirklich, wirklich lang, aber für Durchschnittsflüge reicht es schon, 2. ich habe eine regelrechte Abneigung dagegen entwickelt. Aber das muß bei Dir nicht so sein, vor allem, wenn Du es sonst nicht benötigst. Ich nehme an, auch das bereits empfohlene Tavor tut seinen Zweck. Vor allem also vom Arzt nicht abspeisen lassen, nur Du selbst weißt, wie schlecht es Dir beim Fliegen geht.

Ich habe ein paar Flüge aber schon ohne die drastischen Mittel „geschafft“. Einmal mit Akupunktur Dauernadeln im Ohr (zumindest auf dem Hinflug) und Bachblüten Rescue-Tropfen. Hat damals tatsächlich gereicht. Aber es gab auch schon Flüge, wo ich kurz vor der Startbahn wieder aus der Kiste raus wollte, weil das Valium noch nicht eingesetzt hatte zu wirken :wink:. Ein freundliches Gespräch mit dem Piloten, ein beunruhigender Blick ins Cockpit und ein Platz in der ersten Reihe haben es dann hingekriegt.

Ich wünsche Dir von Herzen einen panikfreien Flug und einen schönen Urlaub!

Avera

Hi,

Ich meine damit, sich nicht unnötig zu etwas zwingen, was
einem völlig widerstrebt, wenn es nicht unbedingt erforderlich
ist.

Und was würdest Du vorschlagen, wie die Fragerin ohne Flieger
in die Karibik kommen kann ???

Sie könnte sich überlegen, ob sie einen erheblichen Schaden nimmt, wenn sie auf solche unnötigen Flüge verzichtet, es sei denn, sie müsste zwingend aus beruflichen Gründen dahin.

Ich kann mir vorstellen, dass ihr Lebensglück nicht allein von einem Karibikflug abhängig ist :wink: Wenn doch, dann müsste sie allgemein über den Sinn des Lebens einmal nachdenken :smile:.

Aber das Argument der fehlenden Sicherheit ist einfach nur Panne.

Das ist Ansichtssache. Wenn man erst einmal jemand durch einen Flugzeugabsturz verloren hat, wird man es sicher anders sehen. Aber es ist - wie so oft - alles Anssichtssache. Du siehst es so, ich anders. Und das ist nicht schlimm :smile:.

Bestimmt müsste man sich überlegen, wie man die Flugangst überwindet, wenn man DRINGEND fliegen müsste, aber ansonsten werden sich doch bestimmt auch andere Urlaubsorte finden lassen, die ohne Flugzeug zu erreichen sind.

Ich finde, Aufwand und Nutzen stehen da in keinem Verhältnis, wenn man wegen einer Urlaubsreise einen Therapeuten aufsuchen muss.

Nein, liebe Halbwisserin, was Eillicht hier beschrieb, ist nicht seine Ansicht,
sondern stellt vielmehr die Faktenlage dar.

Wenn Du daraufhin beschließt, daß Fliegen gefährlich sei, ist Dir das unbenommen,
hat aber mit der Realität nichts zu tun und macht auch Deinem Nick keine Ehre.
So.

Gruß T.

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Hallo,

Bestimmt müsste man sich überlegen, wie man die Flugangst
überwindet, wenn man DRINGEND fliegen müsste, aber ansonsten
werden sich doch bestimmt auch andere Urlaubsorte finden
lassen, die ohne Flugzeug zu erreichen sind.

wenn man anfängt, alles, was einem Angst macht zu vermeiden, wird man bald feststellen, dass man ganz massiv an Lebensqualität verliert. Spätestens, wenn man nur noch zu hause im Kämmerchen sitzt, sollte man sich überlegen, ob eine etwas offensivere Vorgehensweise nicht angebracht ist. Vermeidungsstrategien müssen immer die letzte Möglichkeit bleiben.

Gruß, Niels

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Nein, liebe Halbwisserin, was Eillicht hier beschrieb, ist
nicht seine Ansicht,
sondern stellt vielmehr die Faktenlage dar.

Wenn Du daraufhin beschließt, daß Fliegen gefährlich sei, ist
Dir das unbenommen,
hat aber mit der Realität nichts zu tun und macht auch Deinem
Nick keine Ehre.

Du hast mich nun endgültig davon überzeugt, dass es Flugzeugabstürze ja im „richtigen Leben“ gar nicht gibt. Sie sind einfach nur Märchen.

Niemand kommt bei Flugzeugabstürzen zu Schaden. Das habe ich jetzt begriffen :smile:))))

Holla.

Das ist Ansichtssache. Wenn man erst einmal jemand durch einen
Flugzeugabsturz verloren hat, wird man es sicher anders sehen.

In meinem - erweiterten - Bekanntenkreis kamen folgende Unfälle vor, ohne Anspruch auf Vollständigkeit :

2 x tödlicher Motorradunfall
1 x tödlicher Autounfall
1 x Arbeitsunfall mit fast abbem Bein (Bagger)
1 x Motorradunfall mit abbem Fuß
1 x tödlicher Arbeitsunfall (zwischen Puffern erdrückt)
1 x tödlicher Arbeitsunfall (vom Gerüst gestürzt)
1 x Arbeitsunfall mit abbem Bein (Stapler)
1 x beim Baden im Stausee ersoffen
1 x beim Baden auf Kopf geknallt, querschnittsgelähmt

Logische Schlussfolgerung : Motorräder, Autos, Bagger, Eisenbahn, Gabelstapler und Baugerüste sind unsicher; Baden ist extrem gefährlich. Leute, legt euch ja nicht ins Bett - da sind schon so viele Leute drin gestorben …

Dass Du persönlich betroffen bist, ist zwar schlimm, und es ist auch nachvollziehbar, dass Du als Einzelperson, weil Du eben mit dem Fliegen Dein persönliches Unglück assoziierst, davon nichts hältst. Aber Deine Behauptung, das Fliegen an sich sei unsicher, stimmt schlicht und ergreifend nicht. Das sind Tatsachen , und die kann und sollte man nicht wegsublimieren oder wegwünschen - sie sind einfach da.

Gruß Eillicht zu Vensre

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Bestimmt müsste man sich überlegen, wie man die Flugangst
überwindet, wenn man DRINGEND fliegen müsste, aber ansonsten
werden sich doch bestimmt auch andere Urlaubsorte finden
lassen, die ohne Flugzeug zu erreichen sind.

wenn man anfängt, alles, was einem Angst macht zu vermeiden,

DAVON war nicht die Rede, ALLES zu meiden.

Spätestens, wenn man nur noch zu
hause im Kämmerchen sitzt,

Also sitzen alle Menschen, die nicht fliegen, AUSSCHLIESSLICH in ihren Kämmerlein herum? :wink:

Vermeidungsstrategien müssen immer die letzte Möglichkeit
bleiben.

Das kannst du so handhaben, Niels.

Gruß, A.

2 x tödlicher Motorradunfall
1 x tödlicher Autounfall
1 x Arbeitsunfall mit fast abbem Bein (Bagger)
1 x Motorradunfall mit abbem Fuß
1 x tödlicher Arbeitsunfall (zwischen Puffern erdrückt)
1 x tödlicher Arbeitsunfall (vom Gerüst gestürzt)
1 x Arbeitsunfall mit abbem Bein (Stapler)
1 x beim Baden im Stausee ersoffen
1 x beim Baden auf Kopf geknallt, querschnittsgelähmt

Jawohl, alles Gefahren, die das Leben bietet. Das sehe ich genauso wie du.

Baden ist extrem gefährlich.

Wenn man nicht aufpasst, ganz bestimmt, erst recht, wenn man wo hinein springt, ohne sich zu vergewissern, ob ausreichend Wasser vorhanden ist :wink:

Leute, legt euch ja nicht ins Bett - da
sind schon so viele Leute drin gestorben …

Liegen ist für uns Menschen lebenswichtig, fliegen hingegen nicht unbedingt. Auf Fliegen kann man verzichten, wenn man nicht dazu gezwungen ist. Beim Fliegen liefert man sich völlig einem anderen Menschen aus. In den anderen von dir aufgeführten Beispielen kann man wenigstens noch ein bisschen SELBST Einfluss auf die Geschehnisse nehmen.

Dass Du persönlich betroffen bist, ist zwar schlimm, und es
ist auch nachvollziehbar, dass Du als Einzelperson,
weil Du eben mit dem Fliegen Dein persönliches Unglück
assoziierst, davon nichts hältst.

Ich habe nicht gesagt, dass ich persönlich vom Fliegen überhaupt nichts halte. ICH habe keine übermäßige Flugangst und bin schon öfter in den Flieger gestiegen.

Aber jemand, der die totale Panik bekommt, noch dazu Therapeuten bemühen muss, um die Angst in den Griff zu bekommen, was dann letztlich doch nix bringt, DEM rate ich einfach ab vom Fliegen, da ich meine, dass er sich solchem Stress ja nicht unbedingt aussetzen MUSS, wenn es lediglich um einen Urlaub geht. Da gibt es reichlich andere Optionen.

Aber Deine Behauptung, das
Fliegen an sich sei unsicher

Ja, unsicher. So unsicher, wie andere Dinge im Leben auch. Und - wie schon erwähnt - man ist dem Piloten KOMPLETT ausgeliefert. Darum MUSS man sich ja auch diesen Gefahren nicht aussetzen, wenn man nicht dazu gezwungen ist. Das ist nun mal meine Meinung.

Gruß auch an dich.

MOD: Schluß mal ab hier
So ihr Lieben,
wir alle wissen, was passiert, wenn ich das hier offen lasse.
Es gibt keinen Grund zum Löschen, ihr seid alle einigermaßen topic, soweit ich das sehen kann, aber ich bin auch sicher, daß es von jetzt an nur noch zu Wiederholungen kommen kann.
Schönen Tag noch
Kerstin
neue Mod dieses Bretts

P.S. Solltet ihr weiter diskutieren wollen, tut das doch bitte per mail.
Danke