Hallo Johanna,
Jetzt habe
ich gehört, dass man die nicht in den Hausmüll entsorgen soll,
sondern zur Apotheke bringen.
dem ist so.
Das muß nebenbei gesagt kostenfrei passieren.
Medikamente fallen unter die gleichen Gesetzte wie andere
Chemikalien und da ist es nun mal so geregelt, daß sie
fachgerecht zu entsorgen sind.
Wenn die Apotheker Dir sagen, daß sie die Sachen über den
Hausmüll entsorgen, sollte man das dem Ordnungsamt stecken,
die würden sich dann mit Freude darum kümmern.
Hallo
Gandalf,
Du musst Dein Ordnungsamt leider zurückpfeifen, denn Deine Aussage ist absolut falsch.
Greenpeace hat hierzu ein Interview veröffentlicht:
Wohin mit den Medikamenten?
Volker Dinnendahl, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Apotheker, über die Entsorgung alter Pillen
GPM: Was sollten Verbraucher mit alten Arzneien anfangen?
VOLKER DINNENDAHL: Im Prinzip sind abgelaufene Medikamente gewöhnlicher Hausmüll, der mit der Müllabfuhr abgeholt wird und auf Deponien landet.
Was geschieht in den Apotheken mit dem Chemikalien-Mix?
Die werden meistens vom Großhandel oder der städtischen Müllabfuhr abgeholt. Eine getrennte Sammlung ist nicht vorgesehen. Die früheren Rücknahmeaktionen, die als Service gedacht waren, gibt es eigentlich nicht mehr. Deshalb rate ich davon ab, alte Medikamente in die Apotheke zurückzubringen.
Sind Pharma-Reste nicht eigentlich Sondermüll?
Nein. Einzig Zytostatika, also Krebsmedikamente, sind toxisch und müssen gesondert behandelt werden. Alle anderen Medikamente gelten als nicht umweltbelastend. Eine gesetzliche Auflage, sie getrennt zu sammeln und zu entsorgen, existiert nicht.
Als Besorgnis erregend gelten aber auch Hormone, etwa in der Antibabypille.
Hormone in der Pille oder in Östrogen-Präparaten, die während der Menopause geschluckt werden, gelangen vor allem über den Urin und die Kanalisation ins Grundwasser. Bei den Packungen bleiben selten Reste übrig, die weggeschmissen werden. Es macht wenig Sinn, diese Hormone als Sondermüll zu entsorgen, wenn sie über die Kanalisaton die Gewässer in viel größerem Maße belasten.
Interview: Henning Engeln