Medikamentenrücknahme

Hallo,
ich muss Valproat nehmen. Hatte es immer von Ratiopharm, die Welt war in Ordnung. Plötzlich bekam ich es von AbZ. Naja, als Laie war das ja egal. Aber irgendwie bekam ich dann Hautprobleme bis hin zu einer schweren Nurodermitis. Fünf Dermatologen, immer nur Kortison!
Jetzt kam meine Hausärztin drauf, dass das auch am neuen, anderen Medikament liegen könne. Jetzt hab ich wieder Ratiopharm, muss zwar zuzahlen, aber die Haut wird langsam besser.
Jetzt habe ich noch eine komplett neue unangebrochene Schachtel von AbZ in N3. Wollte die zurückbringen zur Apotheke, die nehmen sie aber nicht.
Ich möge die 200 Tabletten in die Toilette spülen und Schachtel bzw. Plastik normal entsorgen.
Spinnen die?
Ich hoffe irgendwer kann mir einen Tip geben. jo-enn

Hallo,

ich würde umgehend wieder in der Apotheke aufschlagen und verlangen, dass man sich den Beipackzettel durchliest und gefälligst verinnerlicht. Da steht mit Sicherheit ein Satz, der so ähnlich klingt wie dieser:

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.
(Quelle)

Medikamente werden NIEMALS ins Klo geschmissen da viele Wirkstoffe umweltgefährlich sind und in der Kläranlage Probleme bereiten können. Dass man sie nicht in die Tonne schmeißt, sollte auch klar sein, man weiß nie, ob nicht irgendein Depp oder ein Kind sie warum auch immer findet und dann sich oder andere in Gefahr bringt. Jedenfalls würde ich es aus dem Grund nicht tun.

Im Zweifel bei der lokalen Müllentsorgung nachfragen, wann die „Giftmobile“ in der Nähe sind, da kann man meist auch Medikamente abgeben.

LG Barbara

Hallo,

Wollte die zurückbringen zur
Apotheke, die nehmen sie aber nicht.

So ist es schon seit vielen Jahren.

Ich möge die 200 Tabletten in die Toilette spülen und
Schachtel bzw. Plastik normal entsorgen.

Auf keinen Fall in die Toilette. Damit käme es in den Wasserkreislauf.

Spinnen die?

Ja

Ich hoffe irgendwer kann mir einen Tip geben.

Richtig ist: komplett in die Restmülltonne. Alternativ: manche Ärzte nehmen Medikamente auch an und verschenken diese. Ich habe selbst schon welche bekommen.

Gruß
Otto

Danke Euch allen für die Tips! Werde sie dann meinem Arzt hinlegen, da sind sie in guten Händen. Entweder er kann sie verwenden oder wenn nicht, dann mindestens fachgerecht entsorgen!

Hallo …,

bis vor einigen Jahren haben Apotheken im Auftrag der Pharmaindustrie die Medikamentenrücknahme noch gemanagt. dann wollte man sparen…

http://www.sueddeutsche.de/leben/entsorgung-von-medi…
Es wurden nun genug Beispiele genannt, vielleicht könnte man die Kreiskrankenhäuser udgl. noch dazu nennen die evtl. unangebrochene Packungen nehmen.
Das Medikamente nicht in die Toilette gehören ist natürlich klar. Es gibt schon genug Probleme mit Medikamentenrückständen die nicht immer vollständig in den Klärwerken abgebaut werden können (Aktivkohle). Denn z.B. Rückstände der Antibabypille führen dazu das nicht nur in der Nähe von Klärwerken deutlich mehr Fische (z.B.) zu Zwitter werden.

Gruss Joe

Hallo Jo-enn,

ich hatte ein ähnliches Problem und ging nichtsahnend zu meinem Apotheker. Der lehnte aber Annahme ab und sagte mir, die Apotheken seien nun nicht mehr der Weg der Medikamentenentsorgung, sondern der Hausmüll sei es. Dieser werde bei so hohen Temperaturen verbrannt, daß nichts an Schadstoffen davon in die Umwelt gelange. Hoffen wir’s.
Man müsse am besten noch wirklichen Müll über den Medikamentenmüll schütten, damit nicht Kinder da ran kämen.
Dies stelle ich mir in sozial schwierigen Gegenden mit evtl. Drogenmißbrauch kompliziert vor und frage mich, was Politiker sich zu einer solchen Lösung wohl gedacht haben mögen. Wenn überhaupt.

S.I.

Hallo semperidem,

was Politiker sich zu einer solchen Lösung wohl gedacht haben mögen. :Wenn überhaupt.

Mit der Politik hat dies weniger etwas zu tun, es geht ums Geld. Wer trägt die Kosten für die Entsorgung. In Berlin teste man bereits eine so genannte „Meditonne“ wo solche Dinge gesammelt werden sollen.

http://www.med.de/news/arzneimittel/apotheke-keine-e…

Hallo,

m.E. ist es eine vorrangige Aufgabe der Politik, die Frage der Kosten einer Maßnahme oder Regelung gegen (positive oder negative) Folgen für den Einzelnen, die Gesellschaft und die Umwelt abzuwägen. Ob es um den Atomausstieg oder das Gesundheitswesen geht. Danke für den Link.

S.I.