Medikinet Retard 10mg

Hallo: meine Tochter ist jetzt 4 Jahre alt und bekommt seit knapp 3 Wochen Medikinet!
Angefangen haben wir mit Morgens 1 Tablette mit 5 mg. Nach ca. 1 Woche dann 2 mal Täglich 5 mg.
Als das aber nicht mehr ausgereicht hat sind wir umgestiegen auf 2x Täglich 10 mg.
Ich muss sagen, dass es seither recht gut klappt! Sie isst auch wie bissher und beim schlafen gibt es auch keinerlei Probleme!
Jetzt möchte ich aber nicht mher geben, als unbedingt nötig! Ich habe auch lange Zeit alles Mögliche versucht um keine Medikamente geben zu müssen, aber irgendwann waren bei mir die Nerven so runter, dass es einfach nicht mehr ohne ging!
Ich habe nur einfach Angst, dass die Dosis recht hoch ist! Jetzt wollte ich wissen, ist das sehr viel was sie davon bekommt oder liegt das noch im Unteren Bereich?
Danke schon mal!!!

Guten Tag,

die derzeitige von Ihnen angegebene Dosierung liegt im unteren Mittelbereich. Vertretbar sind Dosierung bis 3x20 mg/d (60 mg/d Gesamttagesdosis).
Achtung! Retardpräparate werden nur 1x/d gegeben (Maximaldosis 54 mg).
Bitte keine Selbstversuche, Dosissteigerung sollten mit dem betreuenden Arzt abgesprochen werden.
Methylphenidat kann schwere Nebenwirkungen verursachen, im günstigen Fall die Symptome des ADHS-Syndroms simulieren, im ungünstigsten Fall schwere Halluzinationen bzw. ein Koma verursachen. Großes Abhängigkeitspotential.

Dessen ungeachtet halte ich es persönlich für unverantwortlich, ein Kind mit gerade einmal 4 Jahre auf seinen ersten „Trip“ zu schicken. Vielleicht bin ich ja altmodisch, aber Methylphenidat hat ein Eintrittsalter von 6 Jahren und ist daher m.E. nicht indiziert.

Herzliche Grüße
sunconure

Hallo Angelina,
mein Kind nimmt auch Medikinet 10mg.Nur was ich nicht verstehe das dein Arzt deiner Tochter mit 4Jahre schon dieses Medikament verschrieben hat!!!Und ich finde es gefährlich wenn du alleine die Dosierung erhöhst.Das kann bin ich der Meinung nur der Arzt entscheiden.Mein Kind hat Medikinet erst bekommen als er zur Schule kam.Jetzt ist er 13 Jahre und nimmt morgens bevor er zur Schule geht 1 Tablette.Warum hat dein Arzt jetzt schon Tabletten deiner Tochter verschrieben?Bitte um Antwort.Denn bei der Dosierung spielt auch das Gewicht eine wichtige Rolle.Das müsste dein Arzt aber wissen.Ich habe jahrelange Erfahrung mit ADHS und mehreren Medikamenten.Fallst du noch fragen hast gerne.
L.G. Bärbel

Hallo Angelina,

bin erschüttert, hast Du schon mal den Beipackzettel gelesen oder bei z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Methylphenidat.

Mit welchem Alter soll Deine Tochter in die geschlossene Anstalt.
Mit 4 Jahren schon solche „Bomben“ in einen so kleinen Körper pumpen - unverantwortlich.
Such bitte dringend nach anderen Lösungen.

Viele Grüße
Gaby

Hallo:
Also ersten ist es so: dass ich mir einen Arzt gesucht habe, der auf Adhs bei Kleinkindern speziallisiert ist.
Zweitens: ist es egal, ob man diese edikament oder diese Medikamente im Alter von 4 oder von 16 Jahren gibt, die Nebenwirkungen sind die Selben!
Kinderärzte verschreiben diese Medis nur nicht vor dem 6 Lebensjahr, weil sie sich damit schlich weg einfach nicht auskennen!!!
Daher bin ich mit meinem Problem gleich zum Speziallisten!
Drittens: ich hab die Dosis nie von alleine erhöht! Das hab ich nie geschrieben!!! Das war alles mit Rücksprache und nach gründlicher Untersuchungen vom DOC!!!

HiAngelina,

wenn alles so in Ordnung ist und sich selbst Kinderärzte nicht auskennen, sondern nur der ADHS-Spezialist, warum fragst Du dann noch hier im Forum nach?

Was erwartest Du für Antworten?

Ciao Bernhard.

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Hallo

Methylphenidat kann schwere Nebenwirkungen verursachen, im
günstigen Fall die Symptome des ADHS-Syndroms simulieren, im
ungünstigsten Fall schwere Halluzinationen bzw. ein Koma
verursachen. Großes Abhängigkeitspotential.

Für die letzte Aussage hätte ich gerne seriöse Belege. Wann verursacht Methylphenidat bei bestimmungsgemäßem Gebrauch (sowohl Dosierung als auch korrekt erkanntes Krankheitsbild) Abhängigkeiten?

Nichts desto trotz finde ich es ebenfalls nicht gut, wenn in diesem Alter nicht anderen Maßnahmen der Vorzug gewährt wird.

Vielen Dank und Gruß
Maja

Für die letzte Aussage hätte ich gerne seriöse Belege.

Guten Tag,

hab schon lange nicht mehr nachgelesen, deswegen hats gedauert, aber ich hoffe es war die Mühe wert :wink:. Ich erspare Ihnen mal die umständliche Lektüre einschlägiger Veröffentlichungen (meistens sind die Zugriffsrechte auf die entsprechenden Journale kostenpflichtig, kommt also nicht jeder einfach ran), etwas kompakter bekommen Sie es in Fachbüchern: z.B. Aktories et al.: Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie, 9.Auflage, 2005, Urban&Fischer Verlag, S.185-187 u. 338ff.

Herzliche Grüße
sunconure

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Hallo,

vielen herzlichen Dank für die Mühe!

Schade, dass in diesem Buch (bzw auf den genannten Seiten)so wenig über Methylphenidat im Einzelnen eingegangen wird.
Dieses Buch ist doch gemeint, oder?
http://books.google.de/books?id=zj0LOhY8b4IC&printse….

Was die beiden zuerst genannten Seiten, mit einem Abhängigkeitspotential zu tun haben erschließt sich mir leider nicht, deshalb bitte ich um Erklärung.

Ich finde hier nur auf der letztgenannten Seite oder vielmehr noch eine Seite weiter, dass es unter anderem wegen seines großen Mißbrauchspotentials und vermutlich dem dadurch damit verbundenen Abhängigkeitspotential unter das BTM Gesetz fällt. (Auch weil das früher als Appetitzügler verwendet wurde)
Klar wenn Manager und überforderte Karrieremenschen meinen das Anstelle der sonstigen gängigen Drogen einzuwerfen…

Aber erstens wirkt das bei richtigen AD(H)S Patienten ganz anders und zweitens nehmen diese das idR auch in einer völlig anderen Dosierung ein um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Bei Retardverordungen ist das Mißbrauchspotential noch geringer.

Soweit mir bekannt ist, gibt es keine Abhängikeitsfälle bei bestimmungsgemäßem Gebrauch und richtiger Diagnosestellung. Ganz im Gegenteil, die Suchtneigung der ADS Patienten wird durch eine adäquate Therapie noch gesenkt, sie greifen wesentlich seltener zu Drogen als unbehandelte ADSler.

Lediglich bei Patienten, die eh schon ein Abhängigkeitsproblem haben, sollte man Risiken und Nutzen abwägen…sagt die Emea, ich vermute weil hier die Gefahr der absichtlichen Überdosierung gegeben ist.

Was mich allerdings wundert…auf dem Beipackzettel Medikinet 10mg retard steht ausdrücklich nicht für Kinder unter 6 Jahren geeignet…was muß das für ein Spezialist sein…
Ich würde da wirklich nach Alternativen suchen, zumal auch Tests in diesem Alter noch wenig aussagekräftig sind.

Viele Grüße
Maja

PS weitere Infos schaden nie, immer her damit :o)

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Hallo!

Die therapeutisch eingesetzten Dosen von Methylphenidat sind so ausgelegt, dass sie keine Euphorie auslösen sollen.

So, jetzt wollen wir es aber genau wissen.
Im Aktories steht dazu nichts.
Da lohnt sich der Griff ins Regal nicht.
Wieso zitierst Du kaum relevante Quellen?

Welcher molekulare Wirkmechanismus angenommen wird und dass er identisch mit dem (anderer) Amphetaminderivate ist und dass Amphetaminderivate als Rauschmittel konsumiert werden,
das ist zwar schön und gut, ist aber kein Beweis eines hohen Abhängigkeitspotentials bei Therapiedosen mit Methylphenidat.
Käse macht schließlich auch nicht süchtig.

Halte Dich nicht zurück.
Dies ist nicht das Esoterikbrett. Kein Geheimwissen bitte.
Zitat (mit doi) erwünscht!

Viele Grüße,
Stefan

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Der Spezialist den ich habe, ist seit 20 Jahren damit beschäftigt sich um das Problem Adhs bei Kleinkindern zu kümmern!

Ich habe den Beipackzettel auch gelesen. Und das was du sagst: nicht vor dem 6 Lebensjahr steht auf jedem dieser Medikamente!
Es gab lange Zeit keine Studien zum Thema Adhs bei kleinkindern. Vor 2 Jahren wurden mehrere Langzeitstudien gemacht wo die Wirkung dieser Medikamente bei Kleinkindern getestet wurde und es ist mitlerweile erwiesen, dass sie bei Kleinkindern auch nicht mehr Nebnwirkungen auslösen als z.b im Erwachsenen oder Jugendalter.
Auch ist es Mitlerweile erwiesen, dass man Adhs schon im Baby Alter nachweisen kann.
ALso nicht Urteilen, wenn man es nicht besser weiß oder nur Internet Wissen hat!!!
Man muss sich bei sowas immer mit einem Speziallisten auseinander setzen und nicht nur mir den einsessigen Kinderärzten!

Hallo,

bevor Du hier mit „!“ um Dich wirfst, als gäbe es sie im Sonderangebot, weise ich Dich höflich darauf hin, dass Du nicht die einzige Mutter mit einem ADS Kind bist.

ALso nicht Urteilen, wenn man es nicht besser weiß oder nur
Internet Wissen hat!!!

Wie war das doch gleich mit dem Urteilen?

Man muss sich bei sowas immer mit einem Speziallisten
auseinander setzen und nicht nur mir den einsessigen
Kinderärzten!

Wer hat was von Kinderarzt gesagt? Ich würde sogar vorschlagen eine zweite Meinung bei einem weiteren Spezialisten einzuholen.

Es scheint so, als bräuchtest Du auch mal dringend Hilfe für Dich selbst, sei Dir gewiß, ich weiß ganz genau wie man sich mit einem Kleinkind fühlt das AD(H)S hat und ich kann Dir nur wärmstens empfehlen, tu auch etwas für Dich…und vor allem lass Dich mit dem Kind nicht mit Medikamenten abspeisen, kämpfe zur Not darum auch Therapiemaßnahmen für Dein Kind zu bekommen.
Mit welchen Maßnahmen arbeitet Ihr zuhause, kennst Du „Sticks für kids“?
Wie siehts aus mit festen Ritualen?

Es gibt viele Mutter und Kind Kurbetriebe, die speziell für ADS Patienten und die Problematik die diese Patienten mitbringen ausgelegt sind. Hast Du sowas schonmal in Anspruch genommen?

Gruß
Maja

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Hallo Gaby!

Bist Du Ärztin, kennst Du das Kind, kennst Du die äußeren Umstände?

Diese unqualifizierten Parolen von Leuten, die sich offenbar mit der Materie auskennen, machen mich ärgerlich.

Bin selbst ADS-lerin, sehe mich als erfahren, was ADS, Therapien und Medikamente angeht, nehme Methylphenidat bei Bedarf, erwachsener Sohn, der über Jahre Methylphenidat genommen hat und jetzt im Studium sporadisch Medikamente einsetzt.

Übrigens gibt es meines Wissens immer noch keine dauerhaft wirksame Alternative zu Methylphenidat bzw. Amphetaminen.

Weitere Infos zu ADS unter www.tokol.de

Angelika

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Hallo!

Im off-label-Verfahren kann und darf der behandelnde Arzt auch Kindern unter 6 Jahren MPH verordnen.

Angelika

Als Selbstbetroffene und Mutter eines ADS-lers
Hallo Angelina!

Deine Gedanken kann ich gut verstehen, so ähnlich ging es mir damals auch, als unser Sohn auf Methylphenidat eingestellt wurde.

Wir haben eine ganze Zeit nach Alternativen gesucht (klass. Homöopathie, Ernährungsumstellung, Bachblüten, Schüßlersalze, Kinesiologie, Osteopathie), doch nichts hat eine auch nur annähernd so dauerhaft positive Wirkung gezeigt wie MPH.

Bei Kindern ist es oft so, dass - je jünger sie sind - der Stoffwechsel arbeitet wie ein Hochofen, und dass sie aufgrund dessen eine von außen betrachtet hohe Dosis benötigen.

Wenn Dein behandelnder Arzt seit 20 Jahren Erfahrung in Sachen ADS hat, so bist Du m.E. in guten Händen.
Dieser Arzt wird sehr genau wissen was er tut, und ich würde ihm dahingehend vertrauen.

Bei unserem Sohn war es auch so, dass er mit zunehmendem Alter eigentlich immer weniger MPH brauchte. Und ich kenne auch Kinder, die etwa 3x soviel haben mussten, um eine Wirkung festzustellen.

Ich spreche jetzt nicht vom „Liebmachen, Ruhigstellen, Betäuben“ der ADS-ler, sondern davon, dass man ihnen mit diesem Medikament oft erstmals in ihrem Leben die Möglichkeit gibt, sich annähernd normal zu verhalten.

Eine Liebmachpille gibt es nicht, und das ist auch gut so!

Nicht mit dem Stuhl umzukippen, sich nicht bei jeder Gelegenheit irgendwas zu brechen, oder zu allem ihren Kommentar rauszuprusten.

Was ich Dir unbedingt raten möchte ist, dass Du Dich nach geeigneten Begleittherapien umsiehst.
Es ist ganz ganz wichtig, dass die Erziehung klare Grenzen hat, dass es eine verlässliche Struktur gibt, und dass das Kind das auch so erlebt und weiß.

Oft vererben die Eltern ihren Kinder das ADS weiter, und da Du schriebst, Du seiest mit den Nerven völlig runter, würde ich mal abklären lassen, ob Du nicht selbst ADS-betroffen bist.

Lass Dir nichts von Leuten erzählen, die das Leben mit einem ADS-ler nicht kennen, aber meinen, sie müssten ihren Senf dazugeben.
Von denen steht keiner x-Mal nachts auf, kennt keiner das, was Du täglich als Mutter leistest.

Die Medikation ist jetzt notwendig, und sie hilft nicht nur dem Kind. Was später ist, wird sich zeigen.
Ihr habt jetzt die große Chance schon frühmöglich die Weichen anders zu stellen, und diese Chance würden sich viele erwachsene ADS-ler wünschen.

Alles Gute, und wenn Du noch Fragen hast, nur zu!

Angelika