Medion TFT 22 Zoll-Monitor

Liebe Fachleute und Freunde,

am 28.11.2008 erwarb ich in einer Filiale von ALDI-Nord den 16:9 TFT-Bildschirm von Medion mit 22 Zoll Bildschirmdiagonale für 169 EURO. Sobald dieser Bildschirm angeschaltet ist, verursacht er allerdings ein penetrantes Brummgeräusch, dass sogar lauter ist als mein (unter dem Tisch befindlicher) PC selbst.

Da der Anruf bei der sog. Hotline keine Abhilfe brachte, schickte ich das Teil samt Fehlerbeschreibung an Medion und erhielt es heute zurück - ohne Reparaturbericht/-protokoll und immer noch mit dem exakt gleichen Fehler. Da das Brummgeräusch (abgesehen von sehr lauter Umgebung) nicht zu überhören ist, dieser Bildschirm lt. Hotline normalerweise aber überhaupt keine Geräusche verursacht, habe ich nunmehr den Verdacht, dass der Bildschirm gar nicht ausgepackt, geschweige denn geprüft und/oder repariert wurde. Auf meine umgehende Beschwerde bei der Hotline reagierte man gefasst und gelobte bei nochmaligem Einsenden Besserung usw. usf.

Einerseits halte ich diesen Bildschirm (sofern 100 % in Ordnung) für 169 EURO für ein günstiges Angebot, andererseits habe ich auf den Medion-Zirkus keinen Bock mehr und überlege, ggf. das Teil bei Aldi zurückzugeben und anderswo ein anderes Gerät zu kaufen.

Welche Alternative könnt ihr mir empfehlen?

Tach,

Einerseits halte ich diesen Bildschirm (sofern 100 % in
Ordnung) für 169 EURO für ein günstiges Angebot, andererseits
habe ich auf den Medion-Zirkus keinen Bock mehr und überlege,
ggf. das Teil bei Aldi zurückzugeben und anderswo ein anderes
Gerät zu kaufen.

You get what you pay for. Bring das Ding zurueck und kauf’ Dir was vernuenftiges. Wie man hier sieht, ist das Geraet nicht guenstig, sondern nur billig gewesen.

Welche Alternative könnt ihr mir empfehlen?

Keine sinnvolle.

Gruss
Paul

Hallo Paul,

You get what you pay for. Bring das Ding zurueck und kauf’ Dir
was vernuenftiges. Wie man hier sieht, ist das Geraet nicht
guenstig, sondern nur billig gewesen.

zu dem Ergebnis bin ich inzwischen auch gekommen; Habe bei Aldi ohne Schwierigkeiten mein Geld zurückbekommen - aber jetzt keinen 22 Zoll Monitor.

Tach,

zu dem Ergebnis bin ich inzwischen auch gekommen; Habe bei
Aldi ohne Schwierigkeiten mein Geld zurückbekommen - aber
jetzt keinen 22 Zoll Monitor.

Naja, 22" von Samsung, LG und sonstigen ueblichen verdaechtigen fangen mittlerweile bei 150 Euro an, mit DVI bei 170, schau bei http://www.prad.de nach, was gerade in der Preisklasse empfehlenswert ist und fertig ist die Kiste…

Gruss
Paul

3 „Gefällt mir“

Hallo Paul,

der Vollständigkeithalber will ich ausführen wie es weiterging:

Bei Atelco erstand ich den gewünschten Monitor nicht zuletzt dank überschwenglicher Lobhudelei seitens des Verkäufers für dieses Produkt aus dem Hause Samsung.

Leider erwies sich das Gerät als beinahe ebenso laut wie der Medion-Monitor von Aldi - sobald ich die Helligkeit des Bildschirms auch nur ein wenig reduzierte (unter 95%), setzte ein nerviges „Brummen“ ein. Dieses Geräusch wird ggf. von einem daneben-stehenden PC übertönt, da mein „besser-leise-PC“ allerdings unter dem Schreibtisch steht, geht so ein „Brummi“ auf dem Schreibtisch gar nicht. Also zurückgebracht - bessere Alternativen konnte man mir bei Atelco nicht anbieten.

Bei Conrad stieß ich dann bei meiner Recherche auf einen 22-Zöller von „Novita“ für 149,00 EURO. Der „Hörtest“ im Laden ergab selbst bei sehr dunklem Bildschirm keine wahrnehmbaren Geräusche und so sitze ich nun vor einem nicht „hörbaren“ NoName-Bildschirm . . .

Entgegen Deiner Einschätzung „you get what you pay for“ ist mein Eindruck inzwischen, dass man sich auf Aussagen und Versprechen von Verkäufern und vermeintlichen Testern häufig kaum bis gar nicht verlassen darf - wie in der Finanzwelt (sichere Anlage bei hohem Ertrag) scheinen die darauf getrimmt, den „Schrott“ anzupreisen und zu verhökern, bei dem der Reibach (Profit) am größten ist.

Hallo,

Bei Conrad stieß ich dann bei meiner Recherche auf einen
22-Zöller von „Novita“ für 149,00 EURO. Der „Hörtest“ im Laden
ergab selbst bei sehr dunklem Bildschirm keine wahrnehmbaren
Geräusche und so sitze ich nun vor einem nicht „hörbaren“
NoName-Bildschirm . . .

nagut, dann hast du eben mal einen Billigstmonitor erwischt, bei der der Akku nicht brummt. Dafür wird vielleicht nach einem Jahr die CCFL-Beleuchtung des Panels ausfallen und du kannst ihn deshalb wegschmeißen.

Entgegen Deiner Einschätzung „you get what you pay for“ ist
mein Eindruck inzwischen, dass man sich auf Aussagen und
Versprechen von Verkäufern und vermeintlichen Testern häufig
kaum bis gar nicht verlassen darf - wie in der Finanzwelt
(sichere Anlage bei hohem Ertrag) scheinen die darauf
getrimmt, den „Schrott“ anzupreisen und zu verhökern, bei dem
der Reibach (Profit) am größten ist.

Nein, das kann man so nicht sagen. Halbwegs brauchbare 22"-Monitore mit TN-Panel gehen bei 220 EUR los (das sind aber bei Weitem nicht alle in dem Preisbereich) und gute 22"-Monitore mit farbechten S-PVA-Panels bekommst du ab 350 EUR. Von Ersteren kannst du eine ordentliche Verarbeitung (z.B. eben keine brummenden Trafos), ordentliche Ausstattung mit Anschlüssen (DVI-D, HDMI, S-Video, USB-Hub) und einige Jahre Haltbarkeit erwarten. Von Zweiteren kannst du zusätzlich eine gute Bildqualität (hoher und helligkeitsunabhängig regelbarer Kontrast, guter Schwarzwert, korrekte Farbdarstellung, gleichmäßige Ausleuchtung und keine Farb- und Kontrastveränderungen bei seitlichem Blickwinkel) erwarten.
Von einem 169-EUR-Monitor bei 22" kannst du gar nix erwarten, wenn du Glück hast, hält dein neuer Billigstheimer eine Weile muckenfrei durch, wenn du Pech hast, hält er nicht. Ist Schicksal.

LG, Jesse

Hallo Jesse,

Dein Beitrag mag zutreffend sein - allein mir wurde der 22-Zoll Monitor von SAMSUNG seitens der (2) Verkäufer vorgeschlagen und empfohlen (deren bissig-ironische Kommentare über Medion verkneife ich mir). Ich hatte gar keine Angaben oder Einschränkungen beim Preis gemacht, sondern lediglich gesagt, dass der Monitor für Bürobedarf mit Grafkbearbeitung (also nicht Filme anschauen oder Games udgl.) gut sein soll . . .

Während also die beiden Geräte von Medion und Samsung, die ich beide zuhause angeschlossen hatte, VON ANFANG AN brummten, gewährst Du dem „Billgheimer“, dass er ggf. ein Jahr durchhält. Immerhin mehr als die anderen beiden offenbar zu leisten im Stande sind?!

Hallo,

Während also die beiden Geräte von Medion und Samsung, die ich
beide zuhause angeschlossen hatte, VON ANFANG AN brummten,
gewährst Du dem „Billgheimer“, dass er ggf. ein Jahr
durchhält. Immerhin mehr als die anderen beiden offenbar zu
leisten im Stande sind?!

das Problem der brummenden Trafos hast du bei billigen Monitoren häufig, ist halt eine Frage der Bauteilwahl und bei Billigbauteilen auch eine Frage des Glücks. Kann durchaus sein, dass innerhalb einer Serie nicht alle Monitore davon betroffen sind.
Letztlich ist ein brummender Trafo ja aber kein Defekt, sondern einfach billig gebaut. Funktionieren tut der Monitor ja trotzdem. Mich würds auch nerven, aber es gibt eine Menge anderer Probleme, die du bei Billigmonitoren kriegen oder haben kannst und niemand sagt dir, dass dein neues Gerät nicht irgendwelche anderen Macken durch zu niedrig dimensionierte Bauteile oder schlechte Verarbeitung hat oder bekommen wird.

Zum Zweiten: Samsung ist ein Hersteller, keine teure Monitormarke. Samsung baut durchaus gute Monitore aber andererseits müssen sie im unteren Preisbereich eben auch mit den Billigheimern konkurrieren. Und da sie auch nichts zu verschenen haben, als die billige Arbeitskraft asiatischer Lohnsklaven, liefern sie dort eben auch nicht die beste Qualität. Es gibt keinen Spielraum, der es einem erlaubt, für 160 EUR einen qualitativ hochwertigen 22"-Monitor zu bauen und Samsung hat auch keine Zauberer angestellt.
Kann aber durchaus sein, dass Samsung bei seinen Billigstmodellen lieber einen ausreichend dimensionierten, brummenden Trafo verbaut als einen zu niedrig dimensionierten, der nicht brummt aber nach einem Jahr die Hufe reißt. Man steckt ja nicht drin. Fakt ist, dass im Sub - 200 EUR - Segment mit Sicherheit größe Kompromisse eingegangen werden müssen, die auf Qualität und Lebensdauer schlagen. Bei Samsung hat man evtl. noch den Vorteil, dass die billigen Bauteile ordentlich verlötet sind im Gegensatz zu manchem chinesischen Hinterhofhersteller.
Also ich denke auch, dass die Bemerkung ‚what you pay is what you get‘ hier durchaus berechtigt ist.

LG Jesse

Hallo Jesse,

Also ich denke auch, dass die Bemerkung ‚what you pay is what
you get‘ hier durchaus berechtigt ist.

das sehe ich grundsätzlich auch so. Im vorliegenden Fall geht es allerdings nicht um ein Highend-Gerät für alle möglichen Anwendungen, Spiele udgl. oder um ein „Guck-Mal-was-ich-habe-Teil“, sondern schlicht und ergreifend um einen Arbeits-Büro-Monitor mit 22 Zoll Bildschirmdiagonale und eingebauten Lautsprechern, von denen ich natürlich kein berauschendes Klangerlebnis erwarte. Mir wurde nach dieser sinngemäßen Verkäuferansprache auch gar kein Gerät über 200 EURO gezeigt. Obendrein habe ich auf das jetzt erworbene 149-EURO-Noname-Gerät 3 Jahre Garantie . . .

Off Topic - nur meine Privatmeinung
Hi,

das sehe ich grundsätzlich auch so. Im vorliegenden Fall geht
es allerdings nicht um ein Highend-Gerät für alle möglichen
Anwendungen, Spiele udgl. oder um ein
„Guck-Mal-was-ich-habe-Teil“, sondern schlicht und ergreifend
um einen Arbeits-Büro-Monitor mit 22 Zoll Bildschirmdiagonale
und eingebauten Lautsprechern, von denen ich natürlich kein
berauschendes Klangerlebnis erwarte.

das ist für mich auch nicht der Punkt. Die Fragen, die solche Billiggeräte bei mir aufwerfen, betreffen die Bildqualität auf der einen Seite und die Verarbeitungsqualität auf der anderen Seite, nicht das Design oder die Qualität der eingebauten Lautsprecher (hochwertige Monitore verzichten per se auf so einen Schnickschnack). Ob du mit der Bildqualität zufrieden bist, musst du letztlich selbst beurteilen können, da sind selbst billige Monitore teilweise nicht so schlecht, wenn es nur um Büronutzung geht. Aber gespart wird eben auch an der Fertigungsqualität, es werden in Billiggeräten minderwertige, weniger temperaturbeständige und niedriger dimensionierte Bauteile eingesetzt, es wird schlechter gelötet und billiger Kunststoff eingesetzt, der nicht sehr stabil ist.

Mir wurde nach dieser
sinngemäßen Verkäuferansprache auch gar kein Gerät über 200
EURO gezeigt.

Das finde ich bedenklich.

Obendrein habe ich auf das jetzt erworbene
149-EURO-Noname-Gerät 3 Jahre Garantie . . .

Das ist auf der einen Seite sicher sehr beruhigend, auf der anderen Seite sind gesparte 100 EUR nicht die Nerven wert, die du unter Umständen trotz Garantie an solchen Geräten lässt.

Meine Phobie kommt ja nicht von Ungefähr, zum Verständnis eine kleine Story:

Ich hatte mal einen Billigmonitor (damals noch 19" Röhre) für 169 EUR von ProView/ Gericom im Plus gekauft, auch mit 3 Jahren Garantie und allem Pipapo. Der wurde innerhalb der 3 Jahre 5 mal (!) auf Garantie getauscht und ich habe 3 mal eine schlimmere, notdürftig reparierte Krücke als Austauschgerät erhalten, 1 mal war der Austauschmonitor gleich direkt defekt und beim 5ten Gerät, das vom Bild ganz in Ordnung war, brannte einen Monat nach Ende der Garantiezeit das Netzteil durch. Ich hatte 3 Jahre bei mäßiger Bildqualität nur Ärger und Stress und danach einen Totalausfall.
Ich habe mir daraufhin einen hochwertigen 19" Monitor mit flacher DTR-Bildröhre von Compaq gekauft, der hat mehr als das Doppelte gekostet, aber bis zur Ablösung durch meinen Flachbildschirm vor 2 Jahren tadellose Dienste geleistet und mich bei jedem Anschalten irgendwie froh gemacht. Beim TFT-Monitor habe ich dann gleich tiefer in die Tasche gegriffen und einen DELL Ultrasharp 2407WFP gekauft, der mich immer noch bei jeder Arbeitsstunde am PC irgendwie zufrieden macht, weil er sehr flexibel nutzbar ist und in allen Belangen (Bürokram, Fotobearbeitung, Video, Fernsehen, Spiele) ein perfektes Bild bringt.

Ähnliche Geschichten könnte ich auch von billigen Mainboards (ECS/ Elitegroup, dreimal getauscht, nie zufrieden), billigem Arbeitsspeicher (Elixier, nicht gelaufen) und billigen PC-Gehäuse-Netzteil-Kombinationen (Codegen, keine Leistung, durchgebrannt) erzählen. Ich musste meine Geiz-ist-nicht-geil-Lektionen (armer Student, kein Geld) wirklich auf allen Gebieten der PC-Technik schmerzhaft durchleben und habe dadurch vielleicht eine etwas überzogene Einstellung. Aber sie bestätigt sich leider immer wieder: wer billig kauft, hat wenig Spaß, kauft zweimal oder hat ‚garantierten‘ Ärger. Das ständige Gejammere über durchgebrannte LC Power - Netzteile, verbuggte ASRock-Boards, defekte ACER Aspire - Notebooks und ausgefallene Backlights in Billigmonitoren, was man hier im Forum so zu lesen bekommt, bestätigt mich täglich wieder. Zu Problemen mit Markengeräten wirst du hier kaum was finden, außer sie sind selbst verursacht oder die Hardware steinalt.

LG, Jesse