Hallo,
grundsätzlich solltest du Meditation unter Anleitung „testen“. Günstige Kurse als Einstiegshilfen bieten z.B. Volkshochschulen. Du solltest dir Zeit für das Erlernen nehmen, viel Zeit, und dich auf etwaige Rückschläge oder „das-liegt-mir-nicht“ einstellen. Aller Anfang ist schwer.
Du solltest beide Arten der Meditation „testen“ (außer du bist sicher, welcher Typ* du bist):
Statisch ruhende (im Sitzen oder Liegen) oder mit Bewegung verbundene Meditation.
*Typ: Entspannungstechniken/Meditation versuchen alle mehr oder weniger aus dem gleichen Grund. Bewusste Ruhephasen in das hektische Leben bringen, Schlafprobleme überwinden, Nervosität vor Ereignissen in den Griff bekommen, und etliches mehr. Ich bin eher der hibbelige Typ, könnte keine 3-4 Stunden am Bürostuhl oder in einer Besprechung sitzen bleiben, könnte nie an einer Kasse sitzen, lese im interessantesten Buch max. 30-45min (dann stehe ich auf, setzte mich in Bewegung und denke über das Gelesene nach oder auch nicht). Irgendwie immer in Bewegung…
Versucht habe ich in einer Phase zunehmender Belastung mit relativ heftigen gesundheitlichen Problemen zuerst Autogenes Training als Entspannungstechnik. War absolut nichts für mich. Dann Yoga, auch hier zu wenig Bewegung. Hängen geblieben bin ich bei Taijiquan (nein, nicht als Kampfsport, absolut nicht).
Gelernt habe ich „Körperbewusstsein, -gefühl und -empfinden“, richtig zu Atmen (es gibt unterschiedliche Techniken, je nach Meditationsmethode), größere Trittsicherheit (bin höhenängstlich, war wichtig für mich, Taijiquan ist darin unschlagbar m.E.), Selbstsicherheit und -vertrauen in vielen anderen Bereichen.
1 Jahr unter Anleitung erlernt, täglich zweimal 30-60min Zeit investiert, mehrere Jahre anschließend meine meditative Welt mit Taijiquan geübt. Heute genügen die ersten Anfangsbewegungen der Übung, um mich von 150% Anspannung auf ein normales Niveau innerhalb von wenigen Sekunden zu „beruhigen“.
Und ja, ich bin nach wie vor der hibbelige Typ wie früher, habe meine Extremphasen, meine kritischen Phasen. Aber ich kann mittlerweile damit umgehen, habe sie im Griff.
Ich wollte mal wissen, was ihr damit für
Ehrfahrungen gemacht habt?
Ich hoffe ein paar Anregungen sind für dich dabei gewesen. Und Nein, es muss nicht Taijiquan sein. Nur das richtige für die jeweilige Person. Ein wenig suchen und ausreichend Zeit nehmen.
Grüße
Tommy