Meditation

Hallo,

ich interessieren mich schon länger für die Meditation als Entspannungsmethode. Ich wollte mal wissen, was ihr damit für Ehrfahrungen gemacht habt?
Ich habe mir schon ein paar Informationen aus dem Internet geholt.
Aber ich wollt jetzt nochmal wissen, was genau zu beachten ist, bei der Meditation?
Kann man dabei auch Musik hören oder soll man sich ganz auf seinen Körper konzentrieren?
Welche Stellungen sind zu empfehlen?
Wie genau soll ich atmen? Ich habe gelesen, man atmet mit dem Unterbauch, aber das verstehe ich nicht ganz, wie ich das machen soll?

Danke und Liebe Grüße
Anna

Vielleicht hast Du Interesse an einem Yogakurs. Da lernt man das alles. Geduld braucht man, plötzlich klappt es aber dann. Ich habe es eigentlich schon in der Schwangerschaftsgymnastik gelernt. So hatte ich beim 2. Kind eine Bilderbuchgeburt. Um 23.30 zur Klinik gefahren, um 1.30 war das Kind da! Viele Jahre später ging ich ins Yoga. Zum Ende sind immer 15 Min. Entspannung, ich durfte die Augen möglichst nicht ständig zu lassen, sonst wäre ich eingeschlafen! Danach fühlte ich mich sehr wohl und leicht. Du solltest das nicht erzwingen und drauf warten, das geht dann mal von alleine, einfach die Übungen mitmachen. Ich kann heute noch mich hinlegen und nach 5-10 Min. bin ich so entspannt, dass ich nicht spüre, wie meine Arme und Beine liegen!

Kundalini Meditation
Hallo AnnaMausi!

ich interessieren mich schon länger für die Meditation als
Entspannungsmethode. Ich wollte mal wissen, was ihr damit für
Ehrfahrungen gemacht habt?

Ich mache mehr oder weniger regelmäßig eine Kundalini-Meditation von Osho (oder Baghwan, wenn dir der Name etwas sagt). Sie war meine erste Meditation und für mich genau der richtige Einstieg. Osho hat sie entwickelt für die westlich-zivilisierte Welt und bewusst mit Bewegung arrangiert.

Die Kundalini-Meditation besteht aus 4 Phasen und geht so (es gibt eine CD dazu, die den Ablauf unterstützt):
1.Phase: Zu den rhythmischen Klängen von Klanghölzern schüttelt man sich, einfach den ganzen Körper, alles wird geschüttelt. Kommt einem anfangs komisch vor, aber es führt dazu, dass man lockerer wird. Bei mir führt es dazu, dass ich dabei alles ‚hochschütteln‘ kann, was mich derzeit emotional bewegt.

2.Phase: Zu einer melodiösen Musik tanzt man die ganze Zeit (auch wieder eine Viertelstunde lang). Das macht einfach Spaß.

3.Phase: Zu langgezogenen, eher monotonen Klängen verharrt man, im Sitzen oder Stehen, und konzentriert sich auf seine Wahrnehmung. Ich habe an dieser Stelle immer Tai Chi-Übungen gemacht.

4.Phase: In dieser Phase gibt es keine Musik mehr, man legt sich hin, schließt die Augen und entspannt. Am Ende der Viertelstunde signalisieren Gongs das Ende dieser Phase.

Mir hat diese Meditation sehr geholfen.Sie führte dazu, dass ich innerlich ruhiger geworden bin, und vor allem genauer weiß, was mit mir los ist. Wenn ich schlecht drauf bin finde ich während der Meditation eigentlich immer heraus, was es ist. Ich kann dann quasi alles ‚hochschütteln‘. Hört sich vielleicht komisch an, aber ich hab das Gefühl, dass ich mich dadurch besser kennengelernt habe.

Ich kann dir diese Meditation nur empfehlen, und sei es nur als Einstieg in andere Meditationsformen. Zen-Meditation ist für mich z.B. gar nichts. Die entsprechende CD bekommt man bei Amazon.

LiebeGrüßeChrisTine

Ich habe mir schon ein paar Informationen aus dem Internet
geholt.
Aber ich wollt jetzt nochmal wissen, was genau zu beachten
ist, bei der Meditation?
Kann man dabei auch Musik hören oder soll man sich ganz auf
seinen Körper konzentrieren?
Welche Stellungen sind zu empfehlen?
Wie genau soll ich atmen? Ich habe gelesen, man atmet mit dem
Unterbauch, aber das verstehe ich nicht ganz, wie ich das
machen soll?

Danke und Liebe Grüße
Anna

Hallo,

grundsätzlich solltest du Meditation unter Anleitung „testen“. Günstige Kurse als Einstiegshilfen bieten z.B. Volkshochschulen. Du solltest dir Zeit für das Erlernen nehmen, viel Zeit, und dich auf etwaige Rückschläge oder „das-liegt-mir-nicht“ einstellen. Aller Anfang ist schwer.

Du solltest beide Arten der Meditation „testen“ (außer du bist sicher, welcher Typ* du bist):
Statisch ruhende (im Sitzen oder Liegen) oder mit Bewegung verbundene Meditation.

*Typ: Entspannungstechniken/Meditation versuchen alle mehr oder weniger aus dem gleichen Grund. Bewusste Ruhephasen in das hektische Leben bringen, Schlafprobleme überwinden, Nervosität vor Ereignissen in den Griff bekommen, und etliches mehr. Ich bin eher der hibbelige Typ, könnte keine 3-4 Stunden am Bürostuhl oder in einer Besprechung sitzen bleiben, könnte nie an einer Kasse sitzen, lese im interessantesten Buch max. 30-45min (dann stehe ich auf, setzte mich in Bewegung und denke über das Gelesene nach oder auch nicht). Irgendwie immer in Bewegung…

Versucht habe ich in einer Phase zunehmender Belastung mit relativ heftigen gesundheitlichen Problemen zuerst Autogenes Training als Entspannungstechnik. War absolut nichts für mich. Dann Yoga, auch hier zu wenig Bewegung. Hängen geblieben bin ich bei Taijiquan (nein, nicht als Kampfsport, absolut nicht).

Gelernt habe ich „Körperbewusstsein, -gefühl und -empfinden“, richtig zu Atmen (es gibt unterschiedliche Techniken, je nach Meditationsmethode), größere Trittsicherheit (bin höhenängstlich, war wichtig für mich, Taijiquan ist darin unschlagbar m.E.), Selbstsicherheit und -vertrauen in vielen anderen Bereichen.

1 Jahr unter Anleitung erlernt, täglich zweimal 30-60min Zeit investiert, mehrere Jahre anschließend meine meditative Welt mit Taijiquan geübt. Heute genügen die ersten Anfangsbewegungen der Übung, um mich von 150% Anspannung auf ein normales Niveau innerhalb von wenigen Sekunden zu „beruhigen“.

Und ja, ich bin nach wie vor der hibbelige Typ wie früher, habe meine Extremphasen, meine kritischen Phasen. Aber ich kann mittlerweile damit umgehen, habe sie im Griff.

Ich wollte mal wissen, was ihr damit für
Ehrfahrungen gemacht habt?

Ich hoffe ein paar Anregungen sind für dich dabei gewesen. Und Nein, es muss nicht Taijiquan sein. Nur das richtige für die jeweilige Person. Ein wenig suchen und ausreichend Zeit nehmen.

Grüße
Tommy

Hallo,

Bei mir führt es dazu, dass ich
dabei alles ‚hochschütteln‘ kann, was mich derzeit emotional
bewegt.

Das kann dann mitunter auch ziemlich heftig werden, was da hoch kommt, deshalb nicht für Jedermann in Eigenregie empfehlenswert!

Grüße,
jeanne

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Ich empfehle ja immer, das ganze Leben zur Meditation zu machen ohne viel aufgesetztes Brimborium, das mögen die Meditationsfreaks aber immer nicht hören…
Und- bewusst atmen ist immer gut und m.E. der Schlüssel zu einer guten „Meditation“.Sollte man aber sowieso so oft wie möglich tun.

Etwas ernsthafter:
Sich hinsetzen, an der Bushaltestelle stehen, im Bett liegen, kochen, lieben, spazieren gehen- es gibt viele Gelegenheiten, bewusst, entspannt,und möglichst tief in den Bauch (dabei aber die Brustatmung auch nicht vergessen) zu atmen.
Man könnte sogar langweiige Schulstunden dazu nutzen :smile: .

Wenn man sich dabei mal bemüht, sich und seinen Körper „von innen“ zu fühlen, und sonst nichts, inneren Raum schafft für Stille und Nichtsalsdas, dann hat man gute Chancen auch ohne kostspielige Seminare, Bücher und aufwendige Treffen mit Meditationsgruppen, komplizierte Anleitungen und Techniken in einen meditativen und höchst angenehmen Zustand zu kommen.
Meditation ist viel einfacher, als manche denken und das ist vielleicht das Schwierige…

Viel Spass!

Zahira

Hallo Annamausi!

Diese Frage lässt sich wirklich nicht sinnvoll beantworten, weil es sehr viele verschiedene Meditationsarten gibt. Dass es da die Unterscheidung in statische und dynamische gibt, hast Du hier schon gelesen, aber auch innerhalb dieser beiden Arten gibt es eine große Anzahl äußerst unterschiedlicher Methoden. Man könnte vielleicht noch andere Unterscheidungen vornehmen: fernöstliche und christliche, gegenständliche bzw. nichtgegenständliche usw.

Du solltest einmal bei Dir selbst klären, in welche Richtung Du Dir selbst so etwas vorstellen könntest oder in welchen Situationen Du Dich am ruhigsten, ausgeglichensten, glücklichsten, entspanntesten usw. fühlst und dann versuchen, einen Meditationskurs in diese Richtung zu finden.

Keinesfalls solltest Du eine Art Selbststudium unternehmen. Ohne Kurs bzw. persönliche Anleitung wird da nichts draus, bzw. Du könntest Dir sogar selbst schaden.

Ich persönlich habe ein wenig Erfahrung in

  • Yoga
  • Autogenes Training
  • Gehmeditation
  • Zen
  • Traumreisen
  • Selbsthypnose

Diese sagten bzw. sagen mir sehr zu.

  • Ignatianische Exerzizien
  • gegenständliche Meditation
  • Textmeditation

Diese drei schätze ich nicht ganz so sehr, aber ich bin froh, es ausprobiert zu haben.

Kurse findet man bei der Volkshochschule, in Yoga-Clubs, bei Psychologen, in christlichen Bildungshäusern.

Aufpassen musst Du nur, dass Du - bevor Du Dich irgendwo anmeldest - Dich ein wenig mit Google über angebotene Kurse informierst, denn die Gefahr ist sehr groß, dass man in die Fänge einer Sekte gerät, wie z.B. Scientology.

Ich hoffe, dass ich Dir einige Tipps geben konnte und wünsche Dir, dass Du das für Dich Richtige findest!

Liebe Grüße

Waldi