Hallo,
Sorry, aber so find ich den viel witziger.
Dann mach Dir doch auch die Mühe und erzähl ihn komplett. Wenn Du schon zu faul für einen PW bist.
Gruß
loderunner
PW (darfst Du auch gern auf Englisch witziger finden, wenn Du ihn entsprechend zitierst):
Typen im Kino
Der Laser-Yuppie
Er hat den Laserpointer seines Vaters gestohlen, um damit im Kino
wahnsinnig lustige kleine Lichtpunkte auf die Leinwand zu
projizieren. Schwer zu ermitteln, wenn jedoch gefunden, am
blaugehauenen Auge zu erkennen. Die etwas abgeschwächte Version
dieser supercoolen Typen hört mit den Lichtspielereien auf,
wenn der Film beginnt.
Der Applaus-o-mat
Meist geistig leicht zurückgeblieben. Applaudiert, pfeift und lacht
bei Knutschszenen, Massenmassakern, stimmungsvollen Kamerfahrten
durch Galaxien oder anderen unpassenden Gelegenheiten als einziger
im Saal.
Der Rezitator
Er hat den Film schon mindesten sechzehnmal gesehen und erklärt
lauthals, was als nächstes passiert, was als nächstes gesagt wird
oder wer als nächstes umgebracht / geheiratet / angeklagt oder zum
Leben erweckt wird oder wann eine gelungene Pointe kommen wird.
Der superschlaue Kenner
Hat den Film noch nicht gesehen, weiß alles schon vorher und muß
seine Mitmenschen UNBEDINGT an seiner Weisheit teilhaben lassen.
Egal, ob im „Rosenkrieg“ ein lautes „das ist der Hund“ bei der
Mahlzeit der Roses gerufen wird, oder ob ein völlig offensichtliches
„der wird gleich gerettet“ zum Nachbarn gebrüllt wird. Der Typ NERVT,
egal wie beeindruckend seine Vorhersage ist!
Der Grobmotoriker
Sitzt immer genau hintendran und rammt in regelmäßigen Abständen und
zunehmender Wucht seine Knie und/oder Füße an die Lehne des vor ihm
liegenden Sessels, so daß man fast aus dem Sitz geschleudert wird.
Wird nach Ermahnung meist nur noch schlimmer.
Der Wieso-das-jetzt?-Typ:
Scheint bei den Filmen grundsätzlich an was anderes zu denken und
kokettiert dann mit seiner Unwissenheit. Das führt dann dazu, daß er
_bestimmt_ nicht mitbekommen hat, dass der Typ, der jetzt in der
Blutlache liegt, kurz vorher vor aller (anderen) Augen unter
heftiger Teilnahme der Surround- und LFE-Kanäle erschossen wurde.
Ergebnis ist dann jedenfalls immer eine ausführliche Erklärung des
ihn begleitenden Freundes. Findet man auch häufig unter
Nicht-Trekkern, die überredet wurden, in FIRST CONTACT zu gehen, und
die keine drei Sekunden warten können, bis ihre Frage, was z.B. Warp,
Holodeck, Borg usw. ist, erklärt wird.
Das Talkshow-Pärchen
Wie der Name schon verrät, sind es zwei Personen, die sich während
des Films ausführlich und in intellektueller Tiefe über die soeben
gezeigten Szenen unterhalten. Alternativ unterhalten sie sich auch
über ein anderes Thema ihrer Wahl. Es ist egal, ob es sich dabei
um ein Liebespaar oder nur zwei „dicke Freunde“ handelt.
Der Steife aus der alten Schule
Lümmeln will gelernt sein. Witzigerweise ist Lümmeln im Kino sogar
eine Form der Höflichkeit. Nicht so bei manchem Zwei-Meter-Menschen.
Er setzt sich prinzipiell VOR einem und aufgrund seiner guten
Erziehung ist es ihm auch nicht gestattet, sich im Sessel zu lümmeln,
nein, er muß KERZENGRADE sitzen. Seltsamerweise schaffen es sogar
manche kleinwüchsigen Leute, so steif dazusitzen, daß sie einen Teil
der Leinwand verdecken.
Der Vorbeuger
Kommt selten vor, aber hin und wieder KOMMT er vor. Er beugt sich,
offenbar um die Leinwand besser sehen zu können, nach vorne, anstatt
sich im Sessel hinten anzulehnen. Derjenige, der hinter ihm sitzt,
hat dadurch IMMER die Silhouette eines Hinterkopfs im Bild.
Der (Vor-, Nach-)Pubertäre
Ein weites Feld und altersmäßig erstaunlich wenig eingeschränkt.
Umso weiblicher, umso schlimmer. Darunter fallen die Kicher-Kinder,
die bei Szenen mit nur dem geringsten sexuellen Inhalt sofort
anfangen zu grunzen und zu lachen. Dabei werden die verschiedenen
Protagonisten (zum Beispiel Darsteller, deren Nachname DiCaprio
lautet) noch lautstark in „süß“ und andere entscheidende Kategorien
eingeteilt. Das ist ein weites Feld, darunter fällt freilich auch
der Popcorn-Werfer, teilweise auch der Laser-Yuppie (siehe oben),
der Typ, der ständig aufs Klo rennt oder im zehnminütigen Takt für
Nahrungsaufnahme sorgen muß…
Die Fummel-Tussie
Kaum einfach mal zwanglos ins Kino eingeladen, einfach „just for
fun“, weil Kino zu zweit oft wegen nachfolgender Gespräche
interessanter ist, grabscht sie den harmlosen maskulinen Kinogänger
kurz nach Verdunkelung an, wirft sich ihm in den Arm (der dann sofort
mangels Blutzirkulation einschläft), zeigt nicht das geringste
Interesse für den Film, verlangt gleiches von dem Partner und
reagiert mit völligem Unverständnis, wenn der Ärmste hin und wieder
seine Aufmerksamkeit dem Film widmet.
Der Knoblauch-Typ
Er war mit seinen Kumpels zur Einstimmung auf den schönen Filmabend
vorher noch in einem Restaurant, das Knobi in die Speisen-tut. Da
hilft das größte Kino nichts. Netterweise bieten nun manche Kinos
(so auch das Nürnberger CINECITTA) als Kino-Knabberei nicht nur
ungefährliches Popcorn, sondern auch Mais-Chips mit einer
Knoblauchtunke an, die dann selbst einem Knoblauch-Fan wie mir den
Atem raubt.
Der Selbstspoiler-Maniker
Fragt unentwegt, warum was wie geschehen wird und wie es jetzt
weitergeht. „Kommt der jetzt?“, „Ist der tot?“, „Überlebt der?“…
Die niedrige Intelligenz dieser „Frager“ zeigt sich oft daran,
dass sie diese Fragen auch dann stellen, wenn man den Film selbst
noch gar nicht gesehen hat. Die Leute sind so versessen darauf, sich
selbst zu spoilen, daß sie dann auch mit absolutem Unverständnis
reagieren, wenn man diese Fragen grundsätzlich NIE beantwortet.