Medizin

Hallo
wie sind die Heilungschancen bei durch Schwangerschaft ausgelöstem Schwarzem Hautkrebs (Lymphknoten aus Leiste wurden entfernt),anzusiedeln? Welche Möglichkeiten der Therapie giebt es?
Warum ist gerade Diese Art von Tumoren so unheimlich komlex?
Danke!

Hallo,

wie sind die Heilungschancen bei durch Schwangerschaft
ausgelöstem Schwarzem Hautkrebs

durch die Schwangerschaft wurde das Melanom nicht ausgelöst, vielleicht ist es während der Schwangerschft aufgetreten. Hier sind Ursache und zufälliges, gleichzeitiges Auftreten zu unterscheiden.

Google mal Melanom und Schwangerschaft…

Gruß

Gerd

Hallo!

Wie die Heilungschancen beim malignen Melanom sind, das hängt sehr stark davon ab, ob bereits Metastasen entstanden sind.
Wenn ja, dann sind die Heilungschancen eher sehr schlecht, wenn nicht, dann sehr gut.
Zur Therapie:
Chirurgische Eingriffe sind abzuwägen.
Als Chemotherapeutikum kann Dacarbazin gegeben werden.
Auch Interferon-alpha wird mitunter eingesetzt.
Bei Hirnmetastasen setzen manche Ärzte off labal Temozolomid ein.

Warum ist gerade Diese Art von Tumoren so unheimlich komlex?

Das ist schwierig zu sagen. Eine Besonderheit von Melanomen ist ihre zelluläre Herkunft. Sie leiten sich von Melanocyten ab. Diese entstehen aus der Neuralleiste, einem Gewebetyp, dessen Zellen in der Embryonalentwicklung sehr aktiv im Körper umherwandern und in den ganzen Körper von der Rückengegend her einwachsen.
Einige Forscher vertreten die Ansicht, dass die Reaktivierung embryonaler genetischer Programme ein Kennzeichen von Melanomen ist und für die starke Metastasierungsneigung auch schon bei kleiner Tumormasse im Vergleich zu anderen Tumorentitäten verantwortlich ist.
Auch steht das Melanom in der Betrachtung von immunologischen Untersuchungen.
Das liegt vielleicht daran, dass die Melanozyten und Melanomzellen ganz besondere Oberflächenmoleküle tragen und möglicherweise häufiger vom eigenen Körperzellen als fremd erkannt werden als andere Tumore.
Da ist man sich jedoch nicht sicher.

Viele Grüße,
Stefan

Hallo Gerd,

durch die Schwangerschaft wurde das Melanom nicht ausgelöst,

Es gibt vieles, daß durch den veränderten körperlichen Status einer Schwangerschaft aktiviert wird und sich verändert, wobei von einer Disposition ausgegangen werden muß.

Tatsache ist, daß einige Melanome in zeitlichem Zusammenhang mit einer Schwangerschaft auftreten. Sonst würde sich die WHO nicht damit beschäftigen. Man hat den Zusammenhang noch nicht wissenschaftlich dokumentiert nachweisen können. Das heißt noch nicht schlüssig, daß es ihn nicht gibt.

Gruß Steffi

Link: Leitlinie zum Malignen Melanom
Hallo!

Klinische Informationen sind hier zu finden:
http://www.derma.de/leitlinien/leitlinien/malignes-m…

Wenn Untersuchungsergebnisse vorliegen, kann man das mit den Angaben auf dieser Seite abgleichen.
Dort steht einiges zu Befundbeurteilung, zur Prognose und Therapie.

Viele Grüße,
Stefan

Hallo Steffi,

Tatsache ist, daß einige Melanome in zeitlichem Zusammenhang
mit einer Schwangerschaft auftreten. Sonst würde sich die WHO
nicht damit beschäftigen. Man hat den Zusammenhang noch nicht
wissenschaftlich dokumentiert nachweisen können. Das heißt
noch nicht schlüssig, daß es ihn nicht gibt.

Da hab ich mich wohl ungeschickt ausgedrückt.

Natürlich ist unser Wissen immer begrenzt und ändert sich. Manche Dinge, wie z.B. physikalische Gesetze, sind ziemlich sicher.
In der Medizin gibt es nicht so viel, was ziemlich sicher ist.

Gemeint habe ich, was du dann geschrieben hast: Nach dem heutigen Stand des Wissens werden Melanome nicht von der Schwangerschaft ausgelöst, die Schwangerschaft konnte bisher weder als Ursache noch als Anlaß nachgewiesen werden.

Diskutiert wird, ob die Schwangerschaft möglicherweise der Anlass sein könnte, d.h. eine Veranlagung wird möglicherweise von den Hormonen losgetreten.

Im Moment jedoch kann man nur von Koinzidenz sprechen, jedenfalls soweit ich das weiß und ich bin bei diesem Thema eher gut informierter Laie als Experte.

Ich halte aber für wichtig, hier nicht zu schnell Wissen, das es erst in der Zukunft geben könnte, schon heute für wahr zu halten.

Das könnte sich, auf unterbewußten Schleichpfaden, auf die Mutter-Kind-Beziehung auswirken, nach dem Motto: erst durch das Kind wurde meine schwere Erkrankung verursacht. Da plädiere ich, bei dem Wissen zu bleiben, das wir haben.

Gruß Gerd