Medizin Einnahme bei einer 2-jährigen - AAARGH!

Hi,

kurze und knappe Frage: hat irgendjemand einen Tipp, wie man trotz Abwehrhaltung
eines 2-jährigen Kleinkindes gegenüber der Medizineinnahme eine ordnungsgemäße
Dosierung erreichen kann ? Hintergrund im Telegrammstil: unsere Leonie hat
Scharlach, Mittel der Wahl ist Penicillin in Saftform. Anwendung unmittelbaren
Zwanges bei Medikation nötig. Großes Geschrei, Ausspucken, teilw. Erbrechen.
Sorge der Eltern, dass keine ausreichende Medikation erfolgt. Besteht
Aspirationsgefahr bei der Einnahme ? Vermengung mit anderen Lebensmitteln /
Säften erfolglos. Applikation mittels Löffel und Plastikspritze erfolglos. WAS
KÖNNEN WIR TUN ? Mir graut schon vor der nächsten Aktion heut abend :frowning:

Dankbar für jeden Tipp

grüsst Peter

Hallo Peter,

erinnere mich gut an diese Dramen :frowning:

Vielleicht hilft ja dieser Tipp: Stück Zucker und das Zeugs raufgeträufelt (möglichst, dass das Kind nichts davon mitbekommt).

Alles Gute
Jana

Hi,

echte Penicillinallergien sind zwar selten aber sie gibt es. Sofortiges bzw. baldiges Erbrechen nach der Einnahme gehört zu den Symptomen…das nur vorweg.

Ein Getränk direkt im Anschluss geben…von mir aus auch ein Schluck Cola :wink: (Bestechung zieht in diesem Alter oft)

Wenn der Saft nicht schmeckt, der Kleinen die Nase zuhalten, das schwächt den Geschmack etwas ab. (Wenn man so richtig Schnupfen hat, schmeckt man ja auch fast nix). Also Nase zuhalten, Mund auf, Zeug rein, schlucken lassen, Cola (oder was auch immer) hinterherkippen(trinken lassen :wink: )…gut is.

Ansonsten den Arzt bitten ein anderes Präparat mit gleichem Wirkstoff, aber anderem Geschmack aufzuschreiben.

Gruß
Maja

Völlig anderer Ansatz
Hi!

Gibt es das Zeug nicht als Zäpfchen?

LG
Guido

Hi Peter!

Ich schließe mich meine zwei weibliche Vorrednerinnen.

Ich würde ihn das Medikament in etwas geben, was er kennt und ihm total gut schmeckt. Oder aber ohne ihn das zu sagen, das Medikament irgendwo verstecken, wo er das nicht sieht (zB in die Apfelschorle oder in die Milch) Er muß ja nicht wissen, daß er tatsächlich sein gehaßter Saft nimmt! (Rückblende: Eine Freundin von mir aus Barcelona hasste Milch wie die Pest. Sie konnte sie nicht einmal riechen! Und als ich mal bei ihr übernachtete, sah ich, daß ihre Mutter tatsächlich täglich einen vollen Gals gab. Es war ca 30 Min. vor dem Aufstehen und sie nahm es im Schlaf. Im Wachen zustand habe ich sie danach gefragt, ob es ihr bewußt ist, daß sie doch Milch trinkt und sie hat das vehement widersprochen!) *hihihihi*

Ansonsten wurde ich tatsächlich auch mit einem Schluck Cola „verführen“.

Das ist nur meine Meinung. Anders fällt mir auch nicht ein.

Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena

Hi,
…als Zäpfchen, nur als Injektionslösung und diverse Sorten zum Inhalieren.

Gruß
Maja

Mit dem Arzt telefonieren! o.w.T.

…das haben wir natürlich schon gemacht. Einzige Alternative: stationärer Aufenthalt im Krankenhaus mit i.v. - Gabe des Antibiotikums - das erscheint uns dann doch etwas „oversized“, zumindest solange es der Kleinen nicht erheblich schlechter geht.

Tut mir leid
Ich hatte gehofft, daß womöglich die sog. Humpel-Spritze genügen würde. Das wäre ein einziges mal wehtun, und dann ist aber gut.

kreative Ideen
Hallo,

*kreative Ideen ein*
Wenn dein Kind schon sehr viel versteht, dann mach einen Schüttelwettbewerb. Nach etwas schrecklich schmeckendem schüttelt man sich oft. Such dir auch eine „Medizin“ und schüttelt euch im die Wette :smile:
Nur so eine Idee…

Erklären & Vernunft fällt weg, da das Kind dafür noch zu jung ist.

Das Untermogeln im Essen wurde schon beschieben. Wie wäre es mit Ketchup?

Ansonsten kannst du auch zaubern lassen. Das Kind soll dann das Medikament wegzaubern, während du die Augen zumachst. Du murmelst dann einen Zauberspruch und mit etwas Glück ist das Medikament verschwunden.

Bei einer etwas größeren Menge hilft vielleicht das Aufsaugen mit einem Strohhalm.

*kreative Ideen aus*

Gruß
Tato

Hallo Peter,
warum gebt ihr ihr denn überhaupt Penicillin? Gut, sie wäre so etwas länger krank und ansteckend, aber hat auch kein Penicillin im Körper. Da du sowieso mit mehrmaliger Ansteckung rechnen kannst, habe ich auf die Gabe von Penicillin verzichtet. Nach meinen Erfahrungen( habe mal AH bei einem Kinderarzt gelernt) waren die Kinder, die Scharlach ohne Penicillin überstanden haben, „imuner“ gegen Scharlach, als die die Penicillin verabreicht bekommen haben. Frag mal deinen Kinderarzt danach.
Gute Besserung und lasst euch nicht anstecken( ich war letztes Jahr auch dran)
manu

hallo peter,

so hab ich es gelöst :smile:

man nehme:
ein kleines aber besonders schönes glas (likörglas etc.) und fülle es halb mit pfirsichsaft (dem dickflüssigen). dann das antibiotikum dazu, umrühren, dicken strohhalm abschneiden und los gehts!

meine beiden haben es nicht unbedingt geliebt, aber schließlich war das medikament, wo ich es haben wollte…

ich kann es übrigens nachempfinden: diese „säfte“ schmecken schlicht zum k***
was habt ihr denn für einen? lecker himbeer??

viel erfolg!
igorella