Medizin gegen Hypertonie

Verzeihung bitte, wenn ich nochmal frage.

Zwei mir nahestehende Personen erhalten Betablocker (100 mg Metohexal und ACE 10 mg Ramipril) täglich.
Bei A hat sich der Blutdruck innerhalb etlicher Monate langsam und stetig halbiert auf etwa 110/70. A leidet darunter, weniger Stunden pro Tag gesund und kräftig zu sein als vor der Behandlung.
Bei B hat ebendiese Medikamentierung lediglich ein um ein, zwei Stunden täglich erhöhtes Schlafbedürfnis gebracht, der Blutdruck ist kaum auf 200/150 gedrückt worden, ansonsten ist die Vitalität erhalten geblieben.

Ich bitte um unverbindliche Kommentare.

Gruß

Marzeppa

A nimmt die Tabletten und wird seine Rente miterleben, B sieht gar nicht ein, warum er das Zeug nehmen soll und wird selig mit Erreichen des Rentenalters entschlafen. Wer hats richitg gemacht?
Ein alter Medizinerkalauer geht ungefähr in die Richtung. Nämlich dass die mit niedrigem Druck 100 Jahre werden, aber immer jammern, die mit hohem Druck umgekehrt. Kann man besser fromulieren, aber der Sinn wird klar, denke ich.

pp

Nein, wie gesagt, beide fressen brav ihre Tabletten.
Nur, ich sagte es bereits, A zeigt Wirkung und Nebenwirkung (und jammert über die Nebenwirkung), B zeigt hingegen nur (geringere) Nebenwirkung allein, der, wie gesagt, weitgehend identischen Medikamentation; die Hauptwirkung, also Blutdrucksenkung, und damit Senkung des Infarktrisikos bleibt, wie gesagt, bei B aus.
Da mag für A gelten, „wer lange krank ist, lebt lange“, aber für B (noch keine 50) ist das Geschehen, wie ich bereits erwähnte, beängstigend.

Gruß

Marzeppa

Hi,

med. diagnosen lassen sich selten mit der gleichen Medikation und derselben Grunderkrankung alleine beschrieben. Altersunterscheide, Gewicht, anderes Geschlecht, Raucher?, sonstige sportliche Betätigung, compliance und vieles andere mehr spielen da auch eine Rolle und können zu völlig anderen Behandlungserfolgen führen.

Nur, ich sagte es bereits, A zeigt Wirkung und Nebenwirkung
(und jammert über die Nebenwirkung), B zeigt hingegen nur
(geringere) Nebenwirkung allein, der, wie gesagt, weitgehend
identischen Medikamentation; die Hauptwirkung, also
Blutdrucksenkung, und damit Senkung des Infarktrisikos bleibt,
wie gesagt, bei B aus.

die „Schlappheit“ ist eigentlich keine Nebenwirkunf, sondern eigentlich die Wirkung. Das Herz schlägt ja nicht langsamer bzw. weniger kräftig, weil es ein Einsehen hat, sondern weil die Beta-blocker die Stimulation des Herzens teilweise blockieren. Das hat natürlich auch die Folge, dass bei Anstrengung das Herz ebenso ausgebremst wird und man sich „unfitter“ fühlt als vorher. Das ist etwas, an das sich der Körper auch erst gewöhnen muss.

Grüße,
JPL

Zwei mir nahestehende Personen erhalten Betablocker (100 mg
Metohexal und ACE 10 mg Ramipril) täglich.
Bei A hat sich der Blutdruck innerhalb etlicher Monate langsam
und stetig halbiert auf etwa 110/70. A leidet darunter,
weniger Stunden pro Tag gesund und kräftig zu sein als vor der
Behandlung.

So ist das bei der Behandlung des Bluthochdrucks. Der hypertone Mensch ist ein Stehauf-Männchen, immer unter Vollgas, voll aktiv und geladen. Das er dabei mit einem Blutdruck von 220/140 „am Anschlag“ lebt, war ihm wohl nicht bewusst. Dass er sich nun mit einem gesunden Blutdruck subjektiv „ungesunder“ fühlt, verwunder nicht.

Ging mir genauso. Ich bin von 190/100 auf 120/70 runter (Lisinopril) und muss sagen, die ersten Monate war ich doch ziemlich schlapp. Vor allem beim Bücken und schnellen Aufstehen danach habe ich vorher nie Probleme gehabt, nun merke ich doch ab und zu mal, dass mir kurz schwummerig wird.
Was ist ihm lieber? Mit Vollgas gegen die Wand (in Form eines Herzinfakrtes, Schlaganfalls, Aortenaneurhysmas,…), oder mit Tempo 60 über Fleld und Flur?

Bei B hat ebendiese Medikamentierung lediglich ein um ein,
zwei Stunden täglich erhöhtes Schlafbedürfnis gebracht, der
Blutdruck ist kaum auf 200/150 gedrückt worden, ansonsten ist
die Vitalität erhalten geblieben.

Dann wirken diese Medikamente bei ihm nicht oder nicht richtig - keine Ahnung, warum. Mit einem so hohen Blutdruck MUSS er aber behandelt werden, wenn er alt werden will.

Verzeihung bitte, wenn ich nochmal frage.

Gewährt! :smile:)

Zwei mir nahestehende Personen erhalten Betablocker (100 mg
Metohexal und ACE 10 mg Ramipril) täglich.
Bei A hat sich der Blutdruck innerhalb etlicher Monate langsam
und stetig halbiert auf etwa 110/70. A leidet darunter,
weniger Stunden pro Tag gesund und kräftig zu sein als vor der
Behandlung.
Bei B hat ebendiese Medikamentierung lediglich ein um ein,
zwei Stunden täglich erhöhtes Schlafbedürfnis gebracht, der
Blutdruck ist kaum auf 200/150 gedrückt worden, ansonsten ist
die Vitalität erhalten geblieben.

Nun, bei B reicht die Mekation nicht aus. Allein 100mg Metoprolol ist eine recht harmlose Dosis.

Der Doktor wird sich bemühen müssen, eine Kombination von Medikamenten zu finden, damit der Blutdruck gesenkt wird. Da gibt es noch gewaltige Mögllichkeiten!

Gewaltige Möglichkeiten
Echt?

Da freue ich mich.

Marzeppa

Hallo,
wenn B dann niedrigen Blutdruck durch die Medikamente hat, dann ist er auch so schlapp wie A ?
Gruss Helmut

wenn B dann niedrigen Blutdruck durch die Medikamente hat,
dann ist er auch so schlapp wie A ?

Ja, sehr wahrscheinlich. Irgend jemand in diesem Thread hat es, glaube ich erklärt.
Ich formuliere es mal nach meiner Weise:

Der Körper ist zunächst an den normalen Blutdruck nicht gewöhnt und es entstehen dann die „Nebenwirkungen“.

Das kann so 2 bis 3 Wochen dauern. Hilft nichts, da muß man durch.