Hi!
Bei meiner guten Freundin wurde Anfang Januar 2012 eine Schleimbeutelentzündung im Schulterbereich/
Oberarm diagnostiziert.(Röngenbild).Die Schmerzen sind seit November 11 da und immer noch nicht besser geworden.
Rückblick:
- Besuch des Chirurgen am Anfang Januar 2012: nur mit Röngenbild und Diagnose Schleimbeutelentzündung. Kühlen der betreffenden Stelle; Krankengymnastik und Kühlen(6 Sitzungen)und Tabletten Iboprophen 25 Tage 2 Stück.
Die Behandlung wurde mit 6 Sitzung durchgeführt durch KG mit je 20 Minuten inkl. Kühlung. Beendigung der Krankengymnastik.
Gang zur Kontrolle /Chirurg selber Arzt. Freundin hatte weiter Schmerzen. Arzt meinte: Die Hand auf die Schulter legen,das konnte Sie. Arzt meinte, alles ist in Ordnung und er ging.
2 Monate später besuch bei Orthopäde,der sich Zeit nahm, empfal MRT.Das MRT wurde durchgeführt.
2.Arztmeinung/Orthopäde:
Ihr wurde empfohlen Iboprophen in einer Dosis von 3 Tabletten täglich für 6 Tage zu nehmen.Keine Krankengymnastik mit Verweis auf Kontraproduktivität. Dann sollte geschaut werden ob Besserung eintritt, ansonsten Entfernung des Schleimbeutels.
Welche Reihenfolge gilt bei einer Behandlung einer Schleimbeutelentzündung. Gibt es einen Fahrplan?
Danke!
Hallo,
nun das SChultergelenk ist recht kompliziert das es einen „Fahrplan“ gebe wüßte ich nicht.
Es gibt wie schon bei den beiden Besuchen gemerkt recht unterschiedliche Meineungen wie man so etwas Therapieren kann.
Vom Grund her sind beide Vorgehensweisen in Ordnung.
Die wobei ich schon (ohne nähere Details zu kennen) dem 2. ORthompäden recht geben würde, wenn sich keine Besserung einsteltt den Schleimbeutel zu entfernen.
ICh würde da einfach mal das Internet befragen nach Chirugen /Orthopäden die sich mit Schulter gut auskennen und den ggf dann für eine Therapie wählen.
herzliche Grüße und gute Besserung an die Freundin
Hey,
einen definitiven Fahrplan für die Bahndlung einer Bursitis gibt es nicht, aber jeder versucht erstmal sie konservativ (also mit Schmerztabletten und Ruhigstellung) zu behandeln. Kühlen ist auch durchaus keine schlechte Maßnahme, obwohl die heutige Lehrmeinung sagt, dass man probieren sollte, was dem Patienten hilft - Wärme oder Kälte.
Ein bisschen schleierhaft ist mir allerdings, wie man eine Schleimbeutelentzündung mit einem Röntgen feststellen kann, da dieses nur Knochen darstellt - ein MRT ist da schon um einiges sinnvoller. Wahrscheinlich hätte ich sogar erstmal versucht im Ultraschall was zu sehen…
Sollte die konservative Behandlung allerdings nicht anschlagen ist eine Operation durchaus gerechtfertigt, denn schließlich und endlich sollen die Schulterbeschwerden ja auch wieder verschwinden.
Ich hoffe ich konnte helfen!
Hallo.
Ich bin leider kein Experte für Schleimbeutelentzündungen, also weder Chirurg noch Orthopäde. In der Regel entstehen diese Entzündungen jedoch durch mechanische Überlastung, deshalb erscheint mir der Rat des Orthopäden (Ruhighalten) als der Bessere. Bei ausbleibender Besserung ggf. Operation, es sollten aber noch andere (teils seltene) Ursachen wie Gicht abgeklärt werden.
Grüße, und gute Besserung.
Hallo,
ich habe einige Jahre in einer orthopädischen Privatklinik gearbeitet in der zwei sehr gute Schulterspezialisten tätig waren. Aus dieser Erfahrung heraus kann ich Dir antworten:
Eine Bursitis kann man nur SICHER mit MRT diagnostizieren.
Alles andere sind Vermutungen.
Wenn jemand eine Bursitis hat, dann gibt es immer eine Ursache dafür: entweder eine Fehlbelastung oder Fehlstellung.
Wenn diese Ursachen auf irgendwelche „neuen“ Umstände zurückzuführen sind (besonders Schulter belastende Tätigkeit/Sport), dann ist ein Entzündungshemmer für 5 bis 10 Tage am Stück (wenn das vertragen wird, ist da allerdings Diclofenac oder Aceclofenac viel besser geeignet als Ibuprofen!) ZUSAMMEN mit angepasster Krankengymnastik von einem Physiotherapeuten, der AHNUNG von SCHULTERN hat auf jeden Fall das erste, was man macht.
Wenn aber der Bursitis ein KNÖCHERNES Problem zugrunde liegt (z. B. Acromion Typ II-III, Impingementsyndrom, AC-Gelenksarthrose - alles gut im Röntgenbild zu sehen), also eher chronisch ist, dann sollte man das operativ bearbeiten, denn sonst kommt die Bursitis immer wieder und führt möglicherweise dann noch zu anderen Problemen. Hierbei wird dann auch der Schleimbeutel entfernt. Dieser bildet sich aber in den Wochen nach OP wieder neu - weswegen eine reine Bursektomie ohne Behandlung der Ursachen nichts bringt. Denn auch der nachgewachsene Schleimbeutel wird sich dann wieder entzünden.
Ich hoffe, ich konnte helfen,
herzliche Grüße von
Henrika Vogt
Entschuldigung - nochmal ich:
Wenn ein Patient immer wieder eine Schleimbeutelentzündung hat und sich diese mit Tabletten nicht ausreichend behandeln lässt und eine OP nicht oder noch nicht angezeigt ist, dann wurde bei uns auch Cortison in das Schultergelenk injiziert (subacromial). Allerdings nur ein- höchstens zweimalig!! (im Abstand von vier bis sechs Wochen). Zwei Tage nach einer solchen Injektion waren die meisten Patienten beschwerdefrei! Bitte eine solche Injektion ausschließlich durch einen erfahrenen Orthopäden unter sterilen Bedingungen durchführen lassen (Haube, Mundschutz, ausreichende Desinfektion der Haut)!
Allerdings kommen der Schmerz und die Entzündung wieder, wenn man die Ursache nicht behebt! (siehe unten)
Cortison ist Segen und Fluch zugleich. In vielen Fällen eine super Therapie, aber in vielen anderen Fällen auch nicht ratsam.
Henrika Vogt
Lieber Maintower72,
es gibt keinen sogenannten Fahrplan, wonach man behandelt.
Bei einer Schleimbeutelentzündung kann die Physiotherapie auch nicht viel leisten,
denn es ist wichtig, dass die Entzündung aus dem Körper geht und das wäre ne Möglichkeit über pflanzliche Mittel, wie z.B. Phlogenzym oder Wobenzym, das sind hochdosierte Enzyme, hab ich schon einigen Patienten bei aller Art von Entzündungen empfohlen,
ist nicht so ganz billig, vielleicht besser online bestellen.
Hoffe,ich konnte weiterhelfen.
Viele Grüße
Ronja