Medizinischer Beruf mit Behinderung?

Hallo zusammen,

ich interessiere mich sehr für den Berufsbereich „Medizin“.
Find den Beruf echt toll. Man kann anderen Menschen helfen und ist somit für die Gesellschaft unverzichtbar. Sicherlich machen viele den Beruf, weil es ein schönes Gefühl ist, anderen helfen zu können. Macht einen bestimmt sehr glücklich.

Habe mal hier erwähnt, dass ich eine Hüftdysplasie habe. Dazu kommt noch eine hochgradige Sehbehinderung (eigentlich mehr blind). Also wegen meiner Hüftdysplasie fällt ja schon der typische Blindenberuf „Physiotherapeut“ weg.
Na ja von Rettungssanitäter ganz zu schweigen.

Gibt es irgendwie eine Möglichkeit mit meinen Defiziten in irgendeiner Form in einem Krankenhaus oder Ähnlichem zu arbeit?

Bin für gute Tipps dankbar!

Liebe Grüße

Mörchen

Hallo Mörchen,

ich habe irgendwann mal einen Artikel über eine spezielle Ausbildung für Blinde bei der Brustkrebsfrüherkennung gelesen. Weiss nur leider weder wann, noch wo, aber vielleicht hilfts beim Googeln.

Gruss
shauri

Hi,

falls du deine Illusionen behalten möchtest, hör an dieser Stelle bitte auf zu lesen.

Deine Begeisterung in allen Ehren, aber ich glaube, du hast nicht die geringste Ahnung, was es bedeutet, in einem medizinischen Bereich zu arbeiten.
Deine Schilderungen erinnern mich mehr an Krankenhausserien als an den Alltag auf Station.

Jeder ist ersetzbar, zu jeder Zeit.
Menschen helfen… Viele haben den Beruf mal gewählt, um genau dies zu tun. Frag mal, wieviel davon nach ein paar Jahren noch übrig geblieben ist. Man muss sich mit dem maroden Gesundheitssystem rumschlagen, Berge von Papierkram erledigen (nicht selten genauso lange, wie man sich dem Patienten widmet) und sich ständig von irgendwem blöd anblaffen lassen.
Die wenigsten Patienten danken einem die Mühe hinreichend, ganz zu schweigen davon, dass man vielen gar nicht erst helfen kann.

Ich empfehle den Besuch beim Berufsberater und dass du dich eingehend informierst, bevor du irgendwas anfängst; ideal wäre ein Praktikum, aber ich weiß nicht, wie belastbar du bist.

Grüße
Liete

Nein, ich unterhalte mich viel mit guten Verwandten und Freunden, die als Altenpfleger und Physiotherapeut arbeiten. Die gehen in dem Beruf richtig auf. Besonders alte Leute sind für ein bisschen Aufmerksamkeit und Fürsorge sehr dankbar. Auch die Teamarbeit, find ich richtig gut. Ich weiß, dass ich keine Patienten behandeln kann. Aber ich denke in die Richtung Empfang oder Notrufzentrale, wo medizinische Kenntnisse notwendig sind. Bin ja total fitt im Kopf. Möchte halt nicht nur auf Hilfe angewiesen sein, sondern auch helfen.

Grüße Mörchen

Hi,

wie gesagt: Ich denke, ein Berufsberater dürfte dir gut weiterhelfen können, da der einen Überblick über eine Fülle von Berufen im medizinischen Sektor hat.
Falls du mit der Notrufzentrale die Leistelle meinst, fällt das eher ins Wasser, wenn du dir den geläufigen beruflichen Werdegang anschaust: http://www.recht-im-rettungsdienst.de/de/vor_dem_ein…

Viel Erfolg bei der Suche.

Gruß
Liete

Hallo,

ich interessiere mich sehr für den Berufsbereich „Medizin“.

Das ist doch schön…

Find den Beruf echt toll.

Ähhh, ok…

Man kann anderen Menschen helfen

Leider so nicht richtig…!

und ist somit für die Gesellschaft unverzichtbar.

Das ist ein Müllmann auch!

Sicherlich
machen viele den Beruf, weil es ein schönes Gefühl ist,
anderen helfen zu können. Macht einen bestimmt sehr glücklich.

Eigentlich kenne ich nach 20 Jahre Pflege- und Medizinberuf keinen Einzigen bei dem das stimmt!

Ich gebe Liete absolut recht - Du hast leider falsche Vorstellungen.

Der Beruf kann überaus erfüllend sein - er ist aber auch extrem belastend. Es ist lange nicht immer nur Sonnenschein.

Vielen kann man eben nicht helfen. Manche Patienten sterben dir regelrecht unter den Händen weg. Auf manchmal sehr elende Weise…

Eine Menge Schicksale erlebt man - aber eben leider genausoviel schlimme wie gute.

Viele beginnen eine Pflegerische/medizinische Arbeit mit genau den Absichten die du hier angibst - und müssen allzuschnell erkennen wie falsch sie liegen.

Habe mal hier erwähnt, dass ich eine Hüftdysplasie habe. Dazu
kommt noch eine hochgradige Sehbehinderung (eigentlich mehr
blind). Also wegen meiner Hüftdysplasie fällt ja schon der
typische Blindenberuf „Physiotherapeut“ weg.
Na ja von Rettungssanitäter ganz zu schweigen.

Der Unterschied zwischen Rettungssanitäter und Physiotherapeut ist enorm , auch das zeigt mir wie wenig informiert du bist.

Gibt es irgendwie eine Möglichkeit mit meinen Defiziten in
irgendeiner Form in einem Krankenhaus oder Ähnlichem zu
arbeit?

Zuerst Mal empfehle ich dringend ein Praktikum!!!

Und dann:

Ja klar! Du möchtest etwas überwiegend positives und „helfendes“?

Dann orientiere dich in die therapeutische Richtung.

Wie wäre es zum Beispiel mit : Altentherapeut oder Logopäde? Oder Kunsttherapie ? Oder Atemtherapeutin?

Ein Besuch beim Berufsberater ist absolut zu empfehlen…

Bin für gute Tipps dankbar!

Das ist schön.
Ich kann dich durchaus verstehen.
Auch nach 20 Jahren im medizinischen Bereich würde ich mich immer wieder dafür entscheiden. Auch wenns schwer ist…

Beruf kommt von Berufung… ;o)

Es grüßt
Yvisa

Nein, ich unterhalte mich viel mit guten Verwandten und
Freunden, die als Altenpfleger und Physiotherapeut arbeiten.

Na das ist doch toll…

Die gehen in dem Beruf richtig auf. Besonders alte Leute sind
für ein bisschen Aufmerksamkeit und Fürsorge sehr dankbar.

Ja? Auch die, welche ihren Stuhlgang nicht mehr halten können? Verwirrt sind und das ganze Zimmer vollkoten. Ständig flüchten und aggressiv werden? Meinst du die alten Leute, welche ständig nach ihrer Familie rufen, ins Bett fixiert sind und die zwicken und kratzen? Die alten Menschen die den ganzen Tag traurig sind, weil sie merklich abbauen und das mit bekommen?
Die liebe Oma, welche total glücklich und dankbar ist, wenn du ihr am Abend die Füße mit Lavendelöl einmassierst und dich freundliche anlächelt, wenn du sie zudeckst und „gute Nacht“ wünschst, stirbt leider meist sehr schnell.
Dafür hat du Frau Müller, direkt ein Zimmer weiter, die die ganze Nacht röchelt und nach ihrem Sohn schreit, der aber nicht kommen will.

Auch die Teamarbeit, find ich richtig gut.

Mit dem unqualifizierten 1 Euro Jobern, wo du noch ständig gucken musst ob alles passt? Du bist umgeben von Praktikanten, Langzeitarbeitslosen und leider viel zu wenig ausgebildetem Personal.

Ich weiß, dass ich
keine Patienten behandeln kann. Aber ich denke in die Richtung
Empfang oder Notrufzentrale, wo medizinische Kenntnisse
notwendig sind.

Was hilft es medizinisch Ausgebildet zu sein, wenn du im KH am Empfang sitzt? Du darfst nie!!! Diagnosen stellen oder so. Lediglich immer total Freundlich kannst du sein…

Bin ja total fitt im Kopf. Möchte halt nicht
nur auf Hilfe angewiesen sein, sondern auch helfen.

Also mir hilft mein Postbote immer sehr. Ganz im ernst. Er bringt die Post direkt an die Haustüre und ich muss nicht schwanger in den Regen oder die vielen Treppen rauf und runter.

Ich komme aus der Pflege und ich mag meinen Beruf. Aber ich würde es nie wieder machen. Und so wunderbar wie im Tv dargestellt ist es schon seit langem nicht mehr!!

Vielleicht kannst du aber in die Zentrale gehen. Bei uns gibt es z.B,. eine Sprechanlage. Wenn der Pat. was braucht geht das in die Zentrale und die Frau da erzählt mir im Dienstzimmer gleich was der Pat. will. Oder du versucht irgendwie in ein Blindenzentrum zu kommen. Blindentrainer oder so. Umgang im Alltag mit einer Sehbehinderung…da kannst du den Leuten echt enorm helfen.

Gruß

Grüße Mörchen

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