Die Spritze… mir ist es ein Greuel. Ich pflege einen gediegenen Hass auf diese widerlichen Dinger. Das ist aber nichts Anderes als meine persönliche Empfindlichkeit und deswegen auch nicht weiter wichtig. Das Verabreichen dieser sadistischen Dosis übernehmen halt die Leute, denen es nichts ausmacht, spitzen Stahl in lebendes Fleich zu bohren und den Schmerz im Gesicht des Patienten als geringfügigen und schnell vergänglichen Schaden am Rande schulterzuckend abzutun.
Aber so ganz ohne Gefühl geht es anfangs wohl bei keinem ab. Ob Arzt, ob Krankenschwester, ob Sanitäter… jeder von denen hat irgendwann seine erste Spritze verabreicht. Und da interessieren mich ein paar Dinge, die ich gerne von Euch - also von den anwesenden, berufsmäßigen „Injektionsteufeln“
- beantwortet haben möchte.
Euren Job habt Ihr mal gelernt. Und mit der Ausbildung kamen auch die Theorie und die Paxis der Spritze:
- Wurde vor der ersten Spritze an toten Objekten geübt? Irgendwelche Kissen, Ballen, Puppen… wasweißich?
- Wurdet Ihr selbst gestochen, um in Euch das Gefühl des Patienten zu verinnerlichen, dessen Spritze künftig in Euren Händen liegen würde?
- Habt Ihr Euch gegenseitig gestochen, also der eine Auszubildende/Student den anderen?
- Waren es Selbstversuche?
- Wußte Euer erster, echter Spritzpatient, daß er gerade die Premiere ist?
- Wie lange dauerte die Entwicklung der professionellen Coolness, bis das Spritzen so normal wurde, wie ein Zimmermann den Nagel ins Holz schlägt?
Die Fragen könnten forgesetzt werden. Mir fielen noch viele ein. Aber es wird deutlich sein, was ich ungefähr wissen möchte… nämlich so ziemlich alles „rund um die erste Spritze“.
Gruß & Dank!
Tino
