Medizinisches Personal: die erste Spritze

Die Spritze… mir ist es ein Greuel. Ich pflege einen gediegenen Hass auf diese widerlichen Dinger. Das ist aber nichts Anderes als meine persönliche Empfindlichkeit und deswegen auch nicht weiter wichtig. Das Verabreichen dieser sadistischen Dosis übernehmen halt die Leute, denen es nichts ausmacht, spitzen Stahl in lebendes Fleich zu bohren und den Schmerz im Gesicht des Patienten als geringfügigen und schnell vergänglichen Schaden am Rande schulterzuckend abzutun.

Aber so ganz ohne Gefühl geht es anfangs wohl bei keinem ab. Ob Arzt, ob Krankenschwester, ob Sanitäter… jeder von denen hat irgendwann seine erste Spritze verabreicht. Und da interessieren mich ein paar Dinge, die ich gerne von Euch - also von den anwesenden, berufsmäßigen „Injektionsteufeln“ :wink: - beantwortet haben möchte.

Euren Job habt Ihr mal gelernt. Und mit der Ausbildung kamen auch die Theorie und die Paxis der Spritze:

  • Wurde vor der ersten Spritze an toten Objekten geübt? Irgendwelche Kissen, Ballen, Puppen… wasweißich?
  • Wurdet Ihr selbst gestochen, um in Euch das Gefühl des Patienten zu verinnerlichen, dessen Spritze künftig in Euren Händen liegen würde?
  • Habt Ihr Euch gegenseitig gestochen, also der eine Auszubildende/Student den anderen?
  • Waren es Selbstversuche?
  • Wußte Euer erster, echter Spritzpatient, daß er gerade die Premiere ist?
  • Wie lange dauerte die Entwicklung der professionellen Coolness, bis das Spritzen so normal wurde, wie ein Zimmermann den Nagel ins Holz schlägt?

Die Fragen könnten forgesetzt werden. Mir fielen noch viele ein. Aber es wird deutlich sein, was ich ungefähr wissen möchte… nämlich so ziemlich alles „rund um die erste Spritze“.

Gruß & Dank!
Tino

Hi Tino,

als mein Neffe bei uns in der Gegen seine Famulatur
in einer Notfallklinik machte, uebte er das Naehen
wie besessen an meinen Auberginen (weil die da waren).
WEnn ich beim Metzger war, brachte ich ihm auch
SChweine Knoechel (pork knuckels). Da wurde geschnitten
und genaeht.
Seinen ersten Daumen hat er dann dort zusammengenaeht
und hat dem Patienten hinterher gesagt, dass es
der erste war. Was ich auch richtig finde - vorher
wollte ich das nun wirklich nicht hoeren.

Gruesse
Elke

Moin,

na, das nenne ich ja mal eine interessante Frage :wink:

Euren Job habt Ihr mal gelernt. Und mit der Ausbildung kamen
auch die Theorie und die Paxis der Spritze:

Jep, und zwar in der Reihenfolge :smile:

  • Wurde vor der ersten Spritze an toten Objekten geübt?
    Irgendwelche Kissen, Ballen, Puppen… wasweißich?

Als Rettungsassistent habe ich das Legen von Venenverweilkanülen gelernt, aus anderen Gründen kam später noch das intramuskuläre Spritzen dazu. Das Legen von Venenverweilkanülen wurde zunächst mal an Übungsarmen geübt. Siehe http://www.laerdal.de/document.asp?subnodeid=8789910

  • Wurdet Ihr selbst gestochen, um in Euch das Gefühl des
    Patienten zu verinnerlichen, dessen Spritze künftig in Euren
    Händen liegen würde?

Jep, wir haben zunächst mal im Kurs auf Basis freiwilliger Gegenseitigkeit geübt. Wer stechen will, musste sich stechen lassen.

  • Habt Ihr Euch gegenseitig gestochen, also der eine
    Auszubildende/Student den anderen?

Genau so!

  • Waren es Selbstversuche?

Ih, neeeee - bei mir selber könnte ich das nicht.

  • Wußte Euer erster, echter Spritzpatient, daß er gerade die
    Premiere ist?

Nein - wobei die ersten meist bewußtlos waren. Es waren Patienten in der Anästhesie, die nach Narkoseeinleitung einen zweiten Zugang bekamen, weil es eine Operation war, bei der potentiell etwas mehr an Infusionsflüssigkeit gegeben wird.

  • Wie lange dauerte die Entwicklung der professionellen
    Coolness, bis das Spritzen so normal wurde, wie ein Zimmermann
    den Nagel ins Holz schlägt?

Schwer zu sagen, irgendwann merkte man halt, dass man keinen „tattrigen“ dabei mehr hatte und es einem nichts mehr ausmachte.

Gruß,
Claus

die erste Spritze, und ein bisschen off topic
Obwohl ich Deine Einstellung zu Spritzen, und Fremdgegenständen allgemein, nachvollziehen kann (und auch weiss, dass Du es natürlich etwas überspitzt geschrieben hast…):

Es ist ja wohl auch nicht ‚sadistisch‘, zB als Mutter seinem Kind ‚bittere‘, eklige Medizin etc zu verabreichen, wenn man weiss, dass selbige zur Genesung notwendig ist…

Bei deiner Fragestellung müsste man ja denken, dass jeder, der Chirurg, Tierarzt, Krankenschwester o.ä. wird, ‚abnormal‘ ist, weil es es schafft, mit nem Skalpell jemanden aufzuschlitzen…

Aber zu Deiner eigentlichen Frage… zugegebenermassen auch nicht aus erster Hand:

Meine Cousine lernte Krankenschwester, als ich noch in meinen ‚early teens‘ war - und sie lief immer mit riesen blauen Flecken in den Armbeugen rum - weil die lernenden Krankenschwestern sich gegenseitig zur Übung Blut abnahmen, dann aber (‚wir sind doch nicht pingelig!‘) nicht mal den Bluterguss durch ein bisschen Pressen vermieden…

Jemandem zu verraten, dass er gerade der erste ‚echte‘ Patient war, dem man eine Spritze verabreichte, das wäre ja wohl unter aller Sau. Selbst noch hinterher.

Aber die Kriterien, die den Unterschied zwischen gutem und schlechten ‚Personal‘ ausmachen, sind für mich andere: Auf den Patienten eingehen:

Ich bin Linkshänderin. Und als ein Arzt im A&E (accident & emergency, also Notaufnahme) mir mit ner Spritze kam, streckte ich sofort den rechten Arm aus. Mit der Erklärung, ich bin Linkshänderin, und das zieht bei mir noch so lange im Arm, da wär’s mir eben lieber, wenn Sie doch bitte den rechten nehmen. Der Arzt flippte völlig aus! Als wolle ich seine Autorität untergraben! Wirklich, seine eigenen Worte ‚who’s the doctor here, me or you???‘

Genau die gleiche story bei Blutabnahme im Krankenhaus durch eine Krankenschwester: KEINERLEI Problem, völliges Verständnis; sie nahm auf meinen Hinweis ‚anstandslos‘ meinen rechten Arm.

Bei dem Arzt konnte ich nur denken ‚wie schade, dass Ihnen hier keiner Krankheiten präsentieren kann, ohne den dazugehörigen Patienten mitzupräsentieren.‘

Das zeugt für mich für schlechte social competences. Was auch der Fall wäre, wenn ne Krankenschwester ihre eigene Ungeübtheit preisgeben würde!

Gruss, Isabel

HALLO, hier meine Erfahrungen:

  • Wurde vor der ersten Spritze an toten Objekten geübt?

NEIN

Irgendwelche Kissen, Ballen, Puppen… wasweißich?

Für Blutabnahme am künstlichen Arm, ansonsten eignet sich Obst/ Gemüse ganz gut (zB Tomaten)

  • Wurdet Ihr selbst gestochen, um in Euch das Gefühl des
    Patienten zu verinnerlichen, dessen Spritze künftig in Euren
    Händen liegen würde?

Ja, hauptsächlich gegenseitig an uns selbst

  • Habt Ihr Euch gegenseitig gestochen, also der eine
    Auszubildende/Student den anderen?

JA

  • Waren es Selbstversuche?

AUCH, also ich spritze mich auch ab und zu mal selbst, wenn es sein muß (ist kein Problem für mich)

  • Wußte Euer erster, echter Spritzpatient, daß er gerade die
    Premiere ist?

NEIN (hab´s nie gesagt)

  • Wie lange dauerte die Entwicklung der professionellen
    Coolness, bis das Spritzen so normal wurde, wie ein Zimmermann
    den Nagel ins Holz schlägt?

Würde sagen, das ist bei jedem unterschiedlich, bei mir ging´s recht schnell. Ich hab das Gefühl, das liegt mir :wink: obwohl ich ansonsten nicht besonders sadistisch veranlagt bin :wink:)))

Die Fragen könnten forgesetzt werden. Mir fielen noch viele
ein. Aber es wird deutlich sein, was ich ungefähr wissen
möchte… nämlich so ziemlich alles „rund um die erste
Spritze“.

Gruß & Dank!
Tino

Hallo Tino
Meine erste Operation (Bauch) durchgeführt und meine ersten Spritzen gesetzt habe ich etwa 1955 - an meinem Teddy, den ich heute noch habe und der das alles einigermaßen überstanden hat. Jetzt, ein halbes Jahrhundert später, schaut er mich mit seinem (einstmals von meiner Mutter oder Großmutter wohl) zugenähten Narben-Bauch etwa genauso fröhlich an wie damals. Ich hingegen altere an ihm vorbei *g* - das muss der Zahn der Zeit ihm lassen.
Später, im Medizinstudium und insbesondere im Praktischen Jahr habe ich dann menschliche Venen punktiert, um ihnen Blut zu entnehmen. Das konnte ichb zwar recht gut, habe es aber nie sehr gerne gemacht. Ich fand das Blutabnehmen (auch bei mir selbst) schlimmer als z.B. eine intramuskuläre Spritze zu verabreichen oder verabreicht zu bekommen.
Später bin ich ja dann auch in ein weniger blutiges Fach innerhalb der Medizin gegangen. :wink:
Gruß,
Branden

Hallo,

Das Verabreichen dieser
sadistischen Dosis übernehmen halt die Leute, denen es nichts
ausmacht, spitzen Stahl in lebendes Fleich zu bohren und den
Schmerz im Gesicht des Patienten als geringfügigen und schnell
vergänglichen Schaden am Rande schulterzuckend abzutun.

…es soll doch helfen oder?Und wenn ich jemandem mit einem Pieks helfen kann, dann stech ich zu.

Euren Job habt Ihr mal gelernt. Und mit der Ausbildung kamen

auch die Theorie und die Paxis der Spritze:

  • Wurde vor der ersten Spritze an toten Objekten geübt?

Nein, an der Kollegin und am eigenen Fußknöchel.

Irgendwelche Kissen, Ballen, Puppen… wasweißich?

Als Kind, wie Branden…sitzen alle noch fit im Regal.

  • Wurdet Ihr selbst gestochen, um in Euch das Gefühl des
    Patienten zu verinnerlichen, dessen Spritze künftig in Euren
    Händen liegen würde?

Nein, aber Spritzen hat ja fast jeder schon mal bekommen-oder?

  • Habt Ihr Euch gegenseitig gestochen, also der eine
    Auszubildende/Student den anderen?

Ja

  • Waren es Selbstversuche?

Ja

  • Wußte Euer erster, echter Spritzpatient, daß er gerade die
    Premiere ist?

Habe beim Kinderarzt gearbeitet. Das Kind wußte es nicht, aber die Eltern. Und die waren zufrieden…Kind hat nicht geweint.

  • Wie lange dauerte die Entwicklung der professionellen
    Coolness, bis das Spritzen so normal wurde, wie ein Zimmermann
    den Nagel ins Holz schlägt?

Nicht lange.

Jetzt stech ich nicht mehr
Manu

Hallo Tino,

nein, man sagt das offensichtlich nicht mit der ersten Spritze. Ich habe vor zwei Jahren, wie schon viele Jahre zuvor, Blut gespendet. Es muss eine Anfängerin gewesen sein: es tut noch heute weh, jeden Tag. Ich war schon bei einigen Ärzten, es ist nichts festzustellen. Es tut weh, auch heute. Sollen sie halt verbluten, ich gebe nix mehr.

Gruß

Johannes

Hi,

Jemandem zu verraten, dass er gerade der erste ‚echte‘ Patient
war, dem man eine Spritze verabreichte, das wäre ja wohl unter
aller Sau. Selbst noch hinterher.

richtig, das sollte eigentlich vorher klar sein. umso interessanter, als dass es offenbar in der praxis andersrum läuft.

btw, „meinen“ patienten war’s bekannt, dass ich sie zum üben haben durfte…

Das zeugt für mich für schlechte social competences. Was auch
der Fall wäre, wenn ne Krankenschwester ihre eigene
Ungeübtheit preisgeben würde!

was genau willst du damit sagen? dass es nicht ok ist, wenn sie was nicht beherrscht, aber trotzdem macht?

grüße, simon
*ex-retter*

Das zeugt für mich für schlechte social competences. Was auch
der Fall wäre, wenn ne Krankenschwester ihre eigene
Ungeübtheit preisgeben würde!

was genau willst du damit sagen? dass es nicht ok ist, wenn
sie was nicht beherrscht, aber trotzdem macht?

Also… wenn sie es noch nicht BEHERRSCHT, dann sollte sie es noch gar nicht machen!

Nur weil es der erste ‚echte‘ Patient ist, den sie nun mit der Nadel sticht, sollte sie doch an genug Kollegen u.ä. geübt haben, um zu wissen, was sie tut.

Als guinea pig, also als Übungsobjekt, würde ich als Patientin jedenfalls nicht gerne verwendet werden!

Grüsschen,
Isabel

Hi TIno,
bin zwar kein Profi, hab aber in Ausübung meines ‚Hoyyys‘ Rettsan einige Kanülen verschossen.

Euren Job habt Ihr mal gelernt. Und mit der Ausbildung kamen
auch die Theorie und die Paxis der Spritze:

genau so. Erst Theo dann Prax

  • Wurde vor der ersten Spritze an toten Objekten geübt?

Nein

  • Wurdet Ihr selbst gestochen, um in Euch das Gefühl des
    Patienten zu verinnerlichen, dessen Spritze künftig in Euren
    Händen liegen würde?

Ja

  • Habt Ihr Euch gegenseitig gestochen, also der eine
    Auszubildende/Student den anderen?

Genau so fings an. Wie Du mir Sodomie

  • Waren es Selbstversuche?

Nein

  • Wußte Euer erster, echter Spritzpatient, daß er gerade die
    Premiere ist?

Sagen wir es mal so. Der ersten Person, der ich einen Zugang gelegt habe, hätte ich so ziemlich alles erzählen können, denn die war ziemlich bewustlos :wink:
Auch später wars den meisten egal, was mit ihnen geschah, weil sie in einem ähnlichen Zustand waren.

  • Wie lange dauerte die Entwicklung der professionellen
    Coolness, bis das Spritzen so normal wurde, wie ein Zimmermann
    den Nagel ins Holz schlägt?

Irgendwie scheine ich da ein gewisses Talent zu besitzen, denn bisher hat sich noch niemand beklagt und Nervosität hat sich nie breitgemacht.

Wobei ich allerdings etwas nervös wurde, war der erste zentrale Zugang. Den hab ich aber nicht selber gelegt, sondern der Arzt. Ev. Nervosität war aber auch in diesem Fall vom Patienten nicht wahrnehmbar, weil sein Zusatnd es nicht zulies.

Gandalf

Hi,

  • Wurde vor der ersten Spritze an toten Objekten geübt?
    Irgendwelche Kissen, Ballen, Puppen… wasweißich?

Ja, an den schon verlinkten Übungsarmen. Die sind jedoch nicht so wirklich realistisch - in echt isses schwieriger :smile:

  • Wurdet Ihr selbst gestochen, um in Euch das Gefühl des
    Patienten zu verinnerlichen, dessen Spritze künftig in Euren
    Händen liegen würde?

Ja, denn…

  • Habt Ihr Euch gegenseitig gestochen, also der eine
    Auszubildende/Student den anderen?

…genau so war’s. Später, als ich eine Zeit lang Zivis mit ausgebildet habe, hab ich mich dann für die als Opfer zur Verfügung gestellt. Das war ziemlich aufregend - stell Dir vor, einer setzt eine Braunüle http://med2med.de/images/uploads/862/ACF7FF.jpg senkrecht zu Deinem Arm an *ggg*

  • Waren es Selbstversuche?

Nee, danke. Dafür (besonders für die Venenverweilkanülen) braucht man schon zwei Hände. Ich könnte es wohl auch zur Not bei mir selbst hinbekommen, ich verzichte aber auf den Test.

  • Wußte Euer erster, echter Spritzpatient, daß er gerade die
    Premiere ist?

Yep :smile:

  • Wie lange dauerte die Entwicklung der professionellen
    Coolness, bis das Spritzen so normal wurde, wie ein Zimmermann
    den Nagel ins Holz schlägt?

Die ersten zehn, zwölf hab ich ziemlich souverän verschossen (Vene geplatzt, nicht gefunden und rumgestochert etc…), danach hat’s dann *klick* gemacht und seither war meine Trefferquote auch bei schwierigen Fällen immer sehr gut. Wir haben manchmal auch „wettstechen“ gemacht - ein Kollege rechts, einer links, wer in der kürzesten Zeit die meisten und großlumigsten Zugänge erfolgreich versenkt, hat gewonnen :smile:

Willst Du’s mal ausprobieren?

Gruß,

Malte.

Hallo, Tino

  • Wurde vor der ersten Spritze an toten Objekten geübt?

ja, an Orangen und Schweinefleisch :wink:

  • Habt Ihr Euch gegenseitig gestochen, also der eine
    Auszubildende/Student den anderen?

Ja, bei der Blutabnahme. Ich werde nie vergessen, wie mir von einem vermeintlich erfahrenen Mitschüler meine Vene schmerzhaft massakriert wurde und ich tagelang meinen Arm kaum noch benutzen konnte.

  • Waren es Selbstversuche?

Nein.

  • Wußte Euer erster, echter Spritzpatient, daß er gerade die
    Premiere ist?

Ja, man hat die hartgesottenen Patienten um Erlaubnis gefragt.

  • Wie lange dauerte die Entwicklung der professionellen
    Coolness, bis das Spritzen so normal wurde, wie ein Zimmermann
    den Nagel ins Holz schlägt?

Weiss ich nicht mehr - ne ganze Weile. Bei den ersten Stichen habe ich total mitgelitten.
Mit der Erfahrung vervollkommnet man die Fertigkeiten.

Gruß
karin

Hallo Tino,
du hast ja eine riesen Diskussion losgetreten…
ich schalte mich dann da jetzt auch mal ein, und berichte von meinen Erfahrungen…
Ich mache eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester, und in unserem Fall ist es so, dass natürlich zuerst die Theorie kommt, dann darf man, wenn man den Mut hat, dass ganze auch gern an sich selbst, oder Kurskollegen ausprobieren… Bevor wir allerdings zum ersten Mal einem Kind eine Spritze geben, haben wir einen Einsatz in der Frauenklinik, und dürfen da erst mal an den Schwangeren, bzw.frisch entbundenen üben. Die Frauen wissen dann natürlich bescheid, auch wenn ich persönlich der Meinung bin, dass es für beide Seiten einfacher wäre, wenn darüber vorher nicht geredet werden würde… ( anspannung beim Patienten macht mich nicht grade entspannt…)
Nach drei Spätdiensten, in denen wir Schüler/innen Abends jeweils knapp 30 Heparin-Spritzen geben, ist der skrupel und die Unsicherheit spätestens weg…
Gefährlicher finde ich es dann eher, wenn z.B Zivis o.ä. ohne die nötige Theorie Spritzen in die Hand gedrückt werden… Man kann zwar bei s.c. ( also ins Unterhaut-Fettgewebe-spritzen) eher wenig verkehrt machen, aber ein bißchen Theorie gehört schon dazu…

Liebe Grüße, Katharina