Hallo,
folgendes Szenario: Ich bin aktuell Diplompsychologe in Ausbildung zum Psychotherapeuten. Nach nun neun Monaten arbeit in der Psychiatrie und der ambulanten Versorgung von Schizophreniepatienten - welche mir gut gefällt - merke ich langsam, dass mir persönlich das rein psychologische Wissen nicht genügt - gerade im Hinblick auf Psychosen. Da ich noch jung und motiviert bin denke ich nun schon seit einiger Zeit daran ein Medizinstudium dran zu hängen.
Nun zu meiner Ratsuche:
Mein aktueller Arbeitsvertrag läuft noch bis März 2013, es ist relativ unwahrscheinlich das er angesichts der momentanen klammen Finanzlage der Landeskrankenhäuser in der Region verlängert wird. Ich stehe also bald wieder vor einer neuen Lebensplanung und könnte entweder so schnell wie möglich die Psychotherapeutische Approbation anstreben und dann versuchen in die Medizin zu kommen, oder die Therapeutenausbildung abbrechen und direkt versuchen ins Medizinstudium zu kommen (finanziell ist es durchgerechnet, die beiden Möglichkeiten währen etwa gleich teuer).
Nun muss man als Zweitstudiumsbewerber Punkte sammeln, und wenn ich mir die notwendigen Punkte anschaue, schaffe ich den Sprung ins Fach Medizin nur, wenn ich „Besondere Berufliche Gründe“ nachweisen kann. Wörtlich steht im Text von hochschulstart.de: „Besondere berufliche Gründe liegen vor, wenn die berufliche Situation dadurch erheblich verbessert wird, dass der Abschluss des Zweitstudiums das Erststudium
sinnvoll ergänzt.“ Meiner Meinung nach ist das im Falle eines Psychologen mit Berufsschwerpunkt Psychiatrie gegeben.
Hat hier irgendjemand Einblicke, ob das Staatsexamen als Psychologischer Psychotherapeut in irgendeiner Weise die Chancen erhöht, dass die „Besonderen beruflichen Gründe“ eher anerkannt werden? In diesem Zusammenhang: Ersetzt die Staatsexamensnote die Diplomsnote?
Neben dieser recht speziellen Frage bin ich über Erfahrungen. tricks und ähnliches in Punkto Medizin als Zweitstudium sehr dankbar.
Vielen Dank im Voraus!