Mehr als 150 Kommandos?

Hallo Ihr Lieben,…

Wollte mich mal bei euch schlau machen, hab eine Border-Hündin 1 1/2 junge Jahre und diese kennt ca. 150 - 160 Kommandos.
Meine Freundin sagt es sei nicht gesund den Hund so viel beizubringen, jedoch möchte ich meinen Hund auf eine Art und Weise dem Rasseursprung erziehen, deshalb gehen wir 4 mal die Woche hüten, 2 mal die Woche in Basis (Hs), ca. 2-5 mal im Monat zu DogDancing und Obidience sowie 6 mal die Woche Abends Agility machen. Danach ist meine Maus natürlich völlig am Ende, wie ich es auch als Richtig empfinde, da, wie ich finde, nur ein "kaputter Hund " ein glücklicher Hund ist. Jedoch findet das meine Freundin gar nicht.
Sie findet ich übertreibe es maßlos und der Hund kann kein Eigenleben führen, wobei ich finde, das ich keinen Wolf habe. Natürlich hat sie Ihre Freiheiten und Freizeit, aber sie muss sich nun mal unterordnen und sich anpassen.
Nun ist meine direkte Frage, übertreibe ich es wirklich?
Es werden am Tag natürlich nicht 20 Kommandos auf Zwang eingetrichtert im Gegenteil,2 Stk sind schon ziemlich gut und wenn ich merke sie hat keinen Spaß mehr, noch ein zwei mal und dann is gut mit dem Beenden eines Spielzeuges.

Viele Grüße und danke jetzt schon für evtl Antworten…

Christina

Hallo,

meine erste Reaktion: selten so etwas Bescheuertes gelesen. Normalerweise lese ich das Ganze dann nochmal, um den Fragesteller besser zu verstehen, hilft aber hier auch nichts. Die Bedürfnisse eines Hundes kommen nicht nur im Text, sondern wohl in deinem ganzen Denken überhaupt nicht vor. Kommandos sind auch kein Selbstzweck, und es geht (jedenfalls in diesem Forum) auch nicht darum, „den Willen des Hundes zu brechen“. Wenn du süchtig nach Kommandieren bist, solltest du nicht den Hund dafür missbrauchen, sondern Grundausbilder beim Militär werden oder etwas vergleichbares - zugegebenerweise gibt es da heute in unserer emanzipierten Gesellschaft nicht mehr viele Möglichkeiten, weil sich auch Mitmenschen nicht gern grundlos herumkommandieren lassen.

Das Forum ist auch nicht dazu da, deine Probleme zu analysieren, aber deine Aussage dazu „jedoch möchte ich meinen Hund auf eine Art und
Weise dem Rasseursprung erziehen“ ist sowieso nur dunkel und rätselhaft. Ich beschränke mich daher auf den Rat, den Hund jemandem zu geben, der Hunde mag UND damit umgehen kann.

Gruss Reinhard

Sternchen…
für eine gute Formulierung.

Hallo,

ich war schon geneigt, einfach nur „FAKE“ zu schreiben :smile: Aber wer weiss…

VG
Monroe

Hallo Christina,

… jedoch möchte ich meinen Hund auf eine Art und
Weise dem Rasseursprung erziehen,

ein Hütehund hat nur wenige Kommandos zu befolgen - Richtung, Geschwindigkeit, Halt, …
Die meiste Zeit darf er der ungestört der ritualisierten Jagd nachgehen.

da, wie ich finde,
nur ein "kaputter Hund " ein glücklicher Hund ist.

Das finde ich auch - kommt nur drauf an wovon.

Gruß

Johnny

Hi,

Wollte mich mal bei euch schlau machen, hab eine Border-Hündin
1 1/2 junge Jahre und diese kennt ca. 150 - 160 Kommandos.

Wärest Du mal so lieb, die 150-160 aufzuschreiben?

Danke,
Anja

Nun ist meine direkte Frage, übertreibe ich es wirklich?

Direkte Antwort: Ja!

Hallo,
…dann wird Deine Hündin bald am burn- out- Syndrom leiden :wink:
oder selbst anfangen zu sprechen.

Gruß:
Manni

Danke Anja…
ich überlegte mir gerade brennend ob ich überhaupt 150 Kommandos wüßte!

Hol Zeitung
Hol Postbote
Hol Klopapier
Bring Frauchen um
Bring Herrchen um
.
.
.
.
.
.

Gut wenn man es so sieht sind schnell 150 zusammen
Aber WOZU???

Steffen

2 „Gefällt mir“

Servsu
meine Vorredner waren schon so nett und wetterten dagegen

Ich frag mich ehrlich auch WOZU?

Mal ehrlich,
ein Blindenhund muss ca. 60-70 Kommandos können
Incl. Find Strassenbahn oder was auch immer.

Dafür hat er aber 2-3 Jahre Zeit!

Verzeih mir wenn ich es offen sage…
ich möcht kein Kind von dir sein wollen

Daher, Du übertreibst maßlos auch wenn es sicher Spaß macht.

Gruß Steffen

Hi

Hol Zeitung
Hol Postbote
Hol Klopapier
Bring Frauchen um
Bring Herrchen um

Bei SternTV war mal ein Border Collie der auch sehr viele Kommandos kannte… das war denn sowas wie:

Hol Seil
Hol Quietscheentchen
Hol gelben Teddy
Hol blauen Teddy
Hol grünes Krokodil

90% alles Spielzeug zum apportieren.

MfG
Lilly

Hi

Möglich das du einen besonders intelligenten und fidelen Border Collie hast, aber wenn deine Umwelt dir sagt das du es übertreibst dann wird da was Wahres dran sein.

Hier kennt dich und deinen Hund ja keiner.

Frag doch andere die dich und deinen Hund kennen was sie denken.

An sich finde ich es nicht schlimm einem Hund viele Kommandos beizubringen, scheißegal wie sinnlos die sind. Hauptsache das Tier wird beschäftigt, ausgelastet und ist viel mit seinem Lieblingsmensch zusammen, so lange es nicht drunter leidet oder überfordert wird und mit Freude mitmacht denk ich solch ein Hund ist glücklich.

MfG
Lilly

Hallo Christina

So schlimm wie meine Vorredner seh ich das nicht, ich habe das Gefühl, bei manchen schwingt da eher noch etwas Neid mit. Du lastest Deinen Hund aus, das ist sicher lobenswert. Dennoch frage ich mich, wie genau Du auf 150 - 160 Kommandos kommen willst - wenn ich mir die Begriffe, die der Hund fürs Hüten, Obedience, DogDancing und Agility so zusammenzähle, komme ich allerhöchstens auf 30 - 40.
Ich zweifle keineswegs daran, dass ein Hund ohne Weiteres 150 Kommandi lernen kann, was mich allerdings eher zögern lässt, ist die Aussage, dass der Hund erst 1.5 Jahre alt ist. Selbst wenn Du den Hund mit 8 Wochen erhalten und sofort zu trainieren begonnen hättest, so müsste das Tier, wenn es heute wirklich 150 Kommandi kennen sollte, alle 3 Tage einen neuen Begriff gelernt haben. Mit Verlaub, aber das halte ich doch für unwahrscheinlich, da es ja nicht nur darum geht, dem Hund etwas Neues beizubringen, sondern all das, was er schon kennt, immer wieder zu repetieren, damit es sich festigt und er es nicht vergisst…
Rico, der Border Collie, der bei Wetten Dass…? aufgetreten ist, ist jetzt 9 und kennt 200 Gegenstände auswendig, wobei im Grunde genommen das einzige Kommando, welches er kennen muss das Apportieren ist. Das andere ist eine Unterscheidung, eine Benennung, die er gelernt hat, kein Kommando in dem Sinne. Die Besitzerin übt mit ihm nach ihren eigenen Aussagen täglich 5 Stunden pro Tag. Nun, liebe Christina, Dein Hund ist 1.5 Monate alt und soll 150 Befehle kennen?
Ich kann mir auch vorstellen, dass Du durchaus der Meinung bist, der Hund kenne so viele Kommandi - wenn man ihn allerdings auf Herz und Nieren testen würde und die Kommandi in für ihn äusserst unvorhersehbaren Kontexten abfragen würde, er den Test nicht bestehen könnte. Ich würde mich aber wahrscheinlich mit Dir darauf einigen können, dass der Hund die Anlagen hat, 150 Befehle zu erlernen.

Gruss,

Semiramis

Guten Morgen Christina,

jeder, der mal einen B.C. erlebt hat, wird sicherlich begeistert sein, wie schnell so ein Tier Begriffe Gegenständen und Personen zuordnen kann und wie selbstständig er in gewissen Situationen agiert.

Ich erinnere mich noch an eine Situation, als mein B.C.-Mix 5 Monate alt war und wir mit ihm das erste Mal an der Ostsee waren. Nach kürzester Zeit reichte eine Handbewegung von mir und er machte um Menschengruppen am Wasser einen großen Bogen - ohne dass ich es jemals mit ihm geübt hatte.

B.C.s saugen alles auf und nehmen jeden Anreiz dankend an, ABER: Es ist auch bekannt, dass man sie vor sich selbst schützen muss - besonders bei körperlicher Belastung. Ein B.C. findet nie von sich aus ein Ende - selbst mit Verletzungen würde er weitermachen. Und die Gefahr potenziert sich, wenn der Halter mehr seine Eitelkeit im Kopf hat, denn das Wohl des Tieres! Und die oft beobachtete „Hyperaktivität“ ist nicht angeboren, sondern zumeist „gemacht“: Je mehr ich einem B.C. abverlange, desto mehr wird er leisten und fordern.

Aber ich meine, wer die allgemein notwendige Voraussetzung erfüllt, die kleinsten Anzeichen seines Hundes deuten zu können, wird auch den Zeitpunkt kennen, wann es genug ist: Zum Wohle des Tieres, aber auch, um das Lernen von „Fehlern“ zu vermeiden.

Eine sehr angenehm selbstkritische Betrachtung findest Du auf der Seite von Frau Dr. Andrea Felnémeti: http://members.aon.at/border-collies/.

Zitat:
„Und das ist ein großes Problem bei Border Collies mit starkem Arbeitstrieb. Im Trieb schütten sie so viel Adrenalin usw. aus, dass sie schmerzunempfindlich werden und damit sich körperlich aber sehr schaden.
Sie überfordern sich bzw. lassen sich von den Hundeführern überfordern, da sie nicht anzeigen, wann es genug ist bzw. zu spät oder so dezent, dass es der Hundeführer übersieht. Bei Josh dauerte es ziemlich lange bis ich kapierte, dass er in der Weise anzeigte, dass er genug hatte, indem er den nächsten Baum ansteuerte und das Haxerl hob. Dann kam er aber und hätte weiter gemacht… ich musste aufhören.
Und wer sich im Agility-Sport umsieht wird es immer wieder beobachten können, wie manche Hundeführer mit Border Collies starten, die gerade eben noch etwas schonten, beim Betreten des Platzes aber auf einmal tadellos gingen. Dass damit zwar die momentan geforderte Leistung vom Hund erbracht wird, Verletzungen dadurch aber verschlimmert werden, nicht so bald als möglich auskuriert und damit chronisch werden, muss wohl nicht erwähnt werden. In diesen Fällen muss der Hundeführer seinen Ehrgeiz bezwingen und den Hund ruhig stellen, um ihn nicht kaputt zu machen. Aber das ist für manche nicht gerade leicht…“
"

Viele Grüße

Kathleen

Hallo
Hol Geld!

Gruß:
Manni