Also ich bin in der Beispielstraße im Haus Nummer 27 - 31 geboren, in der berühmten Musterstadt. In meiner Geburtsurkunde steht nur „Musterstadt“ drin. Ich verstehe nun auch nicht, warum es anders sein sollte, wenn man nicht IN einem Haus geboren wurde (in meinem Fall in einem Krankenhaus), sondern VOR einem Haus, oder auf einer Landstraße.
Wenn es bei Haus- oder Krankenhausgeburten nicht relevant ist, wie die Adresse der Geburt lautet, warum sollte es bei Geburten außerhalb von Häusern anders sein? Das stellt ja auch eventuell eine Diskriminierung dar, wenn eingetragen würde „Musterstadt, unter der Bahnhofsbrücke neben dem Abwasserkanal“.
Aber für eine Geschichte im Feuilleton sind solche Geschichten mit skuriller Ortsangabe halt besser geeignet und ich glaube nicht, dass solche Ortsangaben wirklich auf einer Geburtsurkunde stehen.
Viel wahrscheinlicher ist es, dass hier „Geburtsbescheinigung“ und „Geburtsurkunde“ verwechselt wurden.
Die von Arzt oder Hebamme auszufüllende Geburtsbescheinigung enthält nämlich sehr wohl die genaue Adresse der Geburt - nur erscheint diese halt danach nie wieder in irgendeinem offiziellen Doukument..
Du bellst den falschen Baum an. Ich habe nichts anderes behauptet.
Der gute @Paul_6a77cf fand den Link von @Albarracin ohne Rechtskraft, hat aber auf lustiger Art und Weise mein Nachhaken umschifft, um davon abzulenken, dass br24.de eine größere Verbindlichkeit (im Sinne von Rechtskraft) hätte.
Das klingt durchaus plausibel! Die Geburtsbescheinigung habe ich nie gesehen, glaube ich, was vermutlich daran liegt, dass das Krankenhaus die Ausstellung der Geburtsurkunde beantragt hat, aber ich nehme an, die wird benötigt, um die Geburtsurkunde auszustellen.
Und ich habe nicht behauptet, du hättest anderes behauptet.
Geburtsbescheinigung und Todesbescheinigung („Leichenschein“) hat man als Vordruck auf dem Notarzteinsatzfahrzeug, daher kenne ich die. Das sind die Formulare, mit denen man dann zum Amt geht, um die jeweilige Urkunde zu bekommen.
“Als Geburtsort gab die Feuerwehr die A95 an, bei Kilometer 4,9. Torsten Hensel vom Standesamt München bestätigte im BR-Interview, dass der Geburtsort auf diese Weise aufgeschrieben wird, wenn er nicht klar verortet werden kann. Wenn eine Frau ein Kind also im Auto bekommt, dann könne als Geburtsort die Kilometeranzahl angegeben werden.”
Herr Hensel vom Standesamt München bestätigt meine Behauptung, dass es Straßen als Geburtsort real gibt. Ob das rechtmäßig ist, weiß ich nicht, es wird jedenfalls in der Praxis so gemacht. Ich behauptete, dass es das gibt, und es gibt es.
Du ignorierst immer noch, dass es einen Unterschied gibt zwischen Geburtsbescheinigung, die @X_Strom ins Spiel gebracht hat, wo anscheinend (ich habe keine gesehen, er schon!) durchaus der genaue Geburtsort im Sinne von Örtlichkeit angegeben wird, und der Geburtsurkunde, die keine solche komische Angabe beinhaltet, sondern nur die Angabe einer Ortschaft. Da kann ich dir auch nicht helfen, aber viel Spaß weiterhin beim „ich mach’ mir die Welt, wie sie mir gefällt“!
Das erstaunt mich jetzt doch etwas. Im Bekanntenkreis (auch Raum Bad Belzig) gab es auch eine Straßengeburt (auf dem Weg ins Krankenhaus), da haben wir natürlich auch entsprechend gewitzelt, was denn nun in der Geburtsurkunde steht - und die Eltern haben gesagt, dass eben die Gemeinde eingetragen wurde, zu der die Stelle gehört, wo die Geburt stattfand. Aber es wurde NICHT eingetragen B102, km xx.
Und mich erst.
Eine ehemalige Klassenkameradin arbeitet beim Einwohnermeldeamt, die nennt die Eintragung einer Adresse / genauen Ortsbezeichnung beim Geburtsort in der Geburtsurkunde „einen Fehler“.
Zumal ja der Gebortsort laut Geburtsurkunde in Pass und Ausweis übertragen werden müsste. Da bin ich ja schon etwas gestraft, weil da bei mir „Kleinstadt, jetzt Mittelstadt“ steht (nach der Kommunalreform existiert meine Geburtsstadt nicht mehr, sie ist jetzt nur noch ein Stadtteil).
In manche Formulare passt das gar nicht.
ich frag mich dabei einfach: Wenn das mitten im Nirgendwo ist… (A9, Südlich Borkheide, etwa wo der ‚Neuer Graben‘ kreuzt"
Woher weiß der Rettungsdienst, welche Gemeinde für das Feld nebenan zuständig ist?
und daran anschließend: woher wissen die Eltern, hinter welcher Tür sie die Geburtsurkunde abholen können?
nur so ein Gedanke.
Das aufzulösen dürfte zwar nicht unmöglich sein, verlangt aber durchaus irgendwie etwas… es wird wohl bissl arbeit verursachen.
Lustigerweise hat in meinem kleinen Planentenkaff jemand den exakt gleichen Namen wie ich. Keine Verwandtschaft! Wenn diese Person im Betrieb meines Bruders anruft, gibt’s Verwirrung
Nein, ich heiße nicht MeierMüllerSchmidtSchulze, mein Nachname ist recht selten.