Mehrehe usw. im Forum wurden diesbezüglich Fragen

Diesbezüglich wurde im Forum schon gefragt, hatte aber keinen eigenen Thread: " Kurze Fragen , etwas längere antworten"
Mehrehe:

Im Islam gibt es die Erlaubnis der Heirat von vier Frauen,die jedoch an bestimmte Bedingungen geknüpft ist. Dies verdeutlicht einKoranvers: „…, so heiratet, was euch an Frauen gut ansteht, zwei, drei oder vier; und wenn ihr fürchtet, nicht billig zu sein, so heiratet eine (…). So könnt ihr am ehesten Ungerechtigkeit vermeiden“ (4:3). Die Forderung nach Gerechtigkeit und Gleichbehandlung aller Frauen ist also eine mit der Mehrehe eng verknüpfte Bedingung. Die praktische Umsetzung dieser Forderung von seiten des Mannes wird sich wohl als äußerst schwierig erweisen (Koran 4:129). Dies hängt jedoch auch weitgehend von der Persönlichkeit des Mannes und der Frau(en) ab. Durch die Mehrehe kann vor allem verwitweten oder geschiedenen Frauen eine Versorgung ermöglicht werden. Außerdem ist die Mehrehe, in der jede Frau die ihr zustehenden gleichen Rechte genießt, eine bessere Alternative zur Beziehung eines Mannes zu einer Geliebten, die keinerlei Rechte besitzt. Der Regelfall unter den Muslimen ist die Einehe, die eine menschliche Herausforderung für beide Ehepartner darstellt. Auch der Prophet, der den Muslimen als Vorbild dient, war mit seiner ersten Ehefrau 25 Jahre bis zu ihrem Tod allein verheiratet; und unter den Frauen, die er danach heiratete, war nur eine Jungfrau, die übrigen waren entweder verwitwet oder geschieden.

Warum kann eine muslimische Frau nicht mehrere Männer heiraten?

Der Islam ist die Religion der natürlichen Veranlagung des Menschen. Die Heirat von Frauen mit mehreren Männern ist allgemein eine nur selten vorkommende Praxis. Daher kann man davon ausgehen, daß es auch nicht der Natur der Frau entspricht, gleichzeitig mit mehreren Männern verheiratet zu sein. So spricht sich auch der Islam dagegen aus. Ein wichtiger Grund liegt darin, daß der Mann verpflichtet ist, für seine Kinder zu sorgen . Bei mehreren Männern besteht die Gefahr, daß die Vaterschaft nicht eindeutig nachgewiesen werden kann. Dies kann dazu führen, daß sie sich entweder um die Kinder streiten oder aus der Verantwortung ziehen. Außerdem ist es nicht praktikabel, daß mehrere Männer als Familienoberhaupt fungieren.

Darf ein muslimischer Mann seine Frau schlagen?
Grundsätzlich ist es nicht erlaubt!!!
Dies ist ein mit Vorurteilen belastetes Thema, das sehr schwierig zu erklären ist Die enstprechende Koranstelle hierzu lautet: „Und jene (Frauen), deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie! Wenn sie euch dann gehorchen, so sucht gegen sie keine Ausrede.“ (4:34). Eine erste Erklärung kann der Offenbarungsgrund für diesen Vers sein: Eine Frau kam zum Propheten Muhammad (s) und bat ihn um Erlaubnis ihren Ehemann zurückschlagen zu dürfen,weil dieser sie geschlagen hatte. Der Prophet erlaubte es ihr als Vergeltungsmaßnahme. Nach diesem Ereignis wurde der obige Koranvers herabgesandt, worauf der Prophet (s) gesagt hat: „Ich wollte das eine, aber Gott wollte das andere - was Gott will, muß das Beste sein“. Hinter dieser Entscheidung Gottes mag eine Weisheit stecken, die zunächst selbst der Propheten Muhammad (s) nicht erkannt hatte. Der Koranvers macht deutlich, daß im Falle einer in größeren Schwierigkeiten steckenden Ehe der Ehemann diese drei Schritten auf jeden Fall einhalten muß: Ermahnung, Trennung im Ehebett und Schlagen. Damit ist vor allem das Schlagen im Affekt verboten, was wohl in fast allen Fällen vorkommt. Zudem hat das Schlagen, wie es der Koran beschreibt, nach den Gelehrten eher einen symbolischen Charakter. Der Prophet Muhammad (s) drückte in Bezug auf das Schlagen der Frau sehr deutlich sein Mißfallen aus: „Ist es für einen von euch wirklich möglich, seine Frau zu schlagen, als wäre sie eine Magd, und dann am Abend zu ihr zu gehen?“ Er selbst hat auch nie eine Frau geschlagen.
Die muslimische Frau hat andere Möglichkeiten, in Konfliktsituationen gegen ihren Mann vorzugehen. Dazu kann sie andere Familienmitglieder einschalten.
Dazu zu sagen, wäre auch noch, dass nicht ins Gesicht geschlagen werden darf, oder in andere enpfindlich Körperstellen und nur leicht mit einem kleinen gegenstand, wie einer Zahnbürste.

Hat eine muslimische Frau das Recht auf Bildung und Berufsausübung?

Die Pflicht zur Bildung, d.h. das Streben nach Wissen gilt sowohl für den muslimischen Mann als auch die muslimische Frau. Ein Ausspruch des Propheten (s) lautet: „Das Streben nach Wissen ist eine Pflicht für jeden Muslim, Mann oder Frau.“ In der frühislamischen Zeit arbeiteten Frauen auf den verschiedensten Gebieten, manche zogen sogar mit in den Krieg, um dort die Verwundeten zu versorgen. Die erste Ehefrau des Propheten (s), Khadidscha, war eine angesehene Geschäftsfrau in Mekka, die Handelskarawanen unterhielt. Die Frau kann über ihr selbst verdientes Geld eigenständig und frei verfügen und ist nicht verpflichtet, davon etwas zum Familienunterhalt beizusteuern. Denn gemäß der Aufgabenverteilung in der Familie ist der Mann alleine verpflichtet, für die Familie zu sorgen (s. Frage 2). Die Tatsache, daß vielen muslimischen Mädchen eine weiterführende Ausbildung verwehrt wird, ist nicht auf den Islam zurückzuführen, sondern auf Traditionen.

Hallo Janine

Einige Suchende werden Buddhisten, andere tauchen in die Esoterik ab, einige werden Moslems - und dies in der Regel verdammt blauäugig. Ich staune nicht, dass du als Konvertitin den Islam schön redest - haben Konvertiten an sich. (Die übelsten militanten Nichtraucher sind jene, die es geschafft haben, vom Stängel loszuzukommen.)

Ich war etliche Jahre beruflich in (moderat) islamischen Ländern und kann deine deine Ausführungen nicht teilen, ich habe zu oft das Gegenteil erlebt. Auch bei Leuten, die eine Uni-Ausbildung im Westen hinter sich hatten. Diese sind, meinen Erfahrungen nach, immer sehr schnell wieder in die alten Rollenverständnisse gefallen. Dramatisch wurde es, wenn auch die (zukünftige) Frau ein westliches Uni-Studium absolviert hatte.

Für Konvertiten, die nie in islamischen Ländern gelebt haben, ist ein übles Erwachen die Regel sobald der (Ehe)mann sein Ziel erreicht hat - die Aufenthaltsbewilligung…

Peter

Hi!

Warum kann eine muslimische Frau nicht mehrere Männer
heiraten?

Der Islam ist die Religion der natürlichen Veranlagung des
Menschen. Die Heirat von Frauen mit mehreren Männern ist
allgemein eine nur selten vorkommende Praxis. Daher kann man
davon ausgehen, daß es auch nicht der Natur der Frau
entspricht, gleichzeitig mit mehreren Männern verheiratet zu
sein. So spricht sich auch der Islam dagegen aus. Ein
wichtiger Grund liegt darin, daß der Mann verpflichtet ist,
für seine Kinder zu sorgen . Bei mehreren Männern besteht die
Gefahr, daß die Vaterschaft nicht eindeutig nachgewiesen
werden kann. Dies kann dazu führen, daß sie sich entweder um
die Kinder streiten oder aus der Verantwortung ziehen.
Außerdem ist es nicht praktikabel, daß mehrere Männer als
Familienoberhaupt fungieren.

Der eigentliche Grund für eine solche Regelung liegt nicht in der möglichen Versorgung von Frauen oder der Festlegung des Mannes als Oberhaupt der Familie. Der wahre Grund ist die auf den Mann beschränkte Abstammungs- und Erblinie. Der Mann gibt seinen Namen und seinen Besitz an seine Kinder weiter, wobei männliche Nachkommen bevorzugt werden. Das ist das Kernprinzip jeder patriarchalischen Gesellschaft.

In einer matriarchalischen Gesellschaft, die es gegeben hat und noch in bestimmten Teilen der Welt gibt, ist dieses Prinzip umgekehrt. Hier gilt die weibliche Linie für die Abstammungs- und Erbfolge. In matriarchalischen Gesellschaften ist die Rolle des Vaters sekundär, wenn nicht völlig irrelevant.

Aus rein biologischer Sicht macht das Matriarchat mehr Sinn als das derzeit in der Welt vorherrschende Partriarchat. Eine Frau kann in den neun Monaten ihrer Schwangerschaft nur einmal schwanger werden. Ein Mann kann hingegen in diesen neun Monaten eine Vielzahl von Nachkommen zeugen. Von daher ist der Mann leichter austauschbar/ersetzbar als die Frau.

Sieht man Männer und Frauen als gleichberechtigt an, so verbietet sich logischerweise die Vielehe für beide. Ebenso sollte weder Mann noch Frau gezwungen sein, bei Eheschließung den eigenen Namen aufzugeben. Bei der Vergabe des Nachnamens könnte die jeweilige Abstammungslinie gehalten werden, indem Töchter den Namen ihrer Mutter, Söhne den Namen ihres Vaters erhalten.

Die Argumentation von Versorgung oder Familienoberhaupt halte ich für vorgeschoben und für ein Mittel, bestehende Machtverhältnisse nicht anzutasten.

Grüße
Heinrich

Hallo Janine,

Der Koranvers macht deutlich, daß im Falle einer in größeren
Schwierigkeiten steckenden Ehe der Ehemann diese drei
Schritten auf jeden Fall einhalten muß: Ermahnung, Trennung im
Ehebett und Schlagen.

Dazu zu sagen, wäre auch noch, dass nicht ins Gesicht
geschlagen werden darf, oder in andere enpfindlich
Körperstellen und nur leicht mit einem kleinen gegenstand, wie
einer Zahnbürste.

Ich bin jetzt seit x Jahren in diesem Forum unterwegs, aber ich habe noch nie einer derartig Brechreiz erregende, pseudointellektuelle Rechtfertigung für Gewalt gegen Frauen gelesen wie in Deinem Posting.
Bitte lies Dir nochmal durch was Du da eigentlich geschrieben hast!

In der Hoffnung dass Du im Rahmen einer familiären Konfliktlösung nie mit etwas größerem als einer Zahnbürste verdroschen wirst…

Sue

Also…
Hallo allerseits,

Nun, je weiter ich die Postings der letzten Tage lese, desto weiniger verstehe ich, worum es eigentlich geht.
Die armen Islamausübenden, Konvertierten (womoglich in beiden Richtungen) und Christen! Merkt ihr selbst nicht, dass ihr eigentlich alle dasselbe erzählt? Nein, wirklich.
Die einen sagen, Islam wäre gut, weil da die Frau gut aufgehoben (Haushalt, Kinder, Bildung, sonst keine Sorgen)ist und der Mann nun mal endlich seine Aufgaben (Geld verdienen, Familie ernähern)kennt. Die andreren widersprechen wehement und behaupten, die Frau wäre gerade deswegen unterdrückt und der Mann gerade aus diesem Grund auffalend gewalttätig. Dabei berichten sie über Christentum und behaupten, dass es eben deswegen gut ist, weil die Frau da gut aufgehoben ist(weil Haushalt, Kinder, Bildung, sonst…) und der Mann…
Was spielt es für eine Rolle, ob es mit der Zahnbürste geschlagen wird oder nicht. Haben wir im Abendland gar keine Probleme mit Gewalt in der Ehe oder wie?
Was spielt es für eine Rolle, ob die Frau sich aus freien Stücken für den Haushalt entscheidet oder nicht? Für Haushalt zuständig bleibt sie sowieso, auch hier in Europa (unsere Familie wird schon komisch angeguckt, weil mein Mann und nicht ich kochen tut - dabei sind wir beide keine Moslems). Die angeblich freie Entscheidung der Frau hier in Europa ist nichts anderes als Fiktion: man kann sich zwischen „erst putzen, dann waschen“ oder „erst waschen, dann putzen“ entscheiden. Dasselbe gilt für die Berufswahl der Frau. Ihre Diploms und akademische Grade kann sie sich schön eingerahmt in der Küche aufhängen - eine Stelle und ein entsprechendes Gehalt kann sie vergessen, sobald sie heiratet und Kinder kriegt.
Warum wird nur der Islam an den Pranger gestellt (ja-ja, Terroristen, Anschläge usw., schon klar) und die westliche ach so zivilisierte Lebensweise nicht hinterfragt? Und was ist eigentlich so Besonderes daran, dass Mann und Frau, wenn wir schon mal bei diesem Thema sind, doch nicht gleich sind?
Sorry für den Gefühlsausbruch. Im Ernst - diese künstliche Spaltung der Gesellschaft macht mir Sorgen. Statt nach Gemeinsamkeiten zu suchen oder einander wenigstens so zu akzeptieren, wie wir nun einmal sind (und das liegt übrigens auch in Gottes Hand), sind beide Seiten bestrebt, einander anzuschwärzen. Das wird nicht gut enden, Leute!

Und jene (Frauen), deren Widerspenstigkeit ihr
befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt
sie!

Und wenn der letzte Mann auf Erden ein Moslem wäre,
dann würde ich freudigen Gemüts in ein Kloster gehen.

Gruß

Merkur

Hallo Heinrich,

wir sind ja selten einer Meinung, aber hier kann ich mich fast komplett anschließen. Nur diesen Satz verstehe ich nicht ganz:

Sieht man Männer und Frauen als gleichberechtigt an, so
verbietet sich logischerweise die Vielehe für beide.

Wie kommst Du von der Gleichberechtigung zum Verbot der Mehrehe? Eine Mehrehe kann doch auch für alle erlaubt sein, das wäre dann doch auch Gleichberechtigung.

Grüße,

Anwar

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Der Koranvers macht deutlich, daß im Falle einer in größeren
Schwierigkeiten steckenden Ehe der Ehemann diese drei
Schritten auf jeden Fall einhalten muß: Ermahnung, Trennung im
Ehebett und Schlagen.

Dazu zu sagen, wäre auch noch, dass nicht ins Gesicht
geschlagen werden darf, oder in andere enpfindlich
Körperstellen und nur leicht mit einem kleinen gegenstand, wie
einer Zahnbürste.

…ich habe noch nie einer derartig Brechreiz erregende,
pseudointellektuelle Rechtfertigung für Gewalt gegen Frauen
gelesen wie in Deinem Posting.

Pseudointellekuell? Ich bitte dich! Das war doch einer der
schäbigsten Koranverse. Seit ich den Koran lese weiß ich wo ich nie
hingehören werde. Man kann auch mit einer Zahnbürste solide
zuschlagen.

Tach. Es ist letztendlich wie in der Tierzucht. Pardon.

hallo janine

Der Islam ist die Religion der natürlichen Veranlagung des
Menschen.

und ich bin die jungfrau maria!

gruss
coco

hallo,

auf den inhalt lasse ich mich nicht ein. es steht mir nicht zu den islam zu kritisieren, und es ist mir auch egal wie andere leben.

aber eine sache halte ich für diskussionswürdig:

Der Islam ist die Religion der natürlichen Veranlagung des
Menschen.

  1. die „natürliche veranlagung des menschen“ - was ist damit genau gemeint?

  2. sieht der islam den menschen als als gut geboren, böse geboren oder indifferent an? ist die ausübung des islams mit askese verbunden, d.h. mit dem besiegen der „natürlichen veranlagung“? (die meisten religionen haben dies auf die eine oder andere weise zum inhalt - jede ethik ist im prinzip so etwas.)

  3. wie stellt man fest was die natürliche veranlagung ist (es darf nur genau eine geben)? wenn man sich weltweit und in der geschichte umsieht, sieht man verschiedene heirats- und familienformen: monogam-lebenslang, monogam-seriell, polygyn, polyander und sogar zölibatär und homosexuell, bisexuell und pädophil. wie erklärst du dir das?

zum ende noch meine persönliche meinung: es gibt keine „natürliche veranlagung“ in der menschlichen sexualität. sie ist vollständig durch kulturelle regeln überlagert. die kultur legt fest, was als „normal“ gilt. das ändert sich in der zeit und von kultur zu kultur. jeder findet das „eigene“ als „normal“.

gruß
datafox

schön gesagt
hallo datafox

danke für deine ausführungen. mir war es wirklich zu blöd. ich schäm mich ja…

liebe grüssli
coco

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi!

wir sind ja selten einer Meinung, aber hier kann ich mich fast
komplett anschließen. Nur diesen Satz verstehe ich nicht ganz:

Sieht man Männer und Frauen als gleichberechtigt an, so
verbietet sich logischerweise die Vielehe für beide.

Wie kommst Du von der Gleichberechtigung zum Verbot der
Mehrehe? Eine Mehrehe kann doch auch für alle erlaubt sein,
das wäre dann doch auch Gleichberechtigung.

Gründsätzlich hast du recht mit der Aussage, die Mehrehe könnte für beide Seiten erlaubt sein und damit besteht gleiches Recht für alle. Allerdings frage ich mich, ob es in einer Mehrehe eine Benachteiligung der Seite gibt, die in einer Mehrehe mehrfach vertreten ist, also ein Mann mit mehreren Frauen oder eine Frau mit mehreren Männern (sind die „Mehreren“ mit gleichen Rechten ausgestattet wie der „Einzelne“, z.B. im Trennungsfall). Daher mein Plädoyer für die Einehe.

Grüße
Heinrich

Hallo!

Der Koran ist zu einer Zeit entstanden, in der Frauen nicht viel zu sagen hatten.
Vieles was damals einfach „zeitgemäß“ war wurde unreflektiert in den Koran übernommen.

Das ist an sich nichts schlimmes wenn man den Koran diesbezüglich eher als historisches Dokument betrachtet.

Leider ist es aber so, dass eine nicht unerhebliche Zahl von männlichen Muslimen den Koran als Rechtfertigung für die Unterdrückung der Frau verwenden.

Selbstverständlich mag dies eine missbräuchliche Verwendung der Religion - die an sich nichts schlimmes ist - sein . Aber das ändert nichts am Problem.

Gruß Ivo

So kann man argumentieren
Hallo Heinrich,

gleiches Recht für alle. Allerdings frage ich mich, ob es in
einer Mehrehe eine Benachteiligung der Seite gibt, die in
einer Mehrehe mehrfach vertreten ist, also ein Mann mit
mehreren Frauen oder eine Frau mit mehreren Männern (sind die
„Mehreren“ mit gleichen Rechten ausgestattet wie der
„Einzelne“, z.B. im Trennungsfall). Daher mein Plädoyer für
die Einehe.

Diese Argumentation ist sicherlich gut geeignet um die persönliche Entscheidung für eine Einehe zu stützen, sollte man hieraus jedoch ein Gesetz machen, ist dies (IMHO) falsch verstandene Gleichberechtigung. Denn Gleichberechtigung heißt nur, dass man von sich aus die gleichen Rechte hat, nicht das man selbst diese Rechte nicht einschränken oder schmälern kann (in der Tat schmälert ja auch eine Einehe die persönlichen Rechte).

Grüße,

Anwar