Moin!
Ok soweit zur Theorie, aber was passiert mit dem Klang wenn
man es einmal probiert? Irgendwas kommt doch raus, je nach
Verschaltung der Dioden…
Möchtest Du den Klang eines Sinussignals beschrieben haben? Nun, es klingt „härter“ und ist leiser, weil eine Halbwelle fehlt. In jedem Fall handelst Du Dir dabei hörbare Verzerrungen ein. Außerdem kannst Du die Dioden so geschickt verschalten, wie Du willst, wenn überhaupt etwas herauskommen soll, wirst Du die Verstärker gefährden. Bei einem gegenphasigen Signal etwa werden Ströme vom einen in den anderen Verstärker fließen - lange macht das kein Verstärker mit.
Egal wie übel, ich werde nach verstärkung mischen, da keine
grossen Ansprüche da sind.
Im Folgenden ist beschrieben, wie eine Pfuschschaltung aussehen könnte, die Deinen Ansprüchen genügt:
Gemischt wird über Widerstände. Natürlich geht Dir dabei Leistung verloren, deshalb macht man das ja normalerweise auch vor der Verstärkung. Ein herkömmlicher Verstärker hat eine Ausgangsimpedanz von etwa 0 Ohm. Ist der Verstärker für den Betrieb an beispielsweise 4 Ohm ausgelegt, so ist damit gemeint, daß die Endstufe an 4 Ohm nicht überlastet wird. Sollen nun zwei gleichartige Endstufenausgänge miteinander verschaltet werden, so ist sicherzustellen, daß der Fall der höchsten Belastbarkeit der Endstufe nicht überschritten werden kann. Nehmen wir als Beispiel einen Brückenverstärker, dessen Ausgang am einen Kontakt 2V und am anderen -2V liefert. In diesem Moment fließt ein Strom von 1A über den 4-Ohm-Lautsprecher.
Ein zweiter Verstärker soll nun ein Signal von -2V an Kontakt 1 und 2V an Kontakt 2 liefern. Beide Verstärker kontaktgleich anzuschließen verbietet sich von selbst. Sie müssen so zusammengeschaltet werden, daß nicht mehr als 1A fließen kann. Da die Spannungsdifferenz insgesamt 8V beträgt, müßte ein Widerstand von 8 Ohm verwendet werden, um beide Verstärker zusammenzuschalten.
Folgende Vorgehensweise wäre denkbar: Beide Verstärker werden in Reihe geschaltet (Voraussetzung: Die beiden Verstärker verfügen nicht über eine gemeinsame Masse! Also keinesfalls die Gehäuse miteinander verbinden!). Der 4-Ohm Lautsprecher bekommt einen Vorwiderstand von mindestens 4 Ohm. Jetzt sind beide Signale addiert. Im Prinzip wurde eine Reihenschaltung von zwei Spannungsquellen gebaut. Sowas kann funktionieren, allerdings müssen immer beide Verstärker eingeschaltet sein. Ist eine ausgeschaltet, fließt aufgrund der Reihenschaltung kein Strom über den Lautsprecher.
Für eine Parallelschaltung beider Verstärker müssen die Widerstände entsprechend anders gewählt werden, beispielsweise (ohne große Rechnung) 4 Ohm an jeden Kontakt jedes Verstärkers, die anderen Enden der Widerstände werden paarweise verbunden und an ihnen wird der Lautsprecher angeschlossen. Vorteil: Es genügt, wenn ein Verstärker eingeschaltet ist, Nachteil: Es kommt noch weniger beim Lautsprecher an.
In jedem Fall müssen die Widerstände natürlich genügend Leistung in Wärme unsetzen können, ohne abzurauchen. Anstelle von Festwiderständen kann man auch einen Überblendregler verwenden.
Je größer die Widerstände, desto besser sind die Verstärker geschützt, aber desto weniger liefert der Lautsprecher.
Dennoch: Sowas macht man nicht! Es ist übelster Murks!
Munter bleiben… TRICHTEX