Mehrere Netzwerkadapter Managen

Also Folgende Situation:

1 Hauptlaptop und 1 neben-Laptop den ich meistens per Remotedesktop zum Prozesse und Dateien auslagern benutze. Der Hauptlaptop hat nen 100 Mbit Lan und 54 Mbit Wlan, wärend der neben-Laptop nen 100 mbit Lan hat. Das alles hängt an nem Siemens Gigaset Router.

Nun zu meinem Problem:

Da ich nur am Hauptlaptop arbeite, wärend ich den anderen meist nur zum an/ausschalten berühre, besteht meist immer ne Verbindung mit Remotedesktop oder ner Dateiübertragung. Das alles zieht natürlich an der Performance von manch anderen netzwerk- bzw internetgestützen Programmen. (VoIP, Dateidownloads, Onlinegames etc.) So hab ich mir Folgendes überlegt: Netzwerkinterner Verkehr zwischen den beiden Laptops soll nur über Kabel laufen, wärend meine Internetapplikationen auf dem Hauptlaptop nur über Wlan gehn.

Die Frage die sich jetzt bei mir stellt ist: Wie kann ich das umsetzen? Gibt es so eine Art Firewall Applikation, die mich für jedes Programm fragt, auf welchen Netzweradapter es zugreifen darf und den Zugriff evtl dementsprechend umleitet?

Ich bedanke mich für das Lesen und bin auf die Lösungsvorschläge gespannt.

MFG

Noir

Netzwerkinterner Verkehr zwischen den beiden Laptops
soll nur über Kabel laufen, wärend meine Internetapplikationen
auf dem Hauptlaptop nur über Wlan gehn.

Die Frage die sich jetzt bei mir stellt ist: Wie kann ich das
umsetzen?

Ganz einfach: auf den Ethernet-NICs IPs aus einem anderen Netz vergeben und den internen Traffic über diese IPs abwickeln.

Gibt es so eine Art Firewall Applikation, die mich
für jedes Programm fragt

Firewalls interessieren sich nicht für Programme.

Gruß,

Malte

Ganz einfach: auf den Ethernet-NICs IPs aus einem anderen Netz
vergeben und den internen Traffic über diese IPs abwickeln.

Wie kann ich z.B. Remotedesktop dazu bringen nur die Netzwerkkarte zu benutzen? Wie kann ich Firefox an meine Wlan Verbindung fesseln? Wie sag ich dem Adobe Updateservice, dass er Wlan zu benutzen hat? Wenn ich die Netzwerkkarten in nen anderes Netz packe, ist mein Problem nur zum kleinen ansatz gelöst. Ich glaube du hast vergessen, dass die beiden immer noch am Router hängen und so die Verbindung aufgebaut wird. Ausserdem sollten beide Lapis ins Internet können, sonst könnt ich die auch mitn Crossover Kabel verbinden.

Firewalls interessieren sich nicht für Programme.

Es war ehr als Beispiel gedacht, um zu erläutern was ich mir ungefär vorgestellt hab.

Ganz einfach: auf den Ethernet-NICs IPs aus einem anderen Netz
vergeben und den internen Traffic über diese IPs abwickeln.

Ich mal’s mal auf:

,-------. IP: 192.168.0.2/24 ,----------------------.
| WLAN + ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ + |
| | | Router |
| | | |
| Ether +----------------------------+ IP: 192.168.0.1/24 |
`-------' IP: 192.168.1.2/24 | |
 | |
 | |
,-------. IP1: 192.168.1.3/24 | |
| Ether +----------------------------+ |
`-------' IP2: 192.168.0.3/24 `----------------------'

Wichtige Verständnisvoraussetzungen:

  1. Du kannst einer Netzwerkkarte mehrere IP-Adressen aus verschiedenen Subnetzen geben.
  2. Eine IP-Adresse gehört nie dem Rechner, sondern immer der Netzwerkkarte*

Wie kann ich z.B. Remotedesktop dazu bringen nur die Netzwerkkarte zu benutzen?

Wenn Du dem Remote Desktop Client sagst, er möge sich mit der IP 192.168.1.3 verbinden, was passiert dann? Dann schaut der IP-Stack nach, ob er ein dazu passendes Netz kennt. Er stellt fest: Ja, kenne ich, und zwar auf der Ethernetkarte! Also baut er die Verbindung darüber auf.

Wie kann ich Firefox an meine Wlan Verbindung fesseln?

Nur für das 192.168.0/24 vergibst Du ein Default Gateway. Was macht Firefox denn dann, wenn Du eine Website aufrufst? Nachdem er die IP des dazugehörigen Servers herausgefunden hat, sucht er ein dazu passendes Netz. Er findet aber keines, weil das Netz von google.com nunmal nicht bei Dir zu Hause ist. Dann tut der IP-Stack das, was jeder gute IP-Stack tut: Er schickt alles, was er nicht bei sich (dir) zu Hause kennt, an sein Default Gateway, und dieses wiederum gibt es nur über WLAN.

Wie sag ich dem Adobe Updateservice, dass er Wlan zu benutzen hat?

s.o. - Die Anwendungen selbst bekommen von dem ganzen Spökes nichts mit, das passiert auf einer niedrigeren Ebene.

Ich glaube du hast vergessen, dass die beiden immer
noch am Router hängen und so die Verbindung aufgebaut wird.

Ich glaube nicht, denn Dein Router ist in Wirklichkeit gar kein Router, sondern ein Router mit eingebautem Switch, und die Rechner hängen an diesem Switch**. Nur deshalb funktioniert das.

Ausserdem sollten beide Lapis ins Internet können, sonst könnt
ich die auch mitn Crossover Kabel verbinden.

Können sie ja - über WLAN bzw. über die Netzwerkkarte und über ihr Default Gateway. Der zweite Laptop ohne WLAN teilt sich für das interne Netz die Leitung mit dem Netz für das Internet, aber das dürfte Dich nicht stören - Du willst ja Deinen Hauptlaptop freibekommen, und das erreichst Du damit.

Fragen? Fragen!



* Unter Linux ist das etwas anders, aber das spielt hier keine Rolle.

** Das mit dem WLAN dazu ist etwas komplizierter, das wird über eine interne Bridge angebunden, hängt also genaugenomme nicht an dem Switch, obwohl ein Switch wiederum genaugenommen nichts anderes als eine Multiportbridge ist…

ok, hab ich verstanden. praktische umsetzung is teilweise realisiert. jetzt hätt ich noch ne kleine andere frage: bei größeren dateiübertragungen im netzwerk wird die verbindung meist nur zu 50% oder so ausgelastet. kann ich irgentwo einstellen, dass er bis zu 85% der verbindung nutzt?

ok, hab ich verstanden. praktische umsetzung is teilweise
realisiert. jetzt hätt ich noch ne kleine andere frage: bei
größeren dateiübertragungen im netzwerk wird die verbindung
meist nur zu 50% oder so ausgelastet. kann ich irgentwo
einstellen, dass er bis zu 85% der verbindung nutzt?

Du kannst zum einen - sofern Du Windows benutzt - QoS deinstallieren (in den Eigenschaften der Netzwerkkarte irgendwo), das reserviert immer ein wenig Bandbreite. Viel mehr geht nicht ohne weiteres, die meisten in Notebooks verbauten Netzwerkkarten (und die in Billig-Heimroutern genauso) sind von nicht besonders guter Qualität und schaffen schlicht nicht mehr. Für volle Ausnutzung der Bandbreite braucht man hochwertige NICs und Switches.

Gruß,

Malte

Du kannst zum einen - sofern Du Windows benutzt - QoS
deinstallieren (in den Eigenschaften der Netzwerkkarte
irgendwo)

Wenn du die 20% Reservierung meinst; die hab ich auf 0 gesetzt.
Deinstalliern und Ergebnisse vergleichen werd ich vllt auch mal in Betracht zeihn

die meisten in Notebooks
verbauten Netzwerkkarten (und die in Billig-Heimroutern
genauso) sind von nicht besonders guter Qualität und schaffen
schlicht nicht mehr. Für volle Ausnutzung der Bandbreite
braucht man hochwertige NICs und Switches.

Kannst du bestimmte Hersteller empfehlen? Grade zwecks Router bzw Switches?

die meisten in Notebooks
verbauten Netzwerkkarten (und die in Billig-Heimroutern
genauso) sind von nicht besonders guter Qualität und schaffen
schlicht nicht mehr. Für volle Ausnutzung der Bandbreite
braucht man hochwertige NICs und Switches.

Kannst du bestimmte Hersteller empfehlen? Grade zwecks Router
bzw Switches?

Das bringt nur was, wenn es durchgehend geschieht - damit wird’s bei Notebooks echt schwer, denn da bekommt man einfach keine PCI-NIC rein :wink: Momentan bin ich von Intel-NICs recht angetan. In Bezug auf Switches landest Du schnell bei teuren Herstellern. Cisco Switches schaffen Line Rate, zumindest zwischen zwei Rechnern :wink: Für den SOHO-Markt habe ich keine Erfahrungswerte, aber wie gesagt - ich vermute die Notebooks als Flaschenhals.

Gruß,

Malte