Mehrere Steckdosen an einem Stromkabel

Guten Tag,

ich renoviere gerade die Küche meiner neuen Wohnung komplett neu und wollte dabei auch die Steckdosen ein bisschen neu anordnen.

Hier die Situation: Neben dem Starkstromkabel führen drei weitere Stromleitungen in die Küche. Dabei gehen zwei davon jeweils einzeln zu einer Steckdose. An dem dritten Stromkabel sind aber ganze sechs(!) Steckdosen angeschlossen.

Und an diese sechs Steckdosen müsste ich eine Dunstabzugshaube, eine Mikrowelle, einen Kühlschrank sowie Kaffeemaschine und Wasserkocher anstecken.

(An die anderen zwei Steckdosen eine Spühlmaschine und einen Herd.)

Nun scheint mir aber das eine Stromkabel recht überbelastet zu werden, oder etwa nicht…?

Wohlgemerkt wurde das so von einem Elektriker verlegt. Der muss das doch so verleget haben, dass man an die einzelnen Steckodsen alles mögliche (unabhängig voneinder) anschließen kann!

Tchja, jetzt ist guter Rat teuer :wink:

Vielen Dank schonmal im Vorraus!

Gruß

Neben dem Starkstromkabel führen drei
weitere Stromleitungen in die Küche. Dabei gehen zwei davon
jeweils einzeln zu einer Steckdose. An dem dritten Stromkabel
sind aber ganze sechs(!) Steckdosen angeschlossen.

Damit meinst du wohl Kabel vom Sicherungskasten, oder? Guck dir einfach mal den Sicherungskasten an und dort auf die Absicherung der einzelnen Sicherungen - i.d.R. sollten hier (wenn´s kein ur-alt Haus ist) 16 Ampere (16A) Sicherungen verbaut sein.

Jetzt könnte man ganz einfach rechnen: 16A x 230V = 3.680 Watt - dies ist die maximale Belastung, die du an die Sicherung hängen kannst. Guck dir einfach mal die Typenschilder an den Geräten oder in den Bedienungsanleitungen an und addiere alle Watt-Zahlen. Wenn du damit schon über (gerundet) 3.500 Watt bist, lass es direkt sein. Solltest du darunter sein, kommt es nur darauf an, ob beim Einschalten oder zu anderen Zeiten der Wert kurzzeitig überschritten wird -> dann wird dir immer die Sicherung ´raus fliegen.

Hei!

Das ist normal.
Extra Leitungen gibt es i.A. nur für die extremen Stromfresser Herd und DLH, Waschmaschine und (seltener) Spülmaschine. In den meisten normalen Wohnungen laufen alle anderen Steckdosen (alle! nicht nur die in der Küche!) über eine einzige Leitung und Sicherung. Oft hängt sogar noch das Licht mit daran.

Da die Anzahl der sonstigen Stromverbraucher im 1000 Watt-und-mehr-Bereich auch (derzeit noch) begrenzt ist (Kaffeemaschine, Wasserkocher, Staubsauger, Mikrowelle), und die auch eher selten alle gleichzeitig an sind, ist das auch akzeptabel.

lg, mabuse

(der beim Umbau seines Häuschens gerade die vier Dreifach-Steckdosen in de Kücke jeweils mit einer eigenen Leitung in 2,5 qmm zum Sicherungskasten verdrahtet hat - man weiss ja nie, was noch kommt)

Hier die Situation: Neben dem Starkstromkabel führen drei
weitere Stromleitungen in die Küche. Dabei gehen zwei davon
jeweils einzeln zu einer Steckdose. An dem dritten Stromkabel
sind aber ganze sechs(!) Steckdosen angeschlossen.

Ich würde mal sagen: Die beiden Leitungen zu Einzelsteckdosen versorgen Großverbraucher wie Spülmaschine, E-Herd oder Untertischgerät. Die andere versorgt die restlichen „Arbeitssteckdosen“. Wenn das so ist, dann passt das. Nix ändern.

Und an diese sechs Steckdosen müsste ich eine
Dunstabzugshaube, eine Mikrowelle, einen Kühlschrank sowie
Kaffeemaschine und Wasserkocher anstecken.

Mikrowelle und Wasserkocher kollidieren evtl., wenn sie beide gleichzeitig volle Kanne laufen. Der Rest fällt unter den Tisch.

(An die anderen zwei Steckdosen eine Spühlmaschine und einen
Herd.)

Sieh an, gut so. Spülmaschine und Backofen sind Verbraucher mit je gut 10A. Dafür sind einzeln abgesicherte Steckdosen da.

Nun scheint mir aber das eine Stromkabel recht überbelastet zu
werden, oder etwa nicht…?

Nein. Wieviel Watt hat der Wasserkocher, wieviel die Mikrowelle?
Summe > 3700? Dann nicht gelichzeitig lange anschalten. Die anderen beiden Stromkreise sind beim Backen bzw. beim Aufheizen des Spülwassers gut ausgelastet, da sollte man nichts weiter anschließen.

Wohlgemerkt wurde das so von einem Elektriker verlegt.

Ja, und zwar auf den ersten Blick ein guter.

Der
muss das doch so verleget haben, dass man an die einzelnen
Steckodsen alles mögliche (unabhängig voneinder) anschließen
kann!

Genau deshalb hat er Spülmaschine und Backofen eigene Stromkreise spedniert. Optimal wäre es gewesen, wenn er die Arbeitssteckdosen auch auf zwei Kreise aufgeteilt hätte - dann kann man auch „neuartige Küchengeräte“ mit Leistungshunger (Dampfkonvektomat z.B.) uneingeschränkt betreiben.