Hi ihr Germanisten,
anlässlich einer Frage im Musikbrett wurden zwei Versionen der Mehrzahl von „Requiem“ geliefert:
a) Requiems
b) Requien
Ich persönlich denke, dass a) richtig ist. Aber vielleicht irre ich?
Dank+Gruß,
Anja
Theoretisch wäre auch noch möglich:
c) Requiem
d) Requieme
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Im Web habe ich folgende Infos gefunden:
Requiem, das; -s, -s /österr. Requien [… i-em]
(www.dwds.de)
Das bedeutet also, dass „Requiems“ im Hochdeutschen richtig ist, und im österreichischem Bereich geht auch „Requien“.
Gruß
Markus
Noch zur Ergänzung
Moin!
Da ich den Duden sowieso grad wieder auf hab:
Re|qui|em […], das; -s, -s, österr. auch: …quien […; spätmhd. requiem, nach den ersten Worten des Eingangsverses der röm. Liturgie »requiem aeternam dona eis, Domine«= »Herr, gib ihnen die ewige Ruhe«; lat. requies= (Todes)ruhe]:
-
(kath. Kirche) Totenmesse (a): ein R. halten.
-
(Musik) a) 1Messe (2), die das Requiem (1) zum Leitthema hat;
b) dem Oratorium od. der Kantate ähnliche Komposition mit freiem Text.
© Duden - Deutsches Universalwörterbuch, 5. Aufl. Mannheim 2003 [CD-ROM].
Gruß,
Christiane
und deswegen, liebe Diskutanten, ein heftiges Plädoyer für den Plural „Requien“ - in Kakanien kennt man sich aus, was die Zutaten für eine schöne Leich betrifft.
Jedes fahrlässig verwendete Plural-s ist eine Infektionspforte für die Apostrophitis - wenn es Alternativen gibt, tragen die zur Immunisierung bei.
Der Duden richtet sich, wo es mehrere Möglichkeiten gibt, in der Hauptsache nach Usus und Mehrheiten, und die kann man durch Hartnäckigkeit verschieben.
Schöne Grüße
MM
… ich versteh das Gesülze zwar nicht ganz, aber meine Sprachgefühl würde auch „Requien“ bevorzugen.
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Korrektur…
Ich persönlich denke, dass a) richtig ist. Aber vielleicht
irre ich?
Ich meinte natürlich b)… wollte nur meine bevorzugte Version nicht an erste Stelle setzen *g
Danke Euch,
bleibe bei Requie n.
Gruß,
Anja
Hallo Markus,
im vorliegenden Fall - der Hl. Duden sagt: „nur in Österreich“ und das Gefühl sagt: „klingt aber komisch“ - sollte das Gefühl schon beschreibbar sein.
Das gilt nicht für den zugegeben arg subjektiven Zusammenhang „Requiem und Zentralfriedhof“, aber schon für die Pluralbildung mit -s, die - meine These - kein so unangenehmes Gefühl verursachen würde, wenn sie nicht durch die „Special´s“ bei „Fritz’s Kiosk“ (jeden Freitag zur Happy Hour eine Portion „Pomme’s Frit`s“ zur Currywurst grati’s) einen Beigeschmack von Barbarey angenommen hätte.
Schöne Grüße
MM
sag’s auf Deutsch
Hallo Anja,
sobald man die urspüngliche Bedeutubg kennt (requiem aeternam ist ja Akk. sg.) bleibt eleganterweise nur die Übersetzung: Totenmesse(n).
Andreas, noch sehr lebendig
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Zentralfriedhof (offtopic)
Hallo Martin,
Das gilt nicht für den zugegeben arg subjektiven Zusammenhang
„Requiem und Zentralfriedhof“,
So subjektiv vielleicht gar nicht. Kann mich an vier Germanistik-
komilitonen erinnern, die eine Seminararbeit ueber vier (verstorbene)
Autoren schrieben, die allesamt ihre letzte Ruhestaette auf dem
Wiener Zentralfriedhof gefunden haben. In mindestens einem Viertel
der Arbeit, kam „Requiem“ als Thema vor. Die vier Studenten haben
sich dieses Thema uebrigens hauptsaechlich deshalb gesetzt, weil
sie damit eine Ortsbegehung inszinieren konnten (wir haben in
Muenchen studiert). Es soll sehr lustig und ausgelassen und auch
feucht zugegangen sein.
Gruesse, Elke