Meidet Banken, die ethische Grundsätze verletzen

wenn man den gerüchten Glauben schenken darf: I. CONSORS:

Gerüchte:
aus „Analystenkreisen“, Maklern, „Insidern“ (muss zugeben, dass da auch
ehemalige Frust-Mitarbeiter bei sind)

Consors wird zum 01.01.2002 die Konditionen im ActiveBroking um
mindestens
die Hälfte nach oben setzten, da die Kostendeckung durch Ihre
Focussierung
auf reine Heavytrader im Gegensatz zu anderen Direktbanken sonst
wirtschaftlich nicht mehr händelbar ist. Die Schmidtbank ist ja
angeblich
schon an der Grenze Ihrer EK-Quote und kann sich auch aus BiRiLiG- und
KWG-Gründen nicht an deren Kapital herausziehen. Wenn in wir hier eine
baldige Festverzinsliche Anleihe im größerem Rahmen von der Schmidtbank
erwarten?
2.
Harter Tobak ist m.E. nach das Gerücht, das Consors durch die Deutsche
Bank
geschluckt werden soll, die sich dann aber von den Kleinanleger analog
der
damaligen Beinahe-Fusion DB/DreBa verfahren werden sollte.
Wahrscheinlich
hat hier nur jemand in Frankfurt die Gebäude der Commerzbank und der
Deutschen Bank nicht unterscheiden können, als Schmidt sen. + Sohn mal
wieder zu stundenlangen Verhandlungen ins schöne Hessen kamen.
3.
Das Consors das Wasser bis zum Hals steht vermute ich schon deshalb,
weil
man nicht nur in jede Richtung nach einem kapitalstarken Partner
unabhängig
vom wirtschaftlichen Nutzen (hat die Comdirect die echten
interesseanten
Kunden für eine Trade-orientierte Bank oder wäre hier nicht ein
größerer und
stärkerer Partner sinnvoller?) sich umsieht, sondern dass auch in den
letzten Tagen immer wieder zu hören ist, dass im Management der eine
oder
andere das Unternehmen verlässt. Wohl nicht ganz die Zielgruppe der 170
abzubauenden Stellen.
4.
Apropos BiRiLiGesetz und Quartalsberichten:
Inwieweit sind die Transaktionszahlen in den Quartalsberichten
tatsächliche
Orders? Habe ich die Antwort bei Consors selbst gefunden? Da steht
folgendes in den: FAQ´sFrequently Asked Questions rund um den Consors
Trader

…„Was ist der Unterschied zwischen Orders und Transaktionen? Orders
werden
an die Börse geschickt. Transaktionen brauchen Sie lediglich, um Ihr
Depot
zu pflegen. Eine Weitergabe an die Börse erfolgt nicht. Durch
Transaktionen
ist es möglich, auch „virtuelle“ Depots zu betreiben und deren
Entwicklung
zu verfolgen“…

Wahrheiten:
Eigen-Recherche (für alle mit ein wenig Aufwand nachvollziehbar),
Presse,
Investor-Relation-Mitteilungen

Die Glaubwürdigkeit des Managements sinkt momentan massivst in der
Öffentlichkeit ab, so fiel beispielsweise neulich der Süddeutschen
Zeitung
auf, das die schwindenden Kundenzuwachszahlen immer schöner geredet
wurden(http://www.sueddeutsche.de/index.php?url=/wirtschaft…
dex.php aber auch http://szonnet.diz-muenchen.de/REGIS_A13202420 ),
aber
auch die Analysten scheinen KM Schmidt nicht mehr Recht Glauben
schenken zu
wollen. (Siehe auch:
http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel88174.php
)

dazu eine Frage
Hallöchen,

da ich derzeit keine Zeit habe, mich mit den aufgeführten Mutmaßungen und Unterstellungen auseinanderzusetzen, möchte ich nur eine Frage stellen, die sich mir nach der Lektüre des Beitrages aufdrängt: Was hat das ganze mit ethischen Grundsätzen zu tun?

Gruß
Christian

es kann doch nicht angehen, dass Consors auf Ihren Seiten ein DAB-Forum für geschädigte Kunden einriuchtet, aber vorhat, sich den gleichen Stiefel (exorbitante Preiserhöhung) ein bisschen später anzuziehen!

Kunden habenin meinen Augen durchaus ein Recht darauf nicht für irgendeinen profitgeilen Vorstand verheizt zu werden, oder?

noch zwei Fragen
Hallo zauberin,

Kunden habenin meinen Augen durchaus ein Recht darauf nicht
für irgendeinen profitgeilen Vorstand verheizt zu werden,
oder?

also sind Preiserhöhungen generell unmoralisch? Oder genauer: Ist es also ethisch gesehen eher gerechtfertigt, daß ein Unternehmen Mitarbeiter entläßt, als daß seine Kunden einen kostendeckenden Preis für eine Dienstleistung bezahlen?

Die Fragen nur, damit ich Dich richtig verstehen kann.

Gruß
Christian

also sind Preiserhöhungen generell unmoralisch?

nein, definitiv nicht, aber wenn ein unternehmen sich als Retter der Armen tituliert und sobald eben diese „Armen“ als Kunden da sind, diese mit einer gleichen oder höheren Preiserhöhung konfrontiert, ist es moralisch ziemlich verwerflich.

Dast ein Unternehmen Mitarbeiter entlässt ist ethisch (sofern es sich auch um entsprechende Abfindungen kümmert) durchaus nicht verwerflich, es ist der Gang der Dinge. Es ist aber eher noch hervorzuheben, dass dadurch die weiteren Arbeitsplätze finanziell gesicherter sind.

Bei consors gab es keine umwerfenden Abfindungen, ein Sozialplan gab und gibt es aufgrund der soziagraphie(richtig?) nicht,das mitarbeiterdurchschnittsalter liegt bei 26 Jahren, was soll da ein Sozialplan…

interessant… kostenddeckend zu arbeiten ist also ethisch verwerflich und hochgradig unmoralisch.

Den merke ich mir.

Gruß ivo

richtig so Ivo:

meine Freundin arbeitet bei der DAB bank AG, wenn jemand jetzt erzählt, dass das ein Gaunerbetrieb ist, müsste sie wohl anschaffen gehen…

Hallo,

aus Deinem Posting spricht eine merkwürdige Sicht der Banken. Das sind gewinnorientierte Betriebe, alles andere ist nur Gewäsch für bunte Prospekte. Eine Bank finanziert eine Bordellerweiterung nach den gleichen Gesichtspunkten, wie es beim Anbau des kirchlichen Gemeindehauses geschieht. Die Bank will eine Besicherung, möglichst eine heftige Übersicherung und sie will wissen, ob und wie der Kredit nebst Zinsen zurückgeführt wird. Das Wort Ethik müssen Banker nicht einmal buchstabieren können. Die handeln mit Geld, wie andere Leute mit Konserven handeln. Und wenn irgend durchsetzbar, dann erhöht eine Bank ihre Preise, wie das jeder andere Höker auch macht.

Gruß
Wolfgang

Bankmenschen und Ethik
Hallo Wolfgang,

Eine Bank finanziert eine
Bordellerweiterung nach den gleichen Gesichtspunkten, wie es
beim Anbau des kirchlichen Gemeindehauses geschieht.

Dazu nur eins: Wir hatten die Chance, den Beate Uhse-Börsengang allein zu mahen und haben es dann ganz abgelehnt. Aus moralischen Erwägungen, denn wie sähe es denn aus, wenn unser altehrwürdiges Haus…

Die Bank
will eine Besicherung, möglichst eine heftige Übersicherung
und sie will wissen, ob und wie der Kredit nebst Zinsen
zurückgeführt wird.

Auch dazu noch ein Wort von mir: Von meinen rund 25 Fällen habe ich grad bei drei Sicherheiten. Es ist einfach so, daß Sicherheiten ab einer gewissen Größenordnung (und wenn nicht ein bestimmtes Objekt finanziert wird) nichts mehr bringen. Liquidationserlös bei normaler Pleite: 3-5%. Liquidationserlös bei Sicherheiten 10-50%, meist umd die 25%. Da lohnt die ganze Arbeit nicht, soviel ist sicher (sic!).

Das Wort Ethik müssen Banker nicht einmal
buchstabieren können.

Das möchte ich für mich aber zurückweisen. Wenn irgendwann mein aktueller Pleitefall durch ist, wird sich hier jeder ein Bild davon machen können, daß es da einen Unterschied gibt, zwischen Bankmenschen, die der Kunde auch was interessiert, und Bankern, bei denen das Geld im Vordergrund steht. Witzigerweise hat sich die „ethisch“ vertretbarere Vorgehensweise als die richtigere erwiesen. Hätten wir nach meinen Kollegen gehandelt, hätten wir nun DM 1,8 Mio. und 60 Menschen ihren Arbeitsplatz im April 2001 verloren. Nun arbeiten diese Menschen heute noch und wir werden aller Vorraussicht nach nur TDM 750 verlieren. Das hat mich zwar reichlich Arbeit und Anstrengung im Kampf mit gewissen Kollegen gekostet, aber ich befinde für mich weiterhin, daß sich das gelohnt hat. Ein gewisses Maß an Respekt dem Kunden gegenüber hat noch nie geschadet. Es ist vor allem wichtig, sich vor Augen zu führen, daß der Kunde auch nur ein Mensch ist. Entweder Geschäftsleitung oder Angestellter. Aber leider, leider hat das in der Tat noch nicht der Großteil meiner Kollegen begriffen.

Die handeln mit Geld, wie andere Leute
mit Konserven handeln. Und wenn irgend durchsetzbar, dann
erhöht eine Bank ihre Preise, wie das jeder andere Höker auch
macht.

Da stimme ich Dir schon zu. Nur warum soll ich gegenüber einem Konzern mit DM 2 Mrd. Umsatz gegenüber Zugeständnisse bei den Zinsen machen, wenn ich genau weiß, daß er aktuell bei anderen Banken 0,2% mehr bezahlt? Da wäre dann wohl ich, der da nicht fair behandelt wird.

GrußC
Christian