Hallo,
Ich habe meinen Anwalt beauftragt, mir aus einem Vertrag mit einem Fitnesstudio, welches mir unter vorspielen falschen Tatsachen angedreht wurde, zu helfen. Anfangs hat er mir den Rat gegeben, die Lastschrift zu widerrufen, dem Inhaber mein ärztliches Attest vorzulegen und den Vertrag vorsorglich zu kündigen. Ich habe das auch so wie mir der Anwalt empfohlen per Einschreiben mit Rüchschein an das Studio geschickt. Der Anwalt meinte, dass die Gegenseite reagieren soll (Mahnungen, Mahnbescheid…). Nach einigen Tagen hat mein Anwalt mir dann angeboten, dass er mit dem Inhaber telefonieren möchte, um diesem einen Deal vorzuschlagen. Ich habe erst gemeint, ob es nicht besser sei, erst mal auf die Reaktion zu warten aber er hat dann doch mit der Gegenseite verhandelt. Ich habe heute selber nochmal mit dem Inhaber des Studios gesprochen und dieser hat mir gesagt, dass mein Anwalt auch sein Anwalt sei. Da war ich erst mal sprachlos. Mein Anwalt hat mir davon nichts gesagt, er hat lediglich erwähnt, dass er die Frau vom Inhaber kenne aber nicht, dass er die Firma schon mal vertreten habe.
Handelt es sich in diesem Fall nicht bereits um Parteiverrat nach §356 StGB?