Mein Baby wird operiert

Hallo liebe Eltern,

Mein 8 Monate alter Sohn geht morgen ins Krankenhaus und wird am Dienstag operiert. Er hat einen Hodenhochstand und die Leiste wird dann ebenfalls zu gemacht. Sein Hoden ist noch sehr weit oben in der Bauchgegend, weshalb auch ein größerer Schnitt
gemacht werden muss. Die OP soll 2 Stunden dauern.
Wer hat diese Erfahrung schon gemacht und kann mir mal erzählen, wie es euch dabei ging. Wie schnell werden sie wieder aktiv und haben sie arge Schmerzen? Es ist zwar ein Routineeingriff, aber ganz wohl ist mir trotzdem nicht dabei.

Danke im Vorraus!

Hallo,
da das schon morgen passiert, kommt mein Rat eventuell zu spät:
in vielen Krankenhäusern gibt es Selbsthilfegruppen für Eltern, deren Kinder operiert werden oder einen längeren Krankenhausaufenthalt durchstehen müssen.
Geh mal z.B. auf
http://www.akik.de/
und sieh nach, ob es etwas in der Art bei euch gibt. Dort kannst du neben den Erfahrungsberichten, nach denen du hier fragst, konkrete Hilfe für die Zeit im KH erhalten und eventuell auch Kontakt zu Eltern bekommen, die schon mal in der gleichen oder ähnlichen Situation wie ihr wart.

Alles Gute!

Gruß
Elke

entschuldige, elke, aber

Selbsthilfegruppen für
Eltern, deren Kinder operiert werden

kann man denn nicht mal einfach etwas als gegeben hinnehmen und zwar OHNE in pawlowschem reflex an selbsthilfegruppen zu denken?

herrgottnochmal, wer würde nicht besorgt sein, wenn das kind, zudem ein baby, ins krankenhaus oder sogar operiert werden müsste. dass aber schon bei routineeingriffen selbsthilfegruppen empfohlen werden, geht mir entschieden zu weit. was sollen denn die leute machen, wenn sie mal vor richtigen problemen stehen?

versteh mich nicht falsch: ins kissen zu heulen, alle leute verrückt machen vor sorge, die ärzte nerven - alles normal und verständliche reaktionen. aber mit der institutionalisierung von - sorry - schon den banalsten ängsten ist doch niemandem gedient.

liebe grüße
ann

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Hallo und guten Abend,

ich verstehe sehr gut, dass du dir Sorgen machst. Auch wenn es ein Routineeingriff ist.
Du wirst aber sehen, es ist alles gar nicht so schlimm.
Dein Sohn wird nach der Op Schmerzmittel erhalten und somit recht schmerzfrei sein.
Meine Kinder haben Narkosen immer nicht so gut vertragen und mussten immer viel spucken. Aber das war schon das Schlimmste :smile:
Sicher wird er nach der Op den größten Teil des Tages noch schläfrig sein. Und das ist auch gut so.
Und du wirst sehen, danach ist er wieder schnell fit und ihr könnt nach Hause.

Alles Gute ich drück euch die Daumen,

lulea

owt ein sternchen rüberreich.

gruss na_nu?

hi,

ich kann dir nur anraten - auch wenn es schwer ist ruhig blut zu bewahren…

klar macht man sich immer sorgen und hat immer angst dass beim eigenen baby der soundsovielste schlimme fall eintritt…aber wir haben gute ärzte das baby is ja fit, von daher bekommt es alles was es braucht. es wird etwas geschlaucht sein nach der op u. was gegen die schmerzen bekommen - und es ist bestimmt bald vergessen :smile:

von daher versuche die nerven zu schonen und versuch dem baby ruhe zu vermitteln - nicht dass es von der „panik“ noch angesteckt wird…

is schwer - aber ich denke das wäre fürs baby am hilfreichsten - um die op kommt es ja nicht rum…

good luck u. lg

Hallo,

herrgottnochmal, wer würde nicht besorgt sein, wenn das kind,
zudem ein baby, ins krankenhaus oder sogar operiert werden
müsste. dass aber schon bei routineeingriffen
selbsthilfegruppen empfohlen werden, geht mir entschieden zu
weit. was sollen denn die leute machen, wenn sie mal vor
richtigen problemen stehen?

Aber warum nicht Hilfe annehmen.
AKIK organisiert z.B. bei Kindern, die ins Krankenhaus müssen, Übernachtungsmöglichkeiten für Eltern (wenn die von weiter weg herkommen und sich kein Hotel leisten können, oder wenn es kein Rooming in gibt, oder auch nur, damit man bei jemand wohnt, wo man vielleicht mal das kleinere Geschwisterkind lassen kann, wenn man ins KH zum operierten Kind eilt.
Außerdem gibt es da Tipps, wie man Kinder auf Operationen vorbereitet (was bei einem 9monate alten Kind nicht wirklich so nötig ist, deshalb habe ich es auch nicht gesondert erwähnt).
Dort gibt es Infomaterial über häufige Operationen und Tipps, wie man als Eltern mit Ärzten und Krankenschwestern gut umgeht.
Vieles sind Tipps, die dir sofort einfallen, aber vielleicht einem Elternteil unter Stress nicht direkt greifbar sind.
Warum, wenn es solche Hilfe gibt, sie einfach ablehnen, weil es einige nicht für nötig halten?
Kann ja sein, dass der UP das nicht will und nciht braucht, fein, aber für andere ist das eine willkommene Resource.

versteh mich nicht falsch: ins kissen zu heulen, alle leute
verrückt machen vor sorge, die ärzte nerven - alles normal und
verständliche reaktionen. aber mit der institutionalisierung
von - sorry - schon den banalsten ängsten ist doch niemandem
gedient.

Du verstehst völlig falsch, was ich AKIK anbietet und was ich damit helfen wollte.
Gerade das Ärzte nerven und die Krankenschwestern verrückt machen - damit tut man weder sich noch seinem Kind einen Gefallen und es gibt bessere Wege mit diesen Ängsten umzugehen. Und gerade das „wie gehe ich mit meinem Kind um“ ist etwas, was viele in diesen Situationen falsch machen, weil sie Halbinformationen irgendwoher haben und keinen brauchbaren Rat haben, wie man sich dem Kind zuliebe am besten verhält.

Gruß
Elke

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nein, elke, du verstehst nicht.
hihu,

Aber warum nicht Hilfe annehmen.

die eltern brauchen keine hilfe, sondern das kind. deshalb ist es im krankenhaus und wird versorgt. eltern selbsthilfegruppen anzubieten heißt, die dinge zu vertauschen. und ich möchte sie eben gern wieder in rechte licht gesetzt haben.

toll, wenn die eltern/-teile dort übernachten können. schön auch, wenn ärzte und schwestern nicht nur medizinisch, sondern auch im umgang mit den angehörigen kompetent sind - aber das ist doch kein gegenstand für eine selbsthilfegruppe für eltern!

ich gehe jetzt schlafen. denn ich muss morgen zu meiner one-woman-selbsthilfegruppe gegen augenleiden :wink:

gute nacht & schlaf schön
ann

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doch
Hallo

die eltern brauchen keine hilfe,

Natürlich brauchen die Eltern Hilfe, um dem Kind zu helfen.

sondern das kind.
deshalb ist es im krankenhaus und wird versorgt.

Aber es gibt ein Umfeld.

eltern
selbsthilfegruppen anzubieten heißt, die dinge zu vertauschen.

Vielleicht war „Selbsthilfegruppe“ der falsche Ausdruck, aber ich wusste nicht, ob AKIK überall aktiv ist. Das ist konkrete Hilfe zur Selbsthilfe, wie beschrieben.
An wen sollen Eltern sich denn wenden? Nicht alle sind Selbtsorganisationstalente.

toll, wenn die eltern/-teile dort übernachten können. schön
auch, wenn ärzte und schwestern nicht nur medizinisch, sondern
auch im umgang mit den angehörigen kompetent sind - aber das
ist doch kein gegenstand für eine selbsthilfegruppe für
eltern!

Wie gesagt, vielleicht ist der Ausdruck falsch - aber solche Gruppen kamen über Selbsthilfegruppen ins Leben.
Es geht nicht darum, dass „betroffene Eltern“ im Kreis sitzen und über ihre Probleme sprechen (obwohl das bei chronische kranken Kindern durchaus seinen Platz hat), sondern es sind Resourcen, wie man z.B. an Informationen kommt oder eben praktische Dinge, wie Übernachtungsmöglichkeiten (bei einem chronisch kranken Kind kann das Überlebenshilfe sein).

Gruß
Elke

4 „Gefällt mir“

nein
hu,

Es geht nicht darum, dass „betroffene Eltern“ im Kreis
sitzen und über ihre Probleme sprechen (obwohl das bei
chronische kranken Kindern durchaus seinen Platz hat),

DOCH! und die machen alle blablasülz und nehmen sich schrecklich wichtig und tun sich leid.

sondern
es sind Resourcen, wie man z.B. an Informationen kommt oder
eben praktische Dinge, wie Übernachtungsmöglichkeiten

das sind selbstverständlichkeiten! die gibt es an der information des krankenhauses oder bei der jeweiligen krankenkasse.

(bei
einem chronisch kranken Kind kann das Überlebenshilfe sein).

wir sprechen von einem routineeingriff, elke!

jetzt bin ich aber wirklich wech.

tschüssi
ann

5 „Gefällt mir“

doch doch
Hallo,

Es geht nicht darum, dass „betroffene Eltern“ im Kreis
sitzen und über ihre Probleme sprechen (obwohl das bei
chronische kranken Kindern durchaus seinen Platz hat),

DOCH! und die machen alle blablasülz und nehmen sich
schrecklich wichtig und tun sich leid.

Warst du schon mal bei sowas?
Diejenigen, die ich kenne, da geht es um anderes:
Da geht es darum: Wie verhalte ich mich richtig? Wieviel Mitleid kann ich zeigen, wo wird es kontraproduktiv? Wie schaffe ich es, meinem kranken Kind genug zu geben und dabei die gesunden Geschwister nicht zu kurz kommen zu lassen?
Das sind Fragen, die Eltern in dieser Situation beschäftigen und bei denen es hilft, jemanden zu kennen, der ähnliches auch durchlebt oder bereits mehr oder weniger erfolgreich durchlebt hat.

wir sprechen von einem routineeingriff, elke!

Ja und? Erstens ist ein Routineeingriff, wenn er mich betrifft, nicht mehr Routine, weil ich das zum ersten Mal mitmache, zweitens ging deine Kritik an AKIK (o.ä.) schon sehr ins Allgemeine, weshalb ich da weitergegriffen habe. Ich bin in meinem ersten Posting sehr bewusst nicht auf den konkreten Krankheitsfall eingegangen, weil ich davon zu wenig weiß, habe aber auf eine Resource hingewiesen, die u.U. helfen kann (unter anderem dann, wenn dieser Thread im Archiv steht und andere Eltern vielleicht etwas früher vor einer Operation nach Information suchen).

Gruß
Elke

4 „Gefällt mir“

huhu,

wir sprechen von einem routineeingriff, elke!

Ja und? Erstens ist ein Routineeingriff, wenn er mich
betrifft, nicht mehr Routine, weil ich das zum ersten Mal
mitmache,

es geht aber NICHT um dich oder mich oder irgendeinen elternteil, sondern ausschließlich um das KIND. und das ist in den händen von routinierten ärzten.

lass uns diese diskussion hier beenden.

schönste grüße
ann

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Hallo,

es geht aber NICHT um dich oder mich oder irgendeinen
elternteil, sondern ausschließlich um das KIND. und das ist in
den händen von routinierten ärzten.

Das Kind ist aber nur für die Zeit des KH-Aufenthaltes in den Händen von Ärzten (ob sie routiniert sind, weiß ich nicht). Danach hat man das Kind zuhause und wie man aus dem Medizinbrett weiß, sind für viele die Vorgaben der Ärzte für die Zeit danach nicht genug. Man sucht sich auch Versicherung für das, was man gehört hat.
Und während das Kind im KH ist, haben die Eltern Bedürfnisse. Die mögen nicht so wichtig sein, wie die des Kindes (akut medizinisch), aber je besser sie erfüllt werden können, je besser geht es auch dem Kind.

Ich kenne deine Ablehnung aus diesem Brett gegenüber Bedenken/Methoden/Ansichten, die deiner Meinung nach früher alle besser geregelt waren, als Eltern noch Eltern waren und vieles instinktiv gelöst haben, ohne allzugroßes „Hirnen“. Aber ich verstehe nicht, warum du dich so vehement gegen Hilfen wehrst. Nur weil so etwas zu „unseren Zeiten“ nur begrenzt vorhanden war, heißt es nicht, dass sie nicht durchaus ihren Platz haben. Auch „zu unserer Zeit“ gab es jammernde Mütter, die vielleicht nicht in Selbsthilfegruppen, dafür im Kaffeekränzchen sich leid taten, weil ihr Kind krank war. Es gab aber auch solche, die nicht wussten, wohin mit ihren Sorgen und legitimen Fragen.

lass uns diese diskussion hier beenden.

Warum? Es wird zwar langsam off-topic, dennoch finde ich das Thema mit deinen letzten Aussagen nicht erschöfpft.

Gruß
Elke

5 „Gefällt mir“

Hallo Break,

Mein 8 Monate alter Sohn geht morgen ins Krankenhaus und wird
am Dienstag operiert. Er hat einen Hodenhochstand und die
Leiste wird dann ebenfalls zu gemacht. Sein Hoden ist noch
sehr weit oben in der Bauchgegend, weshalb auch ein größerer
Schnitt
gemacht werden muss.

Leider bin ich -vermutlich- zu spät um dir eine wirkliche Hilfe zu sein. Dennoch (für den Archiv), einen Vorschlag:

Ich bin der Meinung, daß in solchen Fällen wir nervös oder gestresst sind, weil irgendwie Angst eine Rolle spielt. Und diese Angst kommt, m.E. aus Unwissen. Wir wissen idR. wenig bis gar nicht was „Hodenhochstand“ ist. Es ist uns ein Rätsel warum so etwas entsteht. Aber vorallem, was die Ärzte bei der OP tun und weshalb. Ich denke, wenn man das alles in Erfahrung bringen würde (und zwar ohne „Fachkinesisch“), wäre alles viel erträglicher, stressfreier und tatsächlich für alle (nicht nur für den Ärzten und OP-Personal), also richtig „Routine“ für alle Betroffene.

Aus diesem Grund, bin ich schon angesprochen worden was, wie und warum eine bestimmt OP notwendig ist, wie diese durchgeführt wird und was das überhaupt ist. Ich habe daraufhin stets erlebt, daß die Angehörige, -wenn ich mich so ausdrücken darf- ein großes Haufen ruhiger, entspannter und „lockerer“ sind. Und entsprechend wirken auf das Kind (bzw. Kranker) und gehen so ganz anders mit dem Eingriff um.

Ich hoffe Dir hilft den Tipp.

Schöne Grüße,
Helena