MEIN Buch des Jahres!

Ich (34, w, verh., 2 Kinder, Raum München) bin eine absolute Leseratte und möchte Euch meinen Favoriten vorstellen. Neulich habe ich bei „Medical detectives“ (Crime Doku-Reihe bei VOX, mittwochs, 21.15 h) einen Experten gesehen, der auch eine Reihe von Büchern zum Thema Serienmörder und Profiling geschrieben hat. Über die Homepage von VOX bin ich dann auf die Homepage des Mannes (www.stephan-harbort.de) gekommen. Und dann habe ich mir sein neues Buch bestellt („Ich musste sie kaputtmachen“ - Anatomie eines Jahrundert-Mörders). Der Titel hat mich zunächst etwas abgeschreckt, aber der Inhalt war grandios. Auch wenn es ein wenig merkwürdig klingt (es geht inhaltlich um die Lebensgeschichte des wohl grausamsten Serienkillers der deutschen Kriminalgeschichte), das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite (insgesamt 384) sehr spannend geschrieben und darüber hinaus recht informativ. Sowohl die Arbeit von Mordkommissionen, aber auch Gerichtspsychologen wird genau diskutiert. Man merkt dem Autor an, dass er ein wirklicher Experte ist. Seine Sprache ist klar und ausdrucksstark, er ist ein blendender und leidenschaftlicher Erzähler. Hochinteressant fand ich die Entwicklung des Täters von einem unscheinbaren, wenig beachteten jungen Mann hin zu einem gefürchteten Serienmörder, der wirklich kein Erbramen kannte und wahllos Frauen, Männer und Kinder ermordete. Dass hautnah mitzuverfolgen (das Buch ist geschrieben wie ein Thriller), war hochinteressant. Allerdings ist das Buch nichts für Leute mit schwachen Nerven! Doch lesenswert ist es allemal.
Kennt noch jemand Bücher, die vergleichbar sind? Für Tipps bin ich dankbar.

Ciao,
Verena

Hallo Ilona!
Na, so ein Zufall! Vor kurzem habe ich ein interessantes Buch zum Thema Serienmörder gelesen - das dürfte Dich eigentlich interessieren. Es hieß „Der Zwang zur Serie : Serienmörder ohne Maske“ (ISBN 3548362273 Buch anschauen) Kannst es Dir ja bei Amazon mal anschauen… Und was mir spontan als Romane dazu einfällt:

  • „Hannibal“ von Thomas Harris (ISBN 3455026885 Buch anschauen), wobei das Buch einfach viel besser ist als der Film, in dem viel zu viel weggelassen wurde
  • die Bücher von Jeffrey Deaver, von denen ja eines als „Der Knochenjäger“ verfilmt wurde
  • die Bücher von James Patterson, auch da wurde eines („Denn zum Küssen sind sie da“) verfilmt
    Und ich hör jetzt mal besser auf, denn sonst gerate ich noch ins Schwärmen - und Du wolltest ja eher „wissenschaftliche“ Literatur, oder?!
    Grüße vom
    Sternchen

Noch was gefunden!
Habe noch mal ein bissel bei Amazon rumgesurft und noch was gefunden. Am besten Du schaust Dir die Sachen selber mal an:

  • „Die Seele des Mörders“ von John Douglas & Mark Olshaker (ISBN 3442129605 Buch anschauen)
  • „Anatomie des Mörders“ von den o.g. Autoren (ISBN 3442150965 Buch anschauen)

    Na toll, jetzt habe ich gerade Deine Lieblingsliste bei Amazon entdeckt! *grummel* Dann lass ich das jetzt mal lieber - bist ja offensichtlich schon Expertin auf dem Gebiet…

    Also, noch einen schönen Abend!
    Gruß vom
    Sternchen

Oh! In dem Zusammenhang kann ich auch „Wer war Jack the Ripper?“ von Patrica Cornwell (ISBN: 3455093655 Buch anschauen) erwähnen. Die Autorin ist selbst Expertin im Bereich Forensik und eher durch ihre „Kay Scarpetta“-Romane bekannt (auch sehr spannend). Das Jack-the-Ripper-Buch ist allerdings kein Roman, sondern rollt den Fall ziemlich wissenschaftlich neu auf. Hm, ich lese bei Amazon.de gerade, dass das Buch und die Lösung bei Forensikern zwar umstritten ist, auf mich hat es trotzdem einen ziemlich überzeugenden Eindruck gemacht.
Allerdings muss ich auch vor der Lektüre warnen: die einzelnen Morde sind wirklich extrem widerlich und dazu bis ins kleinste Detail beschrieben worden. Außerdem sind zumindest in der englischen Ausgabe zahlreiche Fotos der Leichen abgebildet… Mir hat es dann doch ein paar Mal den Magen ungedreht.
Trotzdem ist das Buch bis auf einige Längen, in denen sich die Autorin seeehr genau über Briefe des Mörders, Papier- und Stiftqualitäten etc. ausläßt, hochinteressant!

Hi Sternchen!

Meiner Meinunge nach ist „Hannibal“ im Vergleich zu den ersten beiden Serienkiller-Romanen von Thomas Harris echter Schund.
Man hat den Eindruck, dass ihm das gesamte Filmteam im Nacken saß und mitreden durfte, damit sie endlich den Film drehen konnten.

Die Geschichte ist völlig überflüssig - denn der Schluss vom „Schweigen der Lämmer“ war an sich klasse - und die Handlung an den Haaren herbeigezogen. Mal ganz zu schweigen von der nichtssagenden Brutalität.

„Der Rote Drache“ ist nach wie vor eines meiner Lieblingsbücher und man kann wohl sagen, dass mit dem „Schweigen der Lämmer“ vor allem wegen des Films dieser Serienkiller-Hype überhaupt erst ausgelöst wurde, aber „Hannibal“ ist einfach nur schlecht.
Dann doch lieber Mo Hayder und ihre „Behandlung“ - da zieht’s einem aber richtig die Schuhe aus! :smiley:

Viele Grüße
Silke