ich hatte eine 3,5-jährige Beziehung und wir wollten eigentlich heiraten. Eines Tages kam jedoch eine Frau zu mir, die sich als seine Ehefrau herausstellte. Dadurch habe ich erfahren, dass er von seiner früheren Ehe nie geschieden war. Danach haben wir uns unter großem Streit getrennt.
Das Problem ist, dass er mich auch vier Monate nach der Trennung nicht in Ruhe lässt. Er hat sich neue Telefonnummern besorgt und mehrere Fake-Instagram-Accounts erstellt. Wenn ich ihn blockiere, droht er mir mit Aussagen wie „Ich werde dich bloßstellen“ oder „Ich werde dein Leben zerstören“.
Deshalb habe ich Angst. Ein paar Mal habe ich mich sogar mit ihm treffen müssen. Wenn wir uns persönlich sehen, verhält er sich freundlich, aber danach droht er wieder und sagt, dass ich zu ihm kommen müsse und wir uns treffen würden.
Ich blockiere ihn inzwischen nicht mehr, weil ich davon ausgehe, dass er sich sonst einfach wieder eine neue Nummer besorgt. Außerdem kennt er meine Adresse.
Besonders große Angst habe ich davor, dass meine Mutter davon erfährt. Sie hat gesundheitliche Probleme und ich möchte nicht, dass sie durch diese ganze Situation zusätzlichen Stress bekommt. Auch deshalb belastet mich das alles sehr.
Meint ihr, dass die Polizei mir helfen könnte, wenn ich Anzeige erstatte? Er hat mir in der Vergangenheit auch Gewalt angetan, allerdings habe ich dafür keine Beweise. Im Moment habe ich nur Screenshots seiner Drohungen auf WhatsApp.
Ihr habt keine gemeinsamen Kinder, ihr lebt nicht zusammen, ihr seid nicht verheiratet. Also gibt es keinen Punkt, weshalb ihr unbedingt Umgang miteinander haben müsst.
“No Contact” und fertig, Du kannst ihm einmalig sagen, dass Du keinen weiteren Kontakt wünschst und Du das jetzt beenden wirst, ihn überall sperren wirst. Dann musst Du das auch entsprechend tun.
Gegen jeden Angriff kannst Du Schutz bei der Polizei suchen. Steht er vor der Tür: Polizei rufen. Versucht er Dich online bloßzustellen: Anzeige erstatten.
Umgeht er mit neuen Rufnummern Deine Blockade: Dokumentieren und zur Anzeige bringen.
Ansonsten kann vielleicht auch die Telefonseelsorge weitere Ansprechpartner, vielleicht auch Beratungsstellen für Gewaltopfer benennen. Der weiße Ring fällt mir da als erstes ein. Ob Du da richtig bist, kannst Du durch einen einfachen Anruf herausfinden.
Alles Gute und viel Kraft.
Mit jedem Nachgeben verlierst Du nicht nur ein Stück Deiner Grenzen, sondern gibst ihm auch einen Grund, seine Gewalt zu intensivieren.
Das ist ja der Horror! Zunächst erst mal mein Mitgefühl wegen deiner schwierigen Situation! Ich rate dir, dich von Experten beraten lassen. Die gibt es z. B. in Frauenhäusern. Es gibt da sehr viele Möglichkeiten, die man in Ruhe mit jemanden besprechen sollte, der Erfahrung hat:
Anzeige?
Wechsel von Handynummer und anderem?
kann er dich digital finden?
zeitweiliger Rückzug ins Frauenhaus?
und/ oder: Wie schütze ich mich in meinem Alltag?
Wie bleibe ich psychisch stark?
Und viele weitere Themen, die ich nicht kenne. Ziel sollte sein, dass du irgend wann wieder so gut und unbeschwert wie möglich leben kannst.
Weil er mich bedroht hat. Er sagte, wenn ich nicht komme, würde er zu mir nach Hause kommen. Er weiß, dass meine Mutter gesundheitlich angeschlagen ist und ich nicht möchte, dass sie dadurch zusätzlichen Stress bekommt.
Das kannst du doch gar nicht beurteilen. Ich auch nicht, aber ich nehme erstmal an, dass die Sache so ist, wie hier vorgetragen. Wenn ein Ex-Partner bereits gewaltätig war, bedrohlich und enthemmt ist (du bereits erlebt hast, dass er seine Gefühle nicht im Griff hat) und dreimal so stark wie du, kann die Situation extrem angsteinflößend sein.und natürlich zu recht als Bedrohung empfunden werden. Ob das schlau ist, darauf einzugehen, ist eine andere Frage.
Doch, das kann ich beurteilen: “Er sagte, wenn ich nicht komme, würde er zu mir nach Hause kommen.” - das ist keine Bedrohung. Andere Umstände wurden auf meine Frage nicht genannt, außer die Mutter, und daher lasse ich sie in meine Beurteilung auch nicht einfließen.
Ich sage das vor dem Hintergrund, dass dies das Rechtsforum ist und auch vor dem Hintergrund, dass ich der Fragestellerin eine Überraschung beim Kontakt mit Behörden ersparen möchte. Denn wenn das genauso der Polizei vorgetragen wird:
“Er hat mich bedroht!”
“Inwiefern bedrohte er Sie denn?”
“Er sagte, dass er zu mir nach Hause kommt!”
dann wird die Polizei auch sagen, dass das keine Bedrohung ist und die Polizei da nicht tätig werden wird. Wenn man vom Staat Hilfe will, muss man rechtlich fundiert vorgehen.
Hat die Fragestellerin ihm überhaupt schon gesagt, dass sie keinen Kontakt mehr wünscht? All das ist noch unklar.
Nein, wird sie nicht. Eine Drohung ist die glaubhafte Ankündigung eines zukünftigen Übels, um jemanden psychisch unter Druck zu setzen und zu einem bestimmten Verhalten zu zwingen. Das schließt nicht nur Drohungen gegen Leib und Leben ein, sondern auch gegen die persönliche Freiheit und genau das stellt die Ankündigung dar, im Falle des Nichtbefolgens der Aufforderung am Wohnsitz der betreffenden Person aufzutauchen, obwohl diese das ausdrücklich nicht will.
Nein, muss man nicht. Wenn man zur Polizei geht, reicht es völlig aus, wenn man einen Sachverhalt in eigenen Worten schildert. Die richtige Benennung oder gar die Aufzählung der einschlägigen Paragraphen ist absolut nicht notwendig.
Vor dem Hintergrund: wäre es möglich, wenigstens diesen einen Artikelbaum zur Abwechslung mal nicht durch Nickligkeiten zu zerfasern und die Diskussion so zielstrebig vom eigentlichen Thema wegzulenken?
Juti, lassen wir diese Diskussion erstmal hintenan stehen und orientieren uns am Wohl der Fragestellerin:
Mein Rat:
dem Mann mitteilen, dass du meinen Kontakt mehr wünscht (falls nicht schon geschehen)
keinen Kontakt mehr haben
falls er vor der Wohnung auftauchen sollte oder dich woanders besuchen sollte, Polizei rufen
falls er dich anderweitig kontaktieren sollte, dies der Polizei melden
Dass deine Mutter etwas mitbekommt (weil er bei dir auftaucht), musst du leider akzeptieren, anders geht es nicht.
auf keinen Fall auf irgendwelche Erpressungsversuche eingehen (“wenn du dich nicht mit mir triffst, komme ich nach hause”). Wenn du darauf eingingest, würde alles nur noch schlimmer, weil es eine endlose Aktion würde.
Du kannst auch einfach mal bei der Polizei vorbei gehen und deinen Fall schildern. Die sind meiner Erfahrung nach nett und bestimmt hilft dir so ein Gespräch.
Natürlich habe ich ihm gesagt, dass ich keinen Kontakt mehr möchte. Ich habe die Nachrichten als Beweis. Trotzdem hat er mich beleidigt und gesagt: ‚Ich werde dich vor allen bloßstellen, du wirst mit mir in Kontakt bleiben.‘ Außerdem sagte er: ‚Wenn du mit jemand anderem sprichst, wirst du sehen, wie ich dein Leben zerstöre.‘
Ich habe ihn überall blockiert. Innerhalb von vier Tagen erhielt ich über 100 Anrufe von ihm. Als er dann auch anfing, meine Freunde zu belästigen, habe ich schließlich abgenommen und gesagt: ‚Es reicht, hör auf damit.‘ Daraufhin schrie er wie verrückt und sagte: ‚Du wirst mir sagen, wo du bist und was du tust. Du wirst mich nicht blockieren, sonst werde ich noch Schlimmeres tun
ab zur Polizei. Ich würde erstmal einfach um ein Gespräch bitten. Also einfach zur nächsten Polizeiwache fahren und beim Empfang unten die Lage schildern. Dann wird jemand kommen, sich mit dir hinsetzen und sich das alles anhören. Wie schon gesagt, ich war schon öfter bei der Polizei wegen diverser Anliegen und machte immer eine gute Erfahrung auf den Polizeiwachen. Die Leute dort sind nett und bemüht.
Wie gesagt, mein dringender Rat: Hole dir Hilfe von Experten. Leider gibt es in Deutschland viele Frauen, die soetwas durchmachen müssen. Menschen, die solche Frauen beraten, haben daher Erfahrung, können Tipps geben und dich stärken.
Nicht nur Frauen müssen mit sowas Erfahrungen machen, manchmal trifft es auch Männer.
Was wohl für die Mutter der Threaderstellerin schwieriger wäre? Zu wissen, dass es jemanden gibt, der versucht, Stress zu machen, wobei die Tochter aber Grenzen setzt oder zu wissen, dass ihr Zustand begünstigt, dass die Tochter sowas mit sich machen lässt?
Ich rate dir, zuerst eine Beratungsstelle aufzusuchen oder zuerst einfach mal anzurufen.
Die Rufnummer ist überall in Deutschland 116016
Da dort keine Personen sitzen, die von Amts wegen ermitteln müssen, dürfen die auch praktische Hinweise geben, ohne den offiziellen Weg über eine Strafanzeige zu gehen.
Die Polizei hingegen muss beim Verdacht einer Straftat (und die liegt hier vor!) „amtlich“ tätig werden.
Da ich nicht weiß, welcher Weg für dich der sinnvollste ist, würde ich halt erst die Beratungsstelle anrufen.
Wenn du den ersten Beitrag gelesen hättest, würdest du endlich dein d**mes Schandm**l halten und nicht ohne jeden Anlass das Opfer zum Täter degradieren. Solche Vögel wie du sind der Grund, warum die fragende Person hierher kommt und nicht gleich zur Polizei.
Ich wünschte, Männer würden sich einfach raushalten, wenn Frauen sowas fragen. Du bist nicht, warst nicht und wirst nie betroffen sein von der beschriebenen Situation. Stattdessen kommst du schön männlich und empathielos mit Kritik an der Fragestellerin. Und natürlich musst du als Mann auch nicht 20s investieren, um die Informationen zu lesen, die die Fragestellerin schon am Anfang schrieb. Warum solltest du auch das Geschwafel einer Frau lesen? Du bist über jeden Zweifel erhaben und antwortest einfach auf das, was du anhand der Überschrift denkst.
Solange es Typen wie dich gibt, werden Frauen nicht gleichberechtigt behandelt werden. DU bist Teil des Problems.