Hallo,
mir liegt grad was schwer auf dem Magen. Ich habe mich vor 2 Jahren von meinem Mann getrennt. Da alles sehr schnell gehen musste, habe ich meine Tochter (damals 5)erstmal da gelassen um einiges zu klären (finanziell usw.). Später habe ich sie dann nicht wieder bekommen. Wir haben dann monatelang um das Aufenthaltsbestimmungsrecht gekämpft, es gab psychologische Gutachten usw. ICH habe letztendlich auf das Aufenthaltsbestimmungsrecht verzichtet, weil ich meiner Tochter das ganze Theater nicht mehr zumuten konnte und wollte. Ich hatte ehrlich die Hoffnung, dass er sie vernünftig behandelt. Jetzt allerdings, ein halbes Jahr nach meinem Verzicht, spitzt sich die Lage immer weiter zu. Meine Tochter geht inzwischen in die 2. Klasse. Sie hat, da mein Ex Vollzeit arbeitet und nebenher auch noch selbstständig ist, keine Hilfe bei den Hausaufgaben. Sie wird morgens um halb 8 von Ihrer Oma abgeholt und zur Schule gebracht (mein Ex geht um 5 aus dem Haus, solang ist sie ALLEIN). Mittags wird sie ebenfalls von Oma oder Opa (der Alkoholiker ist) abgeholt und bleibt dort bis ungefähr 19 Uhr am Abend, macht dort auch Hausaufgaben. Jetzt habe ich durch Zufall erfahren, dass meine Tochter in der Schule enorme Schwierigkeiten hat und wahrscheinlich das Jahr wiederholen muss, sollte sich nicht schnell etwas ändern. Hinzu kommt, dass mein Mann mich als „bekloppt“ hinstellt (auch vor der Kurzen), weil ich 2007 an Depressionen erkrankt war und eine Therapie gemacht habe. Jetzt, 2,5 Jahre später, erklärt er meiner Tochter das genaue Krankheitsbild: Das ich nichts auf die Reihe bekomme, nicht in der Lage wäre, einen Haushalt zu führen und und und. Dann hat er vor ungefähr 8 Wochen einen Brief von meinem Anwalt bekommen, in dem ich verlange, dass er mir Spielzeug von der Kurzen abgibt. Ich habe nämlich kaum etwas hier und ich kann nicht alles neu kaufen. Hinzu kommt, dass die Sachen, die ich haben möchte, alle meine Mutter gekauft hat. Ebenfalls möchte meine Oma (82) gern die 1200 Euro wiederhaben, die er sich vor 3 Jahren von ihr geliehen hat. Und diesen Anwaltsbrief (und auch alle in Bezug auf das Auenthaltsbestimmungsrecht) hat er meiner Tochter vorgelesen. Ich bin aus allen Wolken gefallen. Ich habe mit dem Jugendamt gesprochen, dort riet man mir, mit meinem Ex zu reden und mit der Kurzen zum Kinderpsychologen zu gehen. Ich habe mit dem Kinderarzt gesprochen, der mir auch eine Psychologin empfohlen hat. Mein Ex müsste allerdings dazu sein Einverständnis geben. Und genau das tut er nicht. Zitat: Nur über meine Leiche!!! Normalerweise müsste ich jetzt einen neuen Antrag stellen auf das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Nur hat meine Tochter (verständlicherweise) Angst vor Gutachtern, Richtern usw. Zumal sie zu Hause in dem Fall, wie beim letzten Mal auch, massiv unter Druck gesetzt würde und über mich Lügen erzählt würden. Beispiel: Meine Tochter versteckt vor mir ihr Taschengeld, weil ihr eingeredet wurde, ich würde es ihr sonst stehlen. Hat jemand vielleicht ähnliches erlebt, oder ähnliches im Bekanntenkreis? Ich MUSS, wenn ich aufs Aufenthaltsbestimmungsrecht klage, auch gewinnen, ansonsten geht meine Tochter unter. Bitte bitte gebt mir Tips, was ich sonst noch tun könnte. Ich danke schon mal im Vorraus…