Mein Fußboden ist ziemlich kalt, wie kann ich

der Fußboden besteht aus Holzdielen, es zieht immer durch die Ritzen und ich habe auch keinen Keller. Wie kann ich das ändern und trotzdem das Holz sichtbar erhalten ??

Teppich drüber.

Danke, denn so wurde es in der Regel auch früher in der guten Stube gemacht.

Hallo…2109

Du schreibst, dass du keinen Keller hast. Trotzdem zieht es durch die Ritzen im Fußboden?
Vielleicht solltes du erst einmal beschreiben, in was für einer Art von Haus du wohnst. Wie kann denn die Kaltluft unter den Fußboden gelangen? Ist der Fußboden zum Erdreich hin isoliert oder ist es vielleicht „Aufsteigende Kälte von unten“?
So pauschal lässt sich deine Frage nicht beantworten. Und mit der Antwort „Teppich drüber“ ist dir ja auch nicht geholfen, wenn du die Holzoptik erhalten möchtest…

MfG… Jörg

Hallo Jörg,

wenn man in einem alten Haus wohnt, dann muss man sich mit den Gegebenheiten und baulichen Eigenheiten des Objektes auseinander setzen und damit leben wie es ursprünglich gedacht war, wenn man keine Totalsanierung machen will.

Ich stelle mir bei den Temperaturen auch kein Zelt in den Garten, weil ich das optisch chick finde und erwarte dann, dass es im Zelt mollige 28 Grad hat, nicht zieht, der Boden warm ist und ich am besten noch fließend Wasser und ne Einbauküche drin habe.

Alte Häuser auch ohne Keller haben meistens eine Schüttung aus Sand und Steinen als „Fundament“ unter den Dielen und da kann die Luft des Raumes natürlich drum herum zirkulieren, was ja auch gewollt ist bis zu einem gewissen Maße, da sonst die tragenden Balken weg faulen. (Luft von außen ist da eher wegen des kompakten Materials unwahrscheinlich) Gut, wenn es draußen etwas kälter wird, dann merkt man es eben etwas mehr - und da alte Häuser generell nicht dicht sind, muss es noch nicht mals an den Dielen liegen, wo es durch weht, sondern an einer generellen Luftzirkulation im Haus. Um diese zu vermeiden oder zu begrenzen hat man früher auch zwischen den Türen u.a. Schwellen gehabt, welche man aber der Optik und der Stolpergefahr wegen nach einer Bodensanierung oft nicht mehr eingebaut hat. Es würde also helfen diese Schwellen in kombi mit einer geschlossenen Tür wieder herzustellen.

Eine konstante Luftzufuhr auch von außen war bei Häuser deren Räume überwiegend mit Holz befeuert wurden erwünscht und ist heute je nach Ofengröße auch noch vorteilhaft. Wir haben einen großen Ofen im Wohnzimmer stehen und wenn der richtig an ist, zieht der natürlich Sauerstoff und das löst unwillkürlich eine Luftzirkulation aus, welche sich beim Sitzen in dünnen Socken als Luftzug bemerkbar macht - als unangenehmer Lutzug, weils ja kühle Luft ist die aus dem Treppenhaus nachzieht.

Da hilft nur: Teppich um die Zirkulation und ggf die aufsteigende kühle Luft von unter den Dielen an den Stellen wo man gemütlich sitzen will zu reduzieren, dicke Socken, ne Decke um die Beine/Füße. So sitze ich übrigens auch an meinem Schreibtisch im Winter.

Wir wollen manchmal Dinge, die einfach nicht möglich sind und entfernen uns einfach von dem Ursprung. Wenn man in einem Haus wohnt, dann muss man sich mit seiner Geschichte auseinader setzen und das was ist ein Stück weit auch akzeptieren. Jede Bauepoche hat seine Vor und seine Nachteile was die Nutzung anbelangt. Speziell das Thema Dielen und alte Häuser - in den guten alten Stuben lag immer ein guter Teppich. Die Dielen waren meistens aus billigen Holz, so dass die eh niemand sehen wollte. Und wenn man absolut das Holz sehen mag, dann sollte man das Vergnügen vielleicht auf den Sommer reduzieren in dem man dann auf die Teppiche verzichten kann.

Gruß,
Alexandra

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Moin,

Du schreibst, dass du keinen Keller hast. Trotzdem zieht es
durch die Ritzen im Fußboden?

aus gutem Grund.
Wenn man wie früher mit mehreren Öfen heizt, muß die Luft ja irgendwo herkommen.
In meiner Hausfront gibt es zwei Öffnungen, die zwischen Keller und Erdgeschoss liegen.
Dort wurde früher die Luft von außen angesaugt, damit die Bewohner nicht erstickten. Die Böden durften dann natürlich auch nicht allzu dicht sein.

Gandalf