Hallo Anna,
Hallo Yvonne,
und zwar in Fällen, wo der Hund aus Angst reagiert.
das Ding ist nur, keiner hier weiß, weshalb der Hund gebissen
hat.
Meiner Meinung nach geht aus dem UP einiges hervor.
Dass er einen Grund hatte, steht außer Frage (Angst,
Schmerzen, usw.). Den Hund schütze ich bestmöglichst, indem
ich die Ursache seines Verhaltens abklären lasse durch
Tierarzt (danke für den Hinweis, Archie) und Hundetrainer
und dann entsprechend reagiere.
Auf jeden Fall.
Aber auf dem Weg dorthin
sollten nun wirklich nicht noch mehr Menschen zu Schaden
kommen, darum bleibe ich bei meiner Reihenfolge, erst Mensch,
dann Hund.
Ich denke, dass der Besitzer nicht nur etwas betrunken war. Und ein bisschen an der Leine gezogen??? Und wieso saß der Hund in der Ecke??? Manche Dinge passen halt einfach nicht zusammen.
Denn wir Menschen machen die Tiere zu dem was sie sind.
Darum arbeiten Hundetrainer ja auch in erster Linie mit dem
zugehörigen Menschen. Da kann ich mich nur wiederholen, ab zum
Profi.
Das habe ich doch gar nicht bestritten.
Und wir haben
nicht das Recht, mit „schwächeren“ Geschöpfen so umzugehen,
wie wir es tun.Dennoch kann die Schlussfolgerung in dem Fall doch nicht sein,
dass ein Hund, der massiv (beide Arme und Hände!) gebissen
hat, noch dazu ohne dass sein Herrchen zur Zeit den Grund
kennt und offenbar ohne dass sein Herrchen frühere Drohgesten
lesen und erkennen kann,
Kein Grund??? mhm, betrunken, an der Leine gezogen, in der Ecke gesessen - wahrscheinlich hat sich sein Herrchen dann noch über ihn gebeugt…
keinen Maulkorb in der Öffentlichkeit
tragen muss, weils so unbequem für das arme Tier ist.
Ich wehre mich nur dagegen, in solchen Fällen das Tier nach hinten zu stellen.
Abgesehen davon frage ich mich, wer „wir“ ist, und was Du in
dem Fall mit der Art und Weise meinst, in der „wir“ mit
anderen Lebewesen umgehen?
Mit „wir“ meine ich uns Menschen generell. Ich bin einfach der Meinung, dass wir zu vielen Dingen kein Recht haben. z.B.: Ich habe kein Problem damit Fleisch zu essen, dass ist ganz normal. Aber ich habe ein Problem damit, wie wir dir Tiere halten. Ich gebe auch zu, dass ich in Bezug auf Tierschutz oft eine sehr harte Meinung vertrete. Aber ist halt so.
Und m.E. nach geht es hier nicht um einen ständig gefährlichen Hund, sondern um einen, der mit der Situation überhaupt nicht klar kam. Und natürlich muss man aufpassen, dass sich daraus nicht schlimmeres entwickelt. Trotzdem sehe ich halt meistens in erster Linie das Tier als Opfer. (wenn Kinder von Hunden totgebissen werden, ist das natürlich grauenvoll und sie sind dann auch Opfer und sowas geht gar nicht - ich frage mich aber dann halt auch, was hat den Hund zu dem gemacht, was er ist - und da sind wir wieder beim Menschen). Aber wie gesagt, ich habe da eine harte Meinung und weiß, dass diese oft nicht auf Gegenliebe stößt und noch öfter als unbequem und angreifend angesehen wird.
Gruß,
Anna
Gruß
Yvonne
) und Hundetrainer