Mein Kampf mit der Rechtschreibreform

Hallo Uschi,

doch genauso meinte ich es…

das Wort „damit“ hört sich grammatikalisch total daneben an, aber immer noch besser als dieses, jenes, welches :smile:

sodann kommt eben „dass“ :smile:

Marco

Hi again,

jetzt habt ihr mich total durcheinandergebracht…
Hiiiilfeee…

Genau, da hab mich mal irgendwann gelernt, wenn man „dieses,
jenes oder welches“ sagen könnte, schreibt man es mit einem
s…

und wenn man damit *auch wenn es als Wortschatzwort nicht das
beste ist* einsetzen kann, dann eben dass mit 2 „s“ :smile:

Ja aber, wenn man welches sagen könnte, ist es doch nur EIN s…

das funktioniert nur, wenn es „so dass“ heißt…

Genau…oder wie ? Doch, also das stimmt…

Oder willst du im Ernst behaupten, dass (damit???..also hier
passt es auch schon nicht) man das auch ersetzen kann, wenn es
z.B. heißt:

Ich weiß, dass er Lehrer ist.
Er sagt, dass er morgen ankommt.

Aber hier hast du es ja auch mit zwei s geschrieben…weil, man kann eben nicht sagen :ich weiß, welches er Lehrer ist oder so…

Und das meinte Marco doch, oder ?
Also nochmal, ich schreibe „das“ nach einem Komma nur mit einem s, wenn ich welches/dieses/jenes und von mir aus auch „damit“ sagen KÖNNTE…oder eben wenn es ein Artikel ist *lol*

„Gib mir bitte das Brot, das (welches) dort liegt!“
Hm…damit geht nicht, da kriege ich Ohrenschmerzen *g*

Also, eigentlich dachte ich, es wäre mir bis heute schon klar gewesen, ob ich das oder dass schreibe…

Nur, ich wollte wissen, schreibe ich :

„Woher weißt du, dass/daß es richtig ist ?“
Also, mit ß oder mit ss ???

Bitte wieder entwirren :wink:

Lieben Gruß,
Vabe

Entwirrung - hoffentlich :wink:

Hi Vabe,

Und das meinte Marco doch, oder ?
Also nochmal, ich schreibe „das“ nach einem Komma nur mit
einem s, wenn ich welches/dieses/jenes und von mir aus auch
„damit“ sagen KÖNNTE…oder eben wenn es ein Artikel ist *lol*

Nein!„damit“ kann nicht an Stelle von „das“ stehen und eben auch nicht an Stelle von „dass“…denn „damit“ leitet einen Finalsatz (Absicht, Zweck) ein, während „dass“ bei eindeutigen zutreffenden bzw. nicht zutreffenden Sachverhalten und bei Vermutungen steht. Ich denke deshalb, dass (!) Marcos Vergleich unzutreffend ist.

Nur, ich wollte wissen, schreibe ich :

„Woher weißt du, dass/daß es richtig ist ?“
Also, mit ß oder mit ss ???

das „daß“, das man früher mit „ß“ geschrieben hatte, schreibt man heute mit „ss“.

Ich hoffe, dass (!) ich jetzt den Knoten entwirrt habe.

Gruß
Uschi

Hallo Vanessa,

„Woher weißt du, dass/daß es richtig ist ?“
Also, mit ß oder mit ss ???

Kurz gesprochener Vokal geht voran… also ss :smile:

Marco

Hallo Marco,

nicht das du mich jetzt für völlig bescheuert erklärst, denn eigentlich dachte ich, ich sei der deutschen Sprache sehr wohl mächtig…nur warum schreiben denn immer
noch viele das dann mit ‚ß‘ ?

„Woher weißt du, dass/daß es richtig ist ?“
Also, mit ß oder mit ss ???

Denn wie du schon richtig sagtst :

Kurz gesprochener Vokal geht voran… also ss :smile:

Der Vokal bleibt doch kurz…auch wenn da ein völlig anderer Satz stehen würde, dass bleibt dass …
Ist es also generell falsch, wenn man das dann mit ‚ß‘ schreiben würde…*grübel*, dann schreiben das aber wirklich viele falsch…

Lieben Gruß und Danke nochmal,
Vabe

Hallo Marco,

nicht das du mich jetzt für völlig bescheuert erklärst, denn
eigentlich dachte ich, ich sei der deutschen Sprache sehr wohl
mächtig…nur warum schreiben denn immer
noch viele das dann mit ‚ß‘ ?

Weil sie die neuen Regeln nicht anwenden. Man muss ja nicht, verpflichtend sind sie nur für die Schulen.

Der Vokal bleibt doch kurz…auch wenn da ein völlig anderer
Satz stehen würde, dass bleibt dass …
Ist es also generell falsch, wenn man das dann mit ‚ß‘
schreiben würde…*grübel*, dann schreiben das aber wirklich
viele falsch…

Ich würde es nicht „falsch“ nennen, sondern eben nach alter Rechtschreibung…
Aber ich muss es mit „ss“ schreiben, wenn ich Deutsch unterrichten will…

Gruß
Uschi

Hallo Uschi,

ich stellte ja auch voran, dass es eigentlich nicht zulässig ist. :smile:

Ich weiß, dass er Lehrer ist.

Ich weiß, damit er Lehrer ist…

hört sich besser und richtiger an als

Ich weiß, dieses er Lehrer ist…
Ich weiß, welches er Lehrer ist…
Ich weiß, jenes er Lehrer ist…

Im übrigen… viele die keine gute Grammatik konnten, sprechen auch damit ohne sich jeglicher Schuld bewusst zu sein…

Er sagt, dass er morgen ankommt.

Hier ist es ähnlich…

wenn auch trotzdem falsch :smile:

Marco

Hilfe!

Hallo Marco,

ich stellte ja auch voran, dass es eigentlich nicht zulässig
ist. :smile:

Ich weiß, dass er Lehrer ist.

Ich weiß, damit er Lehrer ist…

Wie kommst denn darauf, es ausgerechnet mit „damit“ ersetzen zu wollen? Wenn schon ein anderes Wort, dann wenigstens „ob“…das würde wenigstens bei Verneinungen noch irgend einen Sinn ergeben:

Ich weiß nicht, ob er Lehrer ist.

hört sich besser und richtiger an als

Ich weiß, dieses er Lehrer ist…
Ich weiß, welches er Lehrer ist…
Ich weiß, jenes er Lehrer ist…

Das hört sich nur deshalb „richtiger“ an, weil es sich bei „dass“ und „damit“ um Nebensatz-Konjunktionen handelt, die eine gewisse Wortstellung im Satz verlangen (konjugierters Verb am Ende). Dann könntest du ja auch statt „damit“ „weil“ „obwohl“ oder „wenn“ nehmen. Wieso kommst du gerade auf „damit“??? Das verstehe ich nicht…

Im übrigen… viele die keine gute Grammatik konnten, sprechen
auch damit ohne sich jeglicher Schuld bewusst zu sein…

Das glaube ich jetzt nicht. Man muss keine Grammatik können, um „dass“ und „damit“ nicht zu verwechseln. Und mit Schuld hat es eh nix zu tun.

Er sagt, dass er morgen ankommt.

Meinst du nicht, dass hier ein „ob“ nicht logischer wäre, wenn du schon einen Ersatz suchst:

Er sagt (uns), ob er kommt.

Gruß
Uschi

Hallo Uschi,

es hat uns mal ein Lehrer als Eselsbrücke mitgenannt… warum gerade damit…? deswegen :smile:

Das andere, was ich ausdrücken wollte ist, dass ich etlich Menschen kenne, die anstelle damit wirklich dass sagen…

aber die sind leider auch sonst nicht unbedingt die hellsten…

Marco

Hallo Marco,

Du kannst diese von mir genannte Eselsbrücke doch nicht so zweckentfremden…

Da du eben nicht sagen kannst :

Ich weiß, dieses er Lehrer ist…
Ich weiß, welches er Lehrer ist…
Ich weiß, jenes er Lehrer ist…

also ist die logische Schlußvolgerung, dass es sich um „das“ mit zwei s handelt…
nur wenn du „das“ durch jenes/welches/dieses ersetzen kannst, schreibst du es mit einem s

Gruß,
Vabe

DAAAAAANKE Uschi…
mit deinen letzten beiden Postings hast du mir endgültig Klarheit verschafft !
Bist du Deutschlehrerin ? *gleichmaldievikaangucke*
Auf jeden Fall hast du mich nun gerettet :smile:

Dir noch nen schönen Abend,
lieben Gruß,
Vabe

Hallo Ihr lieben Wissenden,

jetzt komme ich völlig durcheinander…wie schreibt man „Du“
„Ihr“ usw. in der direkten Anrede ?
Ich kenn es so, daß man es groß schreibt.
Nach der neuen Reform kann es aber auch klein schreiben.
Wie denn nun ?
Ist das letzendlich die persönliche Entscheidung eines jeden
Einzelnen ?
Wie macht Ihr das ?

Hallo Vabe,

ich käme nie auf die Idee in einem persönlichen Brief „Du“ oder „Dein“ durch „du“ oder „dein“ zu ersetzen, denn es geht doch nicht nur um Richtigkeit, sondern auch um Wertschätzung, die mit der Großschreibung ausgedrückt wird. Meine Bekannten dächten dann: Oh je - er hat sich den Kopf gestoßen.

Auch in formalen Schreiben (z.B. an Ämter) verwende ich konsequent die Großschreibung, da ich nicht einfach so jede per Regelwerk festgesetzte Vorgabe nachäffe, die ich für lächerlich, fragwürdig oder falsch halte.

Für mich ist eine Harmonie aus Inhalt und Form sehr wichtig. Man schreibt einen Liebesbrief nicht auf die Rückseite eines Schmierzettels - und auch nicht mit einem kleinen „du“. Damit dokumentierte man zwar Kenntnissse um
ein Regelwerk zur Rechtschreibung, verfehlte aber die schon biblische Weisheit, daß nicht der Buchstabe des Gesetzes selig macht, sondern vielmehr die Art, mit der den Gesetzen Geist und Leben eingehaucht wird.

A pros pros das… „daß“ oder „dass“, also nach einem Komma ?

Irgendwie sehen meine Texte in der letzten Zeit doch ein wenig
merkwürdig aus…scheint mir ziemlich gemischt und deshalb
wüßte ich mal gerne, wie es richtig bzw. besser ist.

Nach der neuen Rechtschreibung ist „dass“ richtig - und in Chatrooms sogar nützlich - trotzdem bleibe ich gerade bei der Abfassung persönlicher Schriftstücke bei der Verwendung von „daß“.

Mein Tip (natürlich nur mit einem „t“): Nimm Dein eigenes Sprachgefühl zum Maßstab !! So erhältst Du zwar keine Garantie, daß Du formal richtig handelst, aber Du wahrst Deine Identität.

Gruß
Raiko

Hallo Raiko,

ich käme nie auf die Idee in einem persönlichen Brief „Du“
oder „Dein“ durch „du“ oder „dein“ zu ersetzen, denn es geht
doch nicht nur um Richtigkeit, sondern auch um Wertschätzung,
die mit der Großschreibung ausgedrückt wird.

die Rechtschreibreform ist nur maßgebend für den offiziellen Schriftverkehr in Ämtern und in der Schule. Du kannst also so weiterschreiben, wie du gerne möchtest.

Auch in formalen Schreiben (z.B. an Ämter) verwende ich
konsequent die Großschreibung …

Schreibt du „Du, Herr Amtmann“ oder was? Das „Du“ wird höchstens in einigen politischen Parteien verwendet, sonst aber nicht - und das höfliche „Sie“ wird ohnehin großgeschrieben.

Irgendwie sehen meine Texte in der letzten Zeit doch ein wenig
merkwürdig aus…scheint mir ziemlich gemischt und deshalb
wüßte ich mal gerne, wie es richtig bzw. besser ist.

Nach kurzem Vokal „ss“, nach langem Vokal „ß“ - immer! (auch im Auslaut, das war vorher anders). Eine von acht (!) Ausnahmen betrifft die Schreibung „das“ für Artikel und Relativpronomen und die Schreibung „dass“ (nie mehr mit ß - heul!) für die Konjunktion.

Mein Tip (natürlich nur mit einem „t“): Nimm Dein eigenes
Sprachgefühl zum Maßstab !! So erhältst Du zwar keine
Garantie, daß Du formal richtig handelst, aber Du wahrst Deine
Identität.

Grundsätzlich bin ich einverstanden, weil sich kein wirkliches Problem ergibt. Wie du siehst, schreibe ich auch einige Dinge in neuer, andere aber weiterhin in alter Schreibung. Aber wie siehst du das Problem bei wirklich wichtigen, ja beinahe existentiellen Dingen wie z. B. bei Bewerbungen? In diesen Fällen hilft wohl nur die konsequente Anwendung entweder der alten oder der neuen Schreibung, denn sonst müsstest du jedes Mal dazu schreiben, welche Schreibung du im Moment gerade verwendest. Vorausgesetzt natürlich, du willst den Job.

Alles Gute

Thomas Miller

Danke für die Präzisierung…
…mein Fachvokabular sitzt noch nicht so gut…:smile:

Womit Kubi recht hat: das Französische kennt weder Aspiration
noch Glottisschlag im Silbenanlaut.

Das Französische kennt allerdings sehr wohl eine Aspirierung am Wortanfang für den Buchstaben „h“, der üblicherweise ein „Nullaut“ ist.

Gruß Kubi

Hallo Antennaria,

nimm einfach mal die Worte „Das ist ein Ei“. Bei einem Franzosen klänge das wie:

„Dasisteinei“, in einem Atemzug. Im Deutschen klingt’s so:

„Das 'ist 'ein 'Ei“, wobei das ’ andeutet, daß der Atem unterbrochen wird, und sozusagen ein neuer Ansatz gemacht wird. Dadurch werden die Silben klar voneinander getrennt.

Dieses „Luftanhalten“ heißt in der Fachsprache „Glottisschlag“ (danke Vlado) und Peter schreibt es in seiner Lautschrift als „q“.

Jetzt klarer?

Gruß Kubi

Hallo Thomas,

ich käme nie auf die Idee in einem persönlichen Brief „Du“
oder „Dein“ durch „du“ oder „dein“ zu ersetzen, denn es geht
doch nicht nur um Richtigkeit, sondern auch um Wertschätzung,
die mit der Großschreibung ausgedrückt wird.

die Rechtschreibreform ist nur maßgebend für den offiziellen
Schriftverkehr in Ämtern und in der Schule. Du kannst also so
weiterschreiben, wie du gerne möchtest.

Zum Glück, ja. Bei den ganzen NR-Debatten stört mich nur immer wieder, daß die „Richtigkeit des Schriftbildes“ gegenüber inhaltlichen Fragen unverhältnismäßig überhöht wird. Man wird mir natürlich entgegenhalten können, daß es bei Rechtschreibfragen nicht um Stil geht, doch kann ich sprachliche Aspekte irgendwie nicht isoliert betrachten. Wenn ich an Sprache denke, ist für mich weniger die funktionale Reduktion des modernen Journalismus qualitativ fragwürdiger Tageszeitungen sondern eher eine Kleist-Novelle der Maßstab. Im Klartext: Einem gedanklich scharfen und sprachlich niveauvollen Text schaden auch keine Rechtschreib-Experimente - eine Aneinanderreihung von Phrasen wird kein guter Text, nur weil die Rechtschreibung fehlerfrei ist. Ich würde mir wünschen, daß um den Stil ebenso leidenschaftlich gerungen würde wie um die „Äußerlichkeit“ der Rechtschreibung.

Auch in formalen Schreiben (z.B. an Ämter) verwende ich
konsequent die Großschreibung …

Schreibt du „Du, Herr Amtmann“ oder was? Das „Du“ wird
höchstens in einigen politischen Parteien verwendet, sonst
aber nicht - und das höfliche „Sie“ wird ohnehin
großgeschrieben.

Hinsichtlich der Großschreibung des höflichen „Sie“ hatte ich auch zu keinem Zeitpunkt einen Zweifel. Allerdings habe ich nach Einführung der NR bereits mehrfach „offizielle“ Schreiben erhalten, deren Verfasser auch hier die Kleinschreibung verwendeten.

Irgendwie sehen meine Texte in der letzten Zeit doch ein wenig
merkwürdig aus…scheint mir ziemlich gemischt und deshalb
wüßte ich mal gerne, wie es richtig bzw. besser ist.

Nach kurzem Vokal „ss“, nach langem Vokal „ß“ - immer!
(auch im Auslaut, das war vorher anders). Eine von acht (!)
Ausnahmen betrifft die Schreibung „das“ für Artikel und
Relativpronomen und die Schreibung „dass“ (nie mehr mit ß -
heul!) für die Konjunktion.

Mein Tip (natürlich nur mit einem „t“): Nimm Dein eigenes
Sprachgefühl zum Maßstab !! So erhältst Du zwar keine
Garantie, daß Du formal richtig handelst, aber Du wahrst Deine
Identität.

Grundsätzlich bin ich einverstanden, weil sich kein wirkliches
Problem ergibt. Wie du siehst, schreibe ich auch einige Dinge
in neuer, andere aber weiterhin in alter Schreibung. Aber wie
siehst du das Problem bei wirklich wichtigen, ja beinahe
existentiellen Dingen wie z. B. bei Bewerbungen? In diesen
Fällen hilft wohl nur die konsequente Anwendung
entweder der alten oder der neuen Schreibung,
denn sonst müsstest du jedes Mal dazu schreiben, welche
Schreibung du im Moment gerade verwendest. Vorausgesetzt
natürlich, du willst den Job.

Für offizielle Schreiben existentiellen Charakters ist in der Tat die „Mischform“ nicht geeignet. Hier scheint der „Sprung über den eigenen Schatten“ unvermeidlich, welcher aber nur dann möglich scheint, wenn man gleichsam spielerisch sowohl mit der alten als auch mit der neuen Rechtschreibung umgehen kann.

Gruß
Raiko

Hallo Thomas,

erst einmal vielen Dank für deine Hilfe…jetzt hab ich endlich auch für mich eine Lösung finden können :smile:

Irgendwie sehen meine Texte in der letzten Zeit doch ein wenig
merkwürdig aus…scheint mir ziemlich gemischt und deshalb
wüßte ich mal gerne, wie es richtig bzw. besser ist.

Nach kurzem Vokal „ss“, nach langem Vokal „ß“ - immer!
(auch im Auslaut, das war vorher anders). Eine von acht (!)
Ausnahmen betrifft die Schreibung „das“ für Artikel und
Relativpronomen und die Schreibung „dass“ (nie mehr mit ß -
heul!) für die Konjunktion.

Jetzt ist es wirklich angekommen…
Warum „heul“ ?
Gefällt dir das „ß“ besser ?
Einfacher ist es doch aber, ss zu schreiben…also, für mich jedenfalls…

Grundsätzlich bin ich einverstanden, weil sich kein wirkliches
Problem ergibt. Wie du siehst, schreibe ich auch einige Dinge
in neuer, andere aber weiterhin in alter Schreibung. Aber wie
siehst du das Problem bei wirklich wichtigen, ja beinahe
existentiellen Dingen wie z. B. bei Bewerbungen? In diesen
Fällen hilft wohl nur die konsequente Anwendung
entweder der alten oder der neuen Schreibung,
denn sonst müsstest du jedes Mal dazu schreiben, welche
Schreibung du im Moment gerade verwendest. Vorausgesetzt
natürlich, du willst den Job.

Genau, und darum geht es mir u.a., nicht bezüglich Bewerbungen, sondern vielmehr, wie schreibe ich richtig und ohne aufzufallen z.B. in der Firma…oder an anderen Stellen, wo es eben sehr wichtig ist. Denn nicht jeder Mensch sagt sich „Ach ja, es gibt ja die neue Rechtschreibreform“…viele Menschen wollen dies einfach nicht sehen und würden sich vermutlich über wirres schreiben doch sehr wundern.

Vielen Dank nochmal,
lieben Gruß,
Vabe

dazu ein Heinz Erhardt :smile:
Heinz Erhardt:

Rechtschreibung

Delfine schwimmen schnell und leis
(man schreibt sie mit „ph“ - ich weiß;
doch schreibt man ja auch Tele"f"on,
und das bereits seit langem schon) -
sie schwimmen (wie gesagt mit „f“) -
sie schwimmen - vorn ihr alter Scheff
(wir schreiben schließlich auch „Schofför“) -
sie schwimmen also durch das Meer.

Was heißt durchs „Meer“? - Sogar durch „Meere“!
Und manche altgediente Mähre,
wie überhaupt so manches Ferd
(mit „V“ wär es total verkehrt)
glaubt, es sei schnell wie ein Delphien!
(Das zweite „e“ ist schlecht für ihn.)

Orthogravieh - das sieht man hier -
ist nicht ganz leicht für Mensch und Tier!

Prima!
Hallo Raiko,

schließe mich dem an, mache es ebenso.

Gruß, Andreas

Na, ja…
Hallo Thomas.

natürlich hast Du recht. Wobei auch ich mich den Ausführungen Raikos anschließe.

Grundsätzlich bin ich einverstanden, weil sich kein wirkliches
Problem ergibt. Wie du siehst, schreibe ich auch einige Dinge
in neuer, andere aber weiterhin in alter Schreibung. Aber wie
siehst du das Problem bei wirklich wichtigen, ja beinahe
existentiellen Dingen wie z. B. bei Bewerbungen? In diesen
Fällen hilft wohl nur die konsequente Anwendung
entweder der alten oder der neuen Schreibung,
denn sonst müsstest du jedes Mal dazu schreiben, welche
Schreibung du im Moment gerade verwendest. Vorausgesetzt
natürlich, du willst den Job.

Dies stimmt jedoch nicht mehr ganz: Meine Erfahrung ist, daß durch die neuerliche Rechtschreibreform eher eine gewisse Verunsicherung zunimmt. Selbst „gemixte“ Schreiben, also alte und neue Rechtschreibung in einem Text, werden von vielen Adressaten kaum beanstandet. Vielmehr besteht besteht eher ein ungutes Gefühl, selbst nicht mehr ganz auf der Höhe der Rechtschreibregeln zu sein. Nach dem Motto: Vielleicht ist es ja jetzt so richtig, wie es hier geschrieben steht. Blos keine Blöße geben.

Mein Tip: Konsequent alte Regeln verwenden! Immer mal im (alten) Duden nachschauen. Es sieht besser aus, kommt besser an und gilt keineswegs als Manko. (Siehe FAZ)

Gruß, Andreas