Hallo Susanne,
es wurde weiter unten bereits kurz angerissen…Deine Tochter geht ohne Schmerzen ins KH und wird dann nach der OP dort mit Schmerzen aufwachen.
Das kann u.U. bedeuten, dass sie lange Jahre richtig Probleme mit Ärzten, Krankenhäusern etc haben wird…wie gesagt, es kann, muß natürlich nicht.
Nur um die Möglichkeit so gering wie irgendmöglich zu halten, würde ich ihr vorher ehrlich sagen, was auf sie zukommt.
Wohldosiert und mit dem nötigen Fingerspitzengefühl, damit sie nicht schon jetzt in Horrorvorstellungen ausbricht.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass Juliane in ihrem Alter schon eine Menge verstehen wird…wenn du ihr ausgiebig erklärst, warum sie ins Krankenhaus muß und operiert wird und auch, was eben passieren würde, wenn sie jetzt nicht operiert würde.
Und dazu sollte auch Ehrlichkeit gehören…erzähle ihr, was danach auf sie zukommt, damit sie nicht ihr gesamtes Vertrauen in die Ärzte verliert und wohlmöglich diesbezüglich auch in dich.
Erkläre Juliane, warum sie schmerzfrei ist und nach der OP Schmerzen spüren wird…Wundheilung etc.
Und halte immer dagegen, dass sie ohne OP noch viel Schmerzen haben wird eines Tages.
Das ist doch ähnlich wie mit dem Zahnarzt…da gehst du nichtsahnend zur Routineuntersuchung und mußt dich dann wohlmöglich einer schmerzhaften Behandlung unterziehen.
Klar mag ein Kinderkopf denken, dann lieber warten, bis es ganz doll weh tut, weil vielleicht wird es ja nie weh tun
Diese Diskussion hatte ich mit meinem Sohn noch und nöcher. Er fand es so gemein von mir, dass ich ihm auf dem Weg zum Zahnarzt noch versichert habe, es würde sich nur um eine Kontrolluntersuchung handeln…die Behandlung dann war schmerzhaft und Deniz war absolut nicht darauf vorbereitet.
Daraus habe ich für mich gelernt, den Kindern zu sagen, was auf sie zukommt bzw. zukommen könnte. Diese Gespräche sind zwar nicht unbedingt ganz einfach, weil wir als Eltern natürlich auf Widerstand stoßen, aber dafür werden unsere Kids vorbereitet sein und uns nie vorwerfen, nicht ehrlich gewesen zu sein…und das predigen wir doch immer 
Mein Mann und ich, wir sind berufstätig. Wie sollen wir ihre
Betreuung während und nach dem Krankenhausaufenthalt sichern?
Gibt es Zuschüsse von der Krankenkasse, wenn ich zu Hause
bleibe?
Ob es Zuschüsse gibt, weiß ich auch nicht…aber ich möchte dir dringend ans Herz legen, Juliane nicht alleine ins KH zu lassen.
Einer von euch sollte sie begleiten !
Wie Kerbi schon ganz richtig sagt : Das ist super wichtig…u.a. eben für den schnelleren, besseren Genesunmgsablauf.
Juliane ist eigentlich kein ängstliches Kind, sie hat keine
Angst vor Ärzten oder Untersuchungen, die nicht weh tun. Bei
Impfungen und Blutabnehmen gibt es aber Widerstand.
Sie hat keine Angst, solange es nicht weh tut…das ist eben der Punkt. Ich wünsche euch, dass das auch nach der OP noch so ist…deshalb sprich offen mit ihr.
Eine besorgte Susanne
Ich verstehe so gut, dass du jetzt besorgt bist…aber wie ist das, wenn deine Tochter das spürt ?
Ist sie dann genauso besorgt und wird evtl. ängstlich ?
Es ist schwer, seine Sorge gegenüber den Kids zu verheimlichen, vor allem, weil wir ja doch sonst immer gerne ehrlich sein möchten…nur denke ich, diese Stimmungen projezieren sich so schnell auf die Kinder und dann wird es u.U. verdammt schwierig.
Ich wünsche euch, speziell Juliane natürlich, alles Gute für die OP und den Krankenhausaufenthalt !!!
Es wäre schön, wenn du uns berichten würdest, nachdem ihr alles überstanden habt.
Ganz liebe Grüße und einen schönen Sonntag,
Vanessa