Mein Kind will NICHT mehr sprechen

Guten Tag,

unser sohn ist jetzt 20 monate und spricht rein GAR NICHTS mehr. als er 9 monate war hat er ein paar wörter geredet ( mama, papa, oma, usw… ). 2 monate später hat er angefangen nur noch „DES“ oder „DA“ zusagen, aber jetzt spricht er gar nichts mehr. wenn er etwas haben will ( z.B. was zum trinken )dann stellt er sich davor und weint und wartet darauf das wir es ihm geben. Hören tut er aufjedenfall da ich schon mehrere versuche unternommen habe ( von hinten ihm was zugeflüstert aus 2 meter entfernung usw… ). er zeigt auch oft kein intresse wenn ich mit ihm ein buch ansehn und vorlesen möchte. da geht er dann lieber und macht etwas anderes. das einzige wofür er sich begeistern kann ist wenn ich mit ihm spiel mache wie kitzeln oder burzelbaum, fangen. wenn ich sage er soll mal zu mir kommen dann schaut er meistens garnicht aber wehe ich sag was von spongebob… da schaut er sofort ( er darf pro tag ca. 40 bis 60 minuetn fernsehn ). er spielt auch nicht gern mit anderen kindern. er geht auch nicht gern zu anderen leuten auf den arm obwohl er sie 3 bis 4 mal die woche sieht ( außer zur oma die er aber nur 1 oder 2 mal die woche sieht ).
Hat jemand ähnliche erfahrungen gemacht und kann mir da ein paar tips dazu geben ? freue mich über jede antwort.
gruss anita

OT + ein Nicht-Tipp
Hallo

( er darf pro tag ca. 40 bis 60 minuten fernsehn ).

Echt, das ist viel zu lang für einen noch nicht mal Zweijährigen! - Das hat mit deiner Frage nichts zu tun, ich will nur an die appellieren, das drastisch einzuschränken, und die Privatsender am besten gar nicht gucken lassen. Die Kinder werden dermaßen auf die Werbung geprägt, das ist nicht gut. Die Macher von der Fernsehwerbung haben die besten Psychologen im Team, die wissen genau, wie sie Kinder für eine lange Zeit beeinflussen können. Werbung funktioniert bestens!

Ich würde so einen Kleinen überhaupt nicht jeden Tag fernsehen lassen, höchstens einmal in der Woche die Sendung mit der Maus o. ä., aber dafür ist er wohl noch viel zu klein.

Hat jemand ähnliche erfahrungen gemacht und kann mir da ein paar tips dazu geben ? freue mich über jede antwort.

An ähnliche Erfahrungen kann ich mich im Moment nicht erinnern, ich kann aber sagen, dass es meistens am besten ist, kein Drama aus irgendeiner Sache zu machen, und darauf zu vertrauen, dass sich das auch wieder ändert.

gruss anita

Gruss Simsy

Im Ernst: mach die Glotze aus, stell sie am besten erst mal ganz weg. Ein zwanzig Monate altes Kind braucht nicht fern sehen. Warum soll es da reden? Ein Dialog kommt beim Glotzen eh nicht zustande. Da redet Spongebob und seine Freunde. Reden ist Kommunizieren, Fragen, Antworten…

Hallo Anita,

unser Sohn hat auch von jetzt auf gleich alle Wörter eingestellt, sie aber schnell beim Vorlesen etc. wieder gefunden - erst recht im Spiel mit älteren Kindern - jetzt kommen jeden Tag neue Wörter hinzu seitdem er in die Kita geht und dort seine Meister gefunden hat.

Geh mit Deinem Kind raus - schaut Euch an: Museen, Stadtpar, Baustelle, Schwimmbad, Zoo, Tierpark eben das was auch in den Büchern dargestellt ist und beschreibe ihm was Du ihm zeigst und was der Gegenstand/das Tier da macht.

und TV ist nichts für Kinder unter 3 - erst recht nicht die von dir angeführte Sendung. Wenn es denn TV sein muss, dann irgendwas aus der Realität ohne großartigen Szenenwechsel wie diese ganzen Zoosendungen oder Reise der Pinguine - und Du hast Dich sicherlich verschrieben - in dem Alter sind 60 Minuten im Monat voll und ganz ausreichend.

Gruß,
Alexandra

Hallo,

40 - 60 Minuten täglich vor dem Fernseher und das mit 20 Monaten?!
Das ist eindeutig zuviel.

Ein so kleines Kind sollte noch gar nicht fernsehen, aber wenn es sich nicht vermeiden lässt, dann sollten 10 Minuten die Obergrenze sein (Sandmann o.ä.).

Ein Kind mit 20 Monaten, das teilweise schon eine Stunde vor dem Kasten sitzt und sich berieseln lässt - hast du dich da schon gefragt WAS genau dein Kind eigentlich versteht von den Vorgängen? Spongebob ist sicherlich nichts für derart kleine Kinder. Es gibt gute und sinnvolle Kinderprogramme für Vorschulkinder. Spongebob gehört sicher nicht dazu.

Gruß C.

Hallo,

mit dem Fernseher hast du ja schon einen aufn Deckel bekommen!

Googel mal nach : Kind spreche oder ähnlichem

dort findest du viele Tipps.

Was sagt denn sein KA?
Hörtest ok?

Jedenfalls lass den Fernseher aus, in diesem Alter muss noch kein Kind Spongebob anschauen!
Bücher gibt es genug für sein Alter, mach es ihm schmackhaft. Es ist natürlich spannender bewegte Bilder zu sehen.
Und Vorlesen ist gut für die Sprachentwicklung.

das er nicht auf den Arm von anderen möchte, na und? Ein Kind muss auch nicht immer von jedem aufn Arm genommen werden-oder möchtest du das?

Sprich auch noch mal mit deinem KA.
Geht der Kleine schon in den Kindergarten?

Gruss

hmm is zwar nett das ich antworten bekomme aber da is keine einzige hilfreiche nachricht dabei. ich hab gehofft auf GUTE tipps und nicht negative kritiken. und mein kinderarzt sieht dabei auch kein problem solange er nicht läger wie eine stunde in die glotze schaut. achja… die 30 bis 40 minuten schaut er nicht aufeinmal an, sonder auf 2 mal verteilt auf den tag ( früh und abends ).
eure kommentare hören sich ja gerade so an als wäre der fernseher daran schuld.
wir gehen auch täglich mit unseren sohn 4 bis 5 stunden raus ( außer bei schlechten wetter ). im zoo waren wir auch schon öffters mit ihm.
museum fällt bei uns ins wasser weil wir bis zum nächsten museum ca. 120 km fahren müssten.
wir reden auch sehr viel mit ihm und singen auch lieder zum animieren.

also bitte nur noch sinnvolle posts oder lieber gar nichts. danke

Hallo Anita,

nur weil dir die Antworten nicht gefallen (ich vermute, weil du sehr genau weißt, dass sie recht haben), sind sie noch lange nicht sinnlos. Denk mal drüber nach.

Deinen Kinderarzt würde ich gerne mal treffen. Bin gespannt, ob er das wirklich so gesagt hat oder ob du dir das fein zurecht legst mit dem Fernsehen. Ist ja auch praktisch so ein Fernseher, nicht wahr?

Gruß von Suse

2 „Gefällt mir“

Hallo Anita,

unser Sohn hat sehr früh mit uns kommuniziert, aber gesprochen hat er erstmal kaum. Außer Mama, Papa, … selbst so ein einfaches Wort wie „Bus“ hat er nicht nachsprechen können/wollen???

Als er knapp 2 Jahre alt war, sprach er gleich in ganzen Sätzen und hatte einen enormen Wortschatz.

Den Fernseher würde ich an deiner Stelle aber auch lieber aus dem Kinderleben verbannen - aus deinem besser auch :wink:

LG
sine

Hallo Anita!

Bis hierhin war ich auch erst einmal der Meinung, dass die anderen alle Recht haben, dass sie dir davon abraten, dein Kind solange fernsehen zu lassen.

Aber vielleicht hast du ja gute Argumente, die dafür sprechen?
Mich würde wirklich interessieren, was du gut daran findest, wenn dein Kind Spongebob guckt und warum du ihn auch so regelmäßig fernsehen lässt.

Man sollte immer beide Seite hören.

Liebe Grüße

Flaschenpost

Hallo Suse

nur weil dir die Antworten nicht gefallen …

Ich muss zugeben, dass ich meine Antwort nicht geschrieben hätte, wenn ich gewusst hätte, dass sie innerhalb von zweieinhalb Stunden inhaltsgleich sechs mal da stehen würde. Sowas würde mir auch nicht gefallen, wenn ich danach noch nicht mal gefragt hätte.

Viele Grüße

1 „Gefällt mir“

Also langsam finde ich die Antworten schon ein wenig krass und überzogen.
Gut ich muss aber auch dazu sagen, dass Spongebob vll nicht gerade das richtige für so ein kleines Kind ist.

Gucke mir auch Spongebob an. *schäm
Finde es einfach nur total lustig! Und bin, könnte man sagen, erwachsen. Ich finde, ein kleines Kind dreht auf, weil Spongebob einfach diese etwas schrille und aufgedrehte Art hat. Und die Serie allgemein recht schrill ist und viel Krach macht.

Vll fehlt ihm etwas?
Also ich mein psychisch? Ich denke nicht, dass der TV daran schuld ist. Habe auch als Kind (naja gut nicht so viel) Fernseh geschaut und habe auch fleißig sprechen gelernt, ich denke, an dem liegt es nicht.

Vielleicht viel Elternstreit oder ist in der Familie vll etwas vorgefallen? Er zieht sich zurück, wenn du schreibst, er möchte nicht mehr mit anderen Kindern spielen
Es betrückt ihn etwas und daran ist sicher nicht dieser Schwamm schuld.

Aber in bisschen weniger Fern wäre vll nicht schlecht :wink:

lg

Hallo,

meine hat bis 3 nur ganz wenige Wörter geprochen.

Heute mit 5 Jahren wär ich froh, wenn sie manchmal ihren süßen Mund halten würde. Die wacht morgens auf und legt los, bis man sie abends wieder ins Bett bringt.

Bei ihr hieß es auch, das liegt im Rahmen und jedes Kind sei anders.

Aber was Dein Arzt sagt, ist unverständlich. Fernsehen ist in dem Alter absolut ein no-go. Warum sollte ein so kleines Kind fernsehen?

Da geb ich den anderen auf jeden Fall recht.

Schau mal hier:
http://www.bundespruefstelle.de/bmfsfj/generator/bpj…

Viele Grüße
Didi

Hi,

Ich muss zugeben, dass ich meine Antwort nicht geschrieben
hätte, wenn ich gewusst hätte, dass sie innerhalb von
zweieinhalb Stunden inhaltsgleich sechs mal da stehen würde.
Sowas würde mir auch nicht gefallen, wenn ich danach noch
nicht mal gefragt hätte.

sie hat danach gefragt, woran es liegen könnte, und es könnte daran liegen. Nur weil sie nicht direkt danach gefragt hat, kann es ja trotzdem die Lösung sein. Dass so viele darauf anspringen, spricht in meinen Augen auch dafür.

Und irgendeinen Grund muss es ja haben, dass sie das Fernsehen überhaupt erwähnt hat - vllt. hat sie ja die Antwort schon vermutet, auch wenns jetzt nicht gefällt.

Gruß
Cess

1 „Gefällt mir“

Hallo,
ok, das mit dem Fernsehen hast Du hoffentlich kapiert - auch dass hier Kritik geübt wird ist üblich und auch erwünscht.

Habt ihr mit dem Kinderarzt schon gesprochen?
Geht ihr zu den Untersuchungen hin?
Ist irgendetwas vorgefallen (Unfall, Krankheit, Trennung, Zuwachs)? Ich kenne Kinder, die in dem Alter wieder mit sprechen oder lauen lernen „von vorne“ anfangen mussten, weil es ein einschneidendes Erlebnis gab. Dann musst Du geduldig sein.

Du sprichst an, dass er nicht gerne „knuddelt“, nicht auf Zuruf kommt und nicht gerne mit anderen Kindern spielt. Das KANN auf eine unsichere Bindung zurückzuführen sein. Es KANN auch eine psychische Störung sein - muss es aber nicht. Deshalb suche das Gespräch mit eurem Kinderarzt. Dort geht man nicht nur hin wenn das Kind Husten hat. Die meisten Besuche in dem Alter des Kindes betreffen Entwicklungsstörungen und ein guter Kinderarzt hört sich auch Erziehungsprobleme an (manchmal wollen sie dafür etwas Geld haben).

Gib dem Kind Input in Form von Bewegung und neuen Eindrücken. Prägende Erinnerungen finden oft in der Natur statt - geh mit ihm in den Wald, kauf ihm ein Laufrad (wenn er nicht schon eins hat).

Wie ist sein Verhältnis zu Tieren? Wenn er nicht mit Gleichalterigen spielen möchte, dann bekommt er vielleicht einen Zugang durch ein Tier (zutrauliche Katzen, Hunde und Kaninchen eignen sich hierfür prima, denn man kann sie „fühlen“. Einen Zweijährigen kann man auch schon auf ein Pony setzen.
Im Übrigen ist das „zusammen spielen“ in dem Alter noch nicht so angesagt. Die erste Kontaktaufnahme zu Gleichalterigen kommt noch - und zwar erst in Form von Spielzeug wegnehmen und schubsen. Das Zusammen-Spielen wirst Du erst mit ab drei Jahren erleben (bei Jungs auch oft später).
Es ist auch nicht jedes Kind, wie nicht jeder Erwachsene, ein Gruppenmensch. Das muss man akzeptieren und nicht erzwingen.

Das Vorlesen oder sich gemeinsam ein Buch anschauen ist oft in dem Alter auch schon zu früh. Mit „zu früh“ meine ich nicht dass Du es nicht tun solltest - im Gegenteil, zieh es durch und guckt euch gemeinsam jeden Abend ein Buch an, denn damit kann man nicht früh genug anfangen - aber erwarte nicht dass er jetzt schon mit voller Aufmerksamkeit dabei ist. Und jetzt kommen wir wieder zum Fernsehen - die Begeisterung für Literatur wird durchs Fernsehen genommen!

Beobachte Dein Kind genau und versuche zu erkennen was er braucht anstatt Dir einen permanenten Defizitblick anzueignen.

Viele Grüße

Hallo,

in Punkto Fernsehen stimme ich den Vorberichtern zu, tut in dem Alter nicht gut, die Dauer schon garnicht (solange dürfen meine 11 und 13 Jährigen nur am Wochenende gucken).

Ansonsten: mein Sohn hat bis er mit etwas über zwei Jahren in den Kindergarten kam, kaum gesprochen, nur ein paar Basiswörter.
Wir verstanden ja seine Zeichensprache, haben ihm die Wünsche von den Augen abgelesen.
Im Kindergarten ging es dann ganz schnell. Mit drei konnte er prima quasseln.
Meine Schwiegermutter kannte seinerzeit ein Kind, das bis zum fünften Lebensjahr fast nicht gesprochen hat, aus ähnlichem Grund.
Mach Dir da mal keine Sorgen, laß ihn mal bei Leuten, die seine Zeichensprache nicht verstehen, am besten zusammen mit anderen Kindern.

Gruß, Anne

Hallo

Einen Zweijährigen kann man auch schon auf ein Pony setzen.

Der ist aber noch nicht zwei. Er wird in ca. 4 Monaten zwei, er ist eher gut anderthalb.

Viele Grüße

also ich würde dies auf jeden Fall dem Kinderarzt mitteilen. Ich trenne jetzt bei meiner Antwort Fernsehen und Sprechen des Kindes und sage meine Meinung zum Sprechen. Grob gesagt verläuft die Sprachentwicklung erst mit ein- oder zweisilbigen Lauten und Wörtern, dann halbe Sätze, dann einfache ganze Sätze, was sich dann ausweitet zur fertigen Sprache. Mein Sohn sprach einzelne Worte, hat auch auf alles gezeigt, was er wollte und sprach dann ganze einfache Sätze, die halben Sätze lies er aus. Mir fiel das sehr wohl auf, bin ja Kinderkrankenschwester. Hören konnte er sehr gut und alsbald stotterte er für einige Zeit. Ich beschäftigte mich viel mit ihm und jeder der Familie wartete geduldig, wenn er stotterte. Das Stottern hörte auf und es war keine auffällige Entwicklung. In der 1. Klasse zeigte sich dann eine leichte Lese- und Rechtschreibschwäche, was sich in der Sprachentwicklung rückblickend schon zeigte. Wir haben alles gut hingekriegt.
Deshalb unbedingt mit dem Arzt reden, damit dies beobachtet wird und RECHTZEITIG Förderung stattfinden kann. Einen Hörtest würde ich auch machen lassen, geringe Hörschäden können die Sprachentwicklung verzögern und stören.

Hallo Anita,

falls es sich wirklich um eine Sprachstörung handeln sollte, ließe sich diese bzw. deren Ursache auch über Tests beim Kinderarzt frühzeitig feststellen (ELFRA I).

Die Ursachen können vielfältig sein. Neben den schon erwähnten Hörproblemen und eventuellen psychischen „Belastungen“ (Trennung der Eltern, Geschwisterprobleme, Überbehütung u.ä.) können eben auch mangelnde sprachliche Anregungen oder Zweisprachigkeit der Grund sein.

Besonders bei Letzterem habe ich in meinem Bekanntenkreis ähnliche Erfahrungen gemacht: Der Junge sprach in den ersten 3 Jahren so gut wie gar nicht (Mutter: Argentinierin, Vater: Deutscher), was wirklich auffällig war. Urplötzlich sprudelte es dann nur noch so aus ihm heraus - und das in vollständigen Sätzen, sowohl auf Spanisch als auch auf Deutsch.

Das, was mich aber wundert, ist, dass Dein Sohn ja bereits gesprochen hat und sich jetzt weigert!

Wie redest Du mit ihm? Mach mal den Versuch, mit ihm ganz „überschwenglich“ zu reden, um sein Interesse zu erwecken, vermeide Monotonie in der Stimme und denke immer an Pausen. Verbinde das Sprechen immer mit Körperkontakt, damit das „Gespräch“ angenehm empfunden wird. Wenn er Kitzeln mag, verbinde es mit Sprache (Finger = Kitzeln). Wenn er etwas macht, was ihm sonst Spaß macht - verbinde es mit Sprache. Singe ihm jeden Tag etwas vor und tanz dabei!

Wie viel Kontakt hat er denn zu Gleichaltrigen? Auch wenn er nicht gern mit anderen Kindern spielt, solltest Du es fördern. Wie häufig ist er denn mal bei Oma - ohne Dich? Es ist so wichtig, dass ein Kind die Möglichkeit bekommt, mit vielen Menschen zu „kommunizieren“.

Du kennst Deinen Sohn: Wenn er in einer Situation etwas haben will und weint, weißt Du, was er will - er muss ja gar nicht sprechen. Wenn er dies aber bei anderen Menschen, die ihn nicht so gut kennen, macht, wird er „gezwungen“ sein, seine Sprache zu gebrauchen.

Ich habe jetzt mal alles so runtergeschrieben, was mir dazu eingefallen ist - sorry, falls es ein wenig durcheinander ging!

Viele Grüße

Kathleen

Hallo Anita,

ich möchte noch aus der Sicht der Erzieherin (nicht Mutter) meinen Senf dazu abgeben.

Ich habe schon viele Kinder im Alter deines Sohnes erlebt, die noch nicht sprachen. Ein Kind, das ich als Babysitter über Jahre betreut hatte, sprach bis zum zweiten Lebensjahr überhaupt kein Wort und dann begann er bereits in ganzen Sätzen zu sprechen.

Ich frage mich, was du eigentlich gerne hören möchtest, nachdem du die Antworten abgetan hast als „nicht hilfreich“. Chili hat dir m.E. ein paar sehr gute Tipps gegeben, was wichtig ist für ein Kind.

Dein posting mal zwischen den Zeilen gelesen:

wenn er etwas haben will ( z.B. was zum trinken)
dann stellt er sich davor und weint und wartet darauf das wir
es ihm geben.

Hier wundert es mich, dass euer Sohn weint, um sein Trinken zu erhalten. Andere Kinder, die noch nicht reden können oder ausländische Kinder können sich doch auch nonverbal verständlich machen ohne zu weinen.
Ist es, dass er mit nonverbalen Mitteln eure Aufmerksamkeit nicht findet?
Oder verfügt er nicht über andere Möglichkeiten, sich verständlich zu machen?
Oder welche anderen Gründe kann es haben, dass euer Kind weint, um seine Bedürfnisse zu befriedigen?
War das schon immer so?

er zeigt auch oft kein
intresse wenn ich mit ihm ein buch ansehn und vorlesen möchte.
da geht er dann lieber und macht etwas anderes.

Hierzu kommen mir mehrere Gedanken.
Zum einen sind, wie bereits geschrieben wurde, Kinder unterschiedlich. Sie haben ganz unterschiedliche Interessen und Fertigkeiten, manche Kinder malen gerne, manche basteln gerne, manche spielen lieber… manche laufen zuerst, manche reden zuerst…
Daher würde ich mir an deiner Stelle keine Gedanken darum machen, dass er kein Interesse zeigt, sondern -wie bereits erwähnt- mit ihm dennoch ab und zu ein Bilderbuch anschauen, z.B. abends zum Einschlafen, wenn er nicht durch anderes abgelenkt wird.

Kinder sind äußerst feinfühlig, nehmen mehr das wahr, was in einem vorgeht als das, was man nach außen zeigt.
D.h., sie reagieren auf unsere Gefühle.
Wie sehr bist du denn „bei der Sache“, wenn du ihm vorliest? Liest du ihm vor, weil du denkst, dass es gut und wichtig ist, ihm vorzulesen oder lässt du dich ein und beziehst du ihn ein?

Bei den Aktivitäten wie

spiel mache wie kitzeln oder burzelbaum, fangen.

begeistert er sich, schreibst du. Da bist du mit ihm ganz nah, mittendrin in der Interaktion mit ihm.
Kann sein, dass er viel Energie in sich hat, die er mit den o.g. Spielchen besser ausleben kann als beim Vorlesen?
kann sein, dass er dich da mehr mitkriegt und es deshalb vorzieht.
Nur so als Anregung, kann ja auch noch weitere Gründe geben…

Off topic - aber neugierig macht mich:

wir gehen auch täglich mit unseren sohn 4 bis 5 stunden raus

wie ihr das zeitlich bewerkstelligt.
Vorab die Frage: „wir“, das sind du und dein Partner, oder?
Seid ihr beide den ganzen Tag über zu hause?

Wie kann ich mir die 5 Stunden draußen vorstellen? Wird er zu den Erledigungen im Kinderwagen mitgeschoben? Kann er bereits laufen und wird mal gemeinsam in seinem Tempo die Welt erkundet? Geht ihr auf den Spielplatz, in die Natur?

Fragen über Fragen…
Ob bei eurem Sohn alles im grünen Bereich läuft oder ob er auf Störungen im Familiensystem reagiert, lässt sich hier nicht beantworten.
Fakt ist, dass die Anreize, wie z.B. fernsehen, die du deinem Sohn bietest, mit seinem Verhalten in Zusammenhang stehen können, aber nicht müssen.

ich hab gehofft auf GUTE tipps

den m.E. einzig sinnvollen Tipp hast du bekommen: Dramatisiere nichts!

und nicht negative kritiken

die können doch auch wertvolle Tipps sein!

Grüße von
jeanne