Mein Kind wird in der Schule gemobbt!

Hallo,

„Schwerer“ im Bezug auf herausfordernd mag ja sein, aber ein
Jahr ist nun ziemlich lang…dass man da noch keinen einzigen
Anhang gefunden hat, ist schon extrem aussergewöhnlich.

Nein, es ist nicht außergewöhnlich.

Das Wort außergewöhnlich müssten wir wohl mal definieren?

Ich kenne keinen einzigen Fall, wo ein Mitschüler, der neu dazugekommen ist, keinen Anhang gefunden hat, wenn er denn wollte. Es gab schon ab und zu welche mit Verhaltensauffälligkeiten die zur Abneigung durch den größten Teil der Klasse geführt hat. Wenn der Junge Verhaltensauffälligkeiten zeigt, sollte man ihm helfen, aber richtig und nicht einfach nur durch „Hoffen, dass es in der anderen Klasse weg geht“.

Nun, nicht „klar kommen“ im Sinne von Sympathie und
Antipathie. Eine Entwicklung, die zwar menschlich aber bei
einem Pädagogen fehl am Platz sind. Es gibt Lehrerinnen, die
mögen keine Jungs und verhalten sich denen gegenüber richtig
fies, es gibt Lehrer, die Schülerinnen nur als Zicken anreden
etc.

Sympathie und Antipathie…aha…und da hat sich dieser Lehrer aus Jux und Dollerei, diesen Jungen ausgesucht, weil er eben mal so fühlte. Merkst Du nicht wie oberflächlich Du die ganze Sache betrachtest? Wenn mich ein Lehrer mal nicht mochte, dann konnte man wenigstens ahnen, warum nicht. Und zumindestens ein Denkansatz, warum er den Jungen nicht mag, wäre doch nicht schlecht, bei der Lösungsfindung.

Aber es gibt auch Lehrer die sind toll, für diese Lehrer
würden sich Eltern und Schüler die Beine ausreisen.

Vielleicht tun das ja die Eltern und Schüler auch für genau diesen Lehrer? Wissen wir Details? Nein!

Mein Gefühl mag falsch sein, aber Du hier kannst nun überhaupt
nichts dazu sagen, weil Du nicht die Mutter bist, die die
Geschichte kennt.

Nein, diese Geschichte als Einzelfall kenne ich nicht, aber
dafür unzählige Andere und daher weiß ich, von was ich rede.

Ich glaube Du schließt einfach zu schnell Schlüsse, genau wie die Fragestellerin.

Es hilft sich gelegentlich in andere Personen
hineinzuversetzen und deren Motivation für ein Verhalten zu
hintergründen, dass man für miserabel und falsch hält. Wenn
ich nur wertend aus meiner Sicht berichte, halte ich das für
unsachlich.

Es hilft gelegentlich auch, wenn man sich mit diesen Vorfällen
auseinandersetzt.
*Hüstel* - nun, dann bist du wohl der einzige Mensch, der sich
hier selber outet, dass egal was er erlebt und von sich gibt,
grundsätzlich immer als unsachlich anzusehen ist.

Ich habe keine Probleme damit meine Meinungen als subjektiv zu bezeichnen. Erst wenn ich mit Fakten komme, die eine objektive Betrachtungsweise unterstützen wäre ich vollkommen sachlich. Es wäre hilfreich, wenn die Mutter Fakten vorlegt.

Na dann! Es ist dir aber schon klar, dass du immer nur wertend
aus deiner Sicht berichten kannst?

Ja und? Jeder wertet jeder nur aus seiner Sicht! Ich verstehe nicht was Du sagen willst.

Richtig, sich damit auseinanersetzen ist notwendig, aber wenn
es dabei um Kinder geht, ist ein anderes Vorgehen angebracht,
als wenn du im Streit mit deinem Nachbar lebst. Wichtig ist,
dem Kind zu signalisieren, dass er ernst genommen wird, dass
man für ihn da ist, dass man ihm Hilfe gibt etc.

Völlig unnötige Sätze. Das ist selbstverständlich.

Ich glaube Dein Leben ist extrem schwer. Fragst Du den Arzt
auch immer alle Details bevor er nur irgendetwas an Dir machen
kann? Den Bankmitarbeiter? Deinen Rechtsanwalt? Dein Wissen
muss extrem gross sein, da Du niemanden einen
Vertrauensvorschuss in deren Qualifikation zu geben scheinst.

Da ich für mich als Mensch und damit für mein Leben selber
verantwortlich bin, gehe ich Vertrauen sehr dosiert um.
Vertrauen wächst langsam, Vertrauen verdient man sich. Würde
man jedem Menschen einen Vertrauensvorschuss (welch ein
Unwort) geben, dann darf man sich nicht wundern, wenn man
ständig auf die Nase fällt.

Ich glaube, dass Du die deutsche Sprache anders verwendest als ich. Du scheinst mir von blindem Vertrauen zu reden.

Einen Vertrauensvorschuss geben bedeutet in der besagten Situation für mich, dass man zumindestens die Möglichkeit in Betracht zieht, dass die Lehrer (es handelt sich ja mittlerweile um DREI) genau richtig handeln, weil sie das richtige Handeln gelernt haben sollten. Es bedeutet NICHT, dass man dieses Handeln nicht hinterfragen kann, aber es einfach mal so als FALSCH zu bezeichnen, wie auch Du gerne alles einfach mal so als FALSCH bezeichnest klingt doch nicht gerade förderlich.

Ich habe NICHTS im Ausgangstext gelesen, dass mich nur im
geringsten davon überzeugt hat, dass die Schule eine Schuld am
Fehlverhalten des Jungen hat. Da die Eltern aber das
Sitzenbleiben auf den Druck an der Schule schieben, scheint
mir das nur eine Ausrede zu sein, die schön einfach ist.
Schön einfach ist es, weil man ja in der Regel an
Institutionen nichts ändern kann und daher nichts
macht…während man am eigenen Verhalten schon einiges ändern
kann, was aber sehr aufwendig ist.

Das tut mir leid für dich. Deiner Antwort nach gehe ich davon
aus, dass du nicht ganz verstanden hast, in welch schwieriger
Situation sich Eltern und Kind gerade befinden.

Es geht hier
nicht um Schuld oder Nichtschuld, es geht hier schlichtweg um
falsches Verhalten und grundsätzlich gilt bei solch heiklen
Dingen zunächst und primär, das Kind aus diesem Kreislauf
herauszunehmen und ihm so den Druck zu nehmen.

Wenn das so ist, dann verstehe ich nicht warum Du es für gut befindest das Kind in denselben Kreislauf eine Klasse tiefer zu stecken, oder kennst Du den Lehrer da und seine menschlichen „Qualifikationen“.

Wenn Du 9jährige Kinder für fähig hälst solche Entscheidungen
mitzutragen, dann frage ich mich wofür diese noch Eltern
brauchen. Anscheinend ist da eine Entwicklung an mir
vorbeigegangen.

Was glaubst du denn, wer diese Entscheidung leben muss? Nicht
die Eltern oder Lehrer müssen die Entscheidung tragen, sondern
das Kind und daher sollen sie Mitentscheiden dürfen. Auch das
gehört zum täglichen Leben eines Kindes. Kinder sind keine
Puppen, die ungefragt alles umzusetzen haben, was Erwachsene
anordnen.

Du bist also wirklich und ernsthaft der Meinung, dass ein 9jähriges Kind die tragweite einer Versetzungsfrage richtig einschätzen kann und daher fähig ist eine Entscheidung zu treffen, die es TRAGEN kann.

Jetzt weiss ich auch warum ich mit 10 gefragt wurde, ob ich mit meinen Eltern ausreisen mag, oder lieber alleine zurückbleiben will. Da sass wohl einer, der genau Deine Meinung hatte.

Es ist wohl eine der größten Unsitten, wenn man nur der Schule
wegen Beziehungen aufbaut.

Scheint generell eine Unsitte zu sein dann, überhaupt Beziehungen aufzubauen. Über andere herziehen, ohne sie zu kennen, ist dann doch einfacher.

Vorleben - das ist richtig, aber
unverkrampft.

Also lieber nicht Vorleben, wenn es verkrampft wirkt, weil man selbst sich erstmal ändern muss?

Dem Kleinen aber die Schuld
aufzuladen, das macht keinen Sinn.

Interessant! Warum machst Du es dann? Ich habe davon nie geredet. Lediglich Du willst im die Mitschuld daran geben, dass er sich damals ja auch für das Versetzen entschieden hat.

Eencockniedo

.

Hallo

den vorigen Beitrag (von Nyke) würde ich unbedingt befolgen, er ist offensichtlich aus der Praxis geschrieben!

Melde dich doch mal, wenn du noch mitliest!

Viele Grüße
Thea

Hi,

Also das ist ja echt der Hammer .Ist der Junge neun Jahre alt
? Mal ehrlich ,das ist kein Spass mehr und ich würde mich als
Mutter des Kindes dem das Buch gehört auf jeden Fall auch beim
Rektor beschweren.
Was hat Dein Sohn im Kopf? Wieso beschäftigt er sich mit neun
Jahren mit sowas wie Pornos ( oder damit werdiewo guckt?)
Wieso guckst Du Deinem Sohn nicht über die Schulter und
bekommst mit ,was er wohin schreibt?

Weißt du, was du da schreibst? Wenn man als Mutter des Kindes, dem das ins Freundschaftsbuch geschrieben wurde, nicht genug Verstand besitzt und die Seite/n eben einfach entfernt und sich gegebenenfalls mit den anderen Eltern bespricht, dann tut sie mir leid. Es ist keine Sache, in die sich die Schule einzumischen hat. Das ist eine rein private Angelegenheit. Aber es gibt leider immer wieder Leute, die alles in der Öffentlichkeit breit treten müssen. Wenn ich solche Menschen vor mir haben, frage ich mich manches Mal, wie unfähig solche Menschen sind.

Sorry, versteh ich .Gut so. Angeklagt ist vielleicht nicht das
richtige Wort,aber dass Ihr da antreten musstet,finde ich nur
angemessen.

Angemessen? Na, dann hoffe ich für dich, dass deine Kinder nie - wirklich niemals - einen Fehler machen oder sich einfach nur kindlich dumm benehmen. Das könnte hart werden.

Mein Sohn würde wohl Pornos zu Hause
schauen,

Diese Unterstellung halte ich eindeutig für zu krass.

Das ist nicht nur zu krass, das ist eindeutig ein rufschädigende Unterstellung und kann der Schule eine Klage einbringen.

Sowas dürfte kein Junge mit neun Jahren wissen oder darüber
reden.

Finde ich auch .

Oh nee - wir haben eine Menge Schüler an unserer Schule und was glaubst du, was die Kleinen auf die Ohren bekommen, wenn sie die Großen „belauschen“? Himmel, ich finde es zwar nicht unbedingt OK, aber es ist die Sprache der 7.-11. Klässler. Sollen die Kleinen in Watte gepackt werden, vielleicht sogar abgeschirmt werden, damit ihnen der Redeschmutz der Großen nicht zu Ohren kommt?

Aber mein Sohn muß jetzt jede Woche ein Mal zum
Vertrauenslehrer wo er nur Schulaufgaben lösen muss. Wenn er
dann mit dem Lehrer über seine Probleme mit der
Klassenlehrerin oder den Mitschülern reden möchte, wird
abgeblockt.

Ok,das Treffen ist nicht dafür gedacht sondern zum Aufgaben
lösen. dasist wohl die Sanktion für seine „Tat“.
Versuch ihm einen anderen Platz zu schaffen ( Termin mit dem
Vertrauens-oder KLassenlehrer ), wo er seine Schwierigkeiten
besprechen kann.

Moment - der Vertrauenslehrer hat nicht die Funktion, dass er Sanktionen ausführt oder überwacht (nicht in seiner Funktion als Vertrauenslehrer). Ein Vertrauenslehrer hat die Funktion, Schülern und Eltern zu unterstützen und ihnen u. U. auch hilfreich zur Seite zu stehen. Er ist ein schlichtender Vermittler und nichts anderes.
Wenn der Junge sich an ihn wendet und er ihn abweist, würde ich hier ganz klar sagen, dass er keine Ahnung von der Funktion eines Vertrauenslehrers hat und somit wäre er eine klassische Fehlbesetzung. Sanktion für seine Tat - wo leben wir denn?

Meiner Meinung nach kann dem Jungen nur durch intensive
Betreuung geholfen werden. Ein Kind in dem Alter braucht ab
Mittag eine feste Kontaktperson.

Eine arbeitende Mutter bedeutet nicht, dass sie keine Zeit für ihr Kind hat. Ich kenne Schüler, die haben mehr als genug Betreuung und trotzdem machen die jeden Tag Ärger. Und ich kenne Schüler, die sind, wenn sie nach der Schule nach Hause kommen, alleine und trotzdem sind das unkomplizierte Kinder. Meiner Erfahrung nach wäre dem Jungen damit geholfen, wenn sich hier bestimmte Erwachsenen nicht kreischend auf den Jungen gestürzt hätten. Intensive Betreuung - vielleicht zur Abschreckung dem Jungen mit seinen 9 Jährchen 4 Wochen leichter Arbeitsdienst verpassen, nach dem Motto „Wehret den Anfängen“?

Und zum Schluß : Du solltest das nicht verharmlosen. Dein Sohn
wird nicht gemobbt…an welcher Stelle?

Das ist eine klassische Aussage. Kennst du die schmalen Grade von Mobbing? Sogar Fachleute tun sich schwer, ob Mobbing oder nicht Mobbing.
Ich sehe nicht, dass die Mutter was verharmlost, aber ich sehe, dass du sie hier verurteilst…

Er hat sich sehr schlecht benommen und bekommt die Rechnung dafür. Das kann
nicht schaden, er weiss auf jeden Fall gleich,dass sowas
empfindlich bestraft wird. Sei froh
drum ,dass es so ist.
Das ist kein kindlicher Fehltritt, sondern schon Bosheit,
einem Freund sowas ins Buch zu schreiben!!

Er hat einen Fehler gemacht - Himmel, davon geht die Welt nicht unter. Was er jetzt auf jeden Fall weiß, ist, dass er nichts zu Lachen hat. Doch, es war ein Fehltritt und keine Bosheit.
Ich frage mich wirklich, was denkt jemand, der ein Kind so aburteilt und die Eltern gleich mit? Welcher primitiver Gedankengang ist dort am Werk?

mG
nyke

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In welcher Scheinwelt lebst du eigentlich?
Solche Ausdrücke sind zwischenzeitlich auf Kindergartenebene angekommen. Wenn du es nicht glaubtst, dann frag die Kindergärtnerin deines Vertrauens mal nach einer ehrlichen aussage dazu. Ich kann die ganze Aufregung nur sehr schwer nachvollziehen.

Noch weniger deine Verurteilung von jemanden den du gar nicht kennst.
Da könnte ich sogar beinahe kotzen, da dir die Fragestellerin keinen Anlass gegeben hat persönlich zu werden.

Gruss Ivo

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