hallo zauselina
Ich bin leider der falsche Experte.Meine Welt ist das Backen von Vollkornbrot und Vollkornbrötchen!!
Trotzdem Danke für die Anfrage.
viele Grüße
Richard
Auf den ersten Blick hast du alles richtig gemacht und es ist festgestellt, dass der Boden erheblich zu sauer ist und Kalk(gelöscht)braucht. Weißt du, ob dort mal Nadelgehölze gestanden haben? Dann könnte auch der Pilzbestand auf noch vorhandene Wurzelreste deuten. Hier wäre stickstoffreicher Dünger zu raten
Gelber Rasen, bzw, Halmspitzen deutet zumeist auf Eisenmangel hin und ist mit einfachem Eisendünger(gut geht es mit flüssigem Dünger)bei regelmäßiger, aber mäßiger Versorgung zu beheben.
Womit hast du denn das Unkraut bekämpft? Klassisch?
Oft ist ein guter Rasen arbeitsintensiver, als ein einfaches Blumenbeet.
ich würde sagen (ohne Erfolgsgarantie!)
einmal vertikutieren (Frühjahr) reicht,
einmal düngen reicht NICHT! Rasen ist ein großer Zehrer, also in Deinem Falle alle 4 Wochen düngen, im Frühjahr hochwertig (z.B. Rasen-Azet v. Neudorf oder Netolin Humusdünger), dann Standard-Rasendünger (Aldi oder Lidl),
Jetzt im Herbst (geht jetzt auch noch) einmal kalken,
Schnitt mindestens! 5 cm oft (wöchentlich oder alle 5 Tage).
Wieso empfiehlst Du kalken? Der Boden hat doch einen ph von 7,7.
Düngen ja, aber womit?, denn der Boden hat besonders viel
Magnesium, Kalium, Phosphor und ist somit überdüngt.
Bischen weniger sauer ist dem Rasen lieber. Oder: Rasensorten, die es lieber sauer haben, muss man extra zusammenstellen, der gute Loretta tut’s dann nicht.
Stickstoff ist nicht da, in reiner Form „zu-düngen“ geht natürlich auch…
Trotzdem hänge ich immer noch bei der Empfehlung Kalk.
Wenn ein Boden zu sauer ist, dann kommt doch Kalk zum Einsatz. Ich müsste doch meinen PH runterfahren auf 5.5-6.5, also sollte ich mit einer sauren Lösung/Streu darübergehen? Wenn ja, was nehm ich da?
entschuldige, ich war wohl etwas unkonzentriert: natürlich ist Dein Boden nicht zu sauer. Also vergiss den Kalk ganz schnell. Streu brauchst Du nicht, man lässt für gewöhnlich den letzten Rasenschnitt des Jahres auf dem Rasen liegen, wird ja im Frühjahr raus-vertikutiert. Und den Stickstoff kann der Rasen erst im Frühjahr brauchen, weil der den Wuchs ankurbelt und die Färbung beinflusst (brauchen wir zum Winter nicht).
Hallo,
das ist immer schwierig mit Ferndiagnosen im Gartenbereich. Mir fallen noch folgende Möglichkeiten ein: Wenn es sich um eine Rasenneuanlage nach Bautätigkeit handelt, kann der Boden stark verdichtet sein und die Wurzeln „bekommen nicht genug Luft“. Hiergegen gibt es einen Rasenigel,der Löcher in den Rasen macht, die man mit Sand ausfüllen kann. Oder es gibt Staunässe auf dem Rasen auch wegen Bodenverdichtung. Eine andere Möglichkeit ist die Larve der Schnake (Tipula), die Grasflächen an den Wurzeln schädigt.
Auch wenn die Fläche vorher mit Koniferen bestanden war und völlig ausgemergelt und trocken war über Jahre kann sich so ein Schadbild zeigen.
Hallo Zauselina! So hast Du alles richtig gemacht, außer, Ich hätte das Unkraut stehen lassen,nämlich: was von selbst kommt macht stark. Das ist vielleicht nicht das, was Du Dir wünschst, aber meist doch reizvoll. So ist die Natur. Und nur die Ruhe!!! Viel Erfolg für Deinen Garten! Gruß von Erika-Renate