Mein Sohn 12J hat ads . Er bekommt Medikinet

… … … . Zurzeit lebt er bis zu den Osterferien bei mir da seine Mutter nicht mit ihn klar kommt. Doch wundersamer weise ist er bei mir wie ausgewechselt. Ich komme mit ihn super zu recht es gibt selten Stress. Es tut mir so in der Seele weh ihn diese Tabletten zu geben da ich weiß das ganz viel an seiner Mutter liegt.Ich würde gerne einen Versuch starten in dem ich diese Tabletten absetze oder stark verringere und vielleicht durch homeopatische ersetzte .erste Frage hat das Chance auf Erfolg und kennt jemand im Bereich Bochum einen spezialisierten Homeopaten auf mein Problem?? Danke für die Antworten und eine Frohes und gesegnetes Fest allen

Hallo,

Selbstversuch halte ich für keine gute Idee.
Geh mit dem Kind zu einem Arzt den du gut kennst, Hausarzt oder Kinderarzt und sprich das Thema an. Der kann dir sicher weiterhelfen.

Alles Gute
Kati

Hallo,

Homöopathie würde ich Dir persönlich bei diesem Problem nicht empfehlen, denn mehr als der Placeboeffekt wirkt hier nicht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hom%C3%B6opathie

Was genau tut Dir denn in der Seele weh?

Es gibt in der Tat Fälle von ADS/ADHS da kann eine wirksame Therapie (Verhaltenstherapie, Ergotherapie…was auch immer)erst beginnen, wenn man über Medikamente Zugang zu dem Kind und das Kind selbst Zugang zu sich erlangen konnte und Zugriff auf sein Potential hat.

Medikamente sollten niemals ausschliesslich gegeben werden, sondern immer nur als zusätzliche Massnahme zu anderen Hauptmaßnahmen.
Diese Mittelchen bewirken keine Wunder, wenn nicht auch der Rest mit dem diese Kinder üblicherweise Probleme haben, behandelt bzw bearbeitet wird.

Wie fühlt sich das Kind selbst denn mit oder ohne?
Wird das Kind regelmäßig dem behandelnden Arzt vorgestellt?
Werden regelmäßig Auslassversuche durchgeführt?
Wie ist das schulische Verhalten?
Hat das Kind eine für ADS/ADHS nicht untypische Aussenseiterstellung?
Gibt es sonstige Probleme? Mir scheint, wenn die Mutter derzeit mit ihm überfordert ist gibts da das ein oder andere…
Welche Maßnahmen werden denn ergriffen, wie wird mit dem Kind umgegangen (Tagesablauf, Struktur?)
Schau mal bitte hier rein, hier hat es sehr gutes Infomaterial:
http://www.info-adhs.de/
http://www.lilly-pharma.de/gesundheit/adhs.html
und lies Dir das aufmerksam durch.

Was ich Dir empfehlen möchte wäre ein Besuch bei einem Spezialisten (wenn der behandelnde Arzt nicht schon einer ist) der Dir auch die notwendigen Werkzeuge an die Hand gibt sowas bewusst mit dem passenden Hintergrundwissen entscheiden zu können.

Aber auf keinen Fall ohne das Wissen und die Zustimmung der Mutter!!
Es ist ganz wichtig, dass hier alle an einem Strang ziehen.

Gruß
M.

Moin,

ich bin kein Arzt! Vor einiger Zeit habe ich ein Posting gelesen, ich weiß nicht ob es in w-w-w war, ich finde es nicht auf die Schnelle, dort stand:

„die Pillen wirken nur, wenn die Mutter sie nimmt“.

Liebe Mütter, ihr tretet hier auf, da ja doch meistens die Mütter überwiegend mit den Kindern zusammen sind.

Ich kenne zwei Fälle in denen tatsächlich die Mütter ihre Unruhe, Unsicherheit und Hektik auf die Kinder übertragen. Dieser Ansatz würde die Verhaltensveränderung beim Aufenthalt bei Dir erklären.

Ob man das verallgemeinern kann, möchte ich bezweifeln, aber als Denkansatz sicher sinnvoll.

Eine schöne Weihnachtszeit und alles Gute für den Sohn.

LG Volker

Hallo Volker,

Du hast insofern Recht, als dass es sich um ein ganzheitlich die Familie betreffendes Problem handelt ;o)
Häufig ist nicht das Kind alleine betroffen, sondern direkt auch ein Elternteil. Das hat natürlich Einfluss auf die ganze Familie.
Gerade weil es meist die Mütter sind, die während Säuglings und Kleinkindphase die Hauptbezugsperson sind und den größten Teil des Tages mit dem Kind verbringen sind sie entsprechend gefordert und belastet.
Das bedeutet aber auch, dass man sich Hilfe suchen muss und dann auch annehmen darf.
Und das bedeutet auch, dass diesen Müttern Verständnis entgegengebracht und Hilfe angeboten wird, wenn man selbst noch Resourcen und Geduld auf Lager hat.
Im Familienverband bedeutet das enger zusammenzuwachsen und an einem Strang zu ziehen und miteinander zu arbeiten … ;o)

Gruß
M.

Hallo,

praktisch alle Therapeuten sind sich einig, dass bei AD(H)S die Eltern therapiert werden müssten.
Da die Mütter üblicherweise die meiste Zeit mit den Kindern verbringen, sollte man da zuerst ansetzen.
Vielleicht ist das ein Anhaltspunkt.
Das geplante Vorgehen, sollte aber auf jeden Fall mit dem Arzt besprochen und das Mittel nicht einfach abgesetzt werden.

Gruß Rainer

Hi Maja,

tja, das geht nicht immer. In einem Fall besteht nach der Scheidung nur noch sehr loser Kontakt, im zweiten Fall ist der Kontakt unmöglich, da Todesfall. Sorry, wenn letzters unsensibel/sarkastisch klingt, es ist eine Tatsache.

Gruß Volker

tja, das geht nicht immer. In einem Fall besteht nach der
Scheidung nur noch sehr loser Kontakt, im zweiten Fall ist der
Kontakt unmöglich, da Todesfall. Sorry, wenn letzters
unsensibel/sarkastisch klingt, es ist eine Tatsache.

Letzteres ist eine Entschuldigung da hast Du Recht, ich kenne das von meinem Bruder, er war damals 13…der Rest ist eine Frage der Organisation.
Rituale und Regeln kann man mitteilen, denn die sind besonders wichtig.

Was man grundsätzlich nie und dreimal nicht bei ADHS Kindern praktizieren darf ist, wenn die Eltern/Bezugspersonen gegeneinander arbeiten.

Hallo,

wenn der Junge ADS hat, dann muß darüber eine gesicherte Diagnose vorliegen.
Diese wird im Verlauf mehrerer Wochen von Kinderärzten, Fachärzten und Therapeuten gemeinsam erstellt.

Da ADS Kinder überaus empfänglich für äußere Reize sind, kann es durchaus sein,
das sich sein Zustand durch einen Wechsel des Umfelds auch verändert.

Viele ADS Kinder kommen auch ohne Medikament zurecht.
Häufig werden sie begleitet durch Ergotherapien oder Ähnliches.
Ein gut strukturierter Alltag, Sportangebote, klare Regeln und vieles mehr können helfen.
Majas Beitrag weiter unten finde ich sehr gut. Sie liefert viele wertvolle Tipps und Anhaltspunkte.

Auch Homöopathie kann begleitend eingesetzt werden (trotz vieler Zweifler) - bei ADS stehen allerdings andere Maßnahmen im Vordergrund.

Meine Empfehlung lautet: geh mit deinem Jungen zum behandelnden Kinderarzt.
Wenn er Medikinet verschrieben hat, kann er sich mit dir gezielt unterhalten.
Teile ihm deine Meinungen und Beobachtungen mit und mache den Vorschlag, die Behandlung probeweise für 3 Monate zu unterbrechen.

Viele Kinderärzte machen diesen Vorschlag von sich aus, da sich ADS Kinder durchaus häufig so entwickeln,
daß sie irgendwann keine Medikamente mehr brauchen.

Ein Beobachtungsbogen für dich, für die Lehrer und weitere regelmäßige Kontaktpersonen hilft am Ende der „Ohne-Medikinet-Phase“ (letzte 4 Wochen) genau die Schwächen und Stärken deines Sohnes zu erkennen.

Und eines darf man nicht vergessen: in verantwortungsvollen Händen ist Medikinet ein gutes Medikament.
Es hilft Kindern, die sonst kaum eine Chance hätten sich gut zu entfalten und die auch bei optimaler Betreuung dem Alltag nicht gewachsen sind.
Es soll nur so lange genommen werden wie absolut notwendig!

Es grüßt
Yvisa