Mein Sohn ist nicht zu bremsen

Hallo,

Vorab: Ich bin „Wochenendvater“ zweier Kinder (3 und 4), die Kinder leben bei der Ex und ihrem neuen Freund. Die Trennung von meiner Ex erfolgte „zwangsweise“ vor fast 2 Jahren, geschiedem sind wir jetzt auch seit kurzem endlich !

Seit der Trennung gibt es bei meinem Sohn starke Probleme. Er akzeptiert die von mir gesetzten Grenzen einfach nicht. So kommt es vor das er mich oder irgendjemand anderen anfängt zu beissen, an den Haaren zu ziehen oder seine kleine Schwester kräftig ärgert. Ok, kommt vor bei Kindern, doch ich kann ihn packen und festhalten, ihm dabei laut und deutlich mehrfach sagen, das er damit aufhören soll, doch er hört einfach nicht auf und wird bockig ohne Ende, grinst dabei noch schämisch und sieht das ganze mehr als Spass an.

Ich bin da etwas ratlos, wie ich dem noch begegnen soll. Zumal ich als Wochenendpapa nicht mehr sehr viel erzieherische Möglichkeiten habe. Das was er an einem WE bei mir an Erziehung mitbekommt, ist am nächsten logischerweise wieder vergessen.

Ich denke das es mit der Trennung zusammenhängt, zumal er auch oft fragt, warum wieso und weshalb wir uns getrennt haben. Auch kann er sich immer noch gut daran erinnern, wie ich mich mit meiner Ex in der damaligen Beziehung gezofft habe. Das Verhältnis zur Ex ist nicht toll, sie zog nach der Trennung alle „weiblich fiesen“ Register so das wir einen Rosenkrieg führten wie er im Buche steht. Ich muß wohl noch dazufügen, das meine Ex psychisch nicht ganz ok ist und sich damals zumindestens noch in therapeutischer Behandlung befand. Nach meiner laienhaften Einschätzung war es eine schitzophrene Erkrankung gemischt mit der nicht überwundenen Wochenbettdepressionen bedingt durch die Geburt zweier Kinder. Kurz gesagt: Die Frau ist irre und aggressiv, jedoch dazu noch so gut psychologisch geschult (hat Erz-Wissenschaften studiert) das es ausser mir nie einer mitbekam (Sternz. Zwilling -> eine Frau mit zwei Gesichtern)

Nun gut, an der Ex kann ich nichts ändern.
Aber ich würde gerne wissen, wie ich meinem Sohn dabei helfen kann,
das alles zu verarbeiten und somit sein Verhalten zu normalisieren.
Meine Ex hat ihn zwar im Kindergarten in eine Gruppe von Verhaltensauffälligen Kindern gesteckt, was sicherlich ganz gut ist,
doch hat sie nicht kapiert wo der Grund für das Verhalten unseres
Sohnes liegt. Für mich ist das ganz deutlich, das die Trennung
ihm zu schaffen macht, gemischt mit der Eifersucht auf andere, gerade
wenn er mit seinem Papa zusammen ist. Er hängt sehr an mir und möchte mich wohl am liebsten ganz allein für sich haben. Meine neue Freundin
mußte das leider auch schon am eigenen Leib erfahren.

Wer kann mir denn da vielleicht Tipps geben ?
Ich wäre euch sehr dankbar !

Gruss
Olli

Hallo Olli,

also, wenn ich das richtig verstanden habe, ist Deine Ex eine durchgedrehte Shizophrene, was bis jetzt keiner gemerkt hat außer Dir, weil sie geschickt alle weiblichen Register zieht und das mit ihrem Zwillingsgesicht so gut kaschieren kann und Du bist der tolle Wochenendpapi, der voll den Durchblick hat, was Deinem Sohn fehlt?

Sie muss mindestens shizo sein, wenn sie therapeutischer Behandlung ist wegen Babyblues. Mannomann.

Jetzt bin ich aber nett und gib Dir mal einen ernst gemeinten Rat:

Versuche für Dich einen guten Mediatoren zu finden, vielleicht sogar einen Therapeuten.
Dein Hass auf Deine Ex springt einem ja förmlich ins Gesicht, wie sollen sich eure Kinder da zurecht finden?

Könntet ihr beide nicht versuchen, das Kriegsbeil zu begraben, vielleicht gemeinsam einen Mediatoren aufsuchen und erst einmal eure Liebesbeziehung tatsächlich beenden?

Der Kinder wegen werdet ihr immer eine’Beziehung’ führen müssen, und allein der Kinder wegen ist es besser, sie funktioniert auf einer freundlichen Ebene.

Vielleicht geht es Deinem Sohn besser, wenn ihr euch einfach mehr respektiert.

Und lass es Dir gesagt sein: ich bin da durch, als Mutter mit Babyblues.

einen Gruß

Nathalie

Hallo,

Seit der Trennung gibt es bei meinem Sohn starke Probleme. Er
akzeptiert die von mir gesetzten Grenzen einfach nicht. So
kommt es vor das er mich oder irgendjemand anderen anfängt zu
beissen, an den Haaren zu ziehen oder seine kleine Schwester
kräftig ärgert.

Das muß nicht unbedingt mit Eurer Trennung zusammenhängen, manche Kinder haben solche fiesen Phasen in denen sie partout mit dem Kopf durch die Wand wollen, nicht sehr nett zueinander sind und Grenzen austesten wo immer möglich. Die einen heftiger, die anderen weniger heftig.
Manchmal machen sie auch das Gegenteil von dem, was sie eigentlich wollen, nur um zu sehen, wieviel sie selbst aushalten können. Wie weit man sich über den Zaun der Grenzen lehnen kann…
Aber auch Unterforderung kann sich so äußern…mal daran gedacht?

Warum genau befindet sich Dein Sohn in einer Gruppe für verhaltensauffällige Kinder??

Ok, kommt vor bei Kindern, doch ich kann ihn
packen und festhalten, ihm dabei laut und deutlich mehrfach
sagen, das er damit aufhören soll, doch er hört einfach nicht
auf und wird bockig ohne Ende, grinst dabei noch schämisch und
sieht das ganze mehr als Spass an.

Was machst Du dann, wenn er nicht aufhört? Welche Konsequenz hat sein Verhalten?
Was treibt ihr überhaupt so den Tag über, wenn die Kids bei Dir sind?

Ich bin da etwas ratlos, wie ich dem noch begegnen soll. Zumal
ich als Wochenendpapa nicht mehr sehr viel erzieherische
Möglichkeiten habe.

Darfst Du sie nur am WE sehen?

Das was er an einem WE bei mir an
Erziehung mitbekommt, ist am nächsten logischerweise wieder
vergessen.

Oha, das glaubst auch nur Du…vergessen hat er das garantiert nicht.

Ich persönlich empfehle Dir, Dich an die Kinder- Jugend- und Elternberatungsstelle Deiner Stadt zu wenden. Die haben geschultes Personal, das Dir und Deinem Sohnemann bestimmt helfen kann. Das tut auch nicht weh und kostet nichts.

Hallo Nathalie,

Hallo Olli,

also, wenn ich das richtig verstanden habe, ist Deine Ex eine
durchgedrehte Shizophrene, was bis jetzt keiner gemerkt hat
außer Dir, weil sie geschickt alle weiblichen Register zieht
und das mit ihrem Zwillingsgesicht so gut kaschieren kann und
Du bist der tolle Wochenendpapi, der voll den Durchblick hat,
was Deinem Sohn fehlt?

Hast du mal bei Herzblatt gearbeitet ? Tolle Zusammenfassung,
warum bloss hab ich soviel Text geschrieben, wenn sich’s doch
mit so wenigen Worten ausdrücken läßt ? *g*

Sie muss mindestens shizo sein, wenn sie therapeutischer
Behandlung ist wegen Babyblues. Mannomann.

Hast du falsch verstanden. Shizo war sie vorher schon.
Die Wochenbettdepression oder auch Babyblues wie due es so
nett beschreibst haben es eben nur nicht einfacher gemacht.

Jetzt bin ich aber nett und gib Dir mal einen ernst gemeinten
Rat:

Ja, sei mal nett zu einem Papa mit Durchblick *g*

Versuche für Dich einen guten Mediatoren zu finden, vielleicht
sogar einen Therapeuten.

Ich war schon bei einem Therapeuten, jedoch hätte auch der
lieber meine Ex behandelt als mich selbst.

Dein Hass auf Deine Ex springt einem ja förmlich ins Gesicht,
wie sollen sich eure Kinder da zurecht finden?

Hass ? Nein, ich bin kein Mensch der wirklichen Hass entwickeln
kann. Aber möglicherweise ist auch das mein Problem … ?

Könntet ihr beide nicht versuchen, das Kriegsbeil zu begraben,
vielleicht gemeinsam einen Mediatoren aufsuchen und erst
einmal eure Liebesbeziehung tatsächlich beenden?

Liebe ??? Neee, die ist garantiert nicht mehr da.
Gemeinsam zu einem Mediatoren ?
Jepp, sowas haben wir schon vor der Trennung durch,
Familientherapien etc. Aber auch dort wurde gezielt
meine Ex behandelt, es wurde auch deutlich ausgesprochen,
das die Mutter das Hauptproblem darstellt, bzw. die damalige
Therapie, welche wohl lt. Therapeutin ursächliche für unsere
damaligen Streitereien gewesen sein sollen. Ich will das aber
nicht so vertiefen, es geht so langsam nun am Thema vorbei.

Der Kinder wegen werdet ihr immer eine’Beziehung’ führen
müssen, und allein der Kinder wegen ist es besser, sie
funktioniert auf einer freundlichen Ebene.

Unser „Beziehung“ ist inzwischen „scheißfreundlich“ und
es kommt auch zu keinen Eskalationen zwischen uns. Also
da haben wir uns schon im Griff.

Vielleicht geht es Deinem Sohn besser, wenn ihr euch einfach
mehr respektiert.

Ich respektiere sie als Mutter. Daran will ich auch
sicher nichts ändern. Es wird auch nicht über die Kinder „geregelt“
wenn man Frust mit der Auffassung des anderen hat.

Und lass es Dir gesagt sein: ich bin da durch, als Mutter mit
Babyblues.

Schön, aber nun weiß ich immer noch nicht, wie ich meinem Sohn
in solchen Situationen begegnen sollte. Hast du da vielleicht
noch einen Rat für mich ? Ich wollte eigentlich nicht über die
Mutter meiner Kinder diskutieren, es ging mir eher um meinen Sohn.

einen Gruß

Nathalie

Gruss

Olli

Hallo Maja,

Hallo,

Seit der Trennung gibt es bei meinem Sohn starke Probleme. Er
akzeptiert die von mir gesetzten Grenzen einfach nicht. So
kommt es vor das er mich oder irgendjemand anderen anfängt zu
beissen, an den Haaren zu ziehen oder seine kleine Schwester
kräftig ärgert.

Ja, denke ich auch. Es ist vielleicht etwas missverständlich
rübergekommen. Ich wollte nicht die Mutter als Problem darstellen,
nur eben auch nicht verschweigen, das hier ein Teil der Ursache liegen könnte.

Das muß nicht unbedingt mit Eurer Trennung zusammenhängen,
manche Kinder haben solche fiesen Phasen in denen sie partout
mit dem Kopf durch die Wand wollen, nicht sehr nett zueinander
sind und Grenzen austesten wo immer möglich. Die einen
heftiger, die anderen weniger heftig.
Manchmal machen sie auch das Gegenteil von dem, was sie
eigentlich wollen, nur um zu sehen, wieviel sie selbst
aushalten können. Wie weit man sich über den Zaun der Grenzen
lehnen kann…
Aber auch Unterforderung kann sich so äußern…mal daran
gedacht?

Ja, habe ich.

Warum genau befindet sich Dein Sohn in einer Gruppe für
verhaltensauffällige Kinder??

Weil die Mutter diese Auffälligkeiten auch bemerkt hat.

Ok, kommt vor bei Kindern, doch ich kann ihn
packen und festhalten, ihm dabei laut und deutlich mehrfach
sagen, das er damit aufhören soll, doch er hört einfach nicht
auf und wird bockig ohne Ende, grinst dabei noch schämisch und
sieht das ganze mehr als Spass an.

Was machst Du dann, wenn er nicht aufhört? Welche Konsequenz
hat sein Verhalten?

Es gibt da zwei Varianten:

  1. Ich beachte ihn einfach nicht, wenn er zum Beispiel
    sich auf den Boden legt und schreit und schreit, nur weil er
    seinen Willen durchsetzen will.

  2. Ich packe ihn, halte ihn fest und stell ihn dabei immer wieder
    auf die Füsse, so das er mir gerade ins Gesicht schauen muß wenn ich mit ihm rede. Logischerweise schimpf ich dann mit ihm. Wenn`s dann nicht besser wird, steck ich ihn in sein Zimmer zum abreagieren.

Was treibt ihr überhaupt so den Tag über, wenn die Kids bei
Dir sind?

Wenn ich meine Kinder hab, änder ich nicht groß meinen Alltag.
Ich denke sie sollen auch bei mir ein normales Familienleben
haben, mit allen Aufgaben die da so anfallen. Das heißt wir
gehen gemeinsam einkaufen, ich mache meinen Haushalt, wobei
mir beide gerne helfen. Eben alles was so normal ist.
Natürlich spielen wir auch, oder gehen raus etc.

Ich bin da etwas ratlos, wie ich dem noch begegnen soll. Zumal
ich als Wochenendpapa nicht mehr sehr viel erzieherische
Möglichkeiten habe.

Darfst Du sie nur am WE sehen?

Inzwischen nur noch jedes zweite Wochenende :frowning:

Das was er an einem WE bei mir an
Erziehung mitbekommt, ist am nächsten logischerweise wieder
vergessen.

Oha, das glaubst auch nur Du…vergessen hat er das garantiert
nicht.

Ich hoffe das, jedoch muß ich die Kinder scheinbar jedesmal
neu von vorne erziehen.

Ich persönlich empfehle Dir, Dich an die Kinder- Jugend- und
Elternberatungsstelle Deiner Stadt zu wenden. Die haben
geschultes Personal, das Dir und Deinem Sohnemann bestimmt
helfen kann. Das tut auch nicht weh und kostet nichts.

Davon halte ich wiederum nichts. Zumindestens nicht in meiner
Vaterrolle. Schließlich macht die Mutter in dieser Richtung
schon soviel, das es mir schon wieder viel zu viel erscheint.

Danke für deine Anregung.

Gruss
Olli

Hallo Olli,

Hast du mal bei Herzblatt gearbeitet ? Tolle Zusammenfassung,
warum bloss hab ich soviel Text geschrieben, wenn sich’s doch
mit so wenigen Worten ausdrücken läßt ? *g*

Das ist dein Text. Nur knapper. *g*

Der Kinder wegen werdet ihr immer eine’Beziehung’ führen
müssen, und allein der Kinder wegen ist es besser, sie
funktioniert auf einer freundlichen Ebene.

Unser „Beziehung“ ist inzwischen „scheißfreundlich“ und
es kommt auch zu keinen Eskalationen zwischen uns. Also
da haben wir uns schon im Griff.

Und schon stößt mir wieder etwas auf: „scheißfreundlich“. Es ist ja nicht so, dass weil Eskalationen nicht zugelassen werden, keine Spannungen herrschen. (Die sich auf die Kinder auswirken)

Vielleicht geht es Deinem Sohn besser, wenn ihr euch einfach
mehr respektiert.

Ich respektiere sie als Mutter. Daran will ich auch
sicher nichts ändern.

Was bedeutet es eigentlich, wenn man jemanden als ‚Mutter‘ respektiert? Oder als ‚Vater‘? Oder als ‚U-Bahn-Schaffner‘? Schließt das alles andere aus? Als Frau? Als Mensch? Als Erz.-Wissenschaftlerin?

…aber nun weiß ich immer noch nicht, wie ich meinem Sohn

in solchen Situationen begegnen sollte. Hast du da vielleicht
noch einen Rat für mich ? Ich wollte eigentlich nicht über die
Mutter meiner Kinder diskutieren, es ging mir eher um meinen
Sohn.

Hm. Dein Text bezieht sich mehr auf Deine Ex als auf Deinen Sohn. Du selbst stellst ja einen Zusammenhang zwischen der Trennung/Beziehung und der Verhaltensauffälligkeit Deines Sohnes fest. Und auf dieser Ebene gab ich Dir meinen Rat.

Ansonsten kann ich mich nur meiner Vorrednerin anschließen.

Und falls der Leidensdruck immens werden sollte, hätte ich noch einen Tipp für euch. Aber wie gesagt, nur wenn er immens wird.

einen Gruß

Nathalie

Aber auch Unterforderung kann sich so äußern…mal daran
gedacht?

Ja, habe ich.

Und was tust Du für ihn, damit er genug Input hat?

Warum genau befindet sich Dein Sohn in einer Gruppe für
verhaltensauffällige Kinder??

Weil die Mutter diese Auffälligkeiten auch bemerkt hat.

Also, es gibt in unserem Kiga mehrere Kids die zeitweilig so oder so ähnlich drauf sind, da spricht aber keine Erzieherin von verhaltensauffällig…

Möglicherweise rebelliert er ja gerade weil er so „beachtet“ wird?

Was machst Du dann, wenn er nicht aufhört? Welche Konsequenz
hat sein Verhalten?

Es gibt da zwei Varianten:

  1. Ich beachte ihn einfach nicht, wenn er zum Beispiel
    sich auf den Boden legt und schreit und schreit, nur weil er
    seinen Willen durchsetzen will.

  2. Ich packe ihn, halte ihn fest und stell ihn dabei immer
    wieder
    auf die Füsse, so das er mir gerade ins Gesicht schauen muß
    wenn ich mit ihm rede. Logischerweise schimpf ich dann mit
    ihm. Wenn`s dann nicht besser wird, steck ich ihn in sein
    Zimmer zum abreagieren.

Hm an sich finde ich das so ok zum so wie Du es beschreibst…
Er ist der der 4 ist? Dan sage ihm in einer ruhigen Minute was Du von ihm erwartest, wenn er bei Dir ist, was er darf und was er nicht darf…und jedesmal, wenn er bockig ist, ab ins Zimmer.

Wenn ich meine Kinder hab, änder ich nicht groß meinen Alltag.
Ich denke sie sollen auch bei mir ein normales Familienleben
haben, mit allen Aufgaben die da so anfallen. Das heißt wir
gehen gemeinsam einkaufen, ich mache meinen Haushalt, wobei
mir beide gerne helfen. Eben alles was so normal ist.
Natürlich spielen wir auch, oder gehen raus etc.

Davon halte ich wiederum nichts. Zumindestens nicht in meiner
Vaterrolle. Schließlich macht die Mutter in dieser Richtung
schon soviel, das es mir schon wieder viel zu viel erscheint.

Dann machs für Dich, im Stillen:

Steve Biddulph und Kai-Uwe Rogge kann ich nur empfehlen.

http://www.amazon.de/exec/obidos/tg/browse/-/189510/…

Gruß
Maja

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Hallo Oli

Möchte mit meinem Beitrag noch eine andere mögliche Richtung einschlagen.
Weisst Du, dass Schizophrenie oft auch eine Erbkomponte hat, dass heisst das psychische Problme auch vererbt werden können, was nicht heisst, dass sie genau gleich wieder auftauchen, sie können auch in anderer Form, mit anderen Problemen auftauchen.
Um diesen Weg zu prüfen wäre es wichtig, zu wissen, ob der Bube vor Eurer Trennung absolut keine Verhaltensauffälligkeiten aufgewiesen hat, wie zb Konentrationsproblme, vergesslichkeit, Hyperaktivität etc.
Hat er eine Diagnose für seine Verhaltensauffälligkeiten zb AD(H)S?

Da Körper und Selle/Geist eine enge Verbindung haben ist auch ein Aufschaukeln von Störungen möglich. Bsp: Eine erbkomponente für eine Veranlagung, psychische Sachen verursachen wegen der Veranlagung recht leicht unerkannte organische Probleme, welche wiederum psychische Sachen wie Verhaltensauffälligkeiten verursachen etc.
Dazu wäre es wichtig zu wissen, ob er auch sonst irgendwelche körperliche Auffälligkeiten hat zB Nahrungsvorlieben, Verdaaungsprobleme oder Stuhlabnormailtäten, oft krank, Hautprobleme, Allergieen etc welche damit im Zusammenhang stehen könnten.

Wenn Du mir die fra

Hallo Oli

Möchte mit meinem Beitrag noch eine andere mögliche Richtung
einschlagen.
Weisst Du, dass Schizophrenie oft auch eine Erbkomponte hat,
dass heisst das psychische Problme auch vererbt werden können,
was nicht heisst, dass sie genau gleich wieder auftauchen, sie
können auch in anderer Form, mit anderen Problemen auftauchen.
Um diesen Weg zu prüfen wäre es wichtig, zu wissen, ob der
Bube vor Eurer Trennung absolut keine
Verhaltensauffälligkeiten aufgewiesen hat, wie zb
Konentrationsproblme, vergesslichkeit, Hyperaktivität etc.
Hat er eine Diagnose für seine Verhaltensauffälligkeiten zb
AD(H)S?

Da Körper und Selle/Geist eine enge Verbindung haben ist auch
ein Aufschaukeln von Störungen möglich. Bsp: Eine
erbkomponente für eine Veranlagung, psychische Sachen
verursachen wegen der Veranlagung recht leicht unerkannte
organische Probleme, welche wiederum psychische Sachen wie
Verhaltensauffälligkeiten verursachen etc.
Dazu wäre es wichtig zu wissen, ob er auch sonst irgendwelche
körperliche Auffälligkeiten hat zB Nahrungsvorlieben,
Verdaaungsprobleme oder Stuhlabnormailtäten, oft krank,
Hautprobleme, Allergieen etc welche damit im Zusammenhang
stehen könnten.

Nicht jedes Kind mit Nussallergie und Trotzphase ist schizophren oder hat aehnliche mentale Probleme. Ich denke diese Moeglichkeit ist so gering dass man das ausschalten kann. Ausserdem haetten die Erzieherinnen das gemerkt. Wie so vielen andern Kleinkindern fehlt auch diesem Jungen Erziehung. Das heisst er muss klare Grenzen gesetzt bekommen (von beiden Elternteilen die gleichen) und die muessen dann eingehalten werden. Dann muss er sehr viel positiv bestaerkt werden, denn nur so merkt er dass er Aufmerksamkeit vor allem dann kriegt wenn er ein braver Junge ist. (auch loben wenn er nichts macht ausser nett spielen). Ausserdem wuerde ich seine Ernaehrung umstellen und zwar auf eine E-Nummern freie Diaet. Kinder reagieren oft zappelig und aggressiv auf diese Nummern. Ich hab einen Test mit hyperaktiven Zwillingen gesehen wo der eine nach einer Woche ohne e-Nummern wie ausgewechselt war. Ausserdem ist das ja auch gesuender.
Zu deinem Streit mit der Ex-Frau sag ich jetzt einfach mal nichts, denn ich kenn ja nur eine Seite, und sie scheint ja doch schon was fuer den Jungen zu machen.
P.S. Vergiss bei all der Arbeit um den Sohn die Tochter nicht.
Tschuessi

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Hallo Olli,

beim Durchlesen deiner Geschichte schießen mir ein paar Gedanken durch den Kopf, die ich hier nur ungeordent wiedergeben kann - bitte vorab um Verzeihung.
Grundsätzlich haben in schwierigen Zeit Ungesagtes genauso viel Gewicht wie Gesagtes. Bei Kindern noch mehr, die eher über Empfindungen als über Gedanken versuchen mit ihren Problemen klar zu kommen. Und dem Jungen macht die Trennung mit Sicherheit Schwierigkeiten egal wie Kinderfreundlich ihr sie über die Bühne brachte. Für ihn herrscht erst einmal Chaos. Aber das ist dir ja selber klar. So „pinkelt“ er nicht nur dir sondern wahrscheinlich auch deiner Ex ordentlich ans Bein, um vermeindlich destabilisierte Eckpfeiler seiner Existenz auf Standfestigkeit zu überprüfen. Er hat bestimmt viel von Trennung gehört, und bekam auch von Mami und Papi zu hören wie bedauerlich sie es finden. Aber das ändert nichts an seiner momentanen „Trostlosigkeit“. Und so reagiert er auch deshalb aggressiv und bissig.
Sprich, du kannst ihm erzählen was du willst, das kommt bei ihm nicht an, weil er es nicht versteht, das geht über sein geistiges Fassungsvermögen hinaus und macht in fassungslos.
Ich denke, dass du auf dem richtigen Wege bist, wenn du ihm Grenzen zeigst, die braucht er mehr denn je. Mit dem Grinsen kauft er dir erfolgreich deinen Schneid ab, und sieht dir die Sekunde an, wenn du verzeihend und voll Schuldgefühle an die Trennung denkst, die ihm nicht gut getan hat. Bitte nicht mißverstehen, ich sehe das aus der Kinderperspektive. Erwachsene haben da wieder andere Probleme, die nicht kleiner sind, aber auch nicht (ge)wichtiger.
Wenn du Grenzen setzt, dann löse dich von dem Gedanken an die Ursache für sein Verhalten, und nimm dir nur vor, bei ihm die Oberhand zu gewinnen. Beißen oder andere körperliche Attentate sind tabu und dürfen nicht sein. Was auch immer du tust (bloß nicht hauen!!!), ob wegzerren oder seine Hände festhalten, was auch immer, tue es geduldig und immer wieder. Dein Nein gilt. Unsere Kindergartenerzieherin hat solche Kinder in eine Ecke gesetzt und einen Zeitraum festgelegt, sooft es beim aggressiven Kind nötig war. Irgendwann hat es sich erledigt.
Ich kann mir vorstellen, dass du für die paar Stunden vorhast mit deinen Kindern eine schöne Zeit zu genießen. Da macht sich bei dir auch eine gewisse Enttäuschung breit, und auch die Unsicherheit es dir anfangs mit den Kindern zu verderben. Aber Kinder haben ein ausgeprägtes Gerechtigkeitgefühl, solange deine Handlungsweise etwas mit dem Verhindern seiner Beißerei aber nichts mit deinem Frust zu tun hat. Und ich schätze, dass dein Sohn jetzt eben die Grenzen besonders braucht, denn er scheint sie geradezu zu suchen.
Und ich glaube, dass du eine sehr wichtige Person für ihn bist, denn das Verhältnis, das er zu seiner Mutter oder zu dem Freund der Mutter hat, ist nicht zu vergleichen.
Hab Geduld mit ihm, mit dir und mit der schwierigen Situation, sei optimistisch, und dann wird es schon klappen.

alles Gute
grilla

ich schliesse mich an
Hallo Olli,
hier kann ich nur zustimmen, was ich noch wichtig finde hinzuzufügen ist: Überlege vorher genau, welche Konsequenzen die Reglementierungen haben sollen, und ob du diese auch immer wieder durchhalten kannst. Es macht keinen Sinn heute jenes zu sagen und morgen oder nächste Woche etwas anderes. Kinder brauchen einen roten Faden und ich habe mal irgendwo gelesen, dass sie testen ob die Regeln heute noch genauso stimmen wie eben gestern. (und erfahren, meine Tochter ist 4,5 Jahre)
Ich denke es ist wichtig ihm (dem Sohn) immer wieder mitzuteilen, dass du ihn lieb hast, auch mit diesen Aussetzern.
Natürlich sollte es gewisse Grenzen geben, die keiner von Euch überschreiten darf (hauen, beissen etc.)

Achso und nochwas: Kinder können mit unterschiedlichen Regeln umgehen, auch mit 3 oder 4 Jahren. Sie haben ein Verständnis für unterschiedliche Personen und deren Grenzen. Wenn eins sagt „aber bei Mama darf ich das“ Kannst du ruhig sagen, „Ok, ich bin nicht die Mama und bei mir funktioniert das nicht!“

Ich wünschr Dir Kraft und Liebe…
Gruß Conny

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Hallo Nathalie,

erstmal schade das du in Berlin wohnst, ich hätte dich sonst mal auf ne Tasse Tee oder so eingeladen um das auszudiskutieren *g*

Hallo Olli,

Hast du mal bei Herzblatt gearbeitet ? Tolle Zusammenfassung,
warum bloss hab ich soviel Text geschrieben, wenn sich’s doch
mit so wenigen Worten ausdrücken läßt ? *g*

Das ist dein Text. Nur knapper. *g*

Der Kinder wegen werdet ihr immer eine’Beziehung’ führen
müssen, und allein der Kinder wegen ist es besser, sie
funktioniert auf einer freundlichen Ebene.

Unser „Beziehung“ ist inzwischen „scheißfreundlich“ und
es kommt auch zu keinen Eskalationen zwischen uns. Also
da haben wir uns schon im Griff.

Und schon stößt mir wieder etwas auf: „scheißfreundlich“. Es
ist ja nicht so, dass weil Eskalationen nicht zugelassen
werden, keine Spannungen herrschen. (Die sich auf die Kinder
auswirken)

Die Spannung besteht schlichtweg darin, das wir bisher nie was
gemeinsam mit den Kiddies gemacht haben, was zu derzeitigen Stand auch das Beste ist, da das Kriegsbeil noch nicht ganz vergraben ist.

Fällt mir auch schwer.

Vielleicht geht es Deinem Sohn besser, wenn ihr euch einfach
mehr respektiert.

Ich respektiere sie als Mutter. Daran will ich auch
sicher nichts ändern.

Was bedeutet es eigentlich, wenn man jemanden als ‚Mutter‘
respektiert? Oder als ‚Vater‘? Oder als ‚U-Bahn-Schaffner‘?
Schließt das alles andere aus? Als Frau? Als Mensch? Als
Erz.-Wissenschaftlerin?

Ich respektiere Sie wie den U-Bahnschaffner. Nicht mehr und nicht weniger. Stimmt, keine prima Situation, aber es fällt mir schwer
dort mehr Respekt aufzubringen.

…aber nun weiß ich immer noch nicht, wie ich meinem Sohn

in solchen Situationen begegnen sollte. Hast du da vielleicht
noch einen Rat für mich ? Ich wollte eigentlich nicht über die
Mutter meiner Kinder diskutieren, es ging mir eher um meinen
Sohn.

Hm. Dein Text bezieht sich mehr auf Deine Ex als auf Deinen
Sohn. Du selbst stellst ja einen Zusammenhang zwischen der
Trennung/Beziehung und der Verhaltensauffälligkeit Deines
Sohnes fest. Und auf dieser Ebene gab ich Dir meinen Rat.

Ja, hast recht. Ich will aber nicht die Beziehung zur Ex
in den Griff kriegen, ich will meinem Sohn helfen.

Ansonsten kann ich mich nur meiner Vorrednerin anschließen.

Und falls der Leidensdruck immens werden sollte, hätte ich
noch einen Tipp für euch. Aber wie gesagt, nur wenn er immens
wird.

Gerade hab ich die Kinder wieder zur Mutter zurückgebracht. Das Wochenende war katastrophal, er testet seine Grenzen immer weiter aus.

einen Gruß

Nathalie

Sobald ich deinen nächsten Tipp brauche, werd ich mich melden.
Aber noch hab ich nicht aufgegeben den Tiger zu bändigen.

Liebe Grüße

Olli