Also - wann gilt ein Laptop als „leicht“?
Für weniger als 1000 EUR würde ich ein Notebook als leicht bezeichnen, wenn es unter 3 Kg wiegt, für unter 2000 EUR wenn es etwa die Hälfte davon wiegt und noch ordentliche Leistung und ein lesbares Display hat und für über 2500 EUR bekommst du schon Geräte mit nur ca. 1 Kg Gewicht. Diese sind für Office und Internet noch immer gut geeignet und haben ausreichend Akkustandzeit. Aber beim anschauen komprimierter Videos kann es mit so extremen Stromspar-CPUs schon problematisch werden, denn die haben meist nicht viel mehr als 1 GHz Taktrate und entspechend geringe Leistung.
Aber wie gesagt, wenn es nur um Office und Internet geht, kannst du unter dem reinen Leistungsaspekt quasi jedes aktuelle Notebook kaufen, das ab 512 MB Arbeitsspeicher und einen LAN/ W-LAN-Anschluss hat.
Natürlich musst du auch bedenken - je kleiner und leichter das Gerät, desto kleiner sind auch Tastatur und Display. Mit einem hochportablen 12"-Notebook kann man u.U. nicht mehr besonders entspannt arbeiten und auf 12" oder 13" macht auch Filme schauen keinen besonderen Spaß mehr. Zocken tust du ja nicht.
Welche Prozessoren
sind langsam, mittel oder schnell?
AMD Turion 64 - Prozessoren und Intel Pentium M - Prozessoren mit mehr als 1,8 GHz gelten für ein Notebook i.d.R. als sehr schnell. Die Performanekrone liegt derzeit beim AMD Turion ML 42 mit 2,4 GHz. Ein AMD Turion 64 - Prozessor oder Intel Pentium M der neuen Generation (Sonoma-Core) mit 1,8 GHz ist leistungsmäßig im normalen PC-Bereich etwa mit einem Pentium 4 3,0 GHz oder einem Athlon 64 3000+ zu vergleichen.
Im mittleren Performancesegment liegen die kleineren Turion 64- und Pentium M - Prozessoren ab ca. 1,5 GHz. Noch etwas darunter sind die bei gleichem CPU-Takt etwas leistungsschwächeren AMD Mobile Sempron- und Intel Celeron M - Prozessoren angesiedelt.
Extreme Stromspar-CPUs, wie sie in in sehr leichten Notebooks eingesetzt werden (z.B. Pentium M ULV - Reihe) würde ich wegen der sehr niedrigen Taktraten (+/- 1,0 GHz) als langsam bezeichnen, ebenso alle anderen Notebook-CPUs unter 1,4 GHz und prizipiell alle VIA-Prozessoren, egal welcher Taktrate.
Ab wie viel Stunden hält ein Akku lange?
Bei einem leistungsstarken 17"-Notebook sind 3 - 4 Stunden Akkulaufzeit schon ziemlich lange, bei einem schweineteuren, hochportablen Subnotebook mit wenig Rechenleistung kann der Akku schon 6 - 8 Stunden durchhalten.
Ein hohe Akkulaufzeit ist immer ein Kompromiss, der durch Miniaturisierung (große Displays brauchen viel Strom), Senkung der Rechenleistung (schnellere CPUs und Grafikchips brauchen mehr Strom) und Erhöhung des Gewichtes (größere Akkus liefern mehr Strom) erkauft wird. Für das nötige Kleingeld kann man sich einen ausgefeilten Kompromiss aus diesen Eigenschaften erkaufen, alles zusammen geht aber nie. Man muss eben immer wissen, worauf man besonderen Wert legt und wo man dafür bereit ist, Abstriche zu machen.
Und was sind die Preisklassen, mit denen man
so rechnen muss? (von vornherein will ich den Gebrauchtkauf
hiermit mal ausschließen; wenn was dran ist, lege ich schon
Wert darauf, dass mir dann vernünftig, mit Garantie usw.,
geholfen wird)
Das hängt sehr stark davon ab, inwieweit du bereit bist, bei Eigenschaften, die dir weniger wichtig sind, Kompromisse einzugehen:
Ein 15"-Notebook was deine leistungsmäßigen Anforderungen (Office und Internet flüssig, vielleicht mal eine DVD anschauen (?)) voll erfüllt, robust und qualitativ hochwertig ist, etwa 3 Kg wiegt und 3 - 4 Stunden Akkulaufzeit hat, bekommst du schon für ca. 850 EUR.
Bsp.: Das IBM ThinkPad R50E UR0BWGE mit Pentium M 715 - Prozessor (1,5 GHz), 40 GB-Festplatte, W-LAN und DVD-Combolaufwerk kostet in der Version mit 512 MB Speicherausbau (die sollte es haben) ca. 850 - 900 EUR.
Wenn du die gleiche Rechenleistung in einem hochtransportablen 12"-Subnotebook verpackt haben möchtest, dass nur 1,3 Kg wiegt und 7 - 8 Stunden Akkulaufzeit schafft, dann musst du schon über 2500 EUR auf den Tisch legen.
Bsp.: Das Samsung Q25 TXM 1500 mit Pentium M 758 LV - Prozessor (1,5 GHz), 80 GB-Festplatte, DVD-Brenner statt Combo-Laufwerk aber ansonsten zum IBM R50e identischer Ausstattung kostet ab 2700 EUR.
Dann noch die Frage Apple oder „normal“? Und: Wo kaufen - im
Internet, bei Mediamarkt & co. oder doch lieber beim
Computer-Händler um die Ecke?
Wenn du auf Windows-Produkte eingeschossen bist und mit Linux als Betiebssystem nix am Hut hast, fällt der Apple schon mal flach für dich. Das Mac OS kommt aus der Linux-Welt und funktioniert doch ein bisschen anders. Außerdem schränkt es dich auf mitgelieferte bzw. auf Apple lauffähige Software ein. Na gut, für Office und Internet sollte das keinen Unterschied machen. Daneben ist Apple bei gleicher Leistung aber auch deutlich teuer als viele „normalen“ Notebooks und man ist auf eine schmale Produktlinie festgelegt. Dafür ist auf der anderen Seite wieder alles optimal aufeinander abgestimmt, gut durchdacht und weitgehern problemlos, was in der großen Welt der „normalen“ Notebooks und zugehöriger Peripherie nicht immer so ist. Ich würde trotzdem bei „normalen“ Notebooks und in der Windowswelt bleiben.
Kaufen würde ich mein Notebook bei einem guten Versandhändler im Internet. Da kann man gegenüber dem Händler an der Ecke schon mal 30% sparen und hat außerdem die volle Auswahl, kann sich also das Gerät zulegen, was man haben will. Beim Laden um die Ecke kann man aus vielleicht 10 Modellen auswählen, die alle nicht das Optimum darstellen, man muss also Kompromisse eingehen und trotzdem deutlich mehr bezahlen.
Mediamarkt und Saturn fallen flach, die dort als Schnäppchen angepreisten Geräte haben meist irgendwo einen Haken. Davon abgesehen bekommt man sogar die Schnäppchen und Sonderangebote dieser Ketten irgendwo im Internethandel deutlich günstiger.
Garantie läuft bei Markengeräten sowieso über den Hersteller, oft mit Pick-Up-Service, da sehe ich kein Problem.
LG, Jesse