Wir haben uns im Juni im Gartencenter einen vermutlich sehr alten Weinstock für die Terrasse gekauft. Ein schöner Blickfang und mal was anderes, aber Ahnung von Weinstöcken und deren Pflege hatten wir nicht. der Verkäufer sagte uns das die Pflanze unkompliziert ist und nicht viel besondere Pflege braucht.
Die Triebe wurden von Tag zu Tag mehr und die Trauben wurden größer. Nun hat es ja diesen Sommer extrem viel geregnet und da der Stock im Kübel steht, hat sich auch viel Wasser im „Untersetzer“ angesammelt. Seit ca. einer Woche hat der Stock viele bräunliche Blätter und sieht nicht wirklich gesund aus. Milben, Läuse oder andere Ungeziefer konnte ich nirgends entdecken.
Nun meine Frage: Kann es sein das die Pflanze zu viel Wasser hatte? Zu wenig Sonne? Oder kann das Problem daran liegen das der Stock im Kübel ist? Oder könnte der Zustand doch normal sein da es evtl. Zeit ist das er seine Blätter verliert weil der Herbst vor der Tür steht?
Würde mich über eine Antwort freuen
L.G.
Hallo,
das ist in der Tat eine sehr schwierige Frage!
Ein Weinstock bildet von Natur aus eine Pfahlwurzel aus und geht sehr tief in den (normalerweise steinigen) Boden, um Wasser zu „suchen“.Ich kan mir vorstellen, dass dieser Pflanze „stehendes“ Wasser nicht gut tut. Auch Wurzeln atmen und benötigen Luft. Abhilfe schaffen kleine Füßchen unter den Töpfen, die für Wasserabzug sorgen.
Zudem könnte ich mir vorstellen, dass, wenn der Wein in einem Kunststofftopf steht, sich die Erde um die Wurzel schneller erwärmt und ebenfalls ungünstig auf die Wurzel wirkt.
Aber dass sind alles nur Vermutungen. Ich persönlich würde den Verkäufer ansprechen, der sich dazu äußern soll, denn auch vor dem Kauf sollte eine gute Beratung stattfinden. Nachher sollte er erst recht für den Kunden da sein!!
Liebe Christine,
vielen Dank für die schnelle Antwort!
Das mit dem Kübel und der Pfahlwurzel klingt einleuchtend. Ich denke das es Sinn machen würde den Weinstock evtl. in den Garten zu pflanzen? Mein Mann ist der Meinung das ein wenig Dünger fürs Erste auch helfen könnte. Was wäre denn der richtige Dünger in diesem Fall?
Übrigens, der Verkäufer im Gartencenter hat gesagt das dieser Weinstock schon sehr alt ist und viele Jahrzehnte auf einem Weinberg stand. Da der Ertrag mit den Jahren immer weniger wird, werden diese Pflanzen aussortiert und in Kübeln als Terrassendeko verkauft. Die Pflege sei sehr einfach: wenig gießen und wie bei Orchideen am besten nicht viel dran fummeln.
L.G.
Hallo,
das ist in der Tat eine sehr schwierige Frage!
Ein Weinstock bildet von Natur aus eine Pfahlwurzel aus und
geht sehr tief in den (normalerweise steinigen) Boden, um
Wasser zu „suchen“.Ich kan mir vorstellen, dass dieser Pflanze
„stehendes“ Wasser nicht gut tut. Auch Wurzeln atmen und
benötigen Luft. Abhilfe schaffen kleine Füßchen unter den
Töpfen, die für Wasserabzug sorgen.
Zudem könnte ich mir vorstellen, dass, wenn der Wein in einem
Kunststofftopf steht, sich die Erde um die Wurzel schneller
erwärmt und ebenfalls ungünstig auf die Wurzel wirkt.
Aber dass sind alles nur Vermutungen. Ich persönlich würde den
Verkäufer ansprechen, der sich dazu äußern soll, denn auch vor
dem Kauf sollte eine gute Beratung stattfinden. Nachher sollte
er erst recht für den Kunden da sein!!
Hallo noch einmal,
in den Garten pflanzen ist eine sehr gute Idee. Der Wurzelraum ist offen, die Pflanze versorgt sich optimal selbst.
Düngen um diese Jahreszeit ist nicht mehr angebracht. Sollte der Schaden an der Pflanze tatsächlich vom stehenden Wasser im Untersetzer herrühren, ist für einen guten Wasserabfluss zu sorgen. Die Pflanze ordentlich gießen, dann aber auch abtrocknen lassen, so dass die Wurzeln nicht verfaulen.Frische Erde soll die Wurzeln umgeben, nicht patschnass.
Sonne auf den Weinstock ist willkommen, sich erwärmender Wurzelraum (Topf) ist nicht ratsam.
Gutes Gelingen !